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Kommentar: Merkels Alptraum
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Schlimmer geht's nicht für die Union: Am Ende einer Zitterwahl gewinnt Rot-Grün in Niedersachsen, Schwarz-Gelb verliert das nächste Bundesland. Für die Bundestagswahl liefert dieser Ausgang ein klares Signal: Der Kampf ums Kanzleramt wird viel brutaler, als Angela Merkel sich das vorgestellt hat.

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awbferdi 21.01.2013, 00:52
1. Noch ist nicht aller Tage Abend

Zitat von sysop
Schlimmer geht's nicht für die Union: Am Ende einer Zitterwahl gewinnt Rot-Grün in Niedersachsen, Schwarz-Gelb verliert das nächste Bundesland. Für die Bundestagswahl liefert dieser Ausgang ein klares Signal: Der Kampf ums Kanzleramt wird viel brutaler, als Angela Merkel sich das vorgestellt hat.
Der Wahlgott hat keine Münze geworfen, sondern die Niedersachsen haben gewählt. Und nicht ganz zufällig ist Rot-Grün aus dem Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem Sitz Vorsprung als Sieger hervorgegangen. Mehrheit ist Mehrheit. Die neue Regierung wird es besser machen als die alte. Schwarz-gelb ist offenbar abgeschrieben. Das ist das Menetekel für die Bundestagswahl. Grüetzi. f.

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peterpahn 21.01.2013, 00:53
2. Rot-Rot-Grün sollten sich endlich zusammenraufen ...

Rot-Rot-Grün sollten sich endlich zusammenraufen. Nicht etwa weil ich mir eine solche Koaltion ausdrücklich wünsche, aber ich möchte dass die Kanzlerin mal eine ernsthafte Option des Scheiterns präsentiert bekommt, damit die Unterschiede zwischen Opposition und Regierung erkennbar bleiben und wir nochmal so etwas wie Demokratie in Deutschland und Europa erleben ...

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MoorGraf 21.01.2013, 00:59
3. Glückwunsch an Weil und Steinbrück!

ja ja, was hat er nicht alles falsch gemacht, der Peer...
aber am Ende des Tages: ich bin ein Fan von "Klarer Kante" statt Systemverwaltung. Und mit der Nds Wahl scheint er zumindest noch nicht völlig abgeschrieben zu sein.

Merkel kann in den nächsten Monate zeigen, dass sie mehr kann, als nur zu verwalten, und damit vielleicht sogar für mich wieder wählbar werden.
Und die FDP? Wie doof sind eigentlich die Leihwähler der CDU??? wenn das mit den 80% Leihstimmen stimmt, könnte McAllister mit 44% locker vor dem letzten Wulff-Ergebnis liegen (was er verdient hätte!!!). Damit wäre er immer noch in der Opposition, aber so ist er eben mit 36% in der Opposition, ein kleines Lichtlein, das zwar heller scheint, als die 10% Kraft FDP, aber das wird ihn auch nicht beruhigen.
Andererseits: er ist freiwillig zum Parteitag der Nds.FDP gegangen und seine Kampagne "alle Stimmen für die CDU" hab ich irgendwie nicht mitbekommen, also würde ich mal sagen: selber schuld.

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hajügo 21.01.2013, 01:02
4. Wunschdenken!

Aber Herr Nelles! Ein hauchdünner Sieg von Rot-Grün in einem Bundesland, das immer schon hart umkämpft war und wechselnde Regierungen hatte. Und da ziehen Sie eins-zu-eins Parallelen zum Bund? Lächerlich! Die SPD in Niedersachsen lag seit Monaten in allen Prognosen stabil bei über 30 Prozent. Und wo liegt sie im Bund? hier wird gwollt übersehen, daß die SPD im einwohnerstärkeren Süden der Republik ganz traurig dasteht. An eine rot-grüne Mehrheit im Bund können doch nur Her Gabriel und Frau Roth glauben.

Das Problem für die CDU ist in der Tat die Tatsache, daß Rot-Grün im Bundesrat nunmehr eine gestalterische Mehrheit hat. Was der SPD allerdings zu denken geben sollte ist, daß die Leihstimmen von CDU-Wählern für die FDP scheinbar problemlos klappen. Das verheißt für Rot-Grün nichts Gutes im Bund.

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michibln 21.01.2013, 01:02
5. Man wird sehen

Eigentlich gefällt mir das Ergebnis ganz gut: die CDU wird nicht selbstgefällig, der FDP wird gezeigt, dass es um Themen geht und nicht um Köpfe und die SPD gewinnt auch mal wieder und bekommt gleichzeitig, dass weder Steinbrücks Arroganz noch ihr Sozialpopulismus ankommen. Nein, der Wähler will seriöse Politik, für die eigentlich eine bürgerliche Regierung stehen könnte, wenn sie sich zusammenreißen würde. Der Wähler will keinen Linksschwenk und Umverteilungsorgien wie sich manche Sozialdemokraten das erträumen. Schön, dass der Wähler es spannend macht und allen Parteien bedeutet, dass sich ein wenig anstrengen müssen bis zur Bundestagswahl.

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Wiedereinaussteiger 21.01.2013, 01:06
6.

Jetzt geht es "Mutti" (..) an die Wäsche, dieser Nichtstuerin (für die Wähler, statt fürs Kapital) und Machtbesatzerin.
Wegducken, lange Abwarten, und dann vorpreschig die schlaue Vorreiterin im Trend (siehe Energiewende) zu machen, das funktioniert nicht mehr. Sie ist durchschaut, entzaubert.

Nun ist Kämpfen dran - aber das will und kann sie nicht. Sie kann nur Gottesanbeterin. Die Männchen, die ihr zu nahe kommen, einen Kopf kürzer beißen.
Das Volk hat sie lange genug hingehalten, für dumm verkauft und an die Schuldenmacherei fürs Kapital verpfändet.
Göttinnendämmerung.
Und auf weitem und breitem Schwarz-Flur niemand, der es kann und machen darf..
Der Wähler wird diese Schwatzpartei nun abstrafen: kein Erfolgs-Garant mehr..

Leihstimmen für die FDP wie dieses Mal wird's nun auch nicht mehr geben: die CDU-Wähler, die ihre Zweitstimme der FDP gaben, werden in den nächsten Tagen noch hören, welch krummen Schlüsse die Schergen dieser notorisch frechen Kleintel-Partei daraus meinen ziehen zu dürfen. Menschen, die denken können, werden sich angeekelt von dieser Unart des Polit-Betriebes abwenden.

Es wird hohe Zeit, dass diese machtbesatzigen Polit-Schauspieler-Hansls in Berlin sich darauf besinnen, mal wieder was für die Menschen zu tun.

Davon allerdings hat dieser millionenschwere mietbare Banken-Wanderredner aus Hamburg die Wahl noch lange nicht gewonnen. Auch dessen kampfbissig rotte Partei sollte mal sehr entscheidend mehr für die Menschen tun, statt ihr Personal mit Pfründen auszustaffieren, den Bossen und Bancstern nach dem Munde Transatlantik zu reden und sie mit neuen Schulden auf Bürgers Kosten noch feister zu machen. Das Anbinden des Gangsterberitts der Banken fehlt noch völlig. Dieses zurzeitige Gärtchen notorischer Wirtschaftskriminalität gehört staatlich scharf überwacht. Da müssen einige Vorstände hinter Gitter, dass sie es lernen und sich auf die ureigene Funktion Bank rückbesinnen. Verhaftet Jain. Wenn das nicht geht, weil es die Gesetze nicht hergeben: na dann ändert die Gesetze, im Sinne der Menschen, aber hurtig!

Anscheinend ist in diesem Zirkus der Privilegienreiter von Altparteien allein der Grüne Trittin Garant von Stabilität und Bürgerinteressen. Mal schauen, was sie nun in Hannover zustandebringen.

Dass die Piraten erstmal weg vom Fenster seien, bleibt noch abzuwarten. Da kommen wohl noch dicke Überraschungen.

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buntesmeinung 21.01.2013, 01:10
7. Ich bin kein Niedersachse

Aber sollte dieses Ergebnis Bestand haben, dann freut es mich.
Nicht weil ich Fan der Grünen oder der SPD wäre.
Allein die Schlappe für Merkel und dass sich die unverhohlene Zweitstimmenwerbung für die FDP so zum Nachteil der CDU ausgewirkt hat, freuen mich! Unverhohlen!

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tsitsinotis 21.01.2013, 01:16
8. Ja, trotz Steinbrück gewonnen -

ein eindeutiger Trend, der sich zugunsten der Linkspartei fortsetzen wird.
Glückwunsch für das furchterregende Foto von Angela Merkel.

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mooringman 21.01.2013, 01:18
9. Frau Merkel

wird vor Wut schäumen und Mc Allister wird es zu spüren bekommen. Sie ist die Bundesratsmehrheit los und hat den unsäglichen Herrn Rösler immer noch an der Backe.....Danke ihr Wahlstrategen aus der CDU! Sowas nenne ich Eigentor! Und das trotz Herrn Steinbrück....!

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