Forum: Politik
Kommentar zum Terror in Paris: Anschlag auf uns alle
AFP

Das Attentat von Paris könnte ein Wendepunkt sein: Wenn Europa nicht aufpasst, droht tatsächlich der Kampf der Kulturen, von dem manche verbohrte Ideologen träumen.

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jörg seifert 07.01.2015, 22:40
140.

Zitat von blutiger ernst
Das Christentum ist kein Deut besser als der Islam. Jahrhunderte lang haben Christen "Ungläubige" im Namen des Kreuzes abgeschlachtet.
Sie relativieren das, was Islamisten HEUTE tun mit dem, was irgendwelche Kreuzfahrer vor 600 Jahren gemacht haben.
Wenn überhaupt könnten Sie behaupten "das Christentum WAR keinen Deut besser als der Islam" - selbst das ist mehr als fraglich, aber wenigstens wäre damit die Irrelevanz der Aussage auf einen Blick ersichtlich. Sie finden keine politische, ideologische, ethnische oder religiöse Gruppe die nicht im Laufe ihrer Geschichte Blut an den Händen hatte - Buddhisten und Atheisten eingeschlossen. Für alle die nicht in Geschichtsbüchern sondern im realen Leben 2015 zuhause sind ist ihre Behauptung nichts weiter als eine Nebelkerze und der erbärmliche Versuch, aus den Verbrechen der Islamisten ideologisches Kapital für ihren Vulgäratheismus zu schlagen. Das ist mehr als durchschaubar und unredlich obendrein.

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occially 07.01.2015, 22:44
141. Wie bitte?

Zitat von sb411
Diese drei Idioten, wohlgemerkt nur drei, werden die die Antpathie, die viele Europäer gegenüber dieser Religion empfinden, nur verstärken. Ich befürchte sogar, dass die Pegida tatsächlich ein europaweites Phänomen wird. Ich finde auch nicht, das Muslime sich jetzt beweisen müssen und zu Zehntausenden auf die Straße gehen sollen. Vielleicht sollten aber wir nichtmuslimische Europäer unsere muslimischen Mitbürger einladen, mit uns zusammen auf die Straße zu gehen und gegen Terrorismus demonstrieren. Gerade jetzt wäre Zusammenhalt wichtig, nicht sinnlose Schuldzuweisung an völlig Unschuldige. Wohlgemerkt, es waren nur drei.
Ich empfinde es als erschreckend, wie sie das, was heute passiert ist und unser freiheitlich, demokratisches Zusammenleben nachhaltig beeinflussen wird, zu relativieren versuchen. Es waren "nur drei". Egal wie viele es waren, es geht um Toleranz (wozu Meinungs-/Pressefreiheit dazugehört) und die wird beim Islam eben nicht grossgeschrieben.

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tomymind 07.01.2015, 22:46
142.

Zitat von zeisig
Viele Muslime empfinden manche Publikationen in der westlichen Presse, vorneweg natürlch satirische Beiträge, die ihren Prpheten beleidigen, als Provokation. Und wir winken zurück und sagen " Meinungsfreiheit - wir dürfen das". Das kann nicht funktionieren. Wir reden dauernd von einer multikulturellen pluralistischen Gesellschaft. Jetzt kommt endlich raus, was unter der Oberfläche schwelt. Wir müssen umdenken. Offene und ehrliche Abgrenzung ist angesagt. Nicht falscher Schmusekurs.
Das kann nicht nur funktionieren, das MUSS so und nicht anders funktionieren. Ich will mich über jede Religion lustig machen dürfen und das tue ich auch!

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nomenestomen1 07.01.2015, 22:53
143.

mein beileid den angehörigen der verteidiger der freien meinungsäusserung
ich versteh diese menschen nicht
ich bin anhänger des buddhismus aber wenn in einen mir fremden land wer buddha diffamiert, was stört mich das
wenn ich blöd bin dann reise ich halt nicht in das land
es gibt soviel religionen wie menschen auf der welt und das ist zu akzeptieren

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knok 07.01.2015, 22:58
144. Ich hoffe sehr,

dass Frankreich jetzt so nüchtern und besonnen auf dieses grauenvolle Verbrechen reagiert wie Norwegen nach dem Fall Breivik 2011. Purer Aktionismus à la Bush 2001 wäre das Schlimmste, weil er nur noch mehr Gewalt im Aus-und Inland bewirken würde. Schon bald werden wir leider sehen, wie FN (+PVV, FPÖ, Pegida, DF usw.) die Opfer zu ihren verachtenswerten Zwecken missbrauchen werden. Wie gesagt, ich hoffe, dass Francois Hollande jetzt richtig reagiert.

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redwed11 07.01.2015, 22:59
145.

Zitat von sb411
Diese drei Idioten, wohlgemerkt nur drei, werden die die Antpathie, die viele Europäer gegenüber dieser Religion empfinden, nur verstärken. Ich befürchte sogar, dass die Pegida tatsächlich ein europaweites Phänomen wird. Ich finde auch nicht, das Muslime sich jetzt beweisen müssen und zu Zehntausenden auf die Straße gehen sollen. Vielleicht sollten aber wir nichtmuslimische Europäer unsere muslimischen Mitbürger einladen, mit uns zusammen auf die Straße zu gehen und gegen Terrorismus demonstrieren. Gerade jetzt wäre Zusammenhalt wichtig, nicht sinnlose Schuldzuweisung an völlig Unschuldige. Wohlgemerkt, es waren nur drei.
Da werden aber nicht viele Muslime zusammenkommen. Nach einer Studie des Berliner Instituts für Sozialforschung sind für 47 % der hier lebenden Muslime der Koran das maßgebende Buch und nicht die deutschen Gesetze. Das sind bei 4 Millionen Muslime ca. 2 Millionen Muslime die unsere Rechtsordnung ablehnen. Erwarten Sie da wirklich, Muslime werden sich mit Ihnen verbünden um gegen islamische Mörder zu demonstrieren. Das klappt nicht.
Wenn Sie aber gegen irgendwelche Mohammed Karikaturen Hand in Hand mit Muslimen protestieren wollen, werden Ihnen mehrere Zehntausende Muslime beim Protestieren nachlaufen.
Es ist für Sie ja schade, aber mit Friede, Freude , Eierkuchen Demos mit der Aussage wir sind doch alle Brüder (bei den Schwestern sieht es völlig anders aus, die dürfen ohnehin nicht ohne männliche Begleitung an einer Demo mit Ihnen teilnehmen) und so friedlich, wird Ihnen kein einziger Muslim folgen.

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diskuteur 07.01.2015, 23:03
146. Na wenigstens einer

Zitat von blutiger ernst
egal ob jüdisch, christlich oder muslimisch, konsequent gedacht MUSS jede monotheistische Religion intolerant und antiaufklärerisch sein. Denn Religionen verkaufen menschlichen Aberwitz als heilig und gottgewollt. Jeder der meint, anderen die Hölle auf Erde bereiten zu dürfen, um sich selbst den Platz im Paradies zu sichern, ist des Teufels. Aber die Ideologie, die diesen Irrsinn seit Jahrtausenden vermittelt, ist unantastbar und heilig, denn sie heißt Religion. Die islamische Kultur in Andalusien war viel toleranter als die vereinigten katholischen Königreiche, die leider über sie siegten, was zum Triumph der Inquisition führte, für die dann bis weit ins 19. Jahrhundert hinein gefoltert wurde. Das Christentum ist kein Deut besser als der Islam. Jahrhunderte lang haben Christen "Ungläubige" im Namen des Kreuzes abgeschlachtet. Emanzipieren wir uns von der Idee, die eine oder andere Religion sei "besser" oder "harmloser". Weniger schlimm ist noch lange nicht gut - und milder Irrsinn keine Vernunft. Deshalb kann Toleranz nur dem Einzelnen geschuldet sein. Menschen haben das Recht zu irren - und eben auch zu glauben. Religionen SIND menschliche Irrtümer. Die braucht niemand zu schützen. Der Islam ist keine bedrohte Spezies, aber etliche "weltliche" Muslime sind es, und für die meisten von ihnen ist "Charlie" genauso ein Held wie für mich.
der mal 'raus-zoomt' und die Großwetterlage sieht. Das Problem sind selbstverständlich die Religionen, ganz gleich welche nun akut am beleidigtsten ist. Gegen die hilft nur Bildung, Bildung, Bildung. Und natürlich, Kinder wo immer möglich dem Einfluß von Priestern, Mullahs, Rabbis, Scientologen, Glückskeksverkäufern und dergleichen zu entziehen. Denn wenn nur noch erwachsene und im Idealfall gebildete Menschen den Religionsvereinen beitreten könnten, würde sich der ganze Irrsin vermutlich in wenigen Generationen rauswachsen.

Um die Welt dann noch ein Stück besser zu machen, müßte man auch noch alle weiteren Gruppierungen totschweigen, die anderen Menschen ihre eigenen Moralvorstellungen oder sonstige Überzeugungen aufdrücken wollen. Dann wären wir neben Papst, Mullahs und co auch die CxU, die Grünen, Linken, SPD, FDP, AFD und deren europäische Gegenstücke los. Und könnten uns Regierungen wählen, denen wir das politische Tagesgeschäft zutrauen, während die Bürger über Fragen von Interesse (=Quorum für Volksabstimmung erfüllt) selber abstimmen.

Ja, ich weiß, kommt nicht. Die Deutschen wählen GroKo und seit der Staatsgründung ist keine libertäre Partei in Sicht. Naja, Gute Nacht wünsche ich...

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sonic29 07.01.2015, 23:05
147.

Zitat von Großer Bruder 1984
Genauso war mein Beitrag, auf den der Forist antwortete gemeint. Unter dem Denkmantel der Meinungsfreiheit scheint nunmehr alles erlaubt zu sein, bis hin zur Beleidigung. Da aber hat jedoch nichts mit Kritik zu tun. Und sie haben Recht, eine vielfältige Gesellschaft, übt Kritik, streitet um den richtigen Weg, ist demokratisch, aber beleidigt niemanden.
Lieber Forist, das ist doch in diesem Zusammenhang kein Argument! Wer definiert denn, was beleidigend ist? Da hat jeder Mensch eine individuelle Betroffenheitsschwelle, und bei religiösen Eiferern liegt diese besonders niedrig. Konsequenz: Im Zweifel überhaupt nichts kommentieren - es könnte ja jemanden beleidigen... Sorry, aber Sie relativieren schon wieder eine Tat, die durch nichts, aber auch gar nichts zu begründen wäre! Nebenbei: Wenn sich künftig die Faschos durch Satire beleidigt fühlen und es nicht mehr nur bei Drohungen belassen - bleiben Sie dann auch bei Ihrer eigenartigen Argumentation? Bloß nicht reizen - es könnte ja gefährlich werden... So etwas nennt man Kapitulation!

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cosy-ch 07.01.2015, 23:06
148. #jesuischarlie

etwas gestaltet lautet: jesu is charlie.

Ich bin für absolute Freiheit in Sachen Religion. Glauben ist so etwas intimes wie die eigene Sexualität und soll, muss Jeder und Jedem persönlich überlassen werden. Eine entwickelte Gesellschaft respektiert dies. Ich gratuliere dem obersten Imam von Frankreich für sein Statement heute Abend auf TF1. Es lebe die individuelle Freiheit , das zu glauben was man für ri htig hält sowie die Toleranz Aller! #jesyischarlie

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openda 07.01.2015, 23:12
149. Wie auch immer,

man tötet nicht. Die Mörder folgten ihrem Propheten und seit menschengedenken wird im Namen irgendeines Glaubens getötet, auch massenhaft, zu tausenden und Kinder. Was wäre wenn alle Menschen auf der Welt an das/den Gleichen glaubten? Wäre dann Frieden? Ganz bestimmt! Genau so, als würden alle Menschen an Nichts glauben. Schlussfolgernd bringt Glaube den Tod, den Glaubenstod, millonenfach.

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