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Kommentar zu Frankreichs Widersprüchen: Trauer verdeckt die Risse
AFP

Nach den Attentaten erlebt Frankreich einen historischen Moment weltweiter Solidarität: Hinter dem Bild der Einheit zeigt die Republik jedoch Brüche - im Selbstverständnis ihrer Identität.

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rkinfo 12.01.2015, 05:45
1. Aufklärung auch für Islam nötig

Frankreich hat die Ära der Aufklärung geprägt wie auch die 68er Generation.
Im Unterschied zu Deutschland ist dort Kopftuch bis Burka gesetzlich verboten ... ähnlich wie es Atatürk einmal einführte.
Die Rückkehr des Islam ins Mittelalter wird in unserem Nachbarland verhindert was überhaupt erst die Chance gibt Muslime noch in eine Gesellschaft des 21. Jahrhunderts zu integrieren.
Frankreich ist da weiter als Deutschland dessen Muslime in Scharia-Rausch längst die Parallelgesellschaft praktizieren. Kairoer Erklärung der Menschenrechte (1990) statt Aufklärung - das reale Problem in Europa.

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redwed11 12.01.2015, 06:17
2. Illusionen

Diese Einheit aller Menschen wird es nicht geben. Täglich werden von Nordafrika bis Südasien Menschen im Namen des Islam hunderte Menschen ermordet, versklavt und unterdrückt. Wenn wir uns einbilden, diese Konflikte bleiben draußen und wir können hier, ob in Frankreich oder sonst wo in Europa bleiben von dieser aggressiven Ausweitung des Islam verschont, unterliegen wir einem gewaltigen Irrtum. Auch wenn stereotyp die Vertreter der Muslime ständig wiederholen, der Islam sei friedlich und eine Religion der Liebe, die täglichen Toten sprechen eine andere Sprache.
Auch mit soviel Multi-Kulti Augenwischerei wird sich dieser Widerspruch nicht zu kleistern lassen.
Die islamischen Rechtsgelehrten hätten die Möglichkeit gegen die Anführer der Terroristen eine Fatwa, wie gegen Rushdi oder sonstige angebliche Verräter am Islam, erlassen. Nichts ist bisher geschehen. Dieser Terror wird, trotz anderweitiger Bekundungen von den klerikalen islamischen Vordenkern zumindest geduldet.
Und solange für viele Muslime, auch in diesem Land der Koran das Buch ist, das über allem steht, auch über den weltlichen Gesetzen der europäischen Länder, wird es diese Auseinandersetzung weiter geben.
Das Motto der französischen Revolution "Freiheit, Gleichheit , Brüderlichkeit" ist den Regel des Koran völlig gegensätzlich. Hier sei nur die Gleichberechtigung der Frauen erwähnt.
Ein Teil der Muslime wird nie diese Leitbilder anerkennen und damit geht der Konflikt, auch in Europa, weiter. Solange wie wir nicht endlich die Missstände auch als Missstände sachlich ansprechen, solange wird auch bei uns der Terror weitergehen.

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Dravion Smith 12.01.2015, 07:10
3. Warum der Islam viel damit zu tun hat!

--Die Pflicht dem Koran zu folgen--
6:114 Soll ich etwa jemand anderen als Gesetzesgeber suchen als Gott, wenn Er doch euch dieses Buch vollständig detailliert offenbart hat?

“Sure 2, Vers 191: “Und erschlagt sie (die Ungläubigen), wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wannen sie euch vertrieben; denn Verführung [zum Unglauben] ist schlimmer als Totschlag

Sure 2, Vers 193: “Und bekämpfet sie, bis die Verführung [zum Unglauben] aufgehört hat, und der Glaube an Allah da ist. …” (Die “Ungläubigen” stellen wegen ihrer heidnischen Auffassung eine Verführung dar und müssen allein deshalb bekämpft werden.)

Sure 2, Vers 216: “Vorgeschrieben ist euch der Kampf, doch ist er euch ein Abscheu. Aber vielleicht verabscheut ihr ein Ding, das gut für euch ist, und vielleicht liebt ihr ein Ding, das schlecht für euch ist; und Allah weiß, ihr aber wisset nicht.” (Gemeint ist der
Kampf mit Waffen.)

Sure 4, Vers 74: “Und so soll kämpfen in Allahs Weg, wer das irdische Leben verkauft für das Jenseits. Und wer da kämpft in Allahs Weg, falle er oder siege er, wahrlich dem geben wir gewaltigen Lohn.”
(Diesen “Verkauf” ihres Lebens haben die Attentäter von New York offensichtlich vollzogen. Siehe unter 6. Jenseitsvorstellungen des Islam)

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bumminrum 12.01.2015, 07:14
4. Frankreich

hat sich ohne jede Not dem Multikulti verschrieben. Das Experiment ist krachend gescheitert. Was passiert mit erfolglosen jungen Jugendlichen aus dem Islam und aus anderen Religionen/ Unkonfessionen? Die einen werden radikal und Terroristen und die anderen sitzen vor dem Fernseher. Wer sich Millionen mit ihren Problemen aus Bürgerkrieg usw. holt braucht sich nicht wundern wenn er deren Probleme und Denkschrift dann zu Hause hat. Die Antwort des Staates ist die totale Überwachung und die Negierung der Probleme. Na dann bis zum nächsten Anschlag.

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cosy-ch 12.01.2015, 07:17
5. Das ist doch keine Frage der Politik!!

Ihr Artikel schlägt genau so in die von Ihnen lokalisierte Wunde. So wie sie gibt es leider manche (siehe z.B. den dummen Tweet heute morgen von R. Murdoch), die aus emotionen Kapital schlagen wollen. Ihre Aussagen Zitat " Trotz der Appelle zur Geschlossenheit, werden sich die Gräben zwischen Links und Rechts nur vertiefen" läst vermuten, dass Sie entweder nichts versyanden hatten oder aber mit unterschwelliger pol. Mission unterwegs sind (sprich Manipulation).
Haben Sie die Rede auf TF1 von Abd'al Malik gesehen? Solche Menschen sind ein Geschenk aller vereinter Götter dieser Menschheit! Ach ja-sie vetstehen vielleicht kein franz. schreiben aber trotzdem über das Innenleben dieser Menschen.

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regula2 12.01.2015, 07:22
6. Widersprüche

Frankreich wird so lange mit sich selbst hadern, wie es nicht willens ist, die absolute Richtigkeit des Kritischen Rationalismus und den Unsinn jedes Idealismus (im philosoph. Sinn) zu erkennen und anzuerkennen.

Das es dazu prinzipiell nicht fähig sein könnte, erscheint recht unwahrscheinlich.

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michael.mittermueller 12.01.2015, 07:23
7. Das Kehren vor der eigenen Haustüre

Widersprüche finden sich in allen Gesellschaften. Und es gibt stets Menschen, die diese nutzen, um sich selbst Vorteile zu verschaffen. Und seien diese noch so gering.
Die Diskussion um Migration und Gewalt findet seit Jahren statt. Ebenso die um Staatsbürgerschaft und Religion.
Wir haben inzwischen ein neues Wort für den Kolonialismus gefunden "Globalisierung", oder sogar zwei, wenn man den "Krieg gegen den Terror" dazunimmt. Migration ist ein Ventil. Wie im Altertum der Antike ist Wanderung auch im 21 Jahrhundert eine Folge von Kriegen.
Die französischen Vorstattghettos sind ein Beispiel, wie Migration nicht aussehen sollte. Wer die dort herrschende Gewalt unterschlägt oder gar legitimiert verhindert selbst die Lösung. Integration findet nur dort statt, wo es kulturelle und materielle Anreize gibt. Ausgrenzung und Abschottung, und damit sind wir beim Thema Israel und Palestina, ebenso, wie bei den Ghettos der USA und den sozialen Problemen dort, ob nun materiell oder religiös, verhindert die Ausbildung vernetzter sozialer Strukturen, die eine Gesellschaft erst sicher machen.
Es ist bezeichnend, dass sich sowohl der amerikanische Präsident, als auch der israelisch Premier mit Kommentaren eingebracht haben. Ebenso Deutschland.
Nur, weder staatliche Überwachung noch Militäraktionen oder gar eine Aufrüstung der Gesellschaft beseitigen das Problem fehlender sozialer und politischer Sozialisation oder materieller Chancengleichheit, angefangen über Familie über Schule bis hin zu den Arbeitsplätzen.
Die Reduktion der Diskussion auf den Islam schadet mehr, als sie nutzt. Feindbilder, wie der Iran, der Jemen oder gar die Taliban und ISIS sind ersatzkriegsschauplätze. Sie werden missbraucht, um Gewalt als einzig verfügbare Lösung zu propagieren und durchzusetzen. Das Gegenteil ist der Fall. Es wird Zeit den Gewaltaposteln im eigenen Lager das Handwerk zu legen. Jeder für sich!

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theodorheuss 12.01.2015, 07:25
8. Gute Analyse,

allein Ich befuerchte diese Graeben werden sich nicht ueberbruecken lassen, schlimmer noch, ich denke sie werden sich vertiefen. Eine oekonomische Besserung ist fuer Frankreich nicht zu erwarten. Die Arbeits und Perspektivlosigkeit wird eher noch zunehmen. Was im eigenem Land ( Frankreich ) schon nicht funktioniert, naemlich die gerechte Teilhaber Aller am gemeinsam Erschaffenem, funktioniert erst recht nicht auf europaeischer Ebene und schon gar nicht im weltweitem Wettbewerb. Europa bringt immer mehr Verlierer, Abgehaengte, Frustrierte und tief enttaeuschte Menschen hervor. Selbst wenn Frankreich sich komplett reformieren wuerde waeren die Changen auf eine wirklich lebensverbessernde Perspektive nicht gegeben, zu komplex und tief greift Bruessel in die Lebensbereiche der Menschen ein. Nationaler Spielraum wird mehr und mehr zurueckgedraengt. Selbst in D erlebt ein Grossteil der Bevoelkerung das ihnen die Eu und Globalisierung nicht gut tut, sondern ihr Leben immens erschwert. Immer weiter steigende Arbeitsbelastungen bei immer weniger Einkommen und immer weiter wachsender Abgaben. Viele Menschen sind mit diesem Druck vollkommen ueberfoerdert. Und das selbst in einem reichen Land wie D mit geringer Arbeitslosigkeit. Wie muss es da erst um Laender wie Frankreich stehen die es nicht einmal schaffen den Status Quo zu erhalten. Nein, die Tendenz ist ganz klar: Rueckzug ins Private, Abschottung nach Aussen, Egoismus und Familienbezogenheit werden die Folge sein, ebenso wie Fanatismus auf allen Seite. Die gestrige Demo war nichts anderes als ein Strohfeuer!

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bolzenbrecher 12.01.2015, 07:25
9. Das europäische Selbstverständnis

Wo waren die 3,5 Millionen Franzosen und restlichen Europäer, als kurz vor Weihnachten am 16.12.2014 über 120 Menschen (darunter 80 Kinder!!!!) in Peschawar/Afghanistan von Taliban ermordet wurden ?
Die USA und ihre Verbündeten (darunter auch Frankreich) haben die Büchse der Pandora geöffnet. Jetzt, nachdem sie in Irak/Pakistan/Afghanistan, etc. alles nieder gemetztelt, und ganze Regionen dem Erdboden gleich gemacht haben, dürfen wir hoffen, dass das Übel beseitigt ist? Wie dumm muss man sein, um das glauben zu können? Ich habe ich den Eindruck, dass der Terrorismus ein Kalkül der Westmächte ist. Das sollten die Menschen begreifen, und lieber öfter mal auf die Strassen gehen, um zu demonstrieren. Auch wenn es nicht unbedingt die eigenen Leute sind, die zu Opfern werden....

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