Forum: Politik
Köln und die Folgen: Der Rechtsstaat? Eine Memme
DPA

Wer seine Polizei dazu erzieht, sich wie Schülerlotsen zu verhalten, muss sich nicht wundern, wenn sie bei der Mob-Bekämpfung versagt. Wir brauchen nicht nur neue Abschiebegesetze, wir brauchen auch mehr Mut zum robusten Einsatz auf der Straße.

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Olaf 12.01.2016, 16:45
1.

Man muss es positiv sehen: Es gab keine Klagen über Polizeigewalt in dieser Sylvesternacht.

Das ist doch auch was.

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Jim Power 12.01.2016, 16:48
2. Merkwürdig!

Den robusten Einsatz unserer Ordnungskräfte auf der Straße, konnte man bei den Protest zu Stuttgart 21 deutlich sehen.
Spiegel Online berichtete damals auch: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/stuttgart-21-protest-wasserwerfer-opfer-bleibt-auf-einem-auge-blind-a-722939.html

Stellt sich mir die Kernfrage: Warum Hr. David Wagner (siehe verlinkter Artikel) die volle Härte der Ordnungsmacht physisch zu spüren bekam und in Köln und andern Orts quasi zugesehen wurde?

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privatbahn 12.01.2016, 16:52
3. Parteipolitisches Gefälle

Ich antworte mal vereinfacht, aber dennoch zutreffend: Es gibt in Deutschland ein parteipolitisches Gefälle.

Nord-Süd-Gefälle würde es ganz gut umschreiben, aber da wir in Baden-Württemberg leider eine Grün-Rote Landesregierung in Verantwortung haben, trifft es nicht ganz zu.

In Ländern die Rot-Grün regiert werden gibt es nicht nur ein geringers Sicherheitsgefühl, sondern auch eine höhere Arbeitslosigkeit, schlechtere Bildungs-Chancen, zumeist die deutlich schlechtere Kinderbetreuung und eine schlechter ausgebaute öffentliche Infrastruktur. Man könnte die Aufzählung noch um beliebig viele Punkte ergänzen.

Die mangelnde Bereitschaft politisch mit Argumenten zu punkten, macht man dort durch viel Aktionismus und möglichst lautes aufschreien wett (siehe gestern Abend Renate Künast, das sagt eigentlich alles).

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gewitter70 12.01.2016, 16:52
4. Dem ist wenig hinzuzufügen...

Wenn Menschen gewohnt sind aus Ihrem Heimatbereich, dass sie in Obhut der Polizei geschlagen, gefoltert oder sonstwas werden, ist die Abschreckung durch die deutsche Polizei sicher nur gering gegeben. Wer regelmäßig in einschlägigen Kreisen erfährt, dass er auf die Wache gebracht, dann auf Papier registriert und danach wieder auf die Straße gesetzt wird, der wird nach und nach den Respekt verlieren. Verständlich, so blöde es ist...
Trotz aller Korrektheit muss es den Ordnungskräften möglich sein, angemessen auf Tätegruppen aus anderen Kulturkreisen "eingehen" zu können. Dazu sollte aus den Fachkreisen der Polizei mal der Fachrat eingeholt werden. Und die Gutmenschen (Uuups, Unwort!) in der Politik sollten sich mal beraten lassen.

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tom158 12.01.2016, 16:53
5. Auf den Punkt gebracht

der Artikel stellt das Problem richtig dar. Die Polizei ist zu Schutz und Wahrung der öffentlichen Ordnung zuständig. Das sollte sie auch mit den Ihr zur Verfügung stehenden Mitteln machen dürfen. Anstatt sich bespucken, schlagen oder debil angrinsen lassen zu müssen. Wer der Polizei nicht mit Respekt begegnet, dem sollte spürbar zu verstehen gegeben werden, dass sie die Exikutive ist. (nicht nach dem amerikanischen Vorbild)

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Leser161 12.01.2016, 16:53
6. Daumen hoch

Wir brauchen keine neuen Gesetze oder die vielbeschworene volle Härte, wir brauchen das die Einhaltung bestehender Gesetze korrekt überwacht und durchgesetzt wird.

Die Kollegas am Bahnhof haben sich genug zuschulden kommen lassen. Allein was die mit dem Feuerwerk getrieben haben....

Denn wozu brauchen wir härtere Gesetze, wenn deren Einhaltung eh nicht überwacht wird? Oder nur wenn der Staat mal grad Lust drauf hat oder per Bußgeld absahnen kann.

Aktuell kriegt man effektiv als Temposünder mehr Druck, als wenn man Sylvester mitgemobt wäre.

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Britta Buchenlaub 12.01.2016, 16:55
7. So wahr...

Ich weiß nicht, wann ich zuletzt beim Lesen eines Artikels oder einer Kolumne bei jedem einzelnen Satz so häufig nicken musste. Vielen Dank Herr Fleischhauer!

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Patriot75 12.01.2016, 16:57
8. Punktgenau einen wichtigen Kern getroffen

Danke Herr Fleischhauer! Ihre Artikel sind eine echte Wohltat jenseits der Wohlfühl-Medien. Wer den Rechtsstaat erhalten und verteidigen will, muss anerkennen und akzeptieren, dass das Leben und die Realität weder ein Ponyhof, noch ein Walldorf/Montessori Kindergarten ist. Und manchmal hilft eben nur ein staatlich sanktionierter Gewalteinsatz. Meine Hochachtung für die Beamten von Polizei- und Ordnungskräften (insbesondere auch die mit Migrationshintergrund), die trotz politischen Maulkorb und einer sie im Stich lassenden Politik ihren Dienst zum Schutze von Rechtsstaat und Bevölkerung versehen.

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digidoctor 12.01.2016, 16:58
9. Silvester

Es wäre großartig, wenn Sylvester Stallone nicht regelmäßig Namensgeber ist.

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