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Koalitions-Journalismus: Keine weiteren Fragen bitte
AP

Die Große Koalition hat auch im deutschen Journalismus tiefe Spuren hinterlassen: Wer spitz nachfragt, gilt mittlerweile als gefährlicher Ruhestörer.

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tullrich 08.09.2017, 02:09
190. Redundanz

Wenn Regierung und Presse einer Meinung sind, ist einer der Beiden überflüssig und wird aussterben. Und so wie ich die letzten Jahre erlebt habe, sind es wohl nicht die Gutbezahlten mit den hohen Pensionen.

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spon-facebook-10000241298 08.09.2017, 02:53
191. Strunzdumm gelaufen!

Nee, Herr Fleischhauer. Sie haben zwar Recht damit, dass das "Duell" eine harmlose und überflüssige Veranstaltung war, und Illner und Maischberger harmlose Souffleusen für die Kanzlerin, aber ausgerechnet Strunz als vorbildlichen Journalisten hinzustellen, geht weit daneben. Strunz ist ein Demagoge übelster Sorte, der einfach auf der "strunzdummen" Blödheit vieler Wähler des rechten Lagers surft. Das war er immer und wird er immer bleiben. Ich hätte Ihnen, Herr Fleischhauer, mehr Intelligenz und Charakter zugetraut, als sich ausgerechnet mit diesem BILD-Schmierfinken gemein zu machen.

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kpkuenkele 08.09.2017, 05:40
192. Danke für diesen Kommentar

Es war wirklich unglaublich anzusehen, wie sich die Kanzlerin und der Vorsitzende ihres Koalitionspartners über die gemeinsame Regierungspolitik vor und nach der Wahl unterhalten haben und darüber, in welchen winzigen Nuancen diese eventuell verändert werden könnte. Dazu Journalisten, die sich durch ehrerbietende Fragen das zukünftige Recht sichern wollten, sich bei Exklusivinterviews im wohlwollenden Licht der Mächtigen sonnen zu können und damit ihren unaufhaltsamen Aufstieg in den Unions- und SPD-geführten Sendeanstalten zu sichern. Wenn das Gewaltenteilung und kritischen Journalismus darstellen sollte, dann gute Nacht.

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K:F 08.09.2017, 06:36
193. Kohl und Strauß ließen sich die Fragen vorab vorlegen

da ist die Erpressung von Merkel doch noch egal. Denkt biite an die Journalisten in der Runde. Maischberger und Illner wollen künftig auch weiterhin Merkel interviewen. Wenn Merkel zu direkt befragt würde würden die Damen keine Termin
mehr bekommen. Man kennt Merkel.

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Maßwerk 08.09.2017, 07:51
194. Schöne Wortschöpfung

eines Foristen - b r a u n e Fragen! Das steht also nun für die Art von Fragen, die am ehesten geeignet echte Antworten herauszukitzeln, anstatt der üblichen Monologe in der oft nichtssagenden Politikersprachen. ("...ich gehedavon aus..." etc.) Fakten sprechen ihre eigene Sprache, da mag ihr Aussprechen braun genannt werden, es ändert nichts. Aber an diesem Punkt sind wir angelangt, verschweigen und wer es ausspricht ist eben braun.
Wie praktisch!! Ein gutes Beispiel: deutsche Haftanstalten sind teilweise zu 80% mit Nichtdeutschen belegt, die
dort hochgradig aggressiv auftreten und für die Mehrzahl von Übergriffen auf Mitgefangene und Beamte verant-
wortlich sind, dadurch enorme zusätzliche Kosten verursachen. (Einsätze, med. Versorgung etc.)
Wird über diese Seite der Migration offen gesprochen, irgendwo, von irgendwem in politischer oder puplizisti-
scher Verantwortung? Hätte nicht der deutsche Steuerzahler einen Anspruch darauf zu erfahren, wo seine penibel jährlich abgeforderten Abgaben eben auch verwendet werden. Aber das könnte eine b r a u n e Frage
sein. Wie gesagt der Punkt scheint erreicht, dann bleibt die Frage besser ungestellt, das Faktum im Dunkeln.
Ganz schwach kommt hier eine leicht diktatorische Anmutung daher, beachtlich - aber höchstwahrscheinlich
ist das eine bräunliche Vermutung.

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zensurgegner2017 08.09.2017, 08:13
195.

Auch wenn es stimmt, dass die Journaille keine wirklich kritischen Fragen stellt.
Nur: Wenn die Presse- hier der Spiegel - Strunz als Paradebeispiel für seriösen Jurnalismus hinstellt, dann entlarvt sich diese Presse als genau das, was man eigentlich ablehnt: dämlicher, oberflächlicher Journalismus
Grund: Wer Strunz Arbeiten kennt, der weis , welch Populist der ist

Und beim Thema aggresiver Journalismus: WO bleibt denn dieser Jurnalismus vbeim Spiegel?
Wo das bohrende, Titelseiten füllende Nachfragen beim Thema Rentnerschwemme bei Lehrern, Beamten, Justitz...beim Thema Diesel.....
Nicht das populistische Bildzeitungskopieren, sondern der aggressive Faktenjournalismus?

Oder hat der Spiegel Angst vor der eigenen Courage?

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charlemagne 08.09.2017, 08:25
196. Demokratie at its best !

Danke für diesen Artikel! Es spielt keine Rolle ob man sich für Linkts, Mitte oder Rechts entscheidet. Wichtig ist das man sich mit den Fakten beschäftigt und das es wirkliche Diskussionen im Parlament gibt. Alle Macht geht vom Volke aus. Dieser Grundsatz wird zu oft vergessen. Es heißt nicht, alle Macht geht von einer alten einsamen und verwirrten Frau aus.

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fördeanwohner 08.09.2017, 08:34
197. -

Zitat von zensurgegner2017
Auch wenn es stimmt, dass die Journaille keine wirklich kritischen Fragen stellt. Nur: Wenn die Presse- hier der Spiegel - Strunz als Paradebeispiel für seriösen Jurnalismus hinstellt, dann entlarvt sich diese Presse als genau das, was man eigentlich ablehnt: dämlicher, oberflächlicher Journalismus Grund: Wer Strunz Arbeiten kennt, der......
Herr Fleischhauer ist weder der SPIEGEL, online oder gedruckt, da er dort nur als einer unter sehr vielen veröffentlicht wird, noch ist der SPIEGEL die Presse.
Und: SPON ist ein etwas anderes Format als die gedruckte Version des SPIEGELs. Glauben Sie mir, ich habe Letzteren nämlich im Abo. Und da gibt es den "aggressiven" faktenbasierten Journalismus sehr wohl.
Online-Angebote sind nun einmal dem etwas bequemeren Leser angepasst. Obwohl: Die Printfassung können Sie inzwischen digital erwerben. Kostet aber wie gesagt etwas. Das aber aus gutem Grund.

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joerg.10961 08.09.2017, 08:42
198. Perfekt

Danke ,Herr Fleischhauer. Klasse Artikel!!!!!!

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wachsame 08.09.2017, 08:53
199. Fakt ist auch,

dass weder die Fragenden noch die Befragten auf die sozialen Themen eingegangen sind, die da wären, Rentenpolitik, Arbeitslosenproblematik, Behindertenrechtskonventionen und andere. Bei tut sich die Frage auf, ob wir uns wirklich nur noch mit der Flüchtlingsfrage und der Asylpolitik beschäftigen sollen, um damit von unseren eigentlichen o.g. Problemen abgelenkt zu werden. In Deutschland gibt es auch noch Kinderarmut. Warum spricht niemand über diese Themen? Für mich steht fest, dass ich keiner der Koalitionsparteien meine Stimme geben werden, ich will nicht, dass es so weiter geht wie bisher. Auch AFD und FDP kommen für mich nicht in Frage. Wir brauchen wieder eine und handlungsfreudige Regierung. Und Sätze wie "Sie kennen mich" möchte ich einfach nicht mehr hören müssen.

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