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Kommentar zum Sturz von Despoten: Diktatur kann erträglicher sein als Anarchie
AP

Saddam Hussein, Gaddafi - und bald Assad? Wenn Despoten stürzen, scheint das ein Grund zur Freude. Doch was der Diktatur folgt, ist oft noch schlimmer.

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abraxas63 29.09.2014, 08:31
80.

Kehrt jetzt etwa Realismus bei Spon ein? Ich kann es gar nicht glauben. Auf diese Erkenntnis warte ich jetzt schon seit über 3 Jahren. Leider muss erst immer sehr viel Blut fließen, bis die Leute zur Einsicht kommen. Für die betroffenen Bevölkerungen ist es allerdings jetzt zu spät.

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Sackaboner 29.09.2014, 08:31
81. Meine Rede

Und das schon seit zwei Jahren.Und nicht zu vergessen, dass die Diktatoren durchweg westlich-säkular orientiert waren und die religiösen Fanatiker im Griff hatten.

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Koana 29.09.2014, 08:32
82. Ärgerlich.....

.... es scheint tatsächlich, dass die Propagandamaschine die Alleinherrschaft bei den etablierten und somit allgemein wahrgenommenen Medien übernommen hat.
Man könnte die Text auch beliebig durch Algorithmen kreieren lassen, Intelligenz ist nicht mehr nötig, einzig die gewünschte Konditionierungsemphase zählt.
Na, der Schreiberling bekommt wenigstens eine gewisse Konsumkraft für seine kruden Worte überwiesen - um mehr geht es diesen armen Kreaturen auch nicht, in ihren kümmerlichen Existenzen.

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george_orwell_iii 29.09.2014, 08:35
83. Ein alter Hut für alle denkenden Menschen

Ganz meine Worte meinen lieben rotgrünen Freunden gegenüber die sich laut über den Untergang irakischer, libyscher und ägyptischer Diktatoren gefreut haben, mit der Aussicht auf den baldigen Untergang des syrischen Diktators. Bitte auch unseren amerikanischen Freunden sagen, dass sie im 2. Weltkrieg eine heute falsche Lektion gelernt haben: Diktatur zerschlagen macht mit ein bisschen Umerziehung eine Demokratie von unseren Gnaden.

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tactical 29.09.2014, 08:35
84.

Es kommt immer darauf an was nach den Bomben kommt. Besetzt man das Land als stärkste Macht und gibt die Gesetzeslage unmissverständlich vor ist die Möglichkeit der Demokratie nach einiger Zeit gegeben. Wirft man nur Bomben ab schafft man einen Krisenherd. Das ist den Regierungen dieser Welt allerdings schon seit Jahrzehnten bewusst. Man kann also davon ausgehen das alles so ist wie es sein soll.

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hubertrudnick1 29.09.2014, 08:36
85. Diktatur kann erträglicher sein?

Wer eine bestehende feste Gesellschaftsordnung im einem Land aushelbelt, der sollte aber dann bitte auch Konzepte für die nachfolgende schon parat haben, denn sonst sorgt er nur für ein Kaos und und die Zerstörung einer funktionierende Gesellschaft.
Aber das ist doch alles nicht neu, darüber haben all die sachkundige Leute die sich in den Ländern auskennen uns vor jeden Umsturz gewarnt.
Ich bin überrascht, dass man sich heute darüber auch hier bei spon so seine Gedanken macht, denn immer wenn wir Foristen es zum Ansprechen brachten, dann hat man unsere Lesermeinung ignoriert und sie nicht ins Netz gestellt.
Aber die Auswirkungen das arabischen Frühlings und die Zerstörung der gesamten Gesellschaft, sowie die großen Flüchtlingsströme bringen heute Leute zum Umdenken, man ist mit seinen Weißheiten am Ende und sieht nun, dass das keiner mehr beherrschen kann.
Wenn ein Machtvakum in einem Land ensteht, dann haben viele unredliche Leute die Chance sich die Macht anzureißen und sie herrschen dann schlimmer, als diejenigen, die sie wegen ihrer Diktatur beseitigen wollen.

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motzbrocken 29.09.2014, 08:37
86. Und wenn der

Westen schon meint jeden Diktator wegzubomben im Namen der Waffenindustrie ähh sorry, der Demokratie dann soll das doch Konsequent mit allen Geschehen. Nordkorea, all die netten Oellieferanten wie Saudi Arabien, Kathar, Bahrain etc, China und Russland dürfen auch nicht fehlen. Wenn man nun die Stärke der Armee des entsprechenden Diktators anguckt bzw seine Beziehungen fällt auf, dass es bis dato nur Diktaturen waren, die Militärisch auch zu bezwingen waren. Da könnte einem doch glatt die Idee kommen, die westliche Waffenlobby hat Entsorgungsplätze für alte Munition und Waffensysteme gesucht und gefunden. Und das die westliche Politikerlandschaft käuflich ist, weiss man schon längst und wird zum Beispiel mit den hochgeheimen TTIP Verhandlungen bestätigt und bewiesen. Ja, ich denke mir auch, dass viele Iraker, Libyer und Syrer sich die alten Machtstrukturen zurückwünschen. Immerhin gab es ein Gesundheitswesen, Schulen und (wenn man die Fresse hielt) sogar sowas wie Frieden im Land. Und heute? Keine Aerzte, keine Schule dafür wird allen und jedem mit dem Sackmesser die Rübe abgeschnitten. Also ehrlich, ich muss nicht lange studieren um festzustellen was besser war. Und wenn der Westen wirklich gewollt hätte, hätte man diese Diktatoren schon in die Knie zwingen können. Aber die Bankenwelt hat ja die ergaunerten Milliarden feinstens im Westen angelegt. Und wer jagt schon seine Aktionäre! Und by the way: was ist eigentlich mit all den sichergestellten Milliarden dieser Diktatoren geworden? Wurde das Alles an die Nachfolgeregierung ausbezahlt? Kann ein Schuss in den Ofen sein, wenn sich diese als Islamisten outen. Oder waren per Zufall die Kontoschliessungsgebühren gleich hoch wie der Saldo? Wahrscheinlich ist defacto kein müder Cent in die Hände der befreiten Bevölkerung gelangt. Nö, der Westen hat auf der ganzen Linie versagt. Im Gegenteil. Der neue ukrainische Oligarch ist für mich der nächste nach Westens Gnaden aufgebaute Diktator. Warten wir mal ab.

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vierpunktzwo 29.09.2014, 08:41
87. Diktatur ist erträglicher als Anarchie,

... Chaos und Bürgerkrieg, war bisher immer ein Argument der Diktatoren, um Machterhalt zu legitimieren.

Jeder Versuch Diktatur zu überwinden und demokratische Prinzipien einzuführen ist lobenswerter, als der Erhalt von Despotismus und Diktatur.

Vor allen Dingen, weil niemand vorher sagen kann, welcher Versuch glückt.

In Tunesien hätte man dem Volk unrecht getan, wenn man die Diktatur weiter unterstützt hätte.

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jesuitler 29.09.2014, 08:42
88. hallo

könnt ihr bitte versuchen den Begriff anarchie nicht mehr zu mißbrauchen? so helft ihr einem alten trick weiterhin zu bestehen. nämlich daß man die Menschen durch die Redewendung Chaos und anarchie noch weiter von der mittlerweile möglichen "direkten Demokratie" entfernt. anarchismus ist ein wichtiger Bestandteil davon. was ihr meint ist "Anomie" wiki

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schlauchboot 29.09.2014, 08:43
89. soll nun heissen :

lass die regime mal weitermachen bis sie sich totgelaufen haben + von selber zur demokratie "rüberplätschern" ?! wer so ganz sicher weiss was "danach" kommt sollte sich um die lizenz für ein wahrsagerzelt auf der wies'n bemühen.....
gradmesser um die erträglichkeit von diktaturen sollte der umgang mit andersdenkenden sein, dass sich nach 60jahren harter diktatur am beispiel syriens vom ausland gesehen nicht mehr viel opposition bewegt, liegt in der natur von absolutistischen diktaturen. selbst deutschland zwischen '33 + '39 dürfte aussenstehenden als hort der einigkeit + des "friedlichen" zusammenlebens erschienen sein....
sollte man nun argumentieren dass hierzulande der übergang von diktatur zum aufbau einer demokratie halbwegs friedlich verlaufen ist so sollte nicht vergessen werden dass die kapitulation nach dem 2ten weltkrieg total + bedingungslos war + deutschland über jahrzehnte quasi fremdverwaltet. andernfalls wären wohl auch wir so "kultivierten" deutschen übereinander hergefallen....

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