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Koalitions-Journalismus: Keine weiteren Fragen bitte
AP

Die Große Koalition hat auch im deutschen Journalismus tiefe Spuren hinterlassen: Wer spitz nachfragt, gilt mittlerweile als gefährlicher Ruhestörer.

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ctv24 07.09.2017, 13:54
50. Die konservative Stimme von SPON...

...hat sicher Recht, dass auch solche, "einfache", Fragen gestellt werden dürfen, sogar gestellt werden müssen. Aber: Journalistisch. Zitate verkürzt widergeben: nicht akzeptabel.
Auch mit dem Punkt, dass sich ARD, ZDF, RTL und Sat.1 von Merkel erpresst haben lassen, haben Sie recht.
Aber: Die FDP ist sicher nicht eine Oppositionspartei, die fehlende Fragen stellen würde. Ihr geht es um neoliberale Politik, die diese Welt in Krisen stürzte und schlecht stellt. Mir ist es noch heute ein Rätsel, wie diese Partei nach 2007/2008 Teil der Bundesregierung werden konnte.
Außerdem wird die FDP dann keine Oppostionspartei, sondern Regierungspartei, wie sie vorhersagen/sich wünschen. Oder aber die Grünen. Aber das ist ein anderes Thema (ZEIT ONLINE schrieb dazu: http://www.zeit.de/2017/33/wahlkampf-bundestagswahl-koalition-cdu-fdp-spd-fluechtlingspolitik)
Und zur AfD: Die ist sicher keine Bereicherung für den Bundestag. Die stellt auch keine richtigen Fragen. Die stellt falsche.

Lösung: Wie wäre es, wenn Merkel abtritt, die CDU wieder rechter wird und die Opposition stellt und viele Konservative, also auch Sie, so endlich wieder eine geeignete Heimat finden können.
Mit Rot-Rot-Grün an der Macht, die unsere Zukunft endlich anpacken. Und einer starken Opposition, die Sie nicht vergisst.

Es wird Zeit, die Große Koalition zu beenden.

Es wird Zeit, für Rot-Rot-Grün. Wenn nicht jetzt, dann 2021.

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Freidenker10 07.09.2017, 13:57
51. Vierte Gewalt

Zitat von urbanism
Aber was bringt ein Claus Strunz wenn die anderen 3 Journalisten nicht mitmachen? Letztendlich ist der Wahlkampf für die Politiker eine perfekt einstudierte Show. Das Problem ist doch, dass die Journalisten diese Show bedienen und nicht aushebeln. Siehe z.B. auch das TV Duell Slomka, Weidel und Scheuer. Der Abgang von Frau Weidel war eine Show zugunsten der AfD. Warum hat Frau Slomka nicht eingegriffen und Herrn Scheuer während seiner Attacke auf Frau Weidel (dass diese sich von Gauland und Höcke distanzieren soll) sofort gefragt warum dieser nicht lieber in die AfD eintreten will, aufgrund seiner ebenfalls häufig angehauchten rechten Parolen??? Der etablierte Journalismus spielt zu häufig im Inland das Spiel der Politiker und wirkt somit unglaubwürdig. Wenn ich sehe, wie sich Deutsche Journalisten über Herrn Trump ereifern, frage ich mich, warum wird dies nicht bei unseren Politikern gemacht. Die Deutschen Politiker geben das gleiche Angriffsfeld.
Ich geben Ihnen natrülich recht mit ihrem kritischen Kommentar, aber diese Wahl ist doch längst keine Kanzlerwahl ( sparen wir uns das Parteiensystem ) mehr! Fast egal wen Sie wählen, am Ende springt immer Frau Merkel aus dem "Überraschungspaket"! In diese Situation hat uns aber kein CDU Wahlstratege gebracht, sondern die unkritischen Medien, die ihre ganze Energie darauf verwenden den rechten Rand zu diskreditieren. Dieses Duellchen war doch nur das Resultat unserer Medienlandschaft. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die wenigen kritischen Fragen von Herrn Strunz ( den ich ehrlich gesagt gar nicht so gut kenne ) vorher abgesprochen waren, so nach dem Motto " das es nicht ganz so offensichtlich unkritisch zugeht"! Genau wie in Herrn Fleischhauers Artikel beschrieben wird es echt Zeit mal wieder Demokratie zuzulassen und auch kritisch zu begleiten. Wenn die AfD mit von mir geschätzten 15% in den Bundestag einzieht ist das am Ende auch die Schuld der Medien von der Regierungspolitik mal abgesehen. Will man ernsthaft einen so großen Teil der Bevölkerung weiterhin in die dumpfe rechte Ecke stellen? Die FDP zu wählen ist Herrn Fleischhauers gutes Recht, warum denn nicht? Dafür ist die Demokratie gedacht, WÄHLEN zu können! Aber die Medien sollten auch ihre Pflicht wieder neu entdecken, nähmlich im Sinne einer "vierten Gewalt" den Regierenden auf die Finger zu schauen und sich nicht mit ihnen gemein zu machen, das untergräbt die Demokratie dramatisch!

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geradsteller 07.09.2017, 13:57
52. Genau diese Fragen

nähmen den "falschen" Poulisten den Wind aus den Segeln und die Stimme aus der Urne. Diese leben ja davon, dass sie in der Wahrnehmung die Einzigen zu sein scheinen, welche die Fragen der Mehrheit stellen. Die 20% Unentschlossenen werden kaum zwischen den Großen pendeln.

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kuac 07.09.2017, 13:57
53.

Zitat von Mr Bounz
er hat von der AFD gestreute falsch-Zitate benutzt und somit Lügen verbreitet. Aber für Fleischi ist das alles völlig OKAY.
Entweder kennt Fleischhauer das Originalzitat nicht oder er hat seine journalistische Pflicht vernachlässigt, vorher zu recherchieren. Ich vermute eher, dass es ihm nicht um Wahrheit, sondern um Stimmungsmache geht.

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Spiegelleser - 1990 07.09.2017, 13:58
54. TV - Duell ? eher TV - Duett !!

Wenn es stimmt, das die Abgesandten der Kanzlerin mit dem ZDF vorab Stunden über den Ablauf des sog. TV - Duells verhandelt haben, dann war das alles nur eine lächerliche Farce.
Wie beim Wrestling, alles nur big-show fürs Publikum.
Dann bitte das Duell als das bezeichnen, was es wohl eher war, ein TV - Duett des Duo´s Merkel & Schulz.

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bestrosi 07.09.2017, 13:59
55. Autsch!

Sehr souverän in die Wunde des real existierenden Journalismus gepikt. Wir bewegen uns rasend schnell in Richtung amerikanischer Verhältnisse, mit MSNBC, Colbert und Co. für die linken und FOX, Breitbart und Co. für die Rechten.
Nur dass Fleischhauer den Blender von der FDP wählen will, sehe ich kritisch.

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iGELig 07.09.2017, 14:02
56. AfD-Wahlhelfer

Ich gucke ja praktisch kein traditionelles Fernsehen - Das TV-"Duell" war die erste Sendung in Monaten, aber offensichtlich waren Strunz Verkürzungen kein Versehen, sondern häufig angewendete Methode, wie Walulis sieht fern schon im April gezeigt hat: https://youtu.be/FBLholf_kvY

Und dass Herr Fleischhauer nur die FDP und AfD als Alternative zur GroKo sieht, spricht Bände. Ich lese ihn ja nur, um meiner Filterbuble etwas zu entkommen, aber AfD-Wahlhelfer ist dann doch zu viel des Guten.

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wachsame 07.09.2017, 14:03
57. Da ist viel Wahres dran

Normalerweise muss ich mich zwingen, die Kolumnen von Herrn Fleischhauer bis zum bitteren Ende zu lesen. Dieses Mal bin ich poisitiv überrascht und teile seine Meinung.

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Dogbert 07.09.2017, 14:03
58. Naja, Herr Fleischhauer

Sie haben offensichtlich auch keine Erinnerung mehr daran warum der Wähler die FDP bei der letzten Wahl in die Wüste geschickt haben. Es sei denn Sie hätten die damals auch schon gewählt. Die Truppe hat sich kein Jota aus ihren damaligen Positionen bewegt, darum darf man die auch diesmal nicht wählen. Aber egal, mit Ihrer Ablehnung der grossen Koalition haben Sie natürlich recht, mit Ihrer Analyse der SPD meiner Meinung nach nicht. Gegen eine Kanzlerin, die sich das Prinzip des "Aussitzens" bei ihrem CDU Vorgänger abgeschaut und perfektioniert hat, können sie als Juniorpartner nicht glänzen. Insofern hätte es der SPD, und Deutschland, gutgetan wenn die SPD eine Minderheitsregierung der Frau Merkel toleriert hätte. Vielleicht hätte sie dann mal den Hinten hochbekommen und Politik gemacht.
Schade, Chance vertan.

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kuac 07.09.2017, 14:04
59.

Zitat von kael
.....Dass sich Herr Frey, ZDF, den Wünschen des Kanzleramtes unterwarf, ist nicht nur armselig sondern auch ein exemplarisches Beispiel dafür, wie stark die sog. unabhängige (öffentlich-rechtliche) Medien und die Politik miteinander verbandelt sind. Opfer sind Milllionen Zuschauer,.....
Das ist zu oberflächlich gedacht. Was wäre die Reaktion von millionen von CDUCSU Wählern, Unentschlossen und anderen Zuschauern, falls ZDF die Sendung nur mit Schulz veranstaltet hätte? Die Menschen hätten das als Komplott gegen Merkel bewertet und als Folge verstärkt Merkel gewählt. Warum? Weil Merkel immer noch die populärste Politikerin DE ist.

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