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Kommentar zu Russlands Geopolitik: Zurück im 20. Jahrhundert
DPA

Politiker und Publizisten in West und Ost schwadronieren von "Interessensphären", die man Großmächten angeblich einräumen muss - und leisten damit Putins kalter Geopolitik Vorschub.

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verax 05.09.2014, 06:43
1. Ein guter Artikel, ...

der die dem Inhalt diametral gegenübstehende Überschrift von wem verpasst bekommen hat? Von Augstein?

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thaddy 05.09.2014, 06:43
2.

Ganz genau!

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Traudhild 05.09.2014, 06:44
3.

Also sowas- wo kommen wir denn dahin wenn jeder in der Gegend den humanen Plänen von Partei- und Wirtschaftsstiftungen - wonach die Ukraine gefälligst ein Land ohne Regionen zu sein habe- gegenschwadroniert?

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knieselstein 05.09.2014, 06:45
4. Recht hat er

"Ob ein Staat frei über sein Schicksal entscheiden kann, darf weder von seiner Größe abhängen noch von seiner Nachbarschaft."

Da gibt es nichts hinzuzufügen oder relativieren.

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Neutrinoschreck 05.09.2014, 06:46
5. Vielleicht kennt der Autor:

ja auch noch dieses kleine russische Sprichwort: "Wer nach Russland mit einem Schwert kommt, wird durch das Schwert umkommen" ...

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Rosa3000 05.09.2014, 06:47
6. Alles richtig.

Aber auch Augstein hat völlig recht (Mir erschließt sich sowieso nicht, warum man nicht Russland in die NATO aufnehmen wollte - außer man braucht es als Feind). Na jedenfalls muss man nun sehr genau aufpassen, was man an der Grenze zu Russland stationiert. Ist sicher nicht ganz leicht, zwischen Verteidigungs- und Angriffskräften zu unterscheiden. Es müssen schon alliierte Soldaten sein mit ausreichend Material, um nicht nur Kanonenfutter zu sein. Manöver müssen in Grenznähe nicht sein.

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wish-master 05.09.2014, 06:49
7.

"Den Unterschied zwischen freiwilligen Angeboten und kriegerischer Intervention à la Putin übersehen sie geflissentlich" ist eine zunächst logische Feststellung - nur dass der Autor seinerseits übersieht, dass EU wie NATO mit einer beispiellosen Wurstigkeit eine Reihe von Zusagen an Russland schlicht ignoriert haben mit ihren "Angeboten". Ich bin in dem Konflikt ausgesprochen unentschlossen, weil m.E keine Seite wirklich im Recht oder Unrecht ist. Und die Interessensphäre-Theorie mag ja geopolitisch aus der Zeit des Kalten Krieges sein, aber so richtig veraltet ist sie in der Realität nie... nur gut 20 Jahre lang im kleineren Maßstab betrieben worden.

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m.heusler 05.09.2014, 06:51
8. Guter Artikel

dem bleibt nichts hinzuzufügen.

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YourSoul Yoga 05.09.2014, 06:53
9. Fast richtig...

Gorbatschow hat den Warschauer Pakt aufgelöst und die Sowjetrepubliken in die Unabhängigkeit entlassen.
Mit der Prämisse, dass der ehemalige Gegner seinen Einflussbereich dort belässt, wo er bis dahin gegangen war. Ausnahme Deutschland, das freilich nach der Wiedervereinigung Mitglied der NATO blieb.

Ja, man kann ein Wahl anbieten "NATO Mitglied oder nicht", man kann so eine Wahl aber auch aus Respekt vor dem einstigen Gegner erst gar nicht anbieten. Das hat die NATO aber nicht, sondern hat sich immer weiter nach Osten ausgedehnt.

Russlands warmer Hafen.
Die Krim, von Russland gepachtet und bezahlt (!), einerseits mit einem 3-stelligen Mio EUR Betrag pro Jahr, andererseits mit Rabatten auf russisches Gas, drohte in die Hände einer teils faschisitschen, vom Westen unterstützten Putschregierung zu fallen, mit zeitgleich markigen Bemerkungen der neuen Regierung, dass man die Russen aus der Ukraine vertreiben sollte, Russisch als Sprache verbieten solle, etc.
Was sollte Russland denn anderes tun, als das, was sie getan haben ?

Und die Drohgebärden aus dem Westen halten an.
Entspannungspolitik sieht anders aus.

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