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Kolumbien und Farc-Rebellen: Friedensvertrag, zweiter Versuch
REUTERS

Kolumbianische Regierung und Rebellengruppe Farc haben sich nach der Ablehnung des ursprünglichen Friedensvertrags auf Änderungen geeinigt. Unklar ist noch, ob die Bürger erneut darüber abstimmen sollen.

Meconopsis 13.11.2016, 08:44
1. Kapitulation

Schutz des Privateigentums, Erhalt der Privilegien der Großgrundbesitzer. Wenn ich das lese, dann müsste sich doch gleich wieder ein neuer bewaffneter Widerstand gründen. Hat die FARC überhaupt irgendetwas erreicht, ausser, dass die Guerilleros ihre eigene Haut retten dürfen ? Die ungerechten Verhältnisse bleiben, Umverteilung gibt es keine. Das Reaktionäre hat gesiegt.

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astroloop 13.11.2016, 11:51
2. Kapitulation

Der erste Vertrag hat klar gegen die römischen Verträge verstossen.
Der Schutz von Kriegsverbrechern und Erhalt der Privilegien des größten Drogenkartells der Welt, ruft ja danach, dass sich weitere Verbrecherbanden gründen und der Rechtsstaat immer weiterkapputt erpresst wird.
Soll das denn nie enden?
Ein Staat, der einem Drogenkartell eine eigene Geheimpolizei und autonome Gebiete für den Drogenanbau zusichert, geht in Gewalt unter.
Das Verbrechen darf nicht siegen.

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unzensierbar 13.11.2016, 14:15
3.

Die FARC hat ihre Position komplett verraten. Unter solchen Umständen kann es keinen Frieden geben. Das ist Kapitulation. Mal völlig abgesehen davon, dass die Führung der FARC diese komplett verraten hat und die Identität von über 6000 Kämpfern preisgegeben hat.

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astroloop 13.11.2016, 17:14
4. @3

Niemand konnte bis jetzt den neuen Vertrag lesen.
Weder die Opposition, geschweige denn irgendein Journalist.
Die FARC hat bisher immer alle ihre Maximalforderungen durchsetzen können.

Kolumbien ist ein demokratischer Rechtsstaat, das haben Sie wohl vergessen.
Von der Armee, die die Sowjets in den 60er aufgestellt haben, ist keiner mehr dabei.
Heute ist das eine reine Drogenbande mit NULL Rückhalt im Volk.

5000 Kriminelle setzen eine Verfassungsänderung durch.

Wie sollen denn jetzt Verhandlungen mit den ELN geführt werden?

Santos hat alles falsch gemacht.

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rwinter77 14.11.2016, 07:46
5. Schlechter Frieden

Ein schlechter Frieden ist immer noch besser als ein guter Krieg. Die FARC ist militärisch geschwächt und hat durch die Verstrickung in Entführungen und Drogenhandel ihr Image beschädigt. Trotzdem würden die Ungerechtigkeiten in der kolumbianischen Gesellschaft und der florierende Drogenhandel immer noch ausreichen, eine Guerrilla-Truppe am Leben zu erhalten. Für die demokratische Entwicklung Kolumbiens ist es wichtig, diese Bewegung, die ja in den Jahren der Violencia entstand, einzubinden und eine Aussöhnung der politischen Lager zu finden!

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astroloop 14.11.2016, 13:04
6. @7

Ein solcher Vertrag, wird die Gewalt anheizen.
Er ist der Beweis, dass eine Demokratie von einigen wenigen mit Gewalt in die Knie gezwungen werden kann.
Das wird Nachahmer auf den Plan rufen, weitere Forderungen zu stellen.

Als nächstes kommt die ELN.
Und die BACRIM haben auch schon Interesse angemeldet.
Am Ende ist es eine Narcodemokratia mit Drogenbossen in diplomatischer Immunität.
Das ist das Ende des besten Landes in Südamerika.

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