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Kommentar zu Russlands Geopolitik: Zurück im 20. Jahrhundert
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Politiker und Publizisten in West und Ost schwadronieren von "Interessensphären", die man Großmächten angeblich einräumen muss - und leisten damit Putins kalter Geopolitik Vorschub.

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helmutdoe 05.09.2014, 08:22
100. Geostrategie der USA

Um einen Kommentar über Geopolitik der USA zu schreiben, sollte der Autor ein Grundwissen, wenn nicht sogar eine gewisse Expertise, haben. Das kann man sich aneignen, wenn man "The gerät chessboard" und "Second chance" von Brzinski liest, dem ehemaligen nationalen Sicherheitsberater von Carter. B. hat auch weitere Präsidenten nach 1990 beraten. Zudem sollte man sich auch mal die Wolfowitz-Doktorin zu Gemüse führen. Letztendlich ist es Ziel der USA, ganz öffentlich, aber von der westlichen Presse unbeachtet, keine Macht aufkommen zu lassen, die ihre globale Hegemonie in Frage stellen könnte. Selbst Brzinski, als Hardliner, kritisiert das Unvermögen der USA nach 1990 und 1997, Russland ehrlich und als Partner, in die Weltpolitik mit einzubeziehen. Ebensowenig wird Europa als Partner wahrgenommen, man fürchtet sogar ein selbstständigesl und unabhängiges Europa.

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cwernecke 05.09.2014, 08:23
101. Wünsch dir was

Wie stricken uns die Welt, wie sie uns gefällt... Herr Schmitz, Sie können sich die wünschen, wie sie wollen, aber den Kopf in den Sand stecken vor der Tatsache, dass Großmächte Interessen haben, die man achten muss, wenn man keine Probleme kriegen will, ist blauäugig und gefährlich.

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laurismauris 05.09.2014, 08:23
102. Einseitig

Ja, der Westen, v.a. die USA hat seit dem zweiten Weltkrieg geopolitische Interessenspolitik durchgesetzt. Ebenso tat dies die Sowjetunion. Russland war nach 1990 aber dazu nicht mehr in der Lage. Wirtschaftlich am Boden und mit dem Erhalt einiger Bündnisse beschäftigt, konnten die USA bis 2008 ihre Bratislava-Doktrin der Falken ihne Widerstand umsetzen. Seitdem ist Putin dabei dem geplanten NATO-Ringschluss um Russland entgegen zu treten. Putins Großherrenart mag ich nichts abgewinnen. Nach all den veröffentlichten und bewiesenen Einflussnahmen der USA (Nuland, CIA, Söldner, ...) in der Ukraine, hätte ich mir mehr Differenzierung in der Presse gewünscht. Aber wenn ein halbes Jahr von BILD, Zeit und Co. die offizielle Lesart des NATO-Hauptquartiers vertreten wird, scheint die neue Wahrheit dieses Krieges nun gefunden. Ergo darf die USA sich an den Grenzen Russlands austoben, weil das ja freiwillig ist. Während die Russen in der Ostukraine doch bitte schön freiwillig die Bomben der ukrainischen Armee und der Söldner über sich ergehen lassen sollen. Abstimmungen der Bevölkerung sind für die Machthabenden im Westen nur dann legitim, wenn sie ihnen in den Kram passen. Das mussten auch die Schweizer Demokraten lernen...

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max_schwalbe 05.09.2014, 08:26
103. Völlig naiv

Die Schlussworte dieses Artikels sind schön gesagt, aber vollkommen naiv. Geopolitik richtet sich nach reinen Wirtschaftsinteressen, das ist leider auch im 21.Jahrhundert nicht anders. Schon gar nicht löste man dieses Problem mit dem Sieg über den Sozialsmus des 20. Jh., wie manche noch immer zu glauben scheinen. Im Gegenteil, der systemimmanente Wachstumszwang des Kapitalismus leistet expansiven Bestrebungen erst recht Vorschub. Wohin wollen wir eigentlich?

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hubertrudnick1 05.09.2014, 08:27
104. Ein neuer kalter Krieg

Die friedliche Zusammenarbeit unter den verschiedenen Völkern waren gewissen Leute und Interessensverbände schon immer ein Dorn im Auge.
Ihr Bestreben ist nur die eigene Machterweiterung und das auf allen Gebieten und darum müssen sie die Menschen auch immer wieder gegeneinander aufhetzen, sie nennen es Frieden und Demokratisierung, sie sagen nie wirklich, dass sie nur eine gefährliche kriminelle Bande sind.
Diese lieben menschlichen Vertreter gibt es im Osten wie im Westen, sie spielen mit uns uns und viele fallen aus den verschiedensten Gründen auf sie herein,man versucht den Bürgern nur gute Absichten vorzutäuschen und unsere Massenmedien leisten ihnen dabei stets gute Hilfe.
So war es schon immer und was sich mal bewährt hat wir immer wiederholt, wir Bürger sehen dabei noch zu und geben diesen Leuten unsere Wählerstimme, denn man weiß wie man uns kaufen kann.
Die Welt und wir Menschen haben uns nicht ein bisschen verändert, wir wollen nicht in Frieden leben, wir scheinen die Konflikte und Kriege zu brauchen, eben so wie die Luft zum Atmen.

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HierFalko 05.09.2014, 08:27
105. Kaufen Sie sich Atlas udn Geschichtsbuch

Wenn ich diese Aussagen lese habe ich das gefühl Sie haben weder Atlas noch Geschichtsbuch. Wer hat den den letzten Jahren sich wo ausgeweitet. Vor allen Dingen wo bitte haben die Russen expandiert? Kommen Sie mir nicht mit Georgien. Da hat dieser Fragwürdige Staatschef einen Angriffskrieg verbrochen. Der kann von Glück reden das die Russen keine gezielte Tötung vorgenommen haben. Und jetzt betrachten wir mal die Nato. Außerhalb ihres Gebietes: Irak, Libien, Afghanistan, Jugoslawien um nur einige Gebiete zu nennen. Meist auch noch Völkerrechtwidrig. Diese Aussagen von Ihnen ignorieren die Tatsachen.

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lipsys 05.09.2014, 08:28
106. KGB-Terror ist halt nicht so

Vielen Dank, dass das endlich jemand mal gesagt hat. Wir in Litauen sind zutiefts besorgt über die Entwicklung in der Ukraine und die Bevölkerung hat schon seit ein paar Monaten Angst vor einem Krieg im Baltikum, NATO hin oder her. Was die NATO oder EU betrifft war es ja eine vollkommen freiwillige Entscheidung. Wenn man jahrzehnte lang in Angst leben muss weiss man letztendlich was man will oder eben nicht mehr will. Und das ist eben nicht das Sovietregime mit seinem KGB-Terror. Wenn die EU dann "interessanter" ist, dann ist das halt so.

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uehmka 05.09.2014, 08:28
107. man könnte es aber auch einfach

Zitat von sajax
Man erlaube mir diese kleine Klugscheisserei: Die osteuropäischen Staaten können nicht über Jahrhunderte Spielball von Deutschland gewesen sein, weil es "Deutschland" erst seit 1871 gibt. Ansonsten: Die Angst der Osteuropäer ist angesichts der gegenwärtigen Situation verständlich und wir sollten, auch klassisch geopolitisch, versuchen die russische Einfluusphäre so klein wie möglich zu halten, auf dass diese Länder nicht wieder unter der Knute eines rückständigen autokratischen Systems stehen und jeglicher Zukunftschancen beraubt werden.
mal mit Kooperation und Dialog versuchen ...

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sagichned 05.09.2014, 08:28
108. RIchtigstellung

"Ob ein Staat frei über sein Schicksal entscheiden kann, darf weder von seiner Größe abhängen noch von seiner Nachbarschaft. "

Ob ein Staat frei über sein Schicksal entscheiden kann, darf nur von dem Wohlwollen der sogenannten "westlichen freien Weilt" abhängen. Wenn mal ein Staat, so wie die Ukraine, sich mal nicht nach dem Gutdünken des Westens richtet, dann wird kurzerhand eine Revolution veranstalten. Notfalls wird mit Bomben ausgeholfen, so wie in Libyen.

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stefansiewert 05.09.2014, 08:29
109. Schicksal selbst bestimmen in einer globalen Welt?

Kernpunkt des Beitrages ist die Abstraktion des selbstbestimmten Schicksals einer Nation. Nun, seit 250 Jahren haben wir eine globalisierten Welt und es gäbe keine industrielle Revolution und keinen westlichen Wohlstand und keine westlichen Werte, wenn der Westen in durchaus prägender - sprich: militärischer - Weise seine Interessen gegenüber anderen Ländern kommuniziert hätte. Die alten Methoden haben ihre Effizienz verloren. Heute prägen die Entscheidungen von Zentralbanken das Schicksal ganzer Nationen. Obwohl undemokratisch, funktionieren sie und sind effektiv. Aber es gibt Verlierer, und seit 250 Jahren hat sich an der Zweiteilung der Welt faktisch nicht geändert.
Nun gibt es Herausforderungen. Der Westen wehrt sich. Aber Argument wie "selbstbestimmtes Schicksal" sind leere Abstraktionen, Instrumente reiner Geopolitik. Oder soll wirklich - wie oft den USA schon im Krieg gegen die Philippinen im 19. Jahrhundert gefordert - solange gebombt und getötet werden, bis die Länder die Segnungen von Demokratie und Menschenrechten verstehen? Dies würde den Artikel zumindest verständlicher machen!
Demokratie un dw die keiner Von demokratischer Legitimation

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