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Kommentar zur Deutsch-Pflicht für Migranten: #Yalla Deutschland
DPA

Angriff der Populisten: AfD, Pegida und anderen dubiose Gruppierungen machen Stimmung gegen die etablierte Politik. Statt Anbiederung nach CSU-Art wäre jetzt Gegenwehr nötig.

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Pelao 08.12.2014, 05:19
1. Es ist schon seltsam, ...

... daß sich eine Partei, die sich seit langem als DIE Heimat für Landsmannschaften stark macht, also für Gruppen, die über Jahrhundert als Migranten in der Famile ihre Muttersprache gesprochen haben ... jetzt verlangt, daß Migranten, wo auch immer, von heute auf morgen ihre Identität aufgeben sollen ... Ich selbst bin Migrant und ich spreche natürlich in meinem Gastland innerhalb meiner Familie meine Muttersprache ... nämlich Deutsch. Also ... her mit dem gestreckten Mittelfinger und dem CSU-Ansinnen in diesem Falle denselbigen entgegenhalten ... der deutschen Kultur zuliebe!!!

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rmq8 08.12.2014, 05:27
2. alle muessen

alle muessen ein beitrag leisten. Die gaeste muessen sich anpassen und die deutsche gesellschaft muss offener werden. Ich lebe und arbeite schon viele jahre in verschiedenen laendern- d.h. Ich muss mich den land es typischen gegebenheiten anpassen und die gesrlschaftlichen normen respektieren - egal ob in KSA, Kuwait, Nigeria, Albania oder india. Freundlichkeit und der wille teil der gesellschaft zu sein hilft - und man wird sehr nett aufgenommen.

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Fackus 08.12.2014, 05:50
3. holla

AfD eine 'dubiose Gruppierung'? Eine inzwischen etablierte Partei ? Nun wirds aber langsam sehr dubios, verehrtes Spon!
Und vor lauter Begeisterung über den 'verbalen Hammer' habt Ihr sogar die Grammatik vergessen ...
Gibts einen Chefredakteur bei Euch? Ach so ja - auch nimmer. Das kommt dann raus.

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klotsack 08.12.2014, 06:28
4.

Der CSU-Vorschlag ist vernünftig, bescheuert sind die Reaktionen darauf. Nix Sprache, nix Integration!

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großwolke 08.12.2014, 06:28
5.

Da kann ich nicht anders als mal ein paar Punkte geradezurücken: Zum ersten ist eine Deutschpflicht für Migrantenwohnungen natürlich Käse. Was nichts daran ändert, dass die Idee sachlich, also im Hinblick auf die Verbesserung von Deutschkenntnissen, gar nicht mal so blöd ist. Ich zähle selber auch Ausländerfamilien zu meinem Freundeskreis, und habe von dort schon den Standpunkt gehört, dass es das Vorwärtskommen in der deutschen Sprache nicht gerade erleichtert, wenn man nach getaner Arbeit wieder in die muttersprachliche Komfortzone zurückkehrt. Zum zweiten wäre ich vorsichtig damit, die aktuellen anti-islamisch motivierten Proteste mit der allgemeinen Fremdenfeindlichkeit bestimmter Gruppen zu assoziieren, nur weil die gleichen rasierten Hohlköpfe dabei mitmachen. Ich bin kein Fan von marodierenden Nazi-Hool-Horden, aber vielleicht sollte man sich fragen, wie es kommt, dass die gerade im großen Stil gemeinsam auflaufen. Für mich ist das ein Versagen der Politik, klare Kante zu zeigen. Freie Religionsausübung ist eine tolle Sache, keine Frage. Auf der anderen Seite muss man aber auch öffentlichkeitswirksam Verständnis dafür zeigen, wenn sich hierzulande die Leute sorgen, was ihnen möglicherweise aus den Moscheen in der Nachbarschaft zukünftig an Gefahr drohen könnte. Der Witz dabei: auf der Arbeitsebene (Verfassungsschutz und Polizei) werden unsere muslimischen Mitbürger längst sehr aufmerksam begutachtet, in der öffentlichen Debatte jedoch haben in den Medien die Toleranzverfechter und Islamversteher die Oberhand. Man braucht nicht viel Empathie um zu verstehen, wie das die Menschen irriteren kann angesichts täglicher Kriegsschlagzeilen aus dem Nahen Osten. Also, nennt mich ruhig einen Nazi-Versteher, aber ich finde, die konkreten Sorgen dieser Menschen sollten genau so ernst genommen werden wie die Religionsfreiheit.

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postfach_2013 08.12.2014, 06:29
6. Idiotische Diskussion

Meine Frau ist Ausländerin, hat den obligatorischen Deutschkurs gemacht und danach weitere Deutschkurse belegt. Sie findet es nur natürlich in Deutschland deutsch zu sprechen. Es hat sie schockiert dass es in Deutschland Menschen gibt die nach 15 Jahren Aufenthalt noch immer nicht richtig deutsch sprechen können. Es hat bei ihr Unverständnis ausgelöst und sie sprach von ignoranten Personen.
Abgesehen davon, sagen die Lehrer/innen in den Deutschkursen, man solle doch bitte auch zu Hause deutsch sprechen, um zu üben.
Warum sich Menschen dagegen sträuben sollten so viel als möglich deutsch zu sprechen, kann sich uns nicht erschließen. Zur Integration gehört auch die Sprache. Was soll dass hier zu leben und dann die deutsche Sprache nicht zu beherrschen? Was ist daran so schlimm sich Mühe zu geben un sie zu erlernen? Die ganze Diskussion ist doch idiotisch. Wer hier leben möchte sollte die deutsche Sprache so gut als möglich erlernen. Wer sich verbal ausdrücken kann ist auch weniger agressiv. Weniger Agression=weniger Straftaten.

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scheurecke 08.12.2014, 06:40
7. Die AfD

eine demokratische Partei in Deutschland als "dubiose Gruppierung" zu bezeichnen hat schon was. Guten Morgen Herr Nelles...

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schnei.tho 08.12.2014, 06:51
8. Naja

Tatsache ist, das die professionelle Politik im Thema Zuwanderung sich absolut nicht nicht professionell verhält. Man muss die Ängste der Bürger auch verstehen. Ich glaube nicht das der deutsche Durchschnittsbürger angst vor Veränderung oder Politikverdrossen ist. Vielmehr hat der Durchschnittsdeutsche ein viel besseres Gespür (und er sieht es jeden Tag )dafür was in unserer Gesellschaft abgeht, die Politiker, die abgeschirmt von der Gesellschaft versuchen professionell Politik zu betreiben, wissen nicht was sich auf deutschen Strassen, Schulen etc. abspielt. Das hat nichts damit zu tun wie weltoffen, globalisiert oder modern wir sind und da bringt es uns auch nichts das Berlin zur besten Stadt der Welt ernannt wird.
Ich sehe, woher unsere Intensivstraftäter herkommen, das unser Verfassungsschutz kein Personal hat um bestimmte Gruppen zu überwachen und das man keine Lösung dafür hat was man mit Syrienrückkehrer macht die in einem Bürgerkrieg köpfe abschneiden.

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teacher20 08.12.2014, 06:52
9. Das Kind mit dem...

...Bad ausschütten.

In der Tat hat die CSU (was immer ihr Hintergedanke gewesen sein mag) einem nüchtern-kritischen Umgang mit der Migrationsfrage einen Bärendienst erwiesen, macht sie es kritiklosen Multikulturalisten doch leicht, ihr an sich ernstzunehmendes Anliegen lächerlich und das Thema erneut zum Lackmustest für eine angeblich rechtsstaatliche Gesinnung zu machen ("Wie hältst du's mit der Migration...?").
Es sollte mittlerweile Gemeingut sein, dass "Zuwanderung" nur dann im wesentlichen positive Effekte für das Zuwanderungsland hat, wenn sie im berechtigten (gesellschaftlichen und wirtschaftlichen) Interesse des Landes kontrolliert, reguliert und selektiv erfolgt und nicht Ausdruck der schicksalhaften Ergebenheit in eine Entwicklung ist, die man ohnehin nicht mehr für regulierbar hält oder Ausdruck falsch verstandener Humanität und Toleranz.

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