Forum: Politik
Kolumne: Wir sind der Gegner

Der Westen kommt im Kampf gegen den islamistischen Terror nicht voran. Kein Wunder: Man kann einen Feind nicht bekämpfen, indem man ihm ähnlich wird. Wer den "Krieg gegen den Terror" aufnimmt, hat ihn bereits verloren.

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Bondurant 16.11.2015, 11:53
140.

Zitat von Jb_007
Wie unsere Bundeskanzlerin es bereits gesagt hat: wir sollten mehr in die Kirche gehen um das Problem zu loesen,...
Was anderes hilft jetzt auch nicht mehr.

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Erdferkel 16.11.2015, 11:54
141. Danke Herr Augstein!

Ja, so in der Art hätte ich das auch gerne formuliert.

Man kann diese Leute nicht besiegen, indem man gegen sie kämpft. Für jeden getöteten wachsen drei neue nach. Und wir können uns vor solchen Anschlägen nicht schützen - jedenfalls nicht, ohne unser Leben wie wir es kennen aufzugeben.

Unsere Kanzlerin will auf die Jagd nach Terroristen gehen, drei Monate Ausnahmezustand in Frankreich - Hallo, geht´s noch? Hier soll doch nur die kochende Volksseele befriedigt werden, es geht um Wiederwahl und niedere Instinkte.
Nur wird dadurch kein neuer Anschlag vermieden und nichts zur Beseitigung der Ursachen geleistet, an denen die europäischen Staaten ebenso beteiligt waren und sind, wie auch Amerika und Israel.

Diese Aufgabe würde Jahrzehnte harter politischer Arbeit bedeuten und ist somit nichts für unsere aktuellen Akteure, die immer nur nach der nächsten Umfrage schielen.

Es gab da mal ein paar Politiker in früheren Zeiten, die wollten sich nicht mit der Aussicht auf einen Atomkrieg in Europa anfreunden und haben mit unversöhnlichen Feinden der Demokratie geredet, haben viele kleine Schritte gemacht, gegen die vorherrschende Meinung für ihren Standpunkt gestritten und haben am Ende Recht behalten.

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urmeli5757 16.11.2015, 11:54
142. So ein Unsinn !

Der IS sagt selbst, dass er die ganze Welt unterjochen will. Das heißt, dass die "Gotteskrieger" immer weiter voranmarschieren werden, wenn sich ihnen niemand militärisch in den Weg stellt. Hitlerdeutschland wurde in seiner Expansion bekanntlich auch nur durch Waffengewalt gestoppt und schließlich besiegt. Allein deshalb lebt heute der größte Teil der Europäer in Freiheit.

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ackergold 16.11.2015, 11:54
143.

Zitat von keiler70
daß Herr Augstein in unserem Land nur schreiben darf und nichts zu sagen hat. Gerade diese "halte doch auch die andere Wange hin" Mentalität macht uns vor den Augen junger männlicher Moslems zu verachtenswerten Schwächlingen.
Und ich bin froh, dass Leute mit einer solchen Meinung wie der Ihren in Deutschland auch nur schreiben dürfen und nichts zu sagen haben.

Mich persönlich interessiert nämlich überhaupt gar nicht, wofür mich irgendwelche Religionsfanatiker und -krieger halten, sondern mich interessiert allein, wofür mich meine Freunde halten.

Das was Sie als "Schwäche" bezeichnen, ist in Wahrheit echte Stärke, denn nur das beschert uns Frieden. Ihre "Stärke" dagegen führt direkt in den ewigen Krieg.

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RioTokio 16.11.2015, 11:54
144.

Zitat von Kappes
Diese Frage will und kann ich nicht beantworten. Aber wenn der IS heute in Frankreich bombt, dann auch weil Frankreich in Syren bombt. Ich stimme diesem Artikel voll zu. Zurückschlagen führt nur zu Rückschlägen. Und keiner soll mir sagen ich sei nicht betroffen. Ich lebe in einer französischen Grossstadt.
IS ist eine Terrororganisation die z.B. die Jesiden ermordet und deren Frauen versklavt hat.

Leute wie Sie wollen da tatenlos an der Seite stehen und sich feige verstecken.
Nur verstecken wird auch nicht helfen - denn die Irren wollen die Weltherrschaft - irgendwann stehen sie vor Ihrer Tür. Die anderen sollten dann auch wegschauen und auf Versöhnung hoffen - so wie Sie und Augstein.

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oli h 16.11.2015, 11:54
145. Nicht überzeugend.

Mir kommt es so vor, als ob die Kolumne ein bisschen hilflos ist. Dass der IS um so schwächer wird, je mehr Flüchtlinge aufgenommen werden kann ich nicht ganz nachvollziehen. Rein militärisch lässt sich dieser Verein natürlich nicht besiegen aber seine Schlagkraft verdankt er ja nicht zuletzt dem Machtvakuum im nahen Osten. Was zum Beispiel auch wieder zu Einnahmequellen führt wie dem Verkauf von Öl womit dann wieder Toyotas und Gewehre gekauft werden. Was es bräuchte, wären funktionierende Staaten im nahen Osten, damit der IS nicht mehr schalten und walten kann wie er will. Dafür, und das ist die große Herausvorderung, müssten alle einflussreichen Nationen, also auch die USA, Russland, Türkei und Saudiarabien an einem Strang ziehen und sie müssten erkennen, dass die Bekämpfung des IS wichtiger ist, als die eigenen geopolitischen Interessen. Meines Erachtens ist das das Problem. Die einen freuen sich, dass der IS die eigenen Gegner bekämpft (der alte Trugschluss dass die Feinde meiner Feinde meine Freunde sind), die anderen wollen ihren Hafen im Mittelmeer behalten... Lachender Dritter ist dann der IS. Wird Zeit, dass den Gotteskriegern das Lachen vergeht...

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pilion2015 16.11.2015, 11:55
146. Kampf oder Versoehnung

Hallo Herr Augstein ich bin auch Ihrer Meinung! Nur, haette man so auch den 2. Weltkrieg beenden koennen?

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detlef.stump 16.11.2015, 11:55
147. Sollen wir auch noch die andere Backe hinhalten?

Wenn ich diesen Kommentar lese, dann frage ich mich, was Herr Augstein wohl geschrieben hätte, wenn er 1939 oder 1941 schon gelebt und geschrieben hätte. Hätte er da auch geschrieben, mit Nazi-Deutschland müsse man verhandeln, während in Auschwitz die Öfen rauchen?

Die ganzen Kommentatoren die in den letzten Jahren bezüglich IS immer Versöhnung gepredigt haben, wollen einfach nicht begreifen, das mit diesen tollwütigen Hunden vom IS einfach nicht zu reden ist.

Und das immer wieder gehörte Argument, militärisch ist der nicht zu besiegen. Natürlich nicht, wenn man da nur halbherzig ran geht. Wenn man es aber so macht, wie gegen Nazi-Deutschland, dann wird der Spuk schnell vorbei sein.

Ich glaube auch, das der Erfolg des IS auf seiner extremen Brutalität beruht, militärisch nicht weil die so gut sind, sondern weil die anderen so schlecht sind.

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mr.andersson 16.11.2015, 11:55
148.

Wie so häufig, wird die Wahrheit in der Mitte liegen. Gegen IS fällt mir nichts besseres als Krieg ein, das ist nun mal eine Krieg führende Partei. Nicht nur gegen uns, sondern auch gegen alle dort in der Gegend. Die zeigen einen vernichtungswillen, wie er wohl nur noch im dritten Reich zu finden war. Da hilf kein gutes zureden. Da wird mal wohl wie damals in Deutschland die Gegend besetzen müssen für lange Zeit und alternative Strukturen aufbauen. Allierte Truppen waren über ein halbes Jahrhundert hier stationiert.

Auf der anderen Seite muss man eben den Flüchtlingen mit humanitärer Hilfe entgegen kommen. Das ist auch leichter gesagt als umgesetzt, aber hier muss man eben Trennscharf bleiben. 1,6 Mrd. Muslime auf der Welt, davon berufen sich die Killer der IS auf den Koran. Das darf man eben nicht mit den restlichen Menschen gleichen Glaubens verwechseln.

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kuschkusch 16.11.2015, 11:55
149. Wer den Krieg gegen den Terror aufnimmt, hat ihn bereits verloren,

schreibt Herr Augstein. Und dieses mal gebe ich ihm sogar recht!

Dieser Krieg gegen den Terror kann nicht gewonnen werden, wenn wir unsere Kriege mit Political Correctness und weich gespülten militärischen Zielen führen. Die westliche Welt ist nicht dazu bereit das Übel an der Wurzel zu packen und rigoros damit Schluß zu machen. Unsere politischen Entscheidungsträger fürchten nichts mehr, als den Zorn empörter Humanisten. Wer den Krieg gegen den islamistischen Terror gewinnen möchte, der muß die Islamisten auslöschen und der muß das europäische Kernland von jedweden Islamisten säubern. Aber allein die Verben "auslöschen" und "säubern" sind schon Worte, die unseren Damen und Herren Entscheidungsträgern niemals über die Lippen kämen, geschweige denn, dass das als Ziel ausgegeben würde.

Unsere Schwäche, unsere Unentschlossenheit, unser falsch ausgelegte Menschlichkeit und unsere Eigenkastration bei der Auswahl der Mittel macht die Terroristen stark.

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