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Kommentar: Atomkraft, das war's!

Die Atomkatastrophen in Japan sind eine Zäsur für die weltweite Debatte über die Kernkraft. Sie ist kein Zukunftsmodell. Kanzlerin Merkel wird ihren Pro-AKW-Kurs schon bald ändern.

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hages81 14.03.2011, 08:14
70. Wolkenkratzer, das war's?

Es gibt sicherlich gute Gründe gegen Atomkraft; wohl aber auch gute dafür. Darüber ist Diskussion angebracht. Wer jedoch aus den jetzigen Ereignissen in Japan den ZWINGENDEN Schluss auf einen Ausstieg aus der Atomkraft zieht, musste wohl auch nach 9/11 für ein Komplettverbot von Häusern mit mehr als 10 Stockwerken streiten. Schließlich hatte sich eindrucksvoll gezeigt, dass die Einsturzgefahr infolge singulärer Ereignisse für den Menschen nicht beherrschbar ist...

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zehwa 14.03.2011, 08:15
71. Zäsur

Zitat von sysop
Die Atomkatastrophen in Japan sind eine Zäsur für die weltweite Debatte über die Kernkraft. Sie ist kein Zukunftsmodell. Kanzlerin Merkel wird ihren Pro-AKW-Kurs schon bald ändern.
Warum musste ich dann in SPON lesen, daß China gestern beschloss, seine Kernkraftkapazitäten zu verachtfachen? Das spricht nicht für ein internationales Innehalten, Nach- und Umdenken.
Und auch hierzulande bin ich auf die "Naja, so schlimm war`s dann ja doch nicht"-Argumente gespannt.

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Wespennest 14.03.2011, 08:16
72. GEN-4-AKWs

Mich würde das Potential und die Sicherheit von GEN-IV-AKW-Technologie (http://www.gen-4.org/) interessieren. Gab's da nicht auch eine Variante, die "sicher" ist?

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debe 14.03.2011, 08:17
73. ...

Zitat von Eutighofer
Ohne genaues Wissen um die Vorgänge in Japan ist es nicht seriös, irgendwelche Forderungen für deutsche Kraftwerke zu erheben.
Angesichts der gerade passierenden GAUs erscheint die Aussage, dass deutsche AKWs selbstverständlich vollkommen sicher sind, natürlich viel seriöser.

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Hortensius 14.03.2011, 08:17
74. Röttgen statt Merkel

Dass der Autor Roland Nelles am Anfang seines Artikels immer noch behauptet, es gebe viele Gründe für die Nutzung von Atomkraft, ist ein schlechter Witz und in der Sache gänzlich falsch.
Es gab noch nie solche "Gründe dafür", sondern immer nur solche denkfaulen Schreiberlinge, denen insbesondere die riesige und sehr schlimme Verstrahlung der gesamten Landschaft und ihrer Bewohner und Bergarbeiter schon beim Uranbergbau, also bei der Uranerzgewinnung (etwa in Afrika, aber auch in den Indianer-Reservaten der USA), völlig gleichgültig war.

Und auch der Ende dieses Artikels ist übel, da Nelles behauptet, es sei natürlich "Quatsch, von heute auf morgen alle Kraftwerke hierzulande abzuschalten, wie es jetzt wieder gefordert wird.". Quatsch sind solche miesen Behauptungen von Herrn Nelles. Immerhin forderten die Grünen dies nicht erst "von heute auf morgen", sondern schon seit fast 30 Jahren. Zudem brauchen wir den Strom von AKW's überhaupt nicht, da er schon seit Jahrzehnten im wahrten Wortsinne ÜBERFLÜSSIG produziert wird.

Merkels fürchterliche Kanzlerschaft scheint endlich am Ende. Norbert Röttgen, wenn er denn die Traute hat, sich gegen "Mutti" durchzusetzen, könnte dies mit Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion (ich bin wahrlich kein Unterstützer der SPD) dadurch tun, dass er die CDU/CSU-Bundestagsfraktion spaltet und ein konstruktives Misstrauensvotum für sich als Kanzler einer Großen Koalition von CDU(/CSU und SPD erzwingt.

Mal sehen, ob er den Mut dazu hat. Die FDP ist ohnedies am Ende. Spätestens nach der Mappus-Abwahl am 27. März 2011 könnte Röttgen losschlagen. Es ist übrigens auch für ihn und für die CDU/CSU als solche die letzte Chance für den Machterhalt. Sonst wird diese Partei keine Volkspartei mehr sein können, während die SPD, die hier die meisten AKW's errichten ließ, eine neue Scheinblüte erlebt und die Bündnisgrünen zur neuen Volkspartei anwachsen.

David Cameron in Großbritannien hat schon längst begriffen, dass Grün der "neue" Konservatismus ist und hat sein Partei-Logo dementsprechend umgestaltet. Cameron könnte Röttgen zur Seite stehen. Merkel wird ohnedies in der Versenkung ihrer FDJ-Mafiapolitik verschwinden. Endlich.

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RaMaDa 14.03.2011, 08:18
75. Der Preis ist heiß

Mir scheint, dass in den meisten Foren Leute schlaue Kommentare posten, die immer noch von Mama und Papa gesponsort werden, ein traumhauftes Einkommen haben oder nur bis zur Nasenspitze denken.
Eine "normale" Familie mit 1500-2000 Euro Nettoeinkommen muß Miete/Hausfinanzierung, Auto, Versicherungen, Lebensunterhalt...von diesem Geld bestreiten. Wo ist da noch Platz für Energie zum x-fachen Preis?
Jede Alternative zur Atomenergie ist willkommen, wenn wir sie auch bezahlen können.

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_unwissender 14.03.2011, 08:18
76. Atomkraft, das war's?

Hoffentlich!!!
Natürlich hat die Atomkraft auch ein paar kleien Pluspunkte. Aber 100.000 Jahre radioaktiver Müll? Unglaublich, dass die Menschheit solchen Umgang mit der Welt gestattet.
Und dann gehen diese Dinger also alle paar Jahre hoch. Und aus Deutschland warte ich noch auf den Spruch: mit deutschem AKW wäre das nicht passiert.
Nein, es ist sehr zu hoffen, dass sich der Schaden begrenzt indem SOFORT ALLE aus der Atomkraft aussteigen.
Aber ich befürchte, mit Atomkraft wird so viel Geld verdient. Dagegen kommt Verstand nicht an.

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fisch67 14.03.2011, 08:19
77. Alternativen

Jetzt geht diese unsägliche Atomdiskussion wieder los. Jetzt werden die deutschen AKW mit denen in Japan verglichen, weil dort ein Megaerdbeben mit anschließendem Tsunami einige AKW beschädigt hat.
Was in Japan passiert, ist eine unvorstellbare Katastrophe, aber eben hauptsächlich wegen des Bebens und des Tsunamis, die Unfälle in den AKW sind vergleichsweise harmlos.

Natürlich ist das AKW Fukushima ziemlich alt, aber das Problem ist doch hauptsächlich der Ort an dem es errichtet wurde. Japan liegt in einer sehr Erdbeben-gefährdeten Zone (man erinnere sich an das schwere Beben in Kobe) und das AKW liegt auch noch direkt an der Küste, ist also von dem Tsunami direkt erwischt worden. Da hätte ich eigentlich noch viel schlimmeres erwartet.

Das jetzt in Deutschland wieder die Abschaltung der AKW .verlangt wird, nervt mich kolossal. Wenn die Herren Gabriel und Trittin ehrlich wären, würden sie zugeben, dass es keine echte Alternative zur Atomkraft gibt. Wo soll der ganze Strom für die schöne, erdölfreie Zukunft denn herkommen?

Solaranlagen haben einen zu geringen Wirkungsgrad und dafür ist auch das Wetter in Deutschland meist nicht gut genug, in der Sahara liegt die Sache anders, da ließe sich schon ordentlich Strom erzeugen, denn da ist reichlich Platz und viel Sonne.

Windräder sind anscheinend ebenfalls nicht effektiv und für meine Begriffe eine Umweltverschmutzung für sich.

Über Kohlekraftwerke braucht man nicht viel zu sagen. Erstens ist auch die Kohle endlich und ein fossiler Brennstoff. Zweitens liefern sie nicht nur Strom, sondern auch reichlich CO2.

Bis also vernünftige, neue (!) Alternativen da sind, sollte man nicht über die Abschaltung der deutschen AKW reden, sondern über deren Sicherheit.

Mir ist es lieber, den Strom aus deutschen AKW zu beziehen, als aus denen in Frankreich oder Polen, denn wie es um deren Sicherheit bestellt ist, weiß ich nicht so genau.

Bis auf weiteres ist also die Atomkraft leider kein Auslaufmodell.

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gleichzeitig 14.03.2011, 08:20
78. Kernkraft ist billig!?

Roland Nelles schreibt in seinem Kommentar in SPON:
Zudem ist sie eine schöne Sache für Länder, die zum Beispiel kein eigenes Gas haben. Kernkraft bedeutet ein Stück Unabhängigkeit, energiepolitische Autonomie. Auch ist Strom aus abgeschriebenen Meilern im Prinzip billig, das freut den Verbraucher.
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- Wenn man kein Gas hat hat man also Uran oder was?
- Kernkraft ist billig? War da nicht u.A. noch diese seltsame ungelöste Frage der Endlagerung, die bitte wer bezahlt?

Was sind das für Kommetare auf SPON. Habt Ihr keine Korrekturleser die solch einen Blödsinn verhindern?

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Hoschi101 14.03.2011, 08:20
79. Genau

Zitat von echtzeit
1. Es ist richtig, dass die Energieerzeugung KEIN Zukunftsmodell für Deutschland ist - das war aber schon vor den Ereignissen in Japan so. Niemand will heute ein neues KKW in Deutschland bauen - es lohnt sich ....
DANKE, Sie sprechen mir aus dem Herzen, auch wenn ich Desertec eher kritisch sehe.

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