Forum: Politik
Kolumne: Ich stimme mit "Nein"
REUTERS

Das Referendum ist ein Akt der Verzweiflung. Aber jeder weiß: Es geht nicht nur um die Zukunft Griechenlands. Sondern um die Frage, ob in Europa das Geld regiert. Das geht uns alle an.

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dukatenjunge 02.07.2015, 16:32
100. Ja, und was

schlägt Augstein jetzt vor? Ich lese da nur, daß es, so wie es bisher gelaufen ist, nicht geht. Wie es geht, schreibt er leider nicht. Das ist zu wenig.

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argumentumabsurdum 02.07.2015, 16:32
101. An der Realität vorbei

Die sozial(istisch)e Reform muss man sich leisten können. Natürlich ist es schön, wenn allen gegeben wird, aber das Geld zum verteilen muss irgendwo herkommen. Sie erkennen das Problem, Herr Augstein? Sozialisten wie Tsipras und Varufakis sind nicht geeignet, um ihr Land vernünftig umzubauen, dafür sind erfahrene Ökonomen nötig. Leute die, anders als geschätzte 99,9% der Foristen (ich schließe mich da durchaus mit ein), und auch anders als unsere großkotzigen Spitzenpolitiker, WIRKLICH Ahnung von der Materie haben. Seien wir ehrlich: Wir haben alle eine Meinung; echtes Wissen haben wir nicht, egal wie viele Artikel, TV- Berichte oder Diskussionsrunden wir über das Thema konsumiert haben. Herr Augstein hat auch keine Ahnung, aber er veröffentlicht sie trotzdem.

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dike.thallo 02.07.2015, 16:33
102. Ursachen verstehen

Wenn die Griechen, wir Europäer, etwas ändern wollen, müssen wir den schlechten (kranken) Narzissmus, welcher in fast allen steckt, zurück drängen. Ansonsten haben wir keine Chance und werden irgendwann (früher oder etwas später) unser "Blaues Wunder" erleben. Heilen können wir den schlechten Narzissmus nicht. Ich hoffe, dass die Griechen mit Nein stimmen. Aber je näher der Tag rückt, wird sie der Mut zum Nein ebenso verlassen. Und wieder spielt dabei die Psyche eine große Rolle.

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brotherandrew 02.07.2015, 16:33
103. Die gute ...

Zitat von Velbert2
Sahra Wagenknecht sagte kürzlich in einem Interview, dass wenn die 600 reichsten Familien in Griechenland ihre Steuerschulden zahlen würden gäbe es diese Krise gar nicht. Da frage ich mich, warum soll der deutsche Arbeiter dieses Versäumnis ausbügeln?
... Sahra sagt ja viel, wenn der Tag lang ist. Stimmen muß das trotzdem nicht. Ganz abgesehen davon, daß für die effiziente Steuerverwaltung und -eintreibung allein Griechenland zuständig ist.

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eks2040 02.07.2015, 16:33
104. Augstein... Abstimmung

Meinungen sollten vertreten werden, und das ohne Einschraenkung, auch die von Herrn Augstein. Seine Stimme zaehlt halt nicht im GR-Referendum. Aber seine Stimme fuer ein NEIN auf DE bezogen, ist sicherlich eine weitere Ueberlegung wert. Ich will nicht unter "Augsteins Flagge" leben und hoffentlich ist das bei der Mehrheit in DE auch so. Mehr Sozialismus und Umverteilung sind nicht notwendig. Karl

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J.Steinke 02.07.2015, 16:34
105. Naivität, die Sie nicht vom Vater geerbt haben können.

So, so, Herr Augstein – und Sie glauben, Syriza hätte den modernen und funktionsfähigen Staat gegründet? Wie naiv kann man eigentlich sein?

Nicht weniger naiv ist die Bemerkung, dass in Europa das Geld regiert. Lieber Herr Augstein – das ist nicht nur im heutigen Europa so, sondern dieser Zustand herrscht schon so ungefähr ein paar tausend Jahre. Wollen Sie das grundlegend ändern? Na dann mal viel Vergnügen.

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steinbock2000 02.07.2015, 16:35
106.

Zitat von quidquidagis1
..sind auch in Spanien und Portugal zu bewundern.Müssen diese Länder auch erst "sozialisiert"werden(natürlich in Richtung rechts)
... das hat nichts mit rechts oder links zu tun .... sondern mit der Tatsache, dass zunächst einmal ein halbwegs funktionierendes Staatswesen da sein muß, welches man dann auch in eine "entsprechende richtung" entwickeln kann. Leider ist mit Griechenland derzeit kein Staat zu ma chen.

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trj 02.07.2015, 16:35
107. Echt ... das ist ne Frage?

Ob in Europa das Geld regiert?
Das war rhetorisch, oder? Jakob?
Wo regiert es nicht?

Und was Griechenland jetzt passiert ist nur der Anfang und am Ende wird das Ende vom Kapitalismus und der westlichen Werteordnung stehen.
Allerdings wahrscheinlich auch das Ende des größten Teils von uns.
Gut so ... man bekommt immer was man verdient.

Gier ist eine Todsünde .. und wir alle sind schuldig!
Den schwarzen Peter jetzt der politik zuzuschieben ist genauso billig wie immer.
Wir wollen es so ... darum geht es.

Wir haben das Geld gewählt, darfum regiert es uns.
Und so gut wie niemand will daran wirklich was ändern ... auch du nicht Jakob, stimmts?
Sonst wären sie nämlich weg, die ganzen Privilegien des Kapitalismus, der ganze Luxus, das "bequeme" Leben .. wir ALLE leben seit Jahrhunderten auf Kosten anderer ... neu ist nur das wir und heute für sozial und human halten ... was ein Witz.

Unsere Kinder werden uns verfluchen ... aber auch das ist den meisten von uns ja egal ... hauptsache die Sache mit dem Geld stimmt.

Ja, wir werden vom Geld regiert ... wir haben es gewählt!

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sormitz 02.07.2015, 16:35
108. Kopf hoch Alexis

Wir drücken Alexis Tsipras die Daumen, auf dass es endlich einen Politikwechsel in der EU-Griechenland-Politik gibt.
Herr Gabriel von der Groko-Partei wird angesichts seiner Politik wohl noch mehr Mitglieder verlieren.

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tageskolumne 02.07.2015, 16:35
109. Das ist doch Utopie - und eine schlechte noch dazu

Man kann immer darüber streiten, ob genug, oder die Art von Solidarität mit dem recht chaotischen Griechenland geübt wurde. Aber ich verstehe nicht, wie man radikalen Utopisten, die quasi ihr eigenes Volk in Geiselhaft nehmen für ihre Ideen, unterstützen kann. Für mich sehr blauäugig. Was insbesondere Herr Varoufakis vertritt, grenzt meiner Ansicht nach an Wahnsinn. Er will nichts anderes als eine Transferunion, die Griechenland fortlaufend finanziert, sämtliche Schulden übernimmt, ja die Menschen durchfüttert. Als wenn in Brüssel oder Berlin Geld auf Bäumen wachsen würde. Gleichzeitig will Varoufakis keinerlei Reformen durchführen, nicht mal seine reichsten Landsleute zur Steuerzahlung zwingen. Wie soll ein Volk lernen, sich selbst zu finanzieren, wenn die Regierung nur einen Schuldenschnitt nach dem anderen erkämpft statt mal mit den Hausaufgaben vor Ort anzufangen?

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