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Koalitionsoptionen der SPD: Etwas mehr Links wagen
AFP

Merkelmania hat das Land erfasst. Offenbar wird übersehen: Die schwarzgelbe Regierung hat die Wahl verloren. Der Sieger ist die Mehrheit links der Mitte. Die SPD muss etwas daraus machen.

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gog-magog 23.09.2013, 17:16
250.

Zitat von hanshans.hansen1
1.) merkel hat fast die absolute mehrheit! freilich nur der innerparlamentarischen parteien
Fast reicht halt aber nicht. Und welche Parteien wollen Sie sonst noch mitrechnen?

Zitat von hanshans.hansen1
2.) die linke mehrheit gibt es nicht, da die parteien unabhängig gewählt wurden und es zu diesem gesamtergebnis sonst nie gekommen wäre
Eine Unionsmehrheit gibt es aber auch nicht.

Zitat von hanshans.hansen1
3.) fast alle oppositionsparteien haben prozente verloren!
Der Papst hat auch Prozente verloren. Aber wen interessiert das?

Zitat von hanshans.hansen1
noch fragen?
Nein, keine. Höchstens, wen die Merkel denn nun anbettelt, sie zur Kanzlerin zu wählen.

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ambjoernsen 23.09.2013, 17:16
251. Kulturbeauftragte Angela Merkel

Zitat von mielletseed
Laut Wikipedia waren noch 1997 98% aller PDS Mitglieder ehemalige SED- oder FDJ-Mitglieder. Damit quasi 1:1 "SED". Und die Leute, die seither freiwillig (na klar, in einer Demokratie) in diese Partei eingetreten oder freiwillig mit ihr fusioniert sind, statt eine ehrliche, unbelastete, neue linke Kraft zu gründen, naja, die empfinde ich jetzt zumindest mal als "unsensibel", wenn sie es mit der Demokratie ernst meinen.
Völlig richtig. Und 1989 betrug der Anteil der SED-Mitglieder in der Partei satte 100%. Wenn Sie aber schon Wikipedia zitieren, dann bitte vollständig: Nach der Fusion von WASG und Linkspartei zur Partei DIE LINKE ist der Anteil der Ostdeutschen auf 68% gesunken. Wie viele von denen ehemalige SED-Mitglieder gewesen sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Vermutlich war es ein Großteil.

Ich selbst bin Parteimitglied, stamme wie die Bundeskanzlerin aus Hamburg und war ursprünglich in der SPD. Die DDR habe ich immer abgelehnt. Ich habe Respekt vor allen ehemaligen SED-Mitgliedern - von denen ich einige kenne -, die sich kritisch mit ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt haben und sich zu ihrer Biografie bekennen.

Anders als die gut 2,2 Millionen ehemaliger Genossen, die nach 1989 wie Ratten das sinkende Schiff verlassen haben, ausgetreten sind und nie dabeigewesen sein wollen.

Oder ehemalige Mitglieder von DDR-Blockparteien, die sich heute als waschechte Demokraten gerieren.

Oder eine Kanzlerin Angela Merkel, die nach Angaben ihres Biografen, des ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Gerd Langguth, als FDJ-Funktionärin an der Akademie für Wissenschaften zuständig war für weltanschauliche Agitation und Propaganda - selber aber bis heute angibt, sich um Kulturfragen gekümmert zu haben.

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agua 23.09.2013, 17:19
252.

Zitat von james-100
Mit Hilfe der SPD,die sich damit ihr eigenes Grab schaufelt. Eine erneute GroKo wird die SPD unter 15% bringen. Die fälligen Steuererhöhungen, die auch unter schwarz/gelb gekommen wären, wird Merkel der SPD anhängen können. Deswegen bedaure ich die Niederlage der FDP. Ich würde eine Minderheitsregierung befürworten, weil da Merkel endlich Farbe bekennen muss.
Ihre Meinung stimmt mit der vom Foristen Spiegelkritikus überein.Ich schliesse mich dieser Einschätzung an.Mit der Taktik von Frau Merkel sind die Boten die Sündenböcke und kassieren den Stimmverlust.In dieser Form schadet eine Koalition der jeweiligen Partei,und es gibt keine Opposition.Letzteres wäre für die nächste Regierungsrunde aber wichtig.

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Steve Holmes 23.09.2013, 17:19
253.

Zitat von f_aus_m
Die Wahl des Bundskanzlers ist geheim. Herr Ausgstein glaubt doch nicht im Ernst daran, daß alle wertkonservativen Grüne und gestandene Sozialdemokraten eine Koalition mir den Linken und schrägen Gestalten a la Wagenknecht mit kruden Weltanschauungen die Stimme geben.
Das wäre sehr unwahrscheinlich aber theoretisch möglich. Ich frage mich nur welcher SPD Kandidat sich so einem Himmelfahrtskommando aussetzen würde? Aber selbst wenn der unwahrscheinlich Fall eintritt das ein rot-rot-grüner Kandidat die Kanzlermehrheit erreichen könnte würden 4 grausame Jahre auf ihn zukommen, diese Truppe unter einem Hut zu halten.

Zitat von f_aus_m
Komisch, daß Augstein so was glaubt. Aber der glaubt ja vieles. Wo, glaubt er, kommt Geld wohl her?
In seinem Fall war es eine Millionenerbschaft. Da ist es einfach Ideologie vor ökonomische Vernunft zu stellen.

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c++ 23.09.2013, 17:21
254.

Zitat von leser47116352
die spd sollte mutig sein, dann koennte sie regieren, rot rot gruen, und der richtungswechsel waere da. koaliert sie nun mit der union, wird es sie auch noch den rest waehler kosten, gut fuer die linkspartei, bei der n. wahl
Koalitiert sie mit der Linken, wird sie das auch den Rest der Wähler kosten. Einmal hat sie unter Ypsilanti die Wähler schamlos betrogen, das dürfte der SPD eine Lehre gewesen sein. Davon hat sie sich selbst bei dieser Wahl noch nicht erholt.
Tragisch, was die SPD auch macht, sie macht das Falsche.

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martin-kö 23.09.2013, 17:23
255. Ein Schritte vor- und rückwärts

An der Großen Koalition kommt die SPD kaum vorbei: oder will sie etwa Neuwahlen? Dann würde sie eher an die 20% kommen. Warum nicht im Bund eine Große Koalition, in Hessen eine Koalition Rot-Grün-Rot. Damit wäre die SPD wieder nach mehreren Seiten koalitionsfähig, die Konservativen und die CDU könnten
sie nicht so emtional beschimpfen, da sie ja mit der CDU im Bund koaliert. Die LINKE ist sowieso nicht
das Gefahrengespinst, was viele (bis hin zu Grüne und SPD) ihr unterstellen.

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widderfru 23.09.2013, 17:25
256. SPD ist durch AG2010 noch schwer krank

und kann nur in der Opposition gesunden, wenn überhaupt. Die LINKE soll die CDU (verlängerter Arm der Wirtschaft und deren Lobbyisten) weiter vor sich hertreiben. Die CDU als Minderheitsregierung, warum nicht. Die Abgeordneten der Opposition sollten ohne Fraktionszwang abstimmen als Volksvertreter (die ihre AG sind) und ihrem Gewissen. Ich bin ein Gerechtigkeitsträumer, Herr A. wohl auch.

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economic-fool 23.09.2013, 17:26
257. Inkonsistent, Herr Augstein!

Zitat von sysop
... Und am rechten Rand erhebt eine neue reaktionäre Kraft ihr Haupt. ...
Wenn Sie schon in Lagern rechnen, so haben

- SPD, Grüne und Linke in Summe verloren und
- CDU/CSU, FDP und AfD in Summe

zugelegt. Dass AfD nicht ins linke Spektrum gehört, schreiben Sie ja selbst ...

Zu argumentieren, dass Stimmen unterhalb der 5%-Hürde nicht zählen, stimmt zwar gemäß des Wahlrechts, aber nicht bei der Beschreibung der Strömungen in der Gesellschaft, die Sie hier anstellen.

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jrcom 23.09.2013, 17:26
258. Absolut richtig,

es ist eine Manie in den Medien und in den von ihnen geblendeten Köpfen, die Mehrheit der linken Parteien im Bundestag zu übersehen.

Würde man jetzt aber Neuwahlen ausrufen mit dem Hinweis, dass beim nächsten Mal die Option rot-rot-grün besteht, würden aber viele auf Merkels "Sowieso-Sieg" geeichte Wähler zur CDU flüchten, fürchte ich. Immerhin haben viele mit einer Großen Koalition gerechnet.

Aber wann auch immer - bei der nächsten Wahl darf die SPD sich diese undemokratische Ausgrenzung der Linkenwähler nicht mehr erlauben. Es ist ja auch irgendwann mal gut mit dem Schmollen wegen Lafontaine.

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neptunes 23.09.2013, 17:27
259. Ideologie pur oder einfach nur Fishing for attention?

Die konservativere SPD Wählter hätte die SPD nicht gewählt, hätte sie sich vor der Wahl klar zu R2G bekannt. Ihre Rechnung ist absurd. Das ist natürlich auch Ihnen klar, Mr. Augstein. Ich kann nur hoffen, dass Sie ideologisch verblendet sind. Das wäre ja noch sympathisch, ist die Zeit der Ideologen doch vorbei.

Wahrscheinlich ist es doch eher Verkaufsmasche, das Heischen um Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum. Es geht Ihnen wohl nicht um 's Honorar, dafür ist Ihr Erbenkonto zu prall gefüllt. Sie möchten Fußstapfen hinterlassen, wahrgenommen werden, sich absetzen vom Erzeuger, wie jeder Nachkomme eines Großen. Bisher sehe ich lediglich Fußabdrücke eines Clowns...

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