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Kommentar zu CIA-Folter: Amerikas Schande
AFP

Der Senats-Bericht über die CIA-Folter wirft Licht auf eine der dunkelsten Stunden der neueren amerikanischen Geschichte. Was er zum Vorschein bringt, ist eine Schande für die Vereinigten Staaten.

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h-i-2224 09.12.2014, 20:09
60. Dies ist mit Abstand nicht die einzige Schande Amerikas,

da fallen einem allein für die letzten 60-70 Jahre mehr als hunderte von Schandtaten ein. Ukraine inklusive.

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allonsenfants 09.12.2014, 20:10
61.

Derartiges Schlimmes passiert, wenn eine Regierung meint, dass ihr alles erlaubt sei, was für ihre eigenen Interessen nützlich ist.
Für ein Gemeinwesen, das sich selbst als demokratisch und den ethischen Werten verpflichtet bezeichnet, ist das Geschehen für das 21. nachchristliche Jahrhundert eine Schande und ein unerhörter Rückfall in die Barbarei. So darf keine zivilisierte Regierung handeln!
Auch die Taten von Verbrechern und Terroristen rechtfertigen nimmermehr, dass ein Staat die eigenen Werte - und wenn auch nur zeitweise - außer Kraft setzt.
Von rechts wegen gehören daher die Anstifter und Täter wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor ein internationales Tribunal gestellt. Aber diese Administrationen haben daher sicherlich vorausschauend entsprechende internationale Regelungen nicht unterschrieben. bzw. ratifiziert. Das wusste die Welt doch von Anfang an. Und wo blieb die Kritik? Das sieht nach Mitschuld aus!

Da fühle ich mich dem ehemaligen norwegischen Ministerpräsidenten Stoltenberg verbunden, der zurückliegend nach dem dortigen Massaker klar erklärte, dass die Untat nicht dazu führen wird, die eigenen Werte zu opfern. Da sind damals die Anhänger der "Lynchjustiz" sowie die notorischen Rufer nach Gesetzesverschärfung nicht zum Zuge gekommen.

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kilix.brandenburg 09.12.2014, 20:11
62.

Zitat von hatomune
Dieser Senatsbericht ist ein Zeichen der Hoffnung. Wollen wir hoffen, dass in R+C und I nicht schadenfroh die Hände gerieben werden!
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

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dailyobserver 09.12.2014, 20:11
63. Eine gewaltige Differenz ...

wäre es, wenn man die Verantwortlichen vor Gericht stellt und ihrer gerechten Strafe zuführt.
So wie es ist, ist es auch eine Differenz, aber nur eine viel, viel kleinere.

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spon-facebook-10000123257 09.12.2014, 20:11
64. Ekelerregender Pathos

Da wagt der Schreiber noch von USA als Führungsmacht von Menschenrechten und Ländern wie Russland, China, Iran als menschenrechtsverletzend zu brandmarken.
Als ob es nicht die Usa waren die jährlich irgendwo eine missliebige Regierung wegputschen lassen, überall Kriege anfangen, auf Demokratie und Menschenrechte im eigenen wie in allen anderen Ländern pissen.
Als ob das herausragendste Menschenrecht jenes der Pressefreiheit wäre jeden noch so dummdreisten Lüge zu printen.
Geht es bei Menschenrechten nicht in erster Linie um ein würdiges Leben, ausreichend Lebensmittel, Gesundheitsfürsorge, Arbeit, Bildung, Gleichheit vor dem Gesetz usw. ?
Und dort stehen die US Amerikaner in allen Punkten ganz weit unten.

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wahlossi_80 09.12.2014, 20:13
65.

Die USA werden nichts aber auch gar nichts ändern. Allein die Tatsache, dass Cheney auf freiem Fuß ist, zeigt das offenkundig. Cheney arbeitet seit Jahrzehnten daran, die USA in einen menschenverachtenden Polizeistaat zu verwandeln. In den USA hat ein grausamer und im Verborgenen wirkender Sicherheitsapparat die Demokratie de facto außer Kraft gesetzt. Wer's nicht glauben will, lese dies hier: https://civitaslibertatis.wordpress.com/2010/12/04/usa-was-gilt-die-verfassung-noch/

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erasmus89 09.12.2014, 20:14
66. Herr Feldenkirchen

sie tun so, als hätten die USA erst seit dem 11 Sept. 2001 aus Herzschmerz und im Affekt zu systematischen Foltermitteln, Mord und Totschlag gegriffen. Dabei missachten sie die zahlreichen Menschenreechtsverbrehcne der USA in Vietnam, die das Ende der westlichen Werte-Hegemonie einläutete. Die zahlreichen Interventionen und Putsche gegen Demokratien unter anderem gegen den von ihnen verteifelte Iran, Venezuela oder Chile sind nur wenige Beispiele der üblen "Demokratie" USA, in der der Rassenhass weitergärt und in dem Rassentrennung bis in die Siebziger Alltag war. Und auch heute, Herr Feldenkirchen, haben die USA nichts gelernt. Sie erwähnten nur die Autokratien, die gegen den Westen stehen, kein andere Diktatur, die dem Westen die Daumen drückt, wie Qatar, Saudi Arabien usw. Das ist Heuchelei der stumpfesten Art. Von den Drohnenmorden ganz zu schweigen-

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guzzlerZ80 09.12.2014, 20:15
67.

Ob es wirklich noch einen grossen Unterschied zwischen uns (der Autor schreibt ja von Demokratie - Selbstheilend) und Regimen noch gibt? Wenn ich mitbekomme, wie der NSU/NSA Untersuchungsausschuss mit geschwärzten Dokumenten (vernichtet, geheimsache) eingedeckt wurde/wird und dann noch der passende Satz unserer Bundeskanzerlin, es muss nur der Eindruck entstehen, dass Transparenz herrscht. Dann kann ich nur hoffen, dass die Demokratie wirklich selbstheilend ist.

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wolle0601 09.12.2014, 20:15
68. Der Autor hat absolut recht

der Unterschied ist der Report selbst. Was die USA von China, Rußland oder Iran unterscheidet ist die Fähigkeit zur Selbstreinigung. Wo hat es in diesen Staaten etwas Vergleichbares gegeben?

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till2010 09.12.2014, 20:19
69. Warum nur?

Das Handeln eines Staates bestimmt die politische Gesinnung. Welche Ideale dabei die USA für sich und seine Bevölkerung und welche internationale Aussenwirkung sie damit präsentieren kann, ist entscheidend und prägend für die Glaubwürdigkeit der Regierung.
Die amerikanische Regierung hat sich auf das Nivau ihrer Gegner begeben und sich dabei international isoliert. Ihre freiheitliche und demokratische Vorbildwirkung in unserer Welt ist dadurch nachhaltlich beschädigt.

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