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Kommentar zum Friedensnobelpreis 2014: Dieses Jahr hat keine Auszeichnung verdient
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Wird es Papst Franziskus? Oder doch Helmut Kohl? In Oslo wird heute der Friedensnobelpreisträger 2014 gekürt. Aber: In einem Jahr voller Kriege sollte man die Ehrung ausfallen lassen.

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monolithos 10.10.2014, 09:00
90. Der Preis MUSS vergeben werden!

Dieses Jahr hat tatsächlich keine Auszeichnung verdient. Der Nobelpreis wird aber nicht an das Jahr 2014 verliehen, sondern an Persönlichkeiten, die das gemacht haben, was Herr Nobel seinerzeit als Bedingung gestellt hat. Und davon gibt es einige. Nach einigen Fehlentscheidungen in den letzten Jahren, in denen würdige Preisträgeranwärter um ihre Ehrung gebracht wurden, wäre es das FALSCHE Zeichen, den Preis auszusetzen und würdige Preisträgeranwärter wieder um ihre Ehrung zu bringen. Zudem sendet man so das Signal aus, alles sei in Ordnung im Jahr 2014, der Weltfrieden sei endlich da, weswegen sich niemand mehr für ihn einsetzen würde. Nein, nichts ist in Ordnung und gerade deswegen muss der Friedensnobelpreis 2014 verliehen werden, z.B. an die Gruppe israelischer (Ex-)Soldaten, die endlich mal offen gesagt haben, was Israels Palästinenserpolitik wirklich ist. Oder gemeinsam an Julian Assange, Chelsea Manning und Edward Snowden. DAS wäre ein Zeichen. P.S.: Der Vietnamkrieg endete erst 1975, also 3 Jahre nach der Aussetzung des Friedensnobelpreises 1972. Haben wir für unsere heutigen Krisen so lange Zeit?

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kaffeeschluerfer 10.10.2014, 09:02
91. Toller Vorschlag...

"In einem Jahr voller Kriege sollte man die Ehrung ausfallen lassen.". Ganz *toller* Vorschlag. Gerade in Zeiten vieler Kriege sollten doch die wenigen geehrt werden, die sich für den Frieden einsetzen. Aber (da stimme ich dem Autor zu) eben die Richtigen und nicht jemand wie Obama.

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knacki42 10.10.2014, 09:06
92. Natürlich...

..gibt es einen würdigen Friedensnobelpreisträger: Edward Snowden

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project25 10.10.2014, 09:07
93. Die Türkei

Die Türkei hätte den Nobelpreis dieses Jahr verdient, aufgrund dessen was sie an humanitärer Hilfe Leisten für die Millionen von Flüchtlichen. Und sie schmeissen sich nicht einfach in einen Krieg, der nicht derer ist, nur weil es die Kriegstreiber herbei schreien !

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redwed11 10.10.2014, 09:07
94.

Ein Kandidat, der diesen Preis vor allen anderen Kandidaten verdient hätte, wurde vom Kommentator nicht erwähnt, Edward Snowden.
Wenn jemand diesen Preis verdient hat, dann er. Kein anderer Kandidat hat sich um den Frieden und die Rechte der Menschen so verdient gemacht wie Edward Snowden bei eigener Gefahr für Leib, Leben und Freiheit.
Daher wäre er ein würdiger Träger des Friedensnobelpreises vor allen anderen Kandidaten auch wenn das die Atlantiker unter den Kommentatoren auf Anweisung des Großen Bruders hier verschweigen müssen.

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sman1983 10.10.2014, 09:09
95. Amen

Ich kann dem Autor nur zustimmen. Zumal die Auszeichnung seriöser wäre, wenn man generell nicht jedes Jahr ehrt, sondern dann, wenn jemand die Ehrung wirklich mal verdient hat.

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kontinent 10.10.2014, 09:09
96. Doch!

In einer so friedlosen und kriegerischen Zeit, wie der jetztigen, bedarf es gerade der Ermutigung durch die Verleihung des Preises. Allerdings nicht, nein: nie! an Politiker. Frieden zu schaffen ist schließlich ihr Job. Doch als Ermutigung an all jene, die trotz unserer kriegerischen Welt, trotz des Versagens der Politik und trotz der vermeintlichen Aussichtslosigkeit für Frieden kämpfen oder im Krieg ein Überleben möglich machen.

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rkinfo 10.10.2014, 09:15
97. Elmut Gohl ...

Zitat von mathel1966
Der Kohl, na bloss net
Im Jahre 25 nach dem Mauerfall könnte man vielleicht die Ostdeutschen incl. Genscher ehren.

Das war wirklich mal friedlich und Vorbild für die Welt.
Wobei Despoten aller Regionen seit damals versuchen solche Entwicklungen früh zu stoppen.

Letztlich ist die Brutalität der IS ein Zeichen dass despotische Mistkerle aus der friedlichen Revolution erkannten dass Bürger mit brutaler Hand daran zu hindern sind gewaltfrei ihre Rechte einzufordern.

Insgesamt verbleibt der Eindruck dass 2014 (erst) einmal frei vom Friedensnobelpreis sein sollte.
Könnte doch noch die nächsten Monate etwas friedliches stattfinden auf Erden wäre nachträgliche Verleihung (wie bei Albert Einstein 1922 für 1921) noch eine Lösung.

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heinerkarin 10.10.2014, 09:17
98. Helmut Kohl?

Die deutsche Einheit wäre ohne die Zustimmung der Besatzer niemals zustande gekommen. Kohl war zu diesem Zeitpunkt zufällig Kanzler. Ihn den Vater der Einheit zu nennen ist lachhaft. Die Initiatoren der ersten Montagsdemos wären eine Alternative.

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Toebbens 10.10.2014, 09:18
99. Der Nobelpreis für Frieden 2014...

... geht zu gleichen Teilen an Baschar Hafiz al-Assad und Masud Barzani, für ihren unermüdlichen Einsatz gegen den Islamischen Staat.

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