Forum: Politik
Koalitionspoker in den Ländern: Es grünt so grün
DPA

Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt - eine Woche nach den Landtagswahlen zeichnen sich neue Koalitionen ab. Im Zentrum aller Überlegungen: die Grünen.

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seniorvc 22.03.2016, 07:23
1. Fragwürdig

Ich finde dieses beliebige Koalieren zum Machterhalt immer fragwürdig. Gerade ständig die Grünen dafür heranzuziehen widerspricht meiner Meinung nach zumindest in Sachsen-Anhalt eindeutig dem Wählerwillen. Die Wahlergebnisse zeigen für mich klar, dass eine konservative Regierung gewünscht ist und die Grünen in die Opposition gehören.

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angelobonn 22.03.2016, 07:30
2. Viel zu viel Einfluss

Es ist aus meiner Sicht sehr bedenklich, wenn die Grünen derart viel Einfluss bekommen. In Sachsen-Anhalt und R-P wollten 95% diese Partei mit ihren teils extremen Ansichten nicht wählen und dennoch werden diese Ansichten jetzt Regierungspolitik.

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kuschl 22.03.2016, 07:31
3. Mit ihren paar Prozent

Mit ihren paar Prozent werden die Grünen sich aus lauter Machtgeilheit als Zünglein an der Waage verkaufen, um dann für das Volk wider " erziehungspolitisch " tätig zu werden. Faule Kompromisse, nur um an die Macht zu kommen, das ist Politik geworden. Die Kanzlerin ist das beste Beispiel dafür. Dafür wird auch gerne vertuscht, geschönt, ja sogar gelogen. Politik verkommt immer mehr und davor haben die Wähler die Schn....e voll. MitTricks, wie der kommenden Rentenerhöhung will man darüber hinwegtäuschen, daß immer mehr Rentner in die Altersarmut fallen, während Politiker und ihre Ministerialbeamten, sowie auch Europaparlamentarier einen Selbstbedienungsladen aus diesem Land gemacht haben und deswegen gehen sie jeden faulen Kompromiss ein, um an die Macht zu kommen.

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fletcherfahrer 22.03.2016, 07:41
4. Erstmal wird eine Koalition...

...ausgeschlossen und dann klammert man sich an die Macht. Diese Heuchler.

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Nabob 22.03.2016, 07:42
5. SPD in Sachsen-Anhalt

Dieses "disaströse" Ergebnis der SPD liegt vor allem daran, dass die in diesem Bundesland ganz besonders erforderliche Sozialdemokratie bundesweit nicht mehr sichtbar ist, was ohne Zweifel an dem äußerst schwachen Sigmar Gabriel liegt.
Weder ist er in der Lage, die völlig verkrusteten Strukturen der SPD im Innern zu lösen, noch kann er neue fähige Leute vorstellen, noch ist er so einsichtig, sich selbst zuerst an die Nase zu fassen.
Der Wahlerfolg Dreyer ist das letzte Aufflackern eines SPD-Erfolges, mit mehr ist unter Gabriel nicht zu rechnen.
Aber mehr als sich irgendwo politisch hintendran zu hängen ist von der SPD nicht mehr zu erwarten, sie ist in der Vergangenheit hängen geblieben.

Die Führungsleute der SPD können sich natürlich noch die nächsten Jahre weiter selbst belügen, irgendwann erscheint dann eine Art "Westerwelle" der SPD, der egozentrisch alles an sich zieht und ebenso scheitert, die Partei ins Nichts führt.

Das politische Problem aber ist, dass es Steuerungsfolgen für den Rechtstrend in Deutschland gibt und dass Sozialdemokraten und Sozialisten dringend benötigt würden, um ein politisches Gegengewicht zu immer weiter rechts (und damit vom Volk weg) zu erzeugen.
Mit Gabriel und Kipping kann so etwas nicht funktionieren, sie haben beide nicht die Gabe, Menschen zu überzeugen.

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lezel 22.03.2016, 07:47
6. So was kommt von so was.

Wollten die AfD-Wähler das? Wollten sie, dass die Grünen nun in allen drei Regierungen sitzen? Wollten sie eine Partei stärken, die mehr als die meisten anderen dafür eintreten, das Land für Flüchtlinge zu öffnen?

Ich bin geneigt, zu sagen: Ja.

Sehr viele AfD-Wähler nennen sich selbst ja "Protestwähler" oder "Wutbürger". Es kommt also gar nicht auf das Programm an, das die AfD im übrigen ja auch gar nicht hat und auch nicht brauchen kann, weil sie ohnehin schon erklärt hat, nicht regieren zu wollen. Wer die AfD wählt, der weiß, dass er damit die anderen Parteien in die Regierung schickt, auch die Grünen.

AfD-Wähler überlassen bewusst das Regieren den Anderen.

Und damit akzeptieren sie auch deren Programm. Sonst würden sie ja eine Partei mit einem anderen Programm wählen und nicht eine Partei, die gar kein Programm hat und ohnehin den Parteien mit Programm den Vortritt lässt.

Wer AfD wählt, stimmt damit der Einwanderung zu,

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Fürstengruft 22.03.2016, 07:48
7. Es grünt so grün wenn wenn Spaniens Blüten blühen ...

so der Song aus My Fair Lady.

Aber warum muss die CDU nun Gärtner im Garten von Kretschmann spielen?

Auch da gibt es wieder ein schönen musikalischen Vergleich:
"Ja so blau blau blau blüht der Enzian"

Dieser Enzian wuchert und wuchert, da werden die beiden Abgebildeten noch viel Spaß in ihrem Garten bekommen.

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black-mamba 22.03.2016, 07:54
8. Volkeswille=Demokratie - Parteienwille=Ignoranz

Soviel zum Thema Demokratie. Da werden die an "Regierungs"positionen geschoben, denen grade mal rin paar Wähler ihre Stimme gaben. 6 und 7 %er dürfen also mit entscheiden und - wie das ja bei Koalitionsverhandlungen üblich ist - Forderungen stellen. Aber der Protest hat ja schon angefangen. Mal sehen, wohin die Etablierten die Wähler nocht treibt. 37% für die AfD bei den Bundestagswahlen? Müssen nur genug bisherige Nichtwähler zu den "Protestwählern" dazu kommen, fertig ist der Lack

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wug2012 22.03.2016, 07:56
9. Wählerwille?

Es ist unglaublich. Vor 9 Tagen haben die Wähler in 3 Bundesländern einen Noch nie dagewesenen Schwenk in das rechts-konservative Lager vollzogen. Die Antwort der gewählten Politiker darauf lautet: Wir bilden linke Bündnisse. Die kommenden Wahlen werden dieses Verhalten erneut abstrafen. Die Anzahl der Nichtwähler der etablierten Parteien wird erneut steigen und die neue Rechte wird weiter erstarken. Das passiert, wenn Politik gegen das eigene Volk gemacht wird.

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