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Koalitionsverhandlungen: Ost-Länderchefs der SPD pochen auf einheitlichen Mindestlohn
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Vor den entscheidenden Verhandlungen über den Mindestlohn verhärten sich die Fronten zwischen Union und SPD. CDU und CSU wollen eine einheitliche Lösung für alte und neue Länder verhindern. Doch die sozialdemokratischen Ost-Ministerpräsidenten bestehen darauf: 8,50 Euro für alle.

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FKassekert 16.11.2013, 10:30
50. Frisoere im Osten

wir haben genug Kraefte die um Asyl in Deutschland bitten - und in Leipzig bereits genug die auch ordentlich die Haareschneiden! Also eine plumpe Ausrede wegen kein gemeinsamer Mindestlohn in Ost und West!
Wieso soll und muss der Osten 23 Jahre nach dem Fall der Mauer weiterhin bluten? Dann ganz schnell auch im Bundestag Diaeten Ost und West und zuviel gezahltes ZURUECKZAHLEN!Aber ganz schnell CDU-ler! Und Reformen angepackt ... ansonsten Neuwahlen!

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kölschejung72 16.11.2013, 10:32
51. Ein Land, ein Volk

... zwei Mindestlöhne!!!

Die Entwicklungsverhinderung im Osten liegt auch an den niedrigeren Löhnen, die zur fortgesetzten Abwanderung der Leistungsträger führt.

Aber die CDU will gar keine blühenden Landschaften im Osten.

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hbnichts 16.11.2013, 10:34
52. Mindestlohn, Selbstmord in der Globalisierung,

. . . jedem Bürger ein Grundeinkommen, damit erübrigte sich der Mindestlohn, das Handikap für das Gros der Klein- und Mittelbetriebe, schaffte relative vernünftige Einkommensverhältnisse und optimale Beschäftigung.

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sebfran 16.11.2013, 10:37
53.

Zitat von sysop
Vor den entscheidenden Verhandlungen über den Mindestlohn verhärten sich die Fronten zwischen Union und SPD. CDU und CSU wollen eine einheitliche Lösung für alte und neue Länder verhindern. Doch die sozialdemokratischen Ost-Ministerpräsidenten bestehen darauf: 8,50 Euro für alle.
Einen flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro wird es nicht geben, weil dieser auch in Ostdeutschland Arbeitsplätze kaputt macht und damit u.a. Rechtsradikalismus fördert.

Ein flächendeckender, gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro wäre zudem ein beispielloser Irrweg, im Vergleich zu den USA und Großbritannien, die seit jeher erfolgreiche bzw. innovative Volkswirtschaften bzw. Gesellschaften sind und die eben einen gesetzlichen Mindestlohn haben, der keine Arbeitsplätze gefährdet.

Im Übrigen geht es letzlich auch nicht darum, was die SPD-Mitglieder bzw. die SPD-Basis denkt, meint oder will, sondern letzlich geht es um die Fragen von Sozialismus, Marktwirtschaft etc..

Und da sind dann weder die SPD-Mitglieder bzw. die SPD-Basis noch irgendetwas anderes Unwesentliches von Interesse.

Entweder erneuert sich die SPD oder sie wird wie die SED oder irgendwann auch die Linkspartei, der Vergangenheit angehören.

Dann ist die SPD als sozialistische Partei eben nicht in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts gescheitert, sondern als letzte verbliebene sozialistische Partei im 21. Jahrhundert.

Wenn Frau Merkel außerdem sagt, dass sie Arbeitsplätze mit einem flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro gefährden will, weil sie bzw. die Union nur dann regieren können, dann ist das zum einen eine komplett verkehrte Vorstellung und zum anderen auch nicht der richtige Umgang mit dem Wahlergebnis der Union.

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c++ 16.11.2013, 10:46
54. Es geht um Menschenwürde

Zitat von jubei
Wo lebt die CDU eigentlich? Wenn die SPD diesen faulen Kompromiss durchgehen lässt, dann sind die Genossen für mich gestorben. HÄNDE WEG VOM OST-WEST-UNTERSCHIED.
Die Wohlstandslinie verläuft doch längst nicht mehr einfach zwischen neuen und alten Bundesländern.
Am blühenden Arbeiterstrich in den Ruhrgebietsstädten wird mittlerweile auch Arbeit für 3 oder 4 Euro angeboten.
Dortmunds Arbeiterstrich | Deutschland | DW.DE | 21.02.2013

In den Hochlohnstädten ist es nicht anders
Armutszuwanderung in München: Endstation Arbeiterstrich

Und das spielt sich alles ab in den alten Bundesländern. Deshalb brauchen wir überall einen Mindestlohn von 8,50 Euro. Nicht weil das ökonomisch vorteilhaft ist, sondern um einen Rest an Menschenwürde zu wahren.

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oldtimerfan 16.11.2013, 10:47
55. Beamte sind die.....

Zitat von whitemouse
Es wäre zu wünschen, dass sie mit ebenso viel Energie für die Rückkehr zur bundeseinheitlichen Beamtenbesoldung eintreten.
einzigen Gewinner und oft zu 90 % auf Kreuzfahrtschiffen heute anzutreffen. Das ist kein Neid, sondern Tatsache. Einzige Rettung des Landes ist: Einheitliche Bundesbeamte in ganz Deutschland, denn die Postkutschenzeit ist lange vorbei !!! Wir können heute in 0,2 Sek. Daten und Regierungsbeschlüsse um die Welt jagen. Mehr Kompetenz in die Gemeinden und Städte, dann die Landesregierungen abschaffen. Die überflüssigen Länder blockieren sich nur gegenseitig und behindern den Fortschritt. Wer anderer Meinung ist, sollte den Euro abschaffen und die Grenzen der Länder wieder kontrollieren. Ein so kleines Land wie Deutschland braucht zum Regieren keine Länder. Beamte gibt es im Überfluss und das ist der Untergang Deutschlands, wenn das nicht geändert wird. Irgend wann begehrt der der deutsche Michel, der nur noch abgezockt wird, auf. Leider ist es dann zu spät um Aufruhe noch zu verhindern. Das wissen ALLE Politiker, nur keiner gibt es zu. Würde gerne etwas anderes schreiben, die Tatsachen verbieten es jedoch !!!!

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c++ 16.11.2013, 10:49
56.

Zitat von ritzi-bizzi
... 8,50 Euro für Fachkräfte in MeckPom! Fachkräfte werden sichtlich jetzt eine Alternative zu Stuttgart finden! Helft ihm, denn er weiß nicht, was er sagt! So einen Blödsinn von einem Ministerpräsidenten, unglaublich...
Mit Lohndumping Wohlstand schaffen zu wollen ist reiner Unsinn. Man schaue mal, wo in Europa der höchste Wohlstand ist. Und wo die höchsten Löhne gezahlt werden. Da wird man eine enge Übereinstimmung finden. Und das ist kein Zufall.
Wenn wir eine Ausweitung von Armut in D verhindern wollen, müssen die Löhne steigen, nicht sinken. Lohndumping nutzt nur dem Kapital.

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rotangi 16.11.2013, 10:51
57. rotangi

Wenn, dann einen einheitlichen Mindestlohn. Allerdings haben die Beteiligten die Folgen der Einführung m.E. nicht ausreichend bedacht. Es ist nämlich nicht nur so, dass untere Lohngruppen angehoben werden müssen, sondern es entwickelt sich auch in den Betrieben unter der Mittelschicht, die heute vielleicht 10 € verdient, die Forderung nach einem Lohnabstand zum Mindestlohn. Also werden auch da Lohnforderungen laut im Hinblick auf vielleicht 13 €. Das ist alles so lange prima, solange es das Unternehmen erwirtschaften kann. Reden wir also von einem Unternehmen mit 10 Mitarbeitern. Jeder Unternehmer wird sich also ausrechnen, wie viel mehr Umsatz er im Monat erzielen muss, um das zu bezahlen. Es sind ja nicht nur 8,50 € oder dann 13 €, es kommen Arbeitgeberanteile für die SV dazu (ca. 22%), dann kommen Sachaufwendungen (Material, Mieten, Pacht) inkl. Steuerberatung, IHK Beitrag etc. dazu (ca. 12 %) und dann kommt eine Gewinnpauschale dazu für den Unternehmer (15%). Bei 8,50 € heißt dies, dass pro Arbeitsstunde schon mal 12,67 € herauskommen müssen. Wenn die herauskommen, ist es gut, aber es wird viele Beispiele geben, wo es monatlich eben nicht reichen wird, bei 13 € braucht man dann schon fast 20 € (19,37 €). Es gibt eben auch Arbeitnehmer, deren Wertschöpfung nicht so groß ist und da kann man vom Unternehmer ja sicher nicht verlangen, dass er das hinnimmt. Also wird er die Preise anheben müssen, was aber nicht einfach so geht, weil ja alle, die einen Mindestlohn heute lautstark fordern, natürlich zu Geiz-Ist-Geil Preisen weiter konsumieren wollen. Die Aufregung wird also groß sein, wenn die Inflation anziehen wird, weil von den höheren Löhnen dann wieder real kaum etwas übrig bleiben wird. Oder, der Unternehmer wird anfangen, die Reihen bei den Mitarbeitern zu lichten, es wird auch Leistungen geben, die dann nicht mehr stattfinden und es wird für die verbliebenen Belegschaften so sein, dass Arbeitsverdichtung stattfindet, die selbstverständlich auf die Gesundheit der einzelnen geht. Zusätzlich wird der Unternehmer anfangen, in Technologien zu investieren, die Manpower ersetzt (wo es eben geht). Insgesamt wird die Wirtschaft nicht leiden mit dem Mindestlohn, sondern weiter wachsen, allerdings wird man insgesamt weniger Leute dazu brauchen, die insgesamt mehr machen müssen.

Der Mindestlohn stellt eine zusätzliche Einstiegshürde dar für den heute Langzeitarbeitslosen, der u.U. auch schon älter ist, und selbstverständlich auch für junge Leute, mit und ohne Migrationshintergrund, deren Schulabschlüsse eben eher weniger geeignet sind und deren Persönlichkeit auch nicht hinreichend ist für ein stabiles Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnis. Das bedeutet aus meiner Sicht, dass im heutigen "Niedriglohnsektor" entlassen werden wird und die edle Vorstellung, aus dem heutigen Heer von Arbeitslosen noch welche vermitteln zu können, wohl begraben werden wird müssen. Damit entwickelt sich eine insgesamt breitere Sockelarbeitslosigkeit, die wir dann alle mit Versicherungsbeiträgen und Steuern finanzieren müssen.

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dorlui 16.11.2013, 10:51
58. ausgerechnet merkel

Interessant, dass ausgerechnet eine kanzlerin mit DDR-vergangenheit und hohem gehalt darauf besteht, dass sich die menschen in den ost-bundesländern mit wenig begnügen sollen. Wann wird die staatsratsvorsitzende aus der uckermark endlich abgewählt?

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Palmstroem 16.11.2013, 10:54
59. Mindestlohn löst kein Problem

Zitat von sysop
Vor den entscheidenden Verhandlungen über den Mindestlohn verhärten sich die Fronten zwischen Union und SPD. CDU und CSU wollen eine einheitliche Lösung für alte und neue Länder verhindern. Doch die sozialdemokratischen Ost-Ministerpräsidenten bestehen darauf: 8,50 Euro für alle.
Man müsste nur nach Frankreich schauen und man könnte sehen, dass ein Mindestlohn kein einziges Problem löst.
Der Mindestlohn löst nicht einmal das Problem des Mindestlohns, denn in Süden Frankreichs ernten Illegale die Felder für weniger als zwei Euro ab.
Aber als Linker ist man lieber blind!

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