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Kommentar zum Sturz von Despoten: Diktatur kann erträglicher sein als Anarchie
AP

Saddam Hussein, Gaddafi - und bald Assad? Wenn Despoten stürzen, scheint das ein Grund zur Freude. Doch was der Diktatur folgt, ist oft noch schlimmer.

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scharfekante 29.09.2014, 08:50
100.

Genau meine Meinung. Ganz abgesehen davon, dass ja auch die "westlichen" Gesellschaften leiden, weil dann auch dort das Geld für Infrastruktur, Schulen, Krankenhäuser und Bedürftige knapp wird.

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Promethium 29.09.2014, 08:52
101. Diktatur kann schlimmer sein als Anarchie

Saddam Hussein war nur deswegen nicht noch schlimmer, weil er die meiste Zeit unter Sanktionen und Kontrollen gehalten wurde.
Briten und Amerikaner haben im Norden und Süden No-Fly Zonen durchgesetzt womit es Saddam Hussein praktisch unmöglich war seine Luftwaffe gegen Kurden und Schiiten einzusetzen.
Vorher hat Saddam Hussein noch mit Giftgas die kurdische Zivilbevölkerung angegriffen!

http://www.spiegel.de/einestages/giftgasangriff-auf-halabdscha-1988-a-951065.html

IS ist zwar schlimm aber Saddam Hussien war noch mal deutlich schlimmer.
Das Grundproblem ist aber ein anderes. Es ist sind die Jahrhunderte alten Feindschaften in der Region. IS verfolgt Kurden und Schiiten und damit genau die gleichen Bevölkerungsgruppen wie Saddam Hussein damals. Und überlebende Führungsfiguren des Saddam Hussein Regimes sind heute bei IS. Aber auch mit Saddam Hussein hat das ganze nicht angefangen! Es sind wie gesagt Jahrhunderte alte Feindschaften die religiöse und ethnisceh Hintergründe haben und natürlich geht es ums Öl.
Das Öl liegt eigentlich in den Gebieten der Kurden und Schiiten und die Sunnitischen Araber haben nichts. Deswegen wollen die Sunnitischen Araber von der IS (früher Saddam Husseins Gruppe) die Gebiete der Kurden und Schiiten erobern.

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rechnernetzstecker 29.09.2014, 08:52
102.

Das beste Beispiel für die Beschriebene These ist China, das man auch nicht ohne Bauchschmerzen eine Demokratie nennen kann. Aber da es sich für die Wirtschaft gut mit China Geschäfte machen lässt, existiert in diesem Falle die Einsicht schon lange.
Schließlich hat die Demokratie, die stets nach Einheit mit dem Kapitalismus strebt, ihre ganz dunklen Schattenseiten, auch, indem sie nichtdemokratische und/ oder unterentwickelte Staaten (Öl, Rohstoffe, Massenkonsumgüter) faktisch versklavt, also die Bodenschätze und die Arbeiter ausbeutet und den Gewinn selber einsackt. Ob an diesem Unwesen die ganze Welt genesen kann, bezweifle ich stark - wer bliebe dann am Ende noch zum Ausbeuten übrig? Immerhin ist das genannte globale Vorgehen für fortgeschrittene kapitalistische Demokratien essentiell.
Und da alles Handeln darin zum Wohle der Wirtschaft erfolgt, ist es ohnehin schon im Kern falsch, von einer Demokratie zu sprechen. Das Volk herrscht oder bestimmt nicht, sondern es erteilt lediglich im Vier-Jahres-Rhythmus der Politik und der Wirtschaft eine Blankovollmacht.

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Wildes Herz 29.09.2014, 08:53
103.

Zitat von Atheist_Crusader
Und seien wir doch mal ehrlich: Wie viele Leute wollen schon wirklich wählen, wer über sie bestimmen soll?
Äh... ICH!!! *zusammen mit zig-Millionen anderen regelmäßigen Wählern den Finger in die Luft streckt und ganz laut schnippt*

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reïseffendina 29.09.2014, 08:55
104. Da fehlt eine Antwortmöglichkeit

Die sogenannte westliche Wertegemeinschaft hat sich in keinem anderen Land einzumischen, weder mit "hard" noch mit "soft" power. Das bedeutet, dass auch keine NGO's zur Demokratieförderung in Ländern finanziert werden, die nicht zu dieser auf Hybris basierenden Gemeinschaft gehören. Der gesellschaftliche Wandel muss auf eine natürliche Art erfolgen, und kann nicht durch militärischen bzw. finanziellen Einfluss aus einem ganz anderen Kulturkreis erfolgen.

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Manollo 29.09.2014, 08:55
105. Es scheint immer noch nicht begriffen zu werden

Daher hier noch einmal zum langsamen Mitschreiben:

Im islamischen, vor allem arabischen Raum gibt es KEINE reale Grundlage für Demokratie. Das Herrschaftssystem basiert auf dem jeweils stärksten Stamm, Clan u/o oder der einflussreichsten religiösen Gruppierung. Im islamischen Raum gibt es KEINE Gleichberechtigung für religiöse, sexuelle u/o ethnische Minderheiten. Pluralismus ist NICHT das Ideal in einer islamischen Gesellschaft. Parlamentarismus, Demokratie und Zivilgesellschaft sind dem Islam WESENSFREMD.

Irgendwann muss doch auch dem schlichtesten Bundesbürger aufgehen, dass die "Analysen" einer Claudia Roth, Göring-Eckardt oder eines Ströbele nichts mit der Realität zu tun haben sondern nichts als politisch-ideologische Wolkenschlösser sind.

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hugochaveta 29.09.2014, 08:56
106. Regelverlust

Frau Hoffmann, Sie schreiben hier als Gegenpol zur Diktatur komme es zur Anarchie. Das ist aber Revolverblatt-Niveau. Der Verlust von Regeln und Gesetzen hatt aber auch nichts mit Anarchie zu tun. Was Sie meinen ist Anomie. Anarchie ist vorallem eine Politische Utopie.

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andreashirsch 29.09.2014, 08:56
107. Die Welt ist bunt

Erstaunlicher Text. Als ob es nur die Wahl zwischen Pest und Cholera (Diktatur und Anarchie) gäbe. Wie ist es denn mit einer absolutistischen Monarchie wie bspw. in Saudi-Arabien? Gut oder böse? Auf jeden Fall nicht demokratisch! Es gibt nun mal verschiedene Herrschafts- und Gesellschaftssysteme auf dieser Erde, und es kann nicht sein, dass wir im Westen meinen, das allein selig machende Modell gefunden zu haben. Und wegbomben der uns unliebsamen geht gar nicht.

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oberger 29.09.2014, 08:57
108. Späte Erkenntnis.

Liebe Frau Hoffmann,

das stellen Sie aber früh fest!

Lieber Herr fleischwurstfachvorleger,

Sie schreiben Unsinn!

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h-henz 29.09.2014, 08:57
109. Leider wahr !

So unerträglich die Aussagen dieses Artikels sind, so richtig sind diese. Leider !!!

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