Forum: Politik
Kommentar zum Terror in Paris: Anschlag auf uns alle
AFP

Das Attentat von Paris könnte ein Wendepunkt sein: Wenn Europa nicht aufpasst, droht tatsächlich der Kampf der Kulturen, von dem manche verbohrte Ideologen träumen.

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Bergfalke63 07.01.2015, 18:00
1. Grausam und traurig

Kommentar ist angesichts der Grausamkeit überflüssig - wieder einmal bleibt nichts anderes übrig, als den Hinterbliebenden ein aufrichtiges Mitgefühl zu übermitteln verbunden mit der Hoffnung, dass die Trauer nicht in Wut und Hass umschlägt (was allerdings nur sehr schwer vorstellbar ist). Vielleicht stehen "die Kulturen" ja irgendwann gemeinsam auf und verbünden sich gegen diese Wahnsinnigen.

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zursachet 07.01.2015, 18:00
2.

Zunächst gilt mein Mitgefühl der Opfer und den Hinterblieben der Ermordeten bei diesem abermaligen feigen Mordanschlag.
Zum Kampf der Kulturen: Er ist längst da. Und er wird nur Verlierer kennen.

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licorne 07.01.2015, 18:04
3. Jetzt sollte man zuerst

der Opfer und ihrer Familien gedenken, die exekutiert wurden und nicht gleich eine Lehre in korrektem demokratischen Verhalten erteilen. Mein herzliches Beileid und tiefes Mitgefühl für die Betroffenen!

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gaxe04 07.01.2015, 18:05
4. Natürlich müssen

die Täter verfolgt und so hart wie möglich bestraft werden. Ebenso natürlich ihre Unterstützer und Hintermänner. Und dennoch müssen wir den vielen friedlichen Muslimen die Hand reichen. Nur gemeinsam ist dieser Terror zu bekämpfen. Wir brauchen unbedingt die Hilfe der Mislime, die diese Taten verurteilen.

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broccoli 07.01.2015, 18:14
5. Muslime!

Mein Mitgefühl mit den Opfern und deren Familien. Was mich aber jetzt schon aufregt sind die Sprechblasen der offiziellen Islam-Vertreter.
"Das entspricht nicht dem Islam..."
"Das sind keine Muslime...."
"Die Mehrheit der Muslime ist friedlich....
ect. ect. ect.
Ich würde mir wirklich mal wünschen, dass zehntausende Muslime auf die Strassen gehen und gegen diesen Terror demonstrieren.
Nicht, dass sich davon die Terroristen abhalten lassen. Aber es wäre ein Zeichen gegenüber der ganzen Bevölkerung.
Denn es ist abzusehen, dass die doofe Pegida-Bewegung natürlich noch mehr Zulauf erhält. Und vielleicht könnte man mit einem solchen Gegenzeichen diesen Zulauf stoppen.

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ornitologe 07.01.2015, 18:14
6. Mein Mitgefühl

für die Hinterbliebenen der Opfer ist selbstverständlich. Wer auch immer diesen Akt der Grausamkeit begangen haben mag, stellt sich ausserhalb alles dessen, was uns zu zivilisierten Menschen macht. Anschläge dieser Art sind in Europa dankenswerter Weise eher die Ausnahme, doch muss darauf bestanden werden, die Täter zu fassen und Hintermänner bzw. Auftraggeber zu enttarnen. Wenn dies nicht glaubwürdig gelingt, wird sich ein bitterer Beigeschmack bez. dieses Terrorakts nicht vermeiden lassen.

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cromwelluk 07.01.2015, 18:15
7. Ursache und Wirkung

Sie sprechen in Ihrem Kommentar vom Kampf der Kulturen, anlehnend an Huntingtons These vom. „clash of civilizations“ von 1993. Diese Thesen haben uns nun längst eingeholt und überholt. Aus der These ist ein Status Quo geworden. Islamophobie und das schändliche Pegida Phänomen sind ursächliche Produkte der Intoleranz der Islamisten vs. unserer Kultur und unserer freien Meinungsäußerung. Satiriker und Ihre Mitarbeiter waren die physischen Opfer. Der Angriff an sich galt unserer Kultur und dem höchsten demokrtischen Gut, der Meinungsfreiheit. Der Kulturkampf hat längst begonnen, wir müssen ihn endlich annehmen. Wir müssen diesem Angriff entschlossen und - ja - kompromisslos entgegenwirken. Denn, leider, dieser Kulturkampf kennt keine Mitte. Und nur durch diese Entschlossenheit und dem Bekenntnis diesen Kampf aufzunehmen, beenden wir berechtigte Ängste vor diesem islamischen Fundamentalismus. Gleichzeitig graben wir Pegida...Front National...wie sie alle heißen....das Wasser ab. Die Zeit des Verharmlosens und der philosphischen Betrachtungsweise sollte endlich enden. Diesem Phänomen kann man nicht mit Appeasement begegnen.

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ernstrobert 07.01.2015, 18:16
8. Rechtsstaat

Gut, dass sich ein Forum öffnet. So wie es aussieht, bleiben alle besonnen. Der Islam hat große Bedeutung, es ist eine Religion, die in vielen Teilen der Welt, in vielen Gemeinden sozial ausgleichend wirkt und die Menschen verbindet. Das kann ich, berufstätig bei vielen Projekten in Nordafrika, selbst bezeugen.
Der Abscheu über die Tat in Paris kennt keine Grenzen. Es gibt da auch nichts zu relativieren, von wegen Karikaturen und so.
Jeder Moslem, und besonders die Vertreter in der Öffentlichkeit, wird jetzt eindeutig Stellung beziehen und für den hier geltenden Rechtsstaat eintreten, von dem er ja auch Schutz erwartet. Das würde zumindest allen sogenannten Islamismus-Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen.

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Dion 07.01.2015, 18:17
9. Cui bono?

Dieser Anschlag zeigt, wohin (religiöser) Fundamentalismus führen kann. Es ist noch nicht sehr lange her, als auch bei uns sich keine Zeitung erlauben konnte, z.B. eine Jesus-Karikatur zu veröffentlichen. Aber inzwischen sind wir in Sachen Meinungsfreiheit weiter, was die Islamisten nicht nur nicht verstehen, sie akzeptieren das auch nicht und meinen, ihre Sicht der Dinge uns mit solchen Anschlägen wie jetzt in Paris mit 12 Toten aufzwingen zu können.

Sie werden daran scheitern wie alle, die mit solchen und ähnlichen Mitteln ihre Religion oder ihre Ideologie den Menschen aufzwingen wollten.

Dies schreibe ich in der Annahme, dass die Täter wirklich zu den Islamisten angehören, und nicht etwa Rechtsradikalen, die eine solche Tat zum Aufheizen des Themas „Islam im Abendland“ verüben könnten. Das wäre nicht das erste Mal – siehe etwa den Anschlag in Bologna 1980 mit 85 Toten, von Rechtsextremisten verübt, um ihn den Linksextremisten in die Schuhe zu schieben.

Laut Augenzeugen sprachen die Täter perfektes Französisch. Sie konnten unerkannt entkommen, was auf eine ausgefeilte Logistik hindeutet, welche von Einzeltätern gewöhnlich nicht erwartet werden kann. Die Frage, die sich Angesichts dieser Tat stellt, ist: Cui bono?

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