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Koalitionsverhandlungen: Martin Schulz soll Außenminister werden
DPA

SPD-Chef Martin Schulz will angeblich Außenminister in einer neuen Großen Koalition werden. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend.

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Alex1960 07.02.2018, 17:27
310. Gabriel

Wenn Schulz Aussenminister wird, was macht der Sigmar? Hab in den Online-Zeitungen nichts gelesen.

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haumti 07.02.2018, 17:29
311. Mehr Demokratie wagen

Zitat von cecile10
...dass 400.000 SPD Mitglieder über die Regierungsbildung das letzte Wort haben sollen. Auch als CDU-Wähler tue ich mich sehr schwer mit dem Erreichten: das ist ein pures SPD-Programm und für mich in dieser Form nicht tragbar. Alles andere wäre besser besser gewesen: in jedem Falle Jamaika, selbst eine Minderheitsregierung schwarz-grün und auch noch eine erneute Profilierung der Parteien bei Neuwahlen. Dass ausgerechnet die ewig unterlegene und weinerliche SPD jetzt das letzte Wort haben soll, ist ein trauriger Witz.
sagte schon der Visionäre Willy Brandt.
genau das fehlt der CDU die wie schon früher Autoritär und in Gutsherrenart von Oben herab entscheidet.
Wenn euch das nicht gefällt müßt ihr euch eben einen anderen Partner suchen.
Also die CDU will was von der SPD und nicht umgekehrt.
Das dieser Vertrag ein pures SPD Programm sein soll bei dem kleckerlichen was sie der CDU abgerungen kann ich keinesfalls bestätigen.
Aber zu ihrer Beruhigung kann ich ihnen versichern das dieses nahezu Inhaltsleere und vom Postengeschachere überschattete Programm so nicht kommen wird.
Denn so Blöd werden die Genossen nicht sein.

Gruß
Alex

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mostly_harmless 07.02.2018, 17:32
312.

Zitat von skeptikerjörg
[...] Sie vergaßen zu erwähnen, dass die Agenda 2010 auf dem SPD-Sonderparteitag 2003 mit 80% beschlossen wurde. Damit war Schröder mehrheitsfähig und Lafontaine nicht.[..]
Jo, die Unterwanderung der SPD durch FDP- und INSM-Uboote war in dieser Zeit auf dem Höhepunkt. Seltsamerweise hat nur einer das Rückgrat bessessen, nach getaner Arbeit seine Tarnung aufzugeben: Wolfgang Clement. Die anderen (Schröder, Riester, Müntefering, Steinmeier, Steinbrück, Scholz etc. pp.) sind da leider rückgrattechnisch weniger fortgeschritten.

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Romara 07.02.2018, 17:33
313. Taktisch guter Winkelzug

Zitat von klima66
Mit der Entscheidung Schulz als Außenminister zu installieren wird der GroKo Widerstand bei den Mitglieder sicher noch größer. Wäre er doch bei der EU geblieben !! Sagt NEIN zur GroKo und NEIN zu Schulz - nur so hat die SPD eine Zukunft jenseits der 20%.
"Mit der Entscheidung Schulz als Außenminister zu installieren wird der GroKo Widerstand bei den Mitglieder sicher noch größer. Wäre er doch bei der EU geblieben !!"

Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Für die meisten SPD-Mitglieder ist wohl wichtig, dass ein ebenso ungeeigneter wie unglaubwürdiger Parteivorsitzender sehr elegant entsorgt wird. Jedenfalls steht er mit dieser Entscheidung einer programmatischen und personellen Neuausrichtung seiner Partei sicher am wenigsten im Wege. Ein weiterer Aspekt für das Abstimmungsverhalten der SPD ist sicher, dass ein von Schulz ausgehender, ja zu befürchtender politischer Flurschaden in der Aussenpolitik mehr der Union in Person der Kanzlerin als ihm und der SPD zugerechnet werden dürfte. Schließlich bestimmt die Kanzlerin immer noch die Richtlinien der Politik, vor allem die der Aussenpolitik. Ich rechne deshalb mit einem deutlichen Abstimmungsverhalten der SPD-Mitglieder zugunsten der GroKo.

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mostly_harmless 07.02.2018, 17:35
314.

Zitat von gersco
...Ihre bisherigen Kommentare aber nicht zu. Da brilliert die AfD als notwendiges Korrektiv für die angebliche Mainstreampolitik und wenn man sich die Reaktionen anderer Foristen so ansieht, liege ich damit vermutlich nicht ganz so falsch. Etwas mehr Ausgewogenheit bitte!
ROTFL die AfD "brilliert" in aller Regel durch grenzenlose Inkompetenz, die Partei hat doch zu den meisten relevanten Themen gar keine Position. Steuern und Rente sind 2 Beispiele unter vielen. Und wenn sie eine hat, ist die meist dümmlich bis abstrus, wie beim Klimawandel.

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irmi.zerr 07.02.2018, 18:06
315. Hype um Schulz nie verstanden und warum man Merkel wählt, auch nicht

Nun ist es also raus- oh Graus, man guckt und staunt. Seehofer Innenminister- hä??? Dobrindt light bekommt das Verkehrsministerium- die Automotive wird jubeln, und die Schienen ( umweltfreundlicher) werden weiter rosten. Aber Herr Schulz bringt dann den Adrenalinspiegel zum Anschlag, ein Funktionär mit extrem unangenehmer Politsprache- sollte vielleicht mal bei Herrn Habeck ein paar Stunden nehmen- wird Außenminister, ich fasse es nicht. Deutlicher kann man sich nicht selbst diskreditieren, gilt auch für Merkel, die einfach nur Kanzlerin sein will, Rest ist wurscht. Ich hoffe, die SPD Basis stürzt dieses Theater der Pfründenverteiler, echt widerlich.

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Rheinlandpragmatiker 07.02.2018, 20:23
316.

Zitat von götzvonberlichingen_2
Ein Nein, sollte ein Nein bleiben. Oder haben sich jetzt andere Sachverhalte ergeben, die Schulz wortbrüchig werden ließen.
Wenn ich mich nicht ganz irre, hat Lindner Schwarz-Grün-Gelb platzen lassen. Das könnte man durchaus als einen minimal veränderten Sachverhalt ansehen.

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Rheinlandpragmatiker 07.02.2018, 20:27
317.

Zitat von irmi.zerr
Nun ist es also raus- oh Graus, man guckt und staunt. Seehofer Innenminister- hä??? Dobrindt light bekommt das Verkehrsministerium- die Automotive wird jubeln, und die Schienen ( umweltfreundlicher) werden weiter rosten. Aber Herr Schulz bringt dann den Adrenalinspiegel zum Anschlag, ein Funktionär mit extrem unangenehmer Politsprache- sollte vielleicht mal bei Herrn Habeck ein paar Stunden nehmen- wird Außenminister, ich fasse es nicht. Deutlicher kann man sich nicht selbst diskreditieren, gilt auch für Merkel, die einfach nur Kanzlerin sein will, Rest ist wurscht. Ich hoffe, die SPD Basis stürzt dieses Theater der Pfründenverteiler, echt widerlich.
Schulz hat als Präsident des EU-Parlaments viele heiße Eisen angepackt und eignet sich gut als Außenminister.
Und vergessen Sie eins nicht: die FDP hat die SGG-Koalition platzen lassen - die SPD wollte in die Opposition und hatte jetzt wenig Wahl.
Neuwahlen hätten, neben einer stärkeren AfD, wenig Veränderung gebracht.
Deswegen würde ich mir von vielen Foristen hier konstruktive Alternativvorschläge wünschen!

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andreas13053 07.02.2018, 20:34
318. Eijeijei,

Zitat von skeptikerjörg
Sie vergaßen zu erwähnen, dass die Agenda 2010 auf dem SPD-Sonderparteitag 2003 mit 80% beschlossen wurde. Damit war Schröder mehrheitsfähig und Lafontaine nicht. Was letzterer eben mit seinem übergroßen Ego nicht vereinbaren konnte.
Lafontaine, der bekanntermaßen 1999 die Konsequenzen aus der neoliberalen und kriegerischen Politik Schröders gezogen hatte, war nun 2003 alles mögliche, aber keinesfalls Gegenstand einer Abstimmung. Im Übrigen, wie die Funktionäre der SPD ticken und wie sie ihre Pöstchen verteidigen, ist nun in den letzten Monaten wunderbar zu bestaunen. Irgendeine Vorbildwirkung können wohl nur Apologeten erkennen.

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spiegelneuronen 07.02.2018, 21:00
319. Beliebigkeit mit 3 Buchstaben - SPD (Stand: heute)

Zitat von Fuscipes
Es spielt keine Rolle, wer in einer GroKo den Außenminister spielen darf. Man soll das Fell des Bären aber nicht verteilen, bevor er erlegt ist, die SPD Mitglieder sollten sich das jetzt noch mal durch den Kopf gehen lassen, und vor allem anderen wer der Bär ist.
Die letzte Frage ist schnell beantwortet:

https://www.merkur.de/bilder/2014/09/12/3853572/646648766-dorothee-baer-dirndl-facebook-bundestag-aDpWGvKg8NG.jpg

Bei der 1. GroKo -eigentlich die zweite aber Brandts GroKo war ein ERFOLGREICHER Übergang für die SPD und liegt lange zurück - erklärte man im Wahlkampf "Keine Merkel-Steuer" (USt-Erhöhung auf 18%) und setzte dann in der GroKo, eine Erhöhung auf 19% um. Für die GroKo argumentierte man, dass das Willy Brandt auch damals gemacht habe und es eine große Chance sei.

Bei der 2013er GroKo kam Gabriel mit seiner Mitgliederbefragung und wie demokratisch das wäre. Deshalb habe man so viele Neueintritte und würde, als SPD auch gestärkt aus der GroKo, hervorgehen.

Wenn nun Juso-Chef Kühnert dasselbe sagt aber eine Ablehnung der GoKo - um die Partei zu erneuern - wünscht, dann ist das auf einmal nicht mehr demokratisch???
Kühnert hat meinen allerhöchsten Respekt, da er sachlich argumentiert und seine Aussagen mehr Bestand haben, als die letzten Beschlüsse des aktuellen SPD-Parteivorstandes. Dort dreht man seine Aussagen derart oft, dass schon jeder alles - egal wie entgegengesetzt es ist - gesagt hat. Diese Parteiführung, Schulz, Nahles, Gabriel und Co. sind so beliebig, dass man jederzeit auf sie verzichten sollte, wenn es um Inhalte und nicht nur Lobbyismus und Selbstversorgung geht. Sie sind alle ausreichend versorgt und nun ist es eigentlich Zeit für Sozialdemokraten (statt Seeheimern).

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