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Kommentar zu CIA-Folter: Amerikas Schande
AFP

Der Senats-Bericht über die CIA-Folter wirft Licht auf eine der dunkelsten Stunden der neueren amerikanischen Geschichte. Was er zum Vorschein bringt, ist eine Schande für die Vereinigten Staaten.

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joe sixpack 09.12.2014, 19:57
40. Amerika

Zitat von raber
Die anderen Lander Amerikas haben mit diesem Bericht nichts zu tun. Der Bericht ist ausschliesslich über die USA. Immerhin erstreckt sich Amerika von Alaska bis Feuerland und besteht aus mehr als 20 Ländern.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass hier jeder weiss, was und wer mit Amerika gemeint ist.

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mimas101 09.12.2014, 19:58
42. Hmm

angenommen hier würde ein Geschäftshochhaus Attentatsziel werden - die Bundesregierung würde auf allen diplomatischen Kanälen versuchen der Attentäter habhaft zu werden und vor Gericht zu stellen. Und damit wäre ihr internationale Unterstützung gewiß.
Die waffenstarrenden USA nahmen dafür gleich mal das Recht selbst in die Hand und fingen mit dem Bomben in verdächtigen Regionen an. Wie man es halt schon immer machte wenn Dollars und Umstürze nicht zum gewünschten Erfolg führten. Bei Bush kam noch ein etwas seltsames Sendungsbewußtsein dazu (Einführung westlicher Demokratien samt der Christianisierung von Nordafrika).

Dabei sind die USA lediglich ein Koloß auf tönernen Füßen, unbeliebt und zu häufig Ursache für wirtschaftliche und politische Probleme in der Welt. Eine moralische Führungs- und Vorbildrolle haben die USA gewiß auch nicht wenn man z.B. die ungelöste US-Rassenfrage, die blamable Wiederwahl Bushs in Florida, die zum Teil arg gewalttätige paramilitärische Polizei oder den hemmungslosen Raubtierkapitalismus der soziale Errungenschaften abschaffte (s. z.B. die unglaubliche Diskussion um eine generelle Krankenversicherung) sieht.

Was also sind die USA? Eine waffenstarrende Wagenburg die man zwar gerne ruft wenn es um Beendigung von militärischen Konflikte geht aber ansonsten mehr als nur unbeliebt sind weil sie kaum einen demokratisch (-westlichen) Rechtsstaat verkörpern bzw. nur extrem eigennützig handeln und andere Staaten gerne mal aussaugen (Stichwort: Ausschaltung nationaler Wirtschaften um rein neue Absatzmarkt zu haben pp).
Das Land hat also nicht nur ein politisches Problem (CIA-Folter) sondern auch ein moralisches Problem (derzeit wirkt es einfach nur arrogant -abschreckend auf viele andere Staaten dieser Welt).

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die_bittere_wahrheit 09.12.2014, 19:58
43.

Zum Glueck gibt es genug Patrioten die tagtaeglich Dinge tun muessen die fuer den normalen Spiegel Schreiber und Leser gewissermassen unvorstellbar sind damit eben Menschen wie Markus F. , seine Familie und Freunde in Frieden und Freiheit leben koennen und unter dieser Freiheit ihre eigene Meinung zu allem und jedem oeffentlich aussprechen duerfen!

Ich danke diesen Menschen!
So muss ich es nicht tun ....

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freekmason 09.12.2014, 19:58
44.

Zitat von Fackel01
Es ist nicht leicht abzuschätzen wie und ob Zwangsmassnahmen Leben Unschuldiger gerettet haben. Al Quaida ist jetzt fast gänzlich zerschlagen. Was ein Erfolg ist. Fraglich ist ob man die dazu benötigten Informationen auch ohne Folter hätte beziehen können. Wenn nicht, kommt man auch als Gutmensch in Erklärungsnot. Wenn ja ist jede Form der gewaltfreien Kritik berechtigt.
doch, es ist ganz leicht abzuschätzen: nein, haben sie nicht. dass folter irgendwie mit der ermordung bin ladens zu tun hatte, war gelogen. so wie auch die angaben über anzahl der gefängnisse, der gefolterten, der fälschlich inhaftierten und über die brutalität dessen, was Sie "zwangsmaßnahmen" nennen.
deshalb kommt man auch nicht in erklärungsnot als gutmensch, sondern die unmenschen kommen in erklärungsnot.

"Senate Intelligence Committee chairwoman Dianne Feinstein (D-CA) emphasized that the CIA’s interrogation techniques, including torture, did not lead to any valuable intelligence.

“At no time did the CIA’s coercive interrogation techniques lead to the collection of imminent threat intelligence, such as the hypothetical ‘ticking time bomb’ information that many believe was the justification for the use of these techniques.”"
quelle: http://www.rawstory.com/rs/2014/12/here-is-the-senates-500-page-report-on-bush-era-torture/

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hdudeck 09.12.2014, 19:59
45. Viel schlimmer noch ist, dass die Folter nachweislich nicht ein

verwertbares Resultat erbracht hat. Historisch gesehen, hat Folter (fast) immer nur Luegen erzeugt und Unschuldige belastet. So gesehen ist der Vorgang nur eine Art der Rache, durchgefuehrt von der CIA im Namen der US Regierung. Tiefer kann man als Regierung und als Land (ja auch die Bevoelkerung der USA tragen eine Mitschuld) nicht fallen. Und auch heute wird das Ganze nur mit einem Schulterzucken wargenommen. Die USA sind (und waren) noch nie ein Hort der Menschenrechte, die "Verfehlungen" reihen sich nahtlos aneinander.
Historisch gesehen sind die USA das Land mit den meisten Kriegen seit ueber 150 Jahren, wobei praktisch nie Krieg auf US Boden stattfand. Darin liegt warscheinlich ein Teilgrund, Krieg in der Ferne ist immer ein guter Krieg, da er einen selbst kaum betrifft. Hier haben die USA einiges nachzuholen.

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elhobbo 09.12.2014, 19:59
46. Respekt

Ein klarer, eindeutiger Artikel. Sowas möchte ich häufiger lesen!

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harka2 09.12.2014, 19:59
47. CIA -Bericht

Die CIA foltert? Echt? Das muss doch eine von diesen Verschwörungstheorien sein! :-)

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distel61 09.12.2014, 19:59
48. Guter ...

... Kommentar!

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muellerthomas 09.12.2014, 19:59
49.

Zitat von goldt
Nachdem wir gefoltert haben, gibt es dann halt eine Kommission, die ein Bruchteil ohne Folgen für die Verantwortlichen aufarbeitet. Hut ab für soviel Chuzpe!
Ja, viel besser, wenn es erst gar keine Kommissionen gibt, oder?

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