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Kolumbien: Lieber Rache als Frieden
AFP

Kolumbien hätte mit einem Referendum Geschichte schreiben können. Doch die Bevölkerung lehnte einen Friedensvertrag mit den Farc-Rebellen knapp ab. Eine Niederlage internationalen Ausmaßes.

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isoman 04.10.2016, 07:19
1. Ich denke,

Die Menschen wollen keine Rache sondern Gerechtigkeit.
Es kann nicht sein, dass Rebellen morden und danach straffrei davon kommen.

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klamed 04.10.2016, 07:22
2. Die Grenze der direkten Demokratie..

... scheint hier erreicht.
Ähnlich wie beim Brexit sollte man sehr weitreichende Entscheidungen durch ein Parlament treffen und nicht durch Volksabstimmung. Vermutlich sind zu viele Bürger in Kolumbien durch die Verbrechen der Rebellen persönlich betroffen, dass diese keine distanzierte Entscheidung treffen können.

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chinawoman 04.10.2016, 07:23
3. Sehr schade

die die am meisten betroffen waren stimmten für Frieden, in den weniger betroffenen Städten dagegen. Die waren dafür mehr der Propaganda ausgesetzt. FARC-Rebellen sitzen doch nicht sofort in Parlamenten, dahin müssten sie doch erst gewählt werden. Ich hatte mir für das Land eine positive Abstimmung erhofft. Es wäre ein Zeichen in die Welt gewesen.

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cato. 04.10.2016, 07:28
4.

"Das Paradoxe beim Ausgang des Referendums aber ist: Es stimmten vor allem die urbanen Zentren mit Nein - also die Regionen, die besonders weit weg vom bewaffneten Konflikt waren."

Was soll daran Paradox sein, dass die Regionen die von einer Forstsetzung des Konflikts besonders negativ betroffen sind, an einem Frieden um jeden Preis ein Interesse haben, während jene die nicht in Gefahr sind sich ihre Prinzipien leisten können.

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wilhelm_holzmann 04.10.2016, 07:31
5. Einseitige Berichtetstattung

Der Beitrag problematisiert einseitig die angeblich geplante Straffreiheit für die FARC-Rebellen. Es darf aber nicht unerwähnt bleiben, dass es in dem langen Bürgerkrieg auch massive Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen durch Polizei, Armee und rechte Paramilitärs gab. Es steht also nicht nur Frieden gegen Straffreiheit für die FARC zur Debatte, sondern auch eine sehr weitgehende Straflosigkeit für die andere Seite. Auf der Seite scheint die "Milde" offenbar nicht zu stören.

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hansgustor 04.10.2016, 07:42
6. Lieber Gerechtigkeit als Frieden

Man hättet als Überschrift auch "Lieber Gerechtigkeit als Frieden" schreiben können. Ob ein Ja besser gewesen wäre, ist schwer zu sagen.

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der_nachtarbeiter 04.10.2016, 07:45
7. Nachvollziehbar aber schade

Also ich kann das schon nachvollziehen, dass der Hass tief sitzt, und dass hier Straffreiheit und Einzug in die Parlamente ebenfalls nicht gewünscht werden. Ich weiß nicht, wie ich entschieden hätte. Aber natürlich ist das eine verlorene Chance, die so schnell nicht wiederkommen wird. Schade

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spon_2294391 04.10.2016, 07:45
8. Gerechtigkeit

statt Frieden. Nicht Rache.

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sarkasmis 04.10.2016, 07:46
9.

Was an dem Farc-Modell soll den bitte eine Alternative gewesen sein? Seine Praxis war in höchstem Maße verbrecherisch. "Wir wollten ja nur Gutes" zählt nicht. Taten entscheiden, nicht vorgeschobene, hohle Worte. 88 % der Kolumbianer meinen, die Rebellen sollten ins Gefängnis wie jeder normale Straftäter auch. Von daher sind fast 50 % für den Friedensvertrag schon fast nachgiebig. An der frühen BRD wird doch auch kritisiert, dass NS Anhänger und Täter ohne große Strafe reintegriert wurden. Strafe muss sein.

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