Forum: Politik
Kolumne: Wir sind der Gegner

Der Westen kommt im Kampf gegen den islamistischen Terror nicht voran. Kein Wunder: Man kann einen Feind nicht bekämpfen, indem man ihm ähnlich wird. Wer den "Krieg gegen den Terror" aufnimmt, hat ihn bereits verloren.

Seite 13 von 74
heinzpeter0508 16.11.2015, 11:48
120. Herr Augstein, ich stimme diesmal nicht

mit ihrer Ansicht überein, dass dieser Kampf nicht mit Gewalt zu beenden wäre. Doch es muss sorgfältig geplante und durchgeführte Gewalt sein, und nicht nur Sprücheklopperei und Halbherzigkeiten von Hollande, Obama und Co. Zurück in die Geschichte, wie hatten die Alliierten, besonders die USA im Westen, doch auch die UDSSR aus dem Osten, das Krebsgeschwür Nazi Deutschland besiegt, nur mit geballter Gewalt. Die Generale von heute sollten sich einmal mit dem „Lehrbuch“ von General George S. Patton, dem WW2 US Panzergeneral vertraut machen, wie man mit einer Panzerphalanx so einer hochgerüsteten Armee wie Wehrmacht und SS es waren, den Garaus macht. Den IS mit Politik zum Umdenken bekehren, darauf können Sie noch Generationen warten, nachdem Europa und Russland schon infiltriert sind, und viele tote Menschen denen aus Paris folgen werden.

Beitrag melden
CancunMM 16.11.2015, 11:48
121.

Jetzt dreht der Herr Augstein völlig durch.
Versöhnung... soso.
Der IS will ein Weltkalifat und wer nicht bestimmte Koranverse rezitieren kann wird getötet.
Der IS ist menschenverachtend wie die Nazis. Und hätten sie die Möglichkeit auf die Vernichtungslager der Nazis zuzugreifen würden sie diese auch einsetzen gegen Christen, Juden und Moslems, die nicht die Sharia wollen. Mit dem IS kann man nicht verhandeln. Man kann sie nur ächten und den Sympathisanten klar machen, dass sie mitschuldig sind an den Menschen gegen die Menschlichkeit. Und ich kann es auch nicht mehr hören, dass an der missglückten Integration immer nur die Urbevölkerung Schuld sein soll. Warum stellen sich die Muslime immer wieder als Opfer da. Nach den Anschlägen am Freitag ist ihre größte Sorge, dass sie alle über einen Kamm geschoren werden. Nicht etwa, dass der soziale Friede in Gefahr ist oder dass menschen getötet wurden. Der IS ist eine gefährliche Mischung aus verbrohrter Ideologie, die ihren Erfolg auf der Unzufriedenheit der in ihren eigenen Augen zu kurz gekommenen gründet.

Beitrag melden
Medienanalyse Deutschland 16.11.2015, 11:49
122. Pragmatische Vorschläge zur Terrorbekämpfung

1) Europa muss die Führungsrolle im Kampf gegen den IS Terrorismus übernehmen - die USA können toll ballern, aber Ihre Strategie hat nur weiteres Chaos geschaffen, ob nun beabsichtigt oder nicht. Europa muss nun endgültig die USA von Ihrer Führungsrolle verdrängen und langfristig eine Politik der Stabilität im nahen Osten und in Afrika anstreben. Die von der USA seit Jahrzehnten exerzierten vollkommen idiotischen Rezepte zur politischen Destabilisierung ganzer Regionen müssen endgültig in den Giftschrank der Geschichte, diese Politik hat nur Terror und Tod geschaffen und muss nun abgelöst werden durch eine konstruktive und intelligente Strategie.

2) Die mehrheitlich friedlichen Muslime der Welt müssen aus Ihrer Komfortzone endlich herauskommen und den wortreichen Ablehnungen der IS nun auch Taten folgen lassen - wir brauchen eine internationale muslimische Armee, die endgültig dem wahnhaften Missbrauch durch Extremisten ein Ende bereitet.
Die 1.8 Milliarden Muslime dieser Erde mögen bitte in Ihrem Hause aufräumen! Eine Koalition europäischer Kräfte, einer internationalen muslimischen Armee mit Beteiligung (aber keinesfalls Führung!) der USA wird der IS innerhalb kurzer Zeit den Garaus machen.

3) Null Toleranz für politische Ambivalenzen, heimliche Sypathisanten und Kriegsgewinnler!

Erdogan: behindert den tapferen Kampf der Kurden gegen die IS durch Bombardements, fördert durch den türkischen Abverkauf von Öl aktiv diese Terrorgruppen. Das muss auf die internationale Agenda und Erdogan muss sich entweder eindeutig zu Europa bekennen oder muss weg.

Saudi-Arabien: Die widerlichsen Förderer dieser mittelalterlichen Fanatiker werden von allen westlichen Regierungen hofiert, damit muss endgültig Schluss sein! Alle direkten und indirekten Geschäfte mit diesen Kriminellen müssen gekappt und die Profiteure zur Rechenschaft gezogen werden.

Die muslimische Welt muss sich endlich erheben gegen die ungeheuerliche Beschmutzung Ihres Glaubens durch gerade diese "Hüter" des höchsten Heiligtumes. Wiederum: Räumt endlich auf in Eurem Haus, die Welt hat genug!

4.) Millionen von Flüchtlinge strömen nach Europa, noch mehr Millionen harren in Lagern in Afrika und im nahen Osten - das ist eine Verschwendung von Potential. Anstatt die Menschen dort zur Untätigkeit zu verdammen, sollten an diesen Orten alle, die bereit sind zu kämpfen (und nur die!), einer durch Europa geführten Kampfeinheit zugeführt werden. Auch die überwiegend jungen Männer, die in Europa ein neues Leben suchen, sollten unter europäischer Führung mit der Waffe in der Hand für die Befreiung Ihrer Heimat kämpfen, anstatt hier tatenlos in Flüchtlingsheimen zu vergammeln.

Das alles bedarf vor allem eines: einer starken europäischen Führung - man kann nur hoffen, dass demokratische Parteien es endlich schaffen, geeignetes Personal zu mobilisieren, sonst werden leider die falschen Führer die Situation für Ihre eigenen Zwecke missbrauchen.

Beitrag melden
krooenliz 16.11.2015, 11:49
123. Ok, doch was ist die Lösung?

Grundsätzlich gebe ich dem Kolumnisten recht - wir können nicht mit den Mitteln des Terrorismus den Terrorismus bekämpfen und dabei unsere Werte und unsere Freiheit opfern. Doch leider sagt er nicht, welches denn unser abendländische Weg sein soll, der unsere Werte weder verrät noch opfert? Hierzu wünschte ich konkrete Tipps und Gedanken. Ohne diese sind dem falschen Gedankengut alle Türen und Tore geöffnet.

Beitrag melden
hypnos 16.11.2015, 11:49
124. Auseinanderdriften

Ein Aspekt geht in diesem Kontext völlig unter: der soziale. Menschen, die Arbeit und damit eine Perspektive haben, sprengen sich (und andere) nicht in die Luft.

Stattdessen zieht das christliche Abendland gnadenlos eine Politik gegen Arme weltweit durch. Und nimmt damit immer mehr Menschen die Zukunft. Übrigens auch im eigenen Lande nimmt man viele Menschen nicht mehr mit. Etwa 25 Prozent sind abgeschrieben. Unsere Gesellschaft soll jetzt (wieder) enger zusammenrücken? Davon schwafeln nur Leute, denen es wirtschaftlich gut geht.

Beitrag melden
Sumerer 16.11.2015, 11:50
125.

Zitat von Olaf
Wenn das so einfach ist, dann müssten wir ja auch mit Verständnis und Versöhnung gegen Pegida und Nazis kämpfen können.
Leider kommt man an die instrumentalisierten indoktrinierten Gehirne nicht heran, um deren Denkfehler korrigieren zu können.

Was überhaupt die einzige Chance wäre Terroristen und Brandstiftern beizukommen und sie quasi umzudrehen.

Also kommt es zu weiteren hilflosen Gewaltorgien, die noch mehr neue Terroristen generieren.

Herr Augstein hat da schon recht. Es gibt zur Zeit kein wirklich erfolgreiches Rezept.

Beitrag melden
Matschas50 16.11.2015, 11:50
126.

Es geht doch nicht darum, jemanden die zweite Wange hinzuhalten. Aber in den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich der Westen mehr als einmal mit Waffengewalt in die inneren Angelegenheiten anderer Länder eingemischt, ohne dafür legimitiert gewesen zu sein. Nun beklagen wir das Chaos, das dadurch ausgelöst wurde, und sich in Organisationen wie den IS manifestiert. Mit Gewalt kriegt man die nicht klein. Man macht sie höchstens stärker.

Beitrag melden
Atheist_Crusader 16.11.2015, 11:50
127.

Zitat von go-west
Diese Forderung ist genauso sinnfrei wie die Forderung der amerikanischen Waffenlobby nach noch mehr Waffen zur Vermeidung von Amokläufen. Was diese Fanatiker stark gemacht hat ist unter anderem unser nachsichtiger und toleranter Umgang mit ihnen. Warum kommt man erst jetzt auf die Idee, Hassprediger auszuweisen und deren Moscheen dichtzumachen? Zum Glück sind Menschen mit derart wirren und ideologisch verbohrten Schlußfolgerungen zahlenmäßig irrelevant. Die nächsten Wahlen in Europa werden eine gesunde Reaktion auf die veränderte Situation zeigen.
Zustimmung.

Obwohl das mit den nächsten Wahlen noch abzuwarten bleibt. Es besteht auch die Möglichkeit, dass man das andere Extrem wählt - also nicht die "wir Kuschelpädagogen respektieren dein Recht uns die Kehle aufzuschlitzen, wenn das halt deine Kultur ist", sondern die "alles raus was nicht ist wie wir"-Fraktion.

Geistig gesunde Mittelwege scheinen nicht sehr beliebt zu sein.

Beitrag melden
peter.braun1@gmx.ch 16.11.2015, 11:50
128. Dann nennen sie mal...

Zitat von Heigoto
hebt sich Ihr Kommentar ab von den Stimmen, die jetzt nach Rache und Vergeltung rufen und von einem Krieg sprechen, sogar vom 3.Weltkrieg wie der Papst. In dieser Situation ist viel mehr gefordert, nämlich kühlen Kopf bewahren und wirksame Alternativen überlegen. In diesem Falle haben Sie, Herr Augstein, meine volle Zustimmung.
..."wirksame Alternativen", die ausserdem noch dem linken Weltbild von Augstein entsprechen, damit er zufrieden ist.

Beitrag melden
tradepro 16.11.2015, 11:50
129. Bomben lösen das Problem nicht

Vollkommen richtig: Bomben aus der Luft lösen das Problem nicht. Wir benötigen Bodentruppen welche den IS zwingt sich in Erdlöchern zu verstecken. Danach werden Erdlöche zugeschoben und es wird wieder Frieden herrschen. Aber dazu sind wir leider zu weich geworden. Wir shaffen es ja nicht einmal Hassprediger auszuweisen. Die prozessieren sich durch alle Instanzen, Wir müssen aufhören über jeden Einsatz gegen die Islamisten zu berichten & zu hinterfragen und die Jungs ihre Arbeit machen lassen. Rin, Bumm Bumm, Raus. Fertig.

Beitrag melden
Seite 13 von 74
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!