Forum: Politik
Kolumne: Fünf Gründe, Donald Trump zu danken
AFP

Der US-Präsident hat in nur sieben Wochen die Welt verändert. Nicht nur zum Schlechten. Trump erzeugt Widerstand - das belebt die Demokratie. Plötzlich gibt es Hoffnung: Vielleicht hat der liberale Westen doch eine Zukunft.

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agua 09.03.2017, 18:15
60. an #55 general failure

Tut Herr Augstein das?
Versucht er nicht lediglich dem Umstand, dass in Amerika ein solcher Mann das Amt des Präsidenten erlangt hat, etwas positives abzugewinnen?

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schuhks 09.03.2017, 18:22
61. au weiah, das tut weh.

Zitat von general_failure
daß Herr Augstein Herrn Trump gut findet
Was wundert Sie da? Das Augstein Trump gut findet? Was haben Sie denn da geraucht? Das einzige was Augstein an Trump gut findet, ist, dass er so bodenlos grottenschlecht ist. Oder wie die NY. Times schreibt: Dass Trump "die logische Konsequenz von allem Schlechten in Amerika" sei. (Zitat Kolumne 2. Zeile). Das was Trump so toll macht ist doch, dass er das ganze europäische braune Gesindel abwrackt, wenn auch unfreiwillig. Er kann halt eben rein garnichts, ausser auf dem Golfplatz das 19. Loch zu suchen.

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blitzunddonner 09.03.2017, 18:35
62. sehr netter standpunkt. auch wenn augstein zu denen gehört, die den begriff

sehr netter standpunkt. auch wenn augstein zu denen gehört, die den begriff "populismus" falsch besetzen. das kommt immer noch von volk und meint "völkisch", im gegensatz zu "demos" (DAS volk), die, wenn sie herrscht, demokratie genannt wird und keine rassische komponente hat. solch eine schulz zu unterstellen, ist im falle augstein sicher nur ein begrifflicher lapsus.

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rainer goetzendorf 09.03.2017, 18:39
63. Demokraten gefragt

Ich finde es durchaus zu begrüßen, wenn Trump nicht mehr „Weltpolizei“ spielen will und sich für einen Stopp der militärischen Einmischung der USA in die Angelegenheiten die übrigen Welt ausspricht. Die von den USA vom Zaun gebrochenen Kriege in Afghanistan und Irak haben doch erst das Millionenfache Flüchtlingsdrama verursacht, unter dem die ganze westliche Welt heftig zu leiden hat.
Ich finde es auch großartig, wenn Trump erklärt, er wolle sich für die Schaffung von Arbeitsplätzen der eigenen Bevölkerung einsetzen. Es ist doch die wichtigste Aufgabe eines jeden Politikers, existenzsichernde Arbeitsplätze für die eigene Bevölkerung zu schaffen. Dafür ist er gewählt worden. Das machen sich die wenigsten Politiker klar! Statt dessen sehen die Politiker ihre wichtigste Aufgabe darin, den Unternehmen zu ermöglichen, in anderen Ländern zu produzieren. Wie sehr unsere Regierungen von der Wirtschaft gesteuert sind, zeigt sich nicht nur an der Privatisierung der Altersabsicherung, alternativlosen Bankenrettung oder der Abgaspolitik und dem Vorhaben der Privatisierung der Autobahnen. Bundeskanzlerin Merkel hat mit ihrem Bekenntnis zur „marktkonformen Demokratie“ deutlich gemacht, dass sie nichts von der im Grundgesetz vorgegebenen Demokratie hält, sondern fest an der Seite der Wirtschaft steht.
Ich stimme auch zu, wenn Trump sich wieder für die Regionalisierung der Arbeit einsetzt. Iphones können auch in den USA hergestellt werden. Unsere Jeans oder Golfschläger müssen nicht in China hergestellt werden. Die „Fremdproduktion“ erhöht natürlich gewaltig die Gewinne der Unternehmen. Wenn wir ganz liberal denken würden, könnten wir die gesamte Produktion unserer Güter China und anderen Billiglohnländern überlassen. Die Unternehmen hätten die dicken Gewinne, die Bürger aber keine Arbeitsplätze mehr. Und außerdem müssten wir Bürger wehrlos die mit der Globalisierung verbundenen Umweltschäden mittragen.
Ich finde es gut, wenn sich Trump gegen die Freihandelsabkommen ausspricht. Die Abkommen TTIP, CETA und TiSA, sind mit dem bisherigen Inhalt für einen Demokraten nicht akzeptabel. Mit dem Investitionsschutz und der Regulatorischen Zusammenarbeit zerbröseln sie unsere demokratischen Grundrechte. Unsere Freiheit, die Bedingungen für die Umwelt, die Gesundheit, die Daseinsvorsorge insgesamt selbst zu bestimmen, wird genommen.
Tragisch ist, dass die Wähler Trumps enttäuscht sein werden. Sie glauben, das Stablishment (der Staat?) habe versagt. Falsch, der US – Staat hat in Wirklichkeit nicht versagt. Er hat immer im Sinne der US – Verfassung ganz neoliberal nach dem Motto gehandelt, jeder kann und soll sich selber helfen. Gemeinwohlverpflichtungen, wie sie die europäische Vorstellung von der Demokratie erfordert, kennt die US - Verfassung nicht. Trump wird deshalb allenfalls punktuell den Opfern der neoliberalen Gesellschaft helfen können.

Ich wünschte mir, die Bürger würden sich durch die Entwicklung in den USA und der Türkei angeregt mehr Sorgen um die eigene Demokratie machen, die durch die geplanten Handelsabkommen stark gefährdet ist.

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coentas 09.03.2017, 18:39
64. Schulz guter Populist???

Warum Herr Schulz ein guter Populist sein soll, erschließt sich mir nicht. Herr Schulz verspricht alles mögliche, was mit sozialer Gerechtigkeit irgendwie zu tun hat, ohne Rücksicht darauf, ob es auch tatsächlich effektiv ist. Schulz ist mehr eine Art Rattenfänger, ein Populist übelster Sorte mit breitem Grinsen.

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coentas 09.03.2017, 18:39
65. Schulz guter Populist???

Warum Herr Schulz ein guter Populist sein soll, erschließt sich mir nicht. Herr Schulz verspricht alles mögliche, was mit sozialer Gerechtigkeit irgendwie zu tun hat, ohne Rücksicht darauf, ob es auch tatsächlich effektiv ist. Schulz ist mehr eine Art Rattenfänger, ein Populist übelster Sorte mit breitem Grinsen.

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philosophus 09.03.2017, 18:53
66. Meine Pillen bitte...

Und was ist die Moral voms Ganze: je mehr Verrückte, Autokraten, Faschisten, Schizophrene, Korrupte die Welt regieren, desto besser für die Demokratie... irgendwie komme ich da nicht mit. Meine Pillen bitte...

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busytraveller 09.03.2017, 19:00
67. Willkommen in der Blase

Willkommen in der Blase: denn so wie Augstein spürt's nur der Linke. Der Konservative erfährt das Gegenteil: Ausgrenzung, Hetze, Versammlungsverbot. Wenn das die neue liberale Solidarität ist, dann gute Nacht, Demokratie.

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georgia.k 09.03.2017, 19:08
68. Trump ist nach unserem Empfinden wohl der unmöglichste amerikanische Präsident aller Zeiten

ja, wir werden uns der Werte einer freiheitlich demokratischen Grundordnung bewusster. Aber wir müssen auch eingestehen, dass es in den USA neben sog. Minderheiten auch eine verarmte bürgerliche Schicht gibt, die auch von uns gar nicht richtig wahrgenommen wurde. Trump hat diese Vergessenen für sich rekrutiert. Ob sich die Einhaltung seiner Wahlversprechen letztlich aber gerade für diese Wähler rechnet, kann man angesichts des Laientheaters bezweifeln.

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Dumme Fragen 09.03.2017, 19:12
69. Ja doch...

Ich bin 2006 aus der SPD ausgetreten. Nicht wegen der Agenda 2010 oder Hartz IV - im Gegenteil. Ich fand die Reformen richtig und wichtig und ich sah sie als einen Prozeß an. Heisst: Auf Hartz I folgte II folge III folgte IV. Hartz V und VI folgten dann leider viel zu spät (u.a. Quote, Mindestlohn, Rente nach 45 Beitragsjahren). Viele, die jetzt der Sozialhilfe hinterher jammern, kennen die gar nicht mehr aus dem "realen Leben"... Jedenfalls, und darauf bezieht sich das "ja doch..." in der Überschrift - ich trete jetzt wieder in die SPD ein! Ich kann Wahlkampf! Jahrzehntelange Übung! Ich freu mich schon darauf!

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