Forum: Politik
Kommentar: Warum Beck gegen Lafontaine keine Chance hat

Schlechte Umfragewerte für die SPD? Früher konnten die Sozialdemokraten in solchen Fällen die Gerechtigkeits-Karte spielen. Heute machen die Genossen mit linker Politik keinen Stich mehr - denn die Herzblutthemen der SPD besetzt heute Lafontaine.

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Sezer 21.06.2007, 10:46
50. Verraten und verkauft

hat die SPD all das was einst ihre Wurzeln waren. Die Abkehr von der Arbeiterklasse die am Anfang des Jahrhunderts im wahrsten Sinne des Wortes geblutet hat für die SPD.
Realpolitisch verkommen zu einem Fluch für die Menschen in unserem Land,zumindestens für die welche nicht zu den oberen Zehntausend gehören.Schlimme Folgen hat das für unsere Demokratie gebracht. Der Verzicht auf die eigenen Wurzeln des Ausgleichs und Eintretens für den kleinen Mann hat die Balance
den politischen Wirkens in Deutschland zu den Akten gelegt.
Die SPD hat sich selber degradiert, zu einem Anhängsel des Neoliberalismus dem sie nur erfüllend hinterherlaufen kann.
Innerparteilich wurde alles und jeder ZERTRETEN der unter Hinweis auf soziale Gerechtigkeit und die Wurzeln dieser Partei seine Stimme erhob. Abgeordnete wurden genötigt sich einer mittlerweile dogmatischen Parteidisziplin zu unterwerfen.Vorbei die Zeiten in denen ein Abgeordneter die Freiheit besass sein persönliches Gewissen zu Rate zu ziehen. Jeglicher demokratischer Grundgedanke wurde im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit mit einer Schnodderigkeit,Frechheit und Fahrlässigkeit mit den Füssen getreten das es mir teilweise den Atem verschlagen hat.
Widerlich, abstossend,ekelerregend, eine amorphe stinkende Brühe aus Willfährigkeit,Arroganz und Ignoranz. Mehr kann ich als ehemaliger Sympathisant nicht erkennen in der heutigen SPD.
Lafontaine wird bei der nächsten Wahl mein Mann und nichts und niemand wird das ändern können. Dieser reflexartige Aufschrei der Etablierten signalisiert mir nichts anderes als die Richtigkeit dieser Entscheidung. Das wird das erste mal sein das ich mich für diese Richtung entscheide, aber ich tue es guten Gewissens. Für mich ist Lafontaine der Bewahrer eines ehemals fest in der SPD verankerten Gedankenguts und deshalb für mich ein integrer Mensch der meiner Stimme wert ist. Und keine noch so dramatische Polemik der Etablierten wird daran etwas ändern. 25% für die SPD, mich wundert das es überhaupt noch so viele Menschen gibt die sich derart hinters Licht führen lassen.

Gruß
Sezer

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fluxkompensator 21.06.2007, 10:50
51. Beispiele, bitte

Zitat von Digi Tal
Genau so ist es! Außerdem nervt es, dass von denen, die Angst vor der Linken haben, ständig behauptet wird, deren Konzepte seien unrealistisch und nicht bezahlbar; und es gebe "keine Alternative" zur neoliberalen Politik. Die Umverteilung von unten nach oben wird uns von diesem Lager als Allheilmittel verkauft, Lafontaine wird dämonisiert. Billigste Propaganda ist das.
Ich sehe in der Tat "keine Alternative" zu unserem System, das Sie als "neoliberal" verunglimpfen. Zugegeben, es geht nicht immer gerecht zu. (Wie auch im Fußball, beim Wetter und in der Liebe).

Aber die entscheidende Frage ist doch, wo die Lebensqualität in einem sozialistischen Staat denn besser ist oder jemals war. Welchen Staat mit vollzogenem "Systemwechsel" (Erlärtes Ziel der LINKEN) können Sie mir denn nennen, der bewiesen hat, dass es sich besser in ihm leben lässt als bei uns?

Venezuela ?(Pressezensur)
DDR? (Insolvent)
Dubai ?(reich, aber undemokratisch mit rechtlosen Ausländern)
Kuba? China?

Bitte nicht mit Skandinavien oder Niederlande kommen, diese Staaten sind ja wohl kaum weniger "neoliberal" als Deutschland. Außerdem sind Sozialleistungen (Dänemark) an Forderungen zur Arbeitsaufnahme geknüpft, wie sie in Dtl. wohl als faschistisch verschrien wären.

Also, ich bin gespannt...

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Fritz II 21.06.2007, 11:06
52. Na ja,

mal doof gefragt: gegen wen hätte Beck denn bundesweit eine Chance? Klar, Oskar ist rhetorisch bewandert - aber das sollte jeder Populist sein. Beck sieht ja nicht nur gegen Oskar/Gregor mehr als hilflos aus - auch seine wiederholten Verbalattaken gegen die Union/Merkel brachten ihm außer Kopfschütteln und Spott wenig ein.

Die SPD war immer gut in der Opposition - den Leuten das Blaue von Himmel versprechen um dann in der Regierungszeit zu merken, dass die Kohle für die Wahlversprechen nicht an den Bäumen wächst. Diese Diskrepanz ist nun nach ca. 10 Jahren Regierungsbeteiligung auch vielen eheml. SPD-Wählern klar geworden ... die ganz ganz Linken sind ja nicht blöd und haben das auch schon gemerkt und lehen deswegen eine Regierungsbeteiligung gleich ganz ab("Fundamenatlopposition" nennt man das dann) ... recht pfiffig die Jungs, oder?

Gruß Fritz zwo

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hemer 21.06.2007, 11:21
53. Mit der Linken pfleglich umgehen.

Der SPD kann man nur raten mit der Linken pfleglich umzugehen. Sie wird noch als Koalitionspartner gebraucht, vielleicht schon 2009, wenn die Grünen schwächeln. Denn denen mit ihrem ökologischen Image wird es auf Dauer schwer fallen, sich im Bundestag zu halten.

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fluxkompensator 21.06.2007, 11:32
54. ...und es ist doch Freibier

Zitat von Fritz II
...Die SPD war immer gut in der Opposition - den Leuten das Blaue von Himmel versprechen um dann in der Regierungszeit zu merken, dass die Kohle für die Wahlversprechen nicht an den Bäumen wächst. Diese Diskrepanz ist nun nach ca. 10 Jahren Regierungsbeteiligung auch vielen eheml. SPD-Wählern klar geworden ... die ganz ganz Linken sind ja nicht blöd und haben das auch schon gemerkt und lehen deswegen eine Regierungsbeteiligung gleich ganz ab("Fundamenatlopposition" nennt man das dann) ... recht pfiffig die Jungs, oder? Gruß Fritz zwo
Genau so verhält es sich.

Wir müssen wohl damit leben, dass in einer Demokratie potenzielle Wähler mit Geld gelockt (eigentlich: gekauft) werden, solange der oberste Wert für die meisten Menschen ihr persönlicher Wohlstand ist.

(Was kein Vorwurf sein soll, ich nehme mich da gar nicht aus. Gleich nach körperlichem Wohlergehen kommt der eigene Wohlstand, und dann erst der Wohlstand der anderen, machen wir uns nichts vor. Wäre es anders, hätten wir ein Billionen-Spendenaufkommen für die dritte Welt, und Oskar würde in der Platte wohnen, was er bekanntlich nicht tut...)

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Easyrider1958 21.06.2007, 11:40
55. Nicht Alle, zu keiner Zeit im Nachkriegsdeutschland,

Zitat von Promotion
Nicht nur Beck hat keine Chance gegen Lafontaine, die gesamte SPD hat gegen Lafontaine keine Chance! Dieser Lafontaine ist ein brillanter Redner und er kann Menschen bewegen! Genau das ist es ja was diesen Herrn Lafontaine so gefährlich macht! Die Linke/PDS Partei kann doch behaupten was sie wollen, sie können der SPD Sozialbruch vorwerfen, diese Kommunisten brauchen auch keine Lösungen...
haben in Saus und Braus gelebt, sie vielleicht, aber seien sie bitte vorsichtig mit Verallgemeinerungen, nicht alle stolpern morgens nach dem Aufstehen über Champagner und Kaviarreste...

Und noch Eines: Die Gefahr für die Demokratie, mein Lieber, geht von der Wirtschaft aus, und nicht von der Politik, weil Kapitalismus, am Besten in China zu beobachten, schert sich einen Dreck um politische Systeme, ist spült sie hinweg, weil er sie aushöhlt und die politischen Eliten mangels finanzieller Spielräüme handlungsunfähig macht!

Ich sehe in der Linken eine Hoffnung, Werte wie Solidarität ALLER für das Gemeinwohl, eine bessere Umverteilung des vorhandenen Vermögens, von Gerechtigkeit mag ich nicht reden, die gabs mal unter den Neandertalern, seitdem nicht mehr, durchzusetzen, voranzutreiben, bevor ganze Staaten finanziell ausgeraubt worden sind...

Schauen sie sich doch den Irrwitzigen Reichtum Einzelner an, das sprengt jede Vorstellungskraft und macht den Gebrauch des Wortes "Gerechtigkeit" lächerlich.

Gruß Randolf

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nillivanmilli 21.06.2007, 11:42
56. Alles viel zu umständlich!

Der Autor versucht, wie eben in Deutschland üblich, Politik zu erklären.

Nicht mehr als eine weitere Groteske, denn so funktioniert Politik eben nicht. Titel hin oder her.

Einfach und logisch: Kein Geld mehr da für Geschenke! Jetzt hilft nur noch hemmungsloses Lügen. Eine Zeit lang!

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Easyrider1958 21.06.2007, 12:03
57. Ihre Kritik an den genannten Staaten mag ja berechtigt sein,

Zitat von fluxkompensator
Ich sehe in der Tat "keine Alternative" zu unserem System, das Sie als "neoliberal" verunglimpfen. Zugegeben, es geht nicht immer gerecht zu. (Wie auch im Fußball, beim Wetter und in der Liebe). Aber die entscheidende Frage ist doch, wo die Lebensqualität in einem sozialistischen Staat denn besser ist oder jemals war. Welchen Staat mit vollzogenem "Systemwechsel" (Erlärtes Ziel der LINKEN) können Sie mir denn nennen, der bewiesen hat, dass es sich besser in ihm leben lässt als bei uns? Venezuela ?(Pressezensur) DDR? (Insolvent) Dubai ?(reich, aber undemokratisch mit rechtlosen Ausländern) Kuba? China? Bitte nicht mit Skandinavien oder Niederlande kommen, diese Staaten sind ja wohl kaum weniger "neoliberal" als Deutschland. Außerdem sind Sozialleistungen (Dänemark) an Forderungen zur Arbeitsaufnahme geknüpft, wie sie in Dtl. wohl als faschistisch verschrien wären. Also, ich bin gespannt...
trotzdem bleibt die Frage von Ihnen unbeantwortet, wie denn die Sozialisten in Venezuela z.B. an die Macht gekommen sind? Ich denke mal, weil sie vom Volk gewählt worden sind! Und warum das? Weil es weder gerecht in den Ländern zuging, sondern eine Ausbeutung der Bevölkerung in unbeschreiblichem Ausmaß vorher stattgefunden hat!
Und noch Eines zur Pressezensur in Venezuela: Was meinen Sie, mit wie viel Geld staatskritische Sender in Venezuela aus kapitalistischen Staaten unterstützt werden?
Wer leben doch nicht in einer Märchenwelt, nein, die Mächtigen, Gewinner der jeweiligen Systeme, versuchen natürlich, über Presse, Medien, der Bevölkerung einzureden, das alles was von Links kommt gefährlich und ungerecht ist, sie werden alles tun, um ihre Pfründe zu sichern und sie haben die Macht und das Kapital!
So läuft und lief das IMMER!
Wir wissen doch alle, wie viele Staaten die USA freundlich waren und sind, von den Vereinigten Staaten unterstützt wurden und werden...
Und wir sehen es doch hier in Deutschland, wie mit allen Mitteln versucht wird, durch die politische Elite und die wirtschaftliche Elite, die neue Linke zu verunglimpfen, ständig wird von der SED Nachfolgerin gesprochen, keiner spricht davon, das CDU und FDP die ehemaligen DDR Parteien auch in sich aufgenommen haben...die haben teilweise auch in der damaligen DDR am System mitgewirkt!
Ich bin kein Träumer, ich habe mich auf Politik nie verlassen, mich immer nach Möglichkeit auf meine eigenen Kräfte verlassen, trotzdem bin ich froh, das durch die Linke endlich ein frischer Wind in Deutschland weht, ich konnte das neoliberale Gefasel ALLER anderen Parteien nicht mehr hören, ALLE haben uns seit Jahrzehnten erzählt, Sozialsysteme, Renten, Gehälter, Gesundheitssystem, muss zusammen gestrichen werden, nur die Wohlhabenden müssen ungeschoren davon kommen, weil sie ja Systemtragend sind, die Masse der Menschen darf ruhig ins Elend gestürzt werden, mir reicht es...und mit mir Millionen von Menschen, seien sie sicher...

Gruß Randolf

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Christian H. 21.06.2007, 12:45
58. Fluch

Zitat von Sezer
Realpolitisch verkommen zu einem Fluch für die Menschen in unserem Land,zumindestens für die welche nicht zu den oberen Zehntausend gehören.
Ich würde eher meinen, für Alle ;-)

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alfredo 21.06.2007, 13:04
59. Säuberungsaktion für die SPD gefordert!

Zitat von Sezer
hat die SPD all das was einst ihre Wurzeln waren. Die Abkehr von der Arbeiterklasse die am Anfang des Jahrhunderts im wahrsten Sinne des Wortes geblutet hat für die SPD. Realpolitisch verkommen zu einem Fluch für die Menschen in unserem Land,zumindestens für die welche nicht zu den oberen Zehntausend gehören.Schlimme Folgen hat das für unsere Demokratie gebracht. Der Verzicht auf die eigenen Wurzeln des Ausgleichs und Eintretens für den kleinen Mann hat die Balance den politischen Wirkens in Deutschland zu den Akten gelegt. Die SPD hat sich selber degradiert, zu einem Anhängsel des Neoliberalismus dem sie nur erfüllend hinterherlaufen kann. Innerparteilich wurde alles und jeder ZERTRETEN der unter Hinweis auf soziale Gerechtigkeit und die Wurzeln dieser Partei seine Stimme erhob. Abgeordnete wurden genötigt sich einer mittlerweile dogmatischen Parteidisziplin zu unterwerfen.Vorbei die Zeiten in denen ein Abgeordneter die Freiheit besass sein persönliches Gewissen zu Rate zu ziehen. Jeglicher demokratischer Grundgedanke wurde im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit mit einer Schnodderigkeit,Frechheit und Fahrlässigkeit mit den Füssen getreten das es mir teilweise den Atem verschlagen hat. Widerlich, abstossend,ekelerregend, eine amorphe stinkende Brühe aus Willfährigkeit,Arroganz und Ignoranz. Mehr kann ich als ehemaliger Sympathisant nicht erkennen in der heutigen SPD. Lafontaine wird bei der nächsten Wahl mein Mann und nichts und niemand wird das ändern können. Dieser reflexartige Aufschrei der Etablierten signalisiert mir nichts anderes als die Richtigkeit dieser Entscheidung. Das wird das erste mal sein das ich mich für diese Richtung entscheide, aber ich tue es guten Gewissens. Für mich ist Lafontaine der Bewahrer eines ehemals fest in der SPD verankerten Gedankenguts und deshalb für mich ein integrer Mensch der meiner Stimme wert ist. Und keine noch so dramatische Polemik der Etablierten wird daran etwas ändern. 25% für die SPD, mich wundert das es überhaupt noch so viele Menschen gibt die sich derart hinters Licht führen lassen. Gruß Sezer
Guter Beitrag, spricht mir aus dem Herzen!
Wenige Jahre der Innensicht eines Parteimitglieds und kleinen Ortsvereinsvorsitzenden haben genügt mir den verrotteten Zustand auf lokaler und Kreisebene exemplarisch zu enthüllen: Abhängige Parteifunktionäre als Mandatsträger,
Zombies ohne eigene Meinung, systematischer, zynischer Doppelsprech intern und nach aussen, widerlich, absolut...

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