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Kommentar zum Ukraine-Konflikt: Das gefährliche Gerede vom Nato-Beitritt
AFP

Präsident Poroschenko spricht von einer Volksabstimmung zum Nato-Beitritt der Ukraine, Nato-Generalsekretär Stoltenberg springt ihm bei - doch sie helfen damit weder der Ukraine noch der Nato. Sie nützen Putin und spalten das Bündnis.

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f-rust 02.12.2014, 06:02
1. haben es die falken bald

also geschafft? übrigens geht es nicht um "putin verstehen" ... wann kapieren die westlichen politiker UND medienleute endlich, dass die personalisierung und dämonisierung völlig irreführend ist? dass russland unser nachbar ist, mit dem wir gute nachbarschaft pflegen sollten? dass die militarisierung der eu (fast gleichsetzumg von nato- und eu-interessen etc.).falsch und für mich als neutralen österreicher gänzlich inakzeptabel ist ... die tumben usa-hintersassen treiben uns noch in den krieg ...

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twojay 02.12.2014, 06:27
2. Dieses Argument war schon vor 25 Jahren falsch

Mit genau dem selben Argument wurde vor dem "gefährlichen Gerede von der Wiedervereinigung" gewarnt, vom Berliner SPD-OB Momper- einige Wochen vor dem Fall der Mauer.

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SchlandGottes 02.12.2014, 07:06
3. Die Nato

spielt seit jeher mit dem Feuer und das nicht erst durch die Unterstützung der rechtsradikalen Gladio-Einheiten, die für zahlreiche Tote sowie terroristische Anschläge unter anderem auch in Deutschland verantwortlich waren.

Die Ukraine sollte nicht beitreten dürfen, nicht solange rechtsradikale dort mit an der Macht sind.

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Rollerfahrer 02.12.2014, 07:07
4. Solche Äusserungen sind eines Nato-Generalsekretärs...

... nun wirklich nicht würdig! Putin ist schlau genug, das für seine Zecke auszunutzen, auch wenn er genau weis, das daß nur Phrasendrescherei ist.
Von Poroschenko ist nichts anderes zu erwarten, aber Stoltenberg sollte sich sofort von dem Gedanken verabschieden und womöglich sollte man Ihn schleunigst aus dem Sessel helfen!
Hasadeure können wir nicht gebrauchen!

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erasmus89 02.12.2014, 07:11
5. Die Hauptverantwortung tragen

beide Seiten, denn die Nato hat sich mit dem Beitrittsgerede bis zur russischen Grenze herangerobbt.

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carlitom 02.12.2014, 07:14
6. Schönes dabei

Na ja, viel Schönes dabei.
Aber der Einführungssatz, mit dem sich der nicht gerade mutige Journalist von vornherein absichert, um nicht als "Putinversteher" bezeichnet zu werden, ist armselig.
Das angebliche Nicht-Interesse der EU an Erweiterung auch bestreitbar.
Dass Putin der alleinige Aggressor ist, ist ebenfalls längst widerlegt.
Aber dass die Ukraine nicht in die NATO kann, ist wohl klar, und wer trotzdem dafür eintritt, ist gefährlich dumm oder ein sehr bewusster, eiskalter Zündler.

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berlinchild25 02.12.2014, 07:19
7.

Hatte man Gorbatschow bei den 2+4 Gespraechen nicht versprochrn "keine Nato Truppen gen Osten"?

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arminku 02.12.2014, 07:21
8. Situation nicht unterschätzen

Obwohl offiziell der Vergleich nicht gezogen wird ist die Situation in der Ukraine durchaus vergleichbar mit Hitlers Lösung der Sudetendeutschen Frage.
Nach dem zweiten Weltkrieg setzte sich die Erkenntnis durch das Despoten eine eindeutig rote Linie aufgezeigt werden muss die nicht überschritten werden darf. Wird das aus Angst nicht getan würde der Erfolg Putin und seinesgleichen bei der nächsten Kriese- ob in Moldau oder sonst wo zum wiederholen seiner Expansionspolitik ermutigen da er sonst keine Erfolge vorweisen kann und nicht mit einer Militärischen Konfrontation rechnen wird. Des weiteren ist es eine fatale Haltung der Nato gegen militärisch schwächere Staaten als Ordnungsmacht ohne Kompromisse aufzutreten, dann aber bei drohenden Verlusten gegen besser organisierte Regime tatenlos zuzusehen. Dies provoziert den Schulterschluss der wankenden Staaten untereinander statt die Einsicht für notwendige Reformen zu fördern.

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Thomas Ernst 02.12.2014, 07:24
9. Ritt über das Eis

Man sollte sich gut daran erinnern, wie das Desaster begann. Die EU führte mit der Ukraine sehr weitreichende Verhandlungen über Assoziierungsabkommen, in denen bereits die Basis für einen Beitritt zur EU und - unausgesprochen, aber indirekt enthalten - ein späterer NATO-Anschluß gelegt werden sollte. Sehr wohl wußte man im Westen, daß Russland damit keineswegs einverstanden sein würde und sehr wohl war bekannt, daß die Ukraine selbst ethnisch und kulturell kein homogener Staat war.

Der Stop der Verhandlungen durch Janukowytsch war dann auch gleich danach sein politisches Ende, die pro westlichen Kräfte lösten die Revolution aus. Damit drohte auch das Ende des russischfreundlichen Sonderstatus der Krim und eine Benachteiligung der russischen Bevölkerung im Osten des Landes. Es war höchst naiv anzunehmen, Putin würde das nicht als unmittelbare Bedrohung auffassen. Also folgte die Eiszeit.

Und nun wird über einen NATO-Beitritt geredet. Poroschenko hat ja angeblich keine Angst vor einem Krieg mit Russland - welcher Teufel reitet ihn? Der Westen sollte bloß aufpassen, daß Kiew nicht die NATO vor seinen Karren spannt.

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