Forum: Politik
Kolumbien: Neuer Friedensvertrag unterzeichnet
AFP

Der erste Entwurf scheiterte im Referendum, jetzt folgt der zweite Versuch: Kolumbiens Präsident Santos und der Kommandeur der Farc-Rebellen haben einen neuen Friedensvertrag unterschrieben.

astroloop 24.11.2016, 19:43
1. Lasst euch nicht täuschen!

Hier kauft sich das größte Drogenkartell der Welt gerade einen Staat und erpresst mit 5000 Kämpfern ein 40 Mio Volk.

Setzt einfach eine Verfassungsänderung durch.

Die FARC bekommt alles. Eigene Gebiete, eigene Polizei, eigene Gerichtsbarkeit.

Während die FARC straffrei weggeht -und das als Milliardäre - kommen die Militärs und die demokratische Opposition, welche sich für den Rechtsstaat stark gemacht haben, ins Gefängnis.

Wie blind ist Europa? Wo bleibt Trump?

Helft Kolumbien die Katastrophe noch abzuwenden.

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darkmattenergy 24.11.2016, 20:17
2. Wird es zur Neufassung des Friedensvertrages wiederum ein Referendum geben...

...oder wird dem gemeinen Volk diesmal verweigert, seine politische Elite zu korrigieren?

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blurps11 24.11.2016, 21:24
3.

Zitat von darkmattenergy
...oder wird dem gemeinen Volk diesmal verweigert, seine politische Elite zu korrigieren?
Als Ergebnis des Referendums hätten die Großstädter, die die FARC nur aus dem Fernsehen kennen, dem gemeinen Volk in den tatsächlich betroffenen Gebieten verordnet, dass sich gefälligst nicht so haben sollen und der Krieg jetzt doch bitte endlich weitergeht. Manchmal sind die Dinge eben doch etwas komplizierter als "die da oben" gegen das "gemeine Volk".

Es ist übrigens schon etwas auffällig, dass der komplett faktenbefreite und hetzerische Beitrag #1 gleichlautend auch in den Foren anderer großer News-Seiten auftaucht. Ist das nur Trollerei oder gezielte Desinformation ?

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Aberlour A ' Bunadh 24.11.2016, 21:26
4. seine politische Elite zu korrigieren?

Zitat von darkmattenergy
...oder wird dem gemeinen Volk diesmal verweigert, seine politische Elite zu korrigieren?
Das "gemeine Volk" zu fragen ist immer ein Akt der politischen Unklugheit. Entscheidungen, die mit zu viel Emotionalität getroffen werden, führen selten zu etwas Gutem. Das haben die Väter und Mütter des Grundgesetzes sehr weise erkannt. Das Volk ist einfach zu dumm (und von Rattenfängern zu leicht beeinflussbar) für manche Fragestellungen. Daher gehören solche Abstimmungen in das Parlament, wo REPRÄSENTANTEN des Volkes wie ein natürlicher Puffer die Emotionalität aus der Sache nehmen können und zumindest ansatzweise rationale Entscheidungen treffen können. Was freilich auch nicht immer gelingt. Das sei konzediert. Vor 20 Jahren war ich selbst noch ein Anhänger direktester Demokratie. Aber im Zeitalter der digitalen Echokammern, in denen wirre Geister wirre Stimmen hören, habe ich meine Ansichten diesbezüglich total geändert. Mit dem Alter wird man halt weise und weniger radikal. .

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Michael_Erbstadt 25.11.2016, 01:42
5. Bravo Santos

Das was Santos erreicht hat ist wirklich nobelpreiswürdig. Nein, die Gerechtigkeit , die viele Kolumbianer ersehnten, wird es nicht sein. Aber der Frieden und die Hoffnung auf Zukunft.
Wie beim Brexit ging es beim kolumbianischen Plesbizit nicht alleine um die Frage "si" oder "no" zum Friedensvertrag, sondern auch um Zustimmung oder Ablehnung von Santos.
Uribe ist mittlerweile zum ultrarechten Populisten mutiert und rächt, dass Santos nicht nach seiner Pfeife tanzte, so wie er es gerne gehabt hätte.
Kolumbien ist ein reiches, ein wunderbares Land mit einer Bevölkerung die sehr freundlich und temperamentvoll ist. Und nun hat es Gelegenheit sich der Welt zu zeigen.
¡Viva Colombia!
Herzlich, Michael

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