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Knappe Kassen: Bundesländer meutern gegen Steuersenkungsplan

Die Opposition nennt die Pläne "unverantwortlich", selbst CDU-Ministerpräsidenten wollen nicht zustimmen: Der Widerstand in den Bundesländern gegen die Steuersenkungspläne der Bundesregierung wächst. Die Position des CSU ist selbst parteiintern unklar.

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kalzifer 21.10.2011, 08:58
1. unverantwortlich

"Unverantwortlich" ist auch so ein Totschlagargument aus der Politik. Es bedeutet: nichts.
Die geplante "Steuersenkung" ist eigentlich auch keine Steuersenkung, sondern es geht um die Abschaffung oder Minderung der kalten Progression. Und die ist längst überfällig.

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der.honk 21.10.2011, 08:59
2. Völlig klar

Zitat von sysop
Die Opposition nennt die Pläne "unverantwortlich", selbst CDU-Ministerpräsidenten wollen nicht zustimmen: Der Widerstand in den Bundesländern gegen die Steuersenkungspläne der Bundesregierung wächst. Die Position des CSU ist selbst parteiintern unklar.
Völlig klar, daß die (Un)-Verantwortlichen unter Sparen das Schröpfen der Bürger verstehen und nicht die Begrenzung ihrer Ausgaben. Hautptsache, sie können weiter an ihren Prestigeobjekten basteln oder als großzügige "Retter in der Not" mit Steuergeldern prassen.

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poster 21.10.2011, 09:07
3. Kaltes Grausen

Zitat von kalzifer
... Die geplante "Steuersenkung" ist eigentlich auch keine Steuersenkung, sondern es geht um die Abschaffung oder Minderung der kalten Progression. Und die ist längst überfällig.
Die soll dann alle 2 Jahre angepasst werden, was nichts anderes heißt, als dass wir dann die gallopierende Inflation entgültig als gegeben und unabwendbar hinnehmen.

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fleischwurstfachvorleger 21.10.2011, 09:16
4. Trotzdem muss sie Gegenfinanziert werden,oder?

Zitat von kalzifer
"Unverantwortlich" ist auch so ein Totschlagargument aus der Politik. Es bedeutet: nichts. Die geplante "Steuersenkung" ist eigentlich auch keine Steuersenkung, sondern es geht um die Abschaffung oder Minderung der kalten Progression. Und die ist längst überfällig.
Geld fällt bekanntlich nicht vom Himmel!!
Woher sollen die 7-8 Milliarden denn kommen?

Warum erhöht man nicht zeitgleich die Steuern für Spitzenverdiener und führt die Vermögenssteuer wieder ein?, Die die haben (und zwar reichlich), müssen sich stärker finanziell an den Ausgaben des Staates beteiligen. - Und schnellstens gehört eine Finanztransaktionssteuer erhoben.

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Fricklerzzz 21.10.2011, 09:17
5. Die geplanten Steuererlasse sollen durchgeführt werden, aber

Zitat von sysop
Die Opposition nennt die Pläne "unverantwortlich", selbst CDU-Ministerpräsidenten wollen nicht zustimmen: Der Widerstand in den Bundesländern gegen die Steuersenkungspläne der Bundesregierung wächst. Die Position des CSU ist selbst parteiintern unklar.
Es ist richtig die kalte Progression abzumildern, aber die Einnahmesituation des Staates muß erhöht nicht erniedrigt werden.
Wenn also die 8 Millarden für den Mittelstand gegeben werden, müssen Reichs und die Wirtschaft 20 Millarden mehr bringen, um das auszugleichen und endlich die Schulden abzutragen.
So sieht es aus.
Hierin schließe ich mich der SPD an (hätte ich nie gedacht).

Der Steuergerechtigkeit würde es auf jeden Fall dienen, denn der Durchschnittsverdienst mit Durchschnittssteuerklasse liegt viel zu nah am zu niedrigen Spitzensteuersatz.
Aber gerecht ging es bei den Steuer und Sozialabgaben ja noch nie zu.
Bei uns haben sich Reichs immer erfolgreich von den Lasten abgeseilt.
Ich sage nur Beitragsbemessungsgrenze und Rentenversicherungsaustritt.

Ist es gerecht das Person A: 5000€\Monat 20 % für kei Krankenversicherung ausgibt Person B: 10000€\Monat aber nur 10 % ,dafür aber eine um Längen bessere Versorgung erhält ?

Wieviel könnten wir schon erreichen, wenn wir das abschaffen würden ?

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Why-not? 21.10.2011, 09:20
6. Geklautes Geld zurückzahlen

Wenn ich dieses Geschwätz von der SPD höre. I break together!
Hier geht es nicht um Steuersenkungen sondern darum, dass den Bürgern das zurückgegeben wird, was der Staat still und heimlich bei den Bürgern einkassiert (besser klaut). Was nützt mir eine Lohnerhöhung, wenn mir alles wieder durch die Inflation und die Progression weggenommen wird?

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Architectus 21.10.2011, 09:23
7. ...Aufklärung

Zitat von kalzifer
"Unverantwortlich" ist auch so ein Totschlagargument aus der Politik. Es bedeutet: nichts. Die geplante "Steuersenkung" ist eigentlich auch keine Steuersenkung, sondern es geht um die Abschaffung oder Minderung der kalten Progression. Und die ist längst überfällig.
...diese angebliche und vielzitierte "kalte Progression" ist eine Erfindung der FDP die die Steuerzahler täuschen soll.
Es wird ein Bezug zwischen Steuersatz und Inflation hergestellt den es gar nicht gibt.
Wer mehr brutto bekommt bekommt auch IMMER mehr netto.
Wenn die Inflation das auffrisst dann war vielleicht die Lohnerhöhung zu gering, aber mit Steuersätzen hat das rein gar nichts zu tun.

Also bitte nicht blenden lassen von diesem dummen Begriff.

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Hubert Rudnick 21.10.2011, 09:31
8. Steuersenkungen

Zitat von sysop
Die Opposition nennt die Pläne "unverantwortlich", selbst CDU-Ministerpräsidenten wollen nicht zustimmen: Der Widerstand in den Bundesländern gegen die Steuersenkungspläne der Bundesregierung wächst. Die Position des CSU ist selbst parteiintern unklar.
Imgrunde ist der Mensch doch für Steuersenkungen, der wer gibt schon gerne was von seinem Einkommen der Gesellschaft ab, aber dann sollten auch die Schulden und Ausgaben des Staates mit berücksichtigt werden.
So ist das alles nur ein übliches Versprechen um den Wähler zu ködern.
Wer Steuern senken will, der darf im Gegenzug dann aber nicht gleichzeitig an neue denken und er muss den Finger auf die Wunde der Steuerverschwendung legen.
Wer Steuern verringern will, der muss auch sagen, wie er die anstehenden gesellschaftlichen und sozialen Aufgaben lösen will, sicherlich gibt es viele Möglichkeiten und der Verschwendung einen halt zu geben, aber das muss man auch durchsetzen wollen.
So ist das alles wieder nur dumme Bauernfängerei.
HR

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Fettnäpfchen 21.10.2011, 09:31
9. "Steuerentlastung" = Wahlgeschenk

Der Steuersenkungsplan ist sehr durchsichtig. Wenn zum 01.01.2013 die Steuern gesenkt werden sollen, dann bedeutet das
1) dass dafür eine zu verzinsende Neuverschuldung aufgenommen werden muß,
2) dass es sich hierbei um ein "Wahlgeschenk" handelt, dass der Bürger teuer einkaufen muß (siehe Punkt 1). "Rein zufällig" finden 2013 die nächsten Bundestagswahlen statt,
3) dass sich die CDU/CSU/FDP-Bundesregierung Wählerstimmen mit UNSEREM Steuergeld kaufen will (Neuverschuldung plus Zinsen werden vom Steuerzahler bezahlt, nicht von der Regierung),

4) dass sich die Steuersenkung von insgesamt 6 bis 7 Milliarden Euro zwar für den einfachen BILD-Leser als "hohe Steuererleichterung" anhört, aber in Wahrheit eine minimalste Entlastung für den einzelnen Bürger dabei herauskommt, die er gar nicht braucht. Auf monatlich 5 oder 10 Euro mehr in der Geldbörse kann jeder Bürger verzichten.

Fazit: "Steuerentlastung" = Wahlgeschenk, das uns Bürger nichts wirklich bringt, aber von uns teuer bezahlt werden muß.

Nein danke, es macht keinen Sinn, weil nur die Regierungsparteien davon profitieren, nicht die Bürger. Wie lange sollen wir noch verschaukelt werden mit diesem Steuer-Unsinn?

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