Forum: Politik
Koalitions-Journalismus: Keine weiteren Fragen bitte
AP

Die Große Koalition hat auch im deutschen Journalismus tiefe Spuren hinterlassen: Wer spitz nachfragt, gilt mittlerweile als gefährlicher Ruhestörer.

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xiank 07.09.2017, 15:16
100. Daß

nun der Herr Strunz (was erlauber Struuunz?...Entschuldigung) ausgerechnet derjenige sein soll, der die richtigen Fragen gestellt habe, wage ich doch arg zu bezweifeln. Herr Strunz gehört meiner Meinung nach zu jenen Journalisten, die morgen schon bei Fox News arbeiten könnten. Weg mit der feinen Klinge der Ironie! Her mit dem Schwert des Sarkasmus und der Überspitzung. Ein bisschen Zotigkeit darf auch nicht fehlen, am Besten hemdsärmelig. So wollen die Leute das heute haben, weiß doch jeder. Einfach talentiert, der Mann.

Zum Glück haben wir aber auch viele andere gute Menschen in dieser Zunft, die noch nicht so sehr auf der Welle des Populismus reiten.

Wieder andere schreiben in ihren Kommentaren, was sie zu wählen gedenken, finde ich ehrlichgesagt auch etwas schräg, aber gut, warum nicht? Kann ja jeder halten , wie er will.

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flux71 07.09.2017, 15:17
101.

Zitat von OskarVernon
.... hat die keineswegs exklusiv: Nichts und niemand hindert die anderen Parteien, Wählern auf ihre Fragen überzeugendere Antworten zu geben als die AfD. Diese als schlecht und falsch abzutun ist da eher kontraproduktiv.
Ich tue nichts als "schlecht oder falsch" ab, das haben Sie missverstanden. Meine Worte waren da eindeutig: Es gibt einfach keine Antworten, weil die AgD die Fragen nicht akzeptiert.

Die Entsetzung der Partei und ihrer Anhänger bezüglich politischen Diskussionen ist hinlänglich bekannt und ein ausgeprägtes Phänomen.

Zunächst einmal also sollten all jene AgDler, die jetzt "Mimimi" rufen, sich der Diskussionsrealität stellen und bereit sein, Fragen zu akzeptieren, die die anderen, die "gleichgeschalteten Linksgrünen" haben. Dann können wir weitersehen.

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swf3 07.09.2017, 15:18
102. Herr Fleischhauer lobt Herrn Strunz

vom Unterschichtenfernsehen und verrät auch noch ,dass er bei der Lindner Partei sein Kreuzchen macht. Armer SPON!

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Christie09 07.09.2017, 15:23
103.

Zitat von hauschildbrutillot
Ich bin selten mit Herrn Fleischhauer einer Meinung, auch diesmal nicht. Doch in einem Punkt stimme ich ihm zu: ich empfand die Journalisten in dieser Runde als Stichwortgeber, insbesondere Frau Illner. Für mich war Claus Strunz der einzige wirkliche Journalist und mit seiner Frage an SPD-Schulz nach dem Gold, dass Flüchtlinge angeblich für Deutschland bedeuteten hat er diesem eine Steilvorlage geliefert. Er ist seinem Beruf nachgegangen und das ist heute eher eine Seltenheit in Zeiten der Leisetreterei in diesem Gewerbe. Es ist Unsinn, Strunz aufgrund seiner Fragen in die Nähe der AfD zu rücken, vielleicht sympathisiert er mit diesen Herrschaften, das ist seine Sache. Und wenn ich auch mit Herrn Fleischhauer ein wenig übereinstimme, FDP würde ich nie wählen! Künftig lautet die Parole, frei nach Trappatoni: mehr erlauben Strunz! Salutations de La France (en marche).
Das mit dem Gold war doch gerade falsch von Strunz, zum Glück hatte Schulz das Zitat in exaktem Wortlaut parat. Gerade daran hat man doch gesehen, was Claus Strunz journalistisch falsch gemacht hat. Da haben Sie selbst nicht richtig aufgepasst, oder?

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ntfl 07.09.2017, 15:25
104. Viel Wahres!

Der Tenor der Kolumne ist leider richtig: kritische Nachfragen sind nicht nur unerwünscht - sie finden gar nicht mehr statt, und abweichende Meinungen gibt es - in den Mainstreammedien jedenfalls - kaum noch. Das Volk wird nur noch kritikfrei in eine einzige Richtung beeinflusst und wenn doch mal einer hart nachfragt oder gar Kritik äussert, dann ist es heutzutage beinahe reflexartig so, dass er sich sofort entweder als Populist beschimpfen lassen muss oder ganz einfach direkt ins AfD-Lager geschoben wird. Eigentlich gibt es gar keine "wirkliche" Opposition mehr, denn unsere Parteien und deren Repräsentanten sind untereinander (bis auf AfD und Linke) längst beliebig austauschbar. So wird man immer weiter Bürger an die Nichtwähler oder gar an die Rechten verlieren! Und es werden sich wieder alle wundern!

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Schlumperli 07.09.2017, 15:31
105.

Danke, Herr Fleischhauer, endlich mal einer, der es ausspricht.
Die meisten Journalisten ordnen sich selbst politisch bei Rot-Grün ein.
Da wird jeder bekämpft, der aus der Reihe tanzt.

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reineralex 07.09.2017, 15:32
106. "mimimimi" - So sagt man in Österreich zu einem weinerlichen Verhalten

Und, Herr Fleischhauer, Ihre Kolumne ist weinerlich. Warum?
Die vertretene Journalistenschar, sehr geehrter Herr Fleishhauer, in diesem Format, war eine Bankrotterklärung für den politischen Fernsehjournalismus. Das war eine Katastrophe! Sie schreiben davon, dass den geneigten Wähler "...Themen zur Sprache kommen,..." die "...umtreiben...", und kommen dann mit rot-grünen Bündnissen. Sie haben offensichtlich eine andere Sendung gesehen, denn es kamen Themen NICHT vor, die sehr wohl einen kritischen Diskurs erläubt hätten; z.B. Wohnungen, befristete Arbeitsverträge, etc. Das alles kam nicht! Und wenn ein - scharfzüngiger - Journalist seine Arbeit nicht richtig macht, dann finde ich das auch nicht lustig, ganz im Gegenteil. Nein, die journalistische Performance der beteiligten TV-Sender, die Themenauswahl, das "Aussperren" von Wählern, die anwesenden Journalisten, waren sowohl für Merkel, Schulz und den Wähler eine Peinlichkeit; nicht mehr und nicht weniger. Das gilt es zu kritisieren, denn politischer Journalismus sollte aufklären, die Menschen unterstützen und nicht - abgehoben - durch die Gegend schweben; und genau das ist passiert.

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burrhus 07.09.2017, 15:34
107. alle 11 Sekunden...

...verliebt sich ein FDP-Wähler in sich selbst (frei nach einer bekannten Partnerbörse-Werbekampagne). Dieser Beitrag ist ein weiteres Beispiel dafür. Wahlkampfwerbung von Egozentrikern für Egozentriker. Es tut mir sehr leid, was dem Autoren als Kind widerfahren sein muss.

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lars.nitsch 07.09.2017, 15:37
108. Spitz nachfragen?

Sorry Herr Fleischhauer, aber "spitz nachfragen" und das, was Herr Strunz geliefert hat, auf eine Stufe zu stellen, ist einfach lächerlich und ziemlich ahnungslos.

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astarte24 07.09.2017, 15:38
109. Ehrliche Lageeinschätzung

Herr Fleischhauer hat mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen. Dass nun einem Journalisten vorgewirfen wird Populist zu sein weil er die Fragen des Volkes formuliert, ist bezeichnend für den jämmerlichen Zustand des deutschen Journalismus.

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