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Koalitionsbildung nach Bundestagswahl: "Der Weg nach Jamaika ist weit"
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Nach der Absage der SPD an eine Große Koalition erscheint ein Jamaika-Bündnis die einzige realistische Regierungsoption zu sein. Politiker von Union, FDP und Grünen äußern sich aber noch abwartend.

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joes.world 24.09.2017, 20:27
1. Die Verweigerung

Der Diskussionsverweigerin verweigerten immer mehr Wähler ihren Stimmen. Die Union ist der größte Verlierer dieser Wahl. Niemand, keine anderen Parteien als CDU und CSU, hat so viel Vertrauen verloren. Das müssen die Grünene und die FDP bedenken, wenn sie über Jamaika verhandeln. Sich selber aufzugeben, nur um den Wahlverliereren die Kanzlerin zu retten - würde die Politikmüdigkeit nur vergrößern und die Fans der AfD nur stärken.

Meine, ganz subjektiven, Lehren aus diesem 9% Desaster Merkels:

Diskussionsverweigerung einer Kanzlerin mit politischen Gegnern wird bestraft.

Gefährlichen Ereignissen immer nur hinterher laufen und nie mit Voraussicht diese rechtzeitig abzuwehren, wenn es noch leicht möglich wäre (Flüchtlingskrise) - das verzeihen die Wähler nicht mehr.

Gleichzeitig ist das die Chance, den längst überfälligen Paradigmenwechsel der Union endlich anzugehen. Lasst Mutti nicht mehr alleine entscheiden. Sonst seid ihr bei der nächsten Wahl dort, wo die SPD schon heute ist.

Lasst Junge, Andersdenkende, wieder in der Partei groß werden! Sucht die Intellektuellen mit Ausstrahlung, die noch keiner kennt, die aber das Potential haben einmal die Persönlichkeit eines F-J Strauß-auf-zeitgemäß zu werden. Oder so charismatisch wie in Österreich Sebastian Kurz.

Lasst Mutti nicht mehr alleine machen. Ihre Kurzsichtigkeit ist inzwischen brandgefährlich für Deutschland geworden. Und der Wähler schaut da, seit heute, nicht mehr tatenlos zu. Was für seine politische Reife spricht. Diese Reife müssen nun auch FDP und Grün aufbringen.

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lalito 24.09.2017, 20:38
2. Supi

Geht ja richtig los, in der Elefäntchenrunde.

Wurde Zeit, hätte der Beileidigte mit seiner Truppe besser vor vier Jahren so gehandhabt und nicht erst dann, wenn er vom Leben bestraft wurde.

Ist so gekommen, wie vor Monaten schon gesehen.

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ich-geb-auf 24.09.2017, 20:40
3. am Ende haben sich doch alle lieb...

...weil jeder gern regieren möchte und den einen odern anderen Posten haben will.

Nur wozu das führt ,w enn man nur zur Mehrheitsbeschaffung im Bundestag ist wie zb die SPD die letzten Jahre, hat der Absturz der SPD gezeigt.

Wir wollen endlich wieder Politiker, die sich den Wahlversprechen annehmen und umsetzen und vor allem wieder für das Volk reagieren.. und nicht immer nur Bauchweh haben (wie die SPD) wenn sie Sachen wie Vorratsdatenspeicherung, Rente mit xx, usw absegnen.

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matbhmx 24.09.2017, 20:45
4. Wenn FDP und Grüne ernsthaft die ...

... Regierungsbeteiligung erwägen und sie halbwegs bei Verstand sind, sollten sie zur Bedingung einer Koalition machen, dass Merkel nicht mehr als Kanzlerin antritt! Schulz hat ja eben der Kanzlerin im Fernsehen vorgeworfen, Diskussionsverweigerin gewesen zu sein. Genau so ist es, und genau mit dieser Methode hat sie damals Westerwelle mit der FDP auflaufen lassen. Aussitzen, warten bis sich die Probleme von allein erledigen, allenfalls im Hintergrund an den Stühlen aller sägen, die ihr gefährlich werden könnten! Das ist keine Politik. Also, Herr Lindner: Wenn eine Regierungsbeteiligung, dann nur ohne Merkel! Sonst soll sie sehen, wo sie ihre Mehrheiten herbekommt.

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erwin9 24.09.2017, 20:57
5. Nicht einfach, aber die richtige Option

Nun, es kam ja in etwa so, wie vorausgesagt, nur Grüne und AfD sind stärker als gedacht. Die Entscheidung der SPD ist in der Situation das einzig sinnvolle. Sie kann sich neu als soziale Kraft in Deutschland positionieren. Und nebenbei ist sie damit stärkste Kraft in der Opposition und hat damit die Rechte, die sonst der AfD zustünden, was m. E. eine beängstigende Option wäre. Der AfD, die ohnehin ja kurz vor dem Innerparteilichen Chaos steht, steht damit eine starke Kraft von Links entgegen, mit der SPD und auch den Linken. Das finde ich ausgesprochen positiv und Schulz wird sich gewiss nicht lumpen lassen und diesen Naziverstehern nichts schenken, da bin ich mir sicher. Für die Regierung wünsche ich mir vor allem, dass Dobrint, diese CSU- Ministerkatastrophe auf zwei Beinen, abgesägt wird. Verkehrspolitisch brennt bei uns die Hütte, liebe Regierung, also jetzt mal 'Butter bei die Fische'.

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St.Baphomet 24.09.2017, 21:01
6. Welche Ressorts

bekommen bei Jamaika die Grünen?
Verkehr, Landwirtschaft oder Arbeit und Soziales?
Verteidigung?
Mal sehen womit die sich vera.......hen lassen.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung oder Familie, mehr ist da wohl nicht drin.
Ob die Grünen nach 4 Jahren dann noch erkennbar sind?

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quarax 24.09.2017, 21:02
7. Jamaika funktioniert nicht

CSU, Grüne und FDP liegen in den Sachfragen zu weit auseinander.

Jamaika bedeutet eine politisch handlungsunfähige Koaliation in hochgefährliche Zeiten und angesichts nie da gewesener Probleme,
Neuwahlen spätestens nach der Hälfte der Legislaturperiode und weiteren Auftrieb für die Rechtsradikalen.

Die SPD handelt absolut verantwortungslos.

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neanderspezi 24.09.2017, 21:03
8. Der Weg in die Versenkung ist mit Pöstchen gepflastert

Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir sehen vermutlich eine Regierungsbeteiligung hinter Schwarz und Gelb als starke Verkrümmung von Grün, aber die Verlockung ist sicher groß, als Tandem in der Regierungsmannschaft beteiligt zu sein, in kleineren Rollen, aber immerhin. Nun haben die Grünen aber auch eine Basis, die womöglich für Schwarz und Gelb nicht unbedingt das Helferlein zu einer Regierungsbildung stellen wollen, was die Parteiführer in ihrem Kalkül nicht völlig vernachlässigen können. Die beiden werden also eine starke Überzeugungsarbeit zu leisten haben, um die politischen Krümel von Schwarz und Gelb aufsammeln zu dürfen.

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musca 24.09.2017, 21:08
9. Cdu/csu

Die Union realisiert wohl noch immer nicht ganz, das keine andere Partei so abgestürzt ist wie sie selbst.

Nicht mal die SPD , der zweite Wahlverlierer hat so einen tiefen freien Fall nach unten vollzogen und so viele Wählerstimmen verloren.

Stärkste Partei bleibt die Union mit einigem Abstand zwar noch immer , aber auch stark geschwächt im Vergleich zur letzten Wahl.

Entweder mit der SPD Fortsetzung oder mit zwei anderen Parteien was eingehen (Jamaika), weitere Optionen gibt es nicht mehr für die geschwächte Union.

Nicht die SPD ist der große Verlierer sondern tatsächlich die Union.

Die SPD sollte der Union allerdings besser nicht den Gefallen tun und mit CDU/CDU nochmals koalieren sondern in die Opposition gehen und mal schauen wie das was werden wird mit Jamaika.

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