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Kommentar: Grande Nation, ganz klein
AFP

Hartnäckig hält Frankreich daran fest, Russland zwei für den Angriffskrieg geeignete Kriegsschiffe zu liefern - unter Verweis auf bedrohte Arbeitsplätze in der Werftindustrie. Diese Argumentation zeigt, wie klein sich unser einst so stolzer Nachbar inzwischen fühlt.

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BoMbY 25.07.2014, 11:00
150.

Zitat von sysop
Hartnäckig hält Frankreich daran fest, Russland zwei für den Angriffskrieg geeignete Kriegsschiffe zu liefern - unter Verweis auf bedrohte Arbeitsplätze in der Werftindustrie. Diese Argumentation zeigt, wie klein sich unser einst so stolzer Nachbar inzwischen fühlt.
Deutschland liefert auch für atomare Angriffskriege geeignete U-Boote an Israel. So what?

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diefreiheitdermeinung 25.07.2014, 11:05
151. Das ist in Deutschland genauso

denn haben Sie nicht bemerkt wie sich die Gewerkschaften aus der Diskussion heraushalten und NICHT für einen Exportstop gewisser Güter eintreten ? Von den üblichen Trillerpfeifendemos ganz zu schweigen. Weil man ungern den Ast absägt auf dem man sitzt. War schon immer so und wird immer so bleiben: beim Geld hört die Moral auf. Auch bei den Gewerkschaften und ihren Mitgliedern.

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sonkaioshin 25.07.2014, 11:08
152. also warum nicht...

Die zwei Schiffe können wir doch abkaufen...oder hat Deutschland schon genug Helikopter Träger? Da wird mehr Geld für das Hamburger prachtgebäude versenkt.
Und regen sich nicht alle auf das die deutschen Streitkräfte zusehr vernachlässigt werden?

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view3000 25.07.2014, 11:11
153. St. Florian-Prinzip in der EU

Jede europäische Nation muss sich in diesen Tagen fragen lassen, ob das eigene Handeln in Sachen Waffenexport noch in Einklang mit den demokratischen Grundsätzen wie Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit steht. Auf der einen Seite sind Waffengeschäfte einträgliche Geschäfte, die Arbeitsplätze schaffen und sichern sowie Wachstum und Wohlstand generieren, aber auf der anderen Seite hat keiner der Akteuere die dadurch in der Welt entstehenden Kollateralschäden in der Kalkulation stehen (diesen Preis zahlen andere). Darüber hinaus ist es eine merkwürdige Einstellung, mit dem Finger auf andere Staaten zu zeigen und selbst einer der größten Waffenexporteure der Welt zu sein. Jeder sollte doch wissen, dass Waffen, die einmal produziert sind auch irgendwann eingesetzt werden. Nur die Nationen, die mit gutem Beispiel vorangehen und keine internationalen Waffendeals mehr machen, können durch ihre integere Meinung in der Welt etwas bewegen. Es bleibt wohl eine Vision eine Welt ohne Waffen zu schaffen und diese Billionen in sinnvolle Projekte zu investieren.

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spiegelleser.78 25.07.2014, 11:11
154. Entschädigungen

Na klar, wir entschädigen die französischen Arbeiter für die (unsägliche) Außenpolitik der EU. Was kommt als nächstes? Wir liefern keine Maschinen mehr nach Russland und entschädigen dafür die Arbeiter in der Maschinenbau-Industrie? Dann entschädigen wir noch die Tourismus-Industrie dafür, dass weniger Russen kommen? Man kann und sollte nicht alles über Entschädigungen regeln, sonst ist auch das reichste Land in kürzester Zeit pleite. Besser wäre eine vernünftige Politik, damit man gar nicht erst über Entschädigungen reden muss!

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komplizeit 25.07.2014, 11:12
155. Internationale Verträge

sollten schon eingehalten werden. Aber wenn es darum geht einem Diktator, der Zivilisten vom Himmel schießen lässt, modernste Waffen zu verkaufen, sollte die EU Frankreich auf die Finger klopfen! Die Sanktionsschraube sollte schnell weitergedreht werden, um den Frieden zu sichern.

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ssissirou 25.07.2014, 11:19
156.

Zitat von p-touch
Erst kommt das Fressen, dann die Moral. In Moment sind in Colombey-les-Deux-Églises heftige Rotationsgeräusche aus dem Grab de Gaulle zu hören.
Er würde sich im Grad umdrehen, wenn er wüsste, dass Frankreich wieder in der Nato ist.

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Bruder Theodor 25.07.2014, 11:21
157. Der Petro-Rubel

Zitat von torquemada13
Der Knackpunkt ist doch dabei, dass jedes Land der Welt sich in der Entwicklung der Waffensysteme bestimmte Schwerpunkte raussuchen musste (meist aus ökonomischen Zwängen). Da wo es keine Schwerpunkte in der Entwicklung von Waffensystemen hat, muß entsprechend zugekauft werden. Russland ist beispielsweise gut bei der Entwicklung von Kampfflugzeugen, Panzern oder auch von Flugabwehrraketen. Da, wo Russland eine klare "know how" Lücke aufweist, das ist die Entwicklung von Flugzeugträgern bzw. Hubschrauberträgern. Die Mistral Hubschrauberträger können als Führungsschiffe von ganzen Flottenverbänden eingesetzt werden und haben an Bord Kommando- und Kommunikationssysteme nach neuestem NATO Standard. Es gibt nautische und taktische Systeme, wobei das französische System (SENIT) direkt aus einem US System (NTDS) abgeleitet wurde. Es geht um Radarsysteme, Freund - Feind Erkennungssysteme und optische Landungssysteme. All das befindet sich auf dem aktuellen Stand der NATO Technologie. Und das soll jetzt an Russland geliefert werden? - Die EU sollte sich wirklich fragen ob das so richtig ist.
So viel ich weiß, wird das Schiff als Hardware geliefert ohne die Software, die Sie aufführen. Rußland hatte einen angefangenen Flugzeugträger nach China verkauft, während China den erst umbaute und ausstattete. Rußland ist nicht in der NATO, und daher bekommt Rußland selbstverständlich nur nicht die neueste NATO-Technologie geliefert. Verkaufen die USA ihre Militärflieger F-sonstwas nach Saudi Arabien, bekommen die Saudis abgespeckte oder ältere Versionen. Dasselbe gilt für die Eurofighter oder Leo-2-Panzer, die exportiert werden. Cameron sagte vor kurzen, zwei Monaten vielleicht, dass es in der Ukraine-Krise um Militär, Rohstoffe und Währung geht. Dass um die drei geht, hatte Putin schon vor 10 Jahren erkannt, und hierzu hatte er Grundsatzentscheidungen getroffen: 1. Seine Armee modernisiert, 2. den Rohstoffexport unter Kontrolle gebracht, 3. den Rubel über die Rohstoffbörse in St. Petersburg in den Umsatz-Fluß gebracht. Putin hat die drei Schwerpunkte, um die es geht bei Machtfragen, besetzt und ausgerüstet. Es steht nicht die Frage, ob Rußland-Putin einem Europa gefährlich werden könnte über eine Invasion. Für eine Invasion fehlen Rußland die Mittel. Rußland selbst ist aber weder anzugreifen noch zu besiegen hierbei. Zu klein, um selbst gefährlich zu werden, zu groß, um nicht ungefährlich zu sein. Rußland achtet penibel drauf, was es den Chinesen an Waffen verkauft zum anderen. Dass die NATO-Staaten, voran die USA, so viel in neue Waffentechnologie investierten, stellte Rußland erst die Aufgaben - und vor Probleme. Selbst entwickeln oder aus den NATO-Ländern zukaufen? Auch hier drängt sich die Frage auf, wer wen erst erzeugt hat? Rußland hätte womöglich gar nicht aufgerüstet in der Vergangenheit, wenn die USA nicht so sehr ein Rüstungs-Hyper betrieben hätten. Nunmehr aber immer mehr, dass das Rüstungs-Hyper zum Problem der USA selbst geworden ist. Waffen produzieren nichts. Und die USA sind, gerade nach dem Irak-Krieg, der 3 Billionen Dollar gekostet hat, pleite.

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Kurt2.1 25.07.2014, 11:28
158. #32

Zitat von dros
Der Artikel ist Unsinn, Verträge müssen eingehalten werden. Verlangen wir von den Russen auch oder soll kein Gas mehr kommen? Selbst die UdSSR hat immer geliefert, egal welchen Unsinn Politiker und Journalisten geredet haben. Aktuell laufen ja gerade letztere wieder zur Höchstform auf.
Wenn Verträge zwingend eingehalten werden müssen, ist es umso wichtiger zu sehen, mit wem man was für Verträge abschließt.

Das Völkerrecht ist auch zwingend einzuhalten.

Ich war ein wenig entsetzt, als öffentlich wurde, dass D einen Panzersimulator nach Russland liefern wollte. Gabriel stoppte die Lieferung.

Dass F eine derartige Offensivwaffe wie diese Hubschrauberträger an einen möglichen Gegner (Feind?) liefert und sich noch mokiert, wenn man das kritisiert und dann am Ende noch auf Arbeitsplatzverluste hinweist, dann war das Fahrzeug, dieser französische untere Mittelklassewagen, der ihn durch den Regen fuhr, genau angemessen für Hollande bei seiner Antrittsmilitärparade.

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stefandevries 25.07.2014, 11:29
159.

Herr Schmitz,
Ihr Artikel ist ein schönes Beispiel der deutschen moralischen Überlegenheit. Aber was ist Ihre Meinung über Ihren ehemaligen Bundeskanzler der seinen Geburtstag mit Putin feiert? Und was denken Sie von diesen Zahlen?
Export Germany to Russia jan-sept 2013 €27,5 Milliarden
Export France to Russia jan-sept 2013 €6 Milliarden
(Daten: Eurostat)
#heuchelei

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