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Kommunikation im Kanzleramt: Dorothee Bär erklärt, warum der Rohrpost die Zukunft geh
DPA

Digital-Staatsministerin Dorothee Bär begeistert sich für Smartphones und Flugtaxis - verteidigt nun aber ein Uralt-Kommunikationsmittel. Dahinter steckt eine etwas gemeine Anfrage der FDP.

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Richtig gut 20.04.2019, 18:23
70. wetten dass.....

die Rohrpost immer noch gute und verlaessliche Dienste leistet, wenn Frau Baer laengst per Lufttaxi aus der Regierung geflogen ist - hoffentlich frueher als spaeter.

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geotie1 20.04.2019, 18:31
71. Ich erinnere mich gerne an die alten Zeiten!

Zitat von Sleeper_in_Metropolis
Das kommt darauf an. Rohrpost macht vor allem dort Sinn, wo das verschickte nur schwer, sehr umständlich oder gar nicht zu digitalisieren ist. Wenn aber im Kanzleramt tatsächlich nur Akten in Papierform hin- und hergeschickt werden zeugt das schon von einer gewissen Rückständigkeit. Zumal der Aufwand ja nicht alleine im Verschicken von A nach B besteht, sondern in der ganzen Prozesskette. Die Akten müssen ja alle irgendwo erst mal ausgedruckt, dann ggf. bearbeitet und schließlich sicher gelagert werden. Insgesamt also nicht unbedingt das effektivste System. Aber Fr. Bär erwähnte ja lt. Artikel auch "bis zur Einführung der elektronischen Akte im Bundeskanzleramt ". Man hält also auch dort die Rohrpost nicht für das tollste System aller zeiten, sondern momentan unter den gegebenen Rahmenbedingungen für das kostengünstigste. Warum es allerdings im Jahre 2019 im Kanzleramt immer noch keine E-Akten gibt ist eine andere interessante Frage. Aber an der elektronischen Gesundheitskarte beispielsweise bastelt man ja auch schon seit ca. zwanzig Jahren rum, warum sollte es also an anderer Stelle schneller gehen...
In meiner Ausbildungszeit hatten wir auch eine Rohrpost gehabt. Dort haben wir Sachen verschickt, die man heute mit der neuen Technik nicht mehr verschicken könnte. Zum Beispiel Bierflaschen! Die Flaschen kamen sogar heile an. Heute, was gibt es da als Dankeschön? Woww, einen Smiley!

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m82arcel 20.04.2019, 18:34
72.

Wären in den Kosten auch die Prozesskosten (drucken, dem Drucker entnehmen, in die Röhre, am anderen Ende wieder entnehmen, ggf. wieder digitalisieren) enthalten, wäre es wohl sinnvoll, das System beizubehalten. Aber das ist bei den genannten Kosten unrealistisch. Dazu kommt, dass der Medienbruch sehr fehleranfällig ist. Ich denke, die Umstellung auf rein interne, digitale Kanäle, könnte sich durchaus lohnen. Aber natürlich kenne ich die exakten internen Prozesse im Kanzleramt nicht.

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three-horses 20.04.2019, 18:42
73. 3x vorhanden, aber nicht sicher.

Zitat von salomon17
Wenn es darum geht, Originaldokumente sicher, schnell und kostengünstig zu transportieren, gibt es wohl kein besseres System. Jede digitale Übertragung ist ein Kopiervorgang und damit der Rohrpost zumindest sicherheitstechnisch unterlegen.
Welche "Originaldokumente"? Liebesbriefe? Es läuft wie überall, druck es aus und schickt mir das zu. Ich selbst bin zu faul dazu und was ist überhaupt PDF?

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ganzeinfach 20.04.2019, 18:45
74. Rohrpost 4.0!

Geehrte Frau Bär - schauen Sie mal in die Schweiz: dort gibt es 2 Rohrpost-Konzepte, welche auch die DB Probleme lösen könnten. Dass die Schweizer grosse Löcher durch Alpen und Jura bohren ist auch zu Ihnen vorgedrungen - ja? Nun wären da die Passagier-Variante unterirdisch namens "Swissmetro" und die andere Variante, um den Grossteil von Waren UNTER den Boden zu bekommen - ganz ohne Lokführer - namens "Cargo Sous Terrain", was soviel heiss wie Ware unter den Boden. Wäre die Rohrpost genau für SIE! Lassen Sie sich das mal auf der Zunge zergehen für das neue Leuchtturm-Projekt - ganzeinfach googlen :-)

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Das Pferd 20.04.2019, 18:56
75.

Zitat von Cr4y
"1. Kommunikation per Rohrpost im Kanzleramt kann doch nur bedeuten , dass da Papier hausintern durch die Rohre gepustet wird. Geschrieben wird das aber sicher nicht mehr auf Schreibmaschinen, sondern auf vernetzten Computern, die dann das Geschriebene a) sicher nicht auf der lokalen Festplatte allein sichern und b) auf vernetzten Druckern ausdrucken. ".....................
vermutlich liegt die Information in den Ablagen von Sender und Empfänger physisch auf dem gleichen Server ;-)

Dazu ist die Firmware von Drucker und Scanner involviert, zusätzliche Angriffsmöglichkeiten.

Ausserdem ist Rohrpost keinesfalls absolut sicher. Da die nicht Ende-zu Ende gesendet wird, ist sie doch "abhörbar", Theoretisch könnte man auch ein paar Weichen mehr einbauen, und Nachrichten verfälschen, unterdrücken oder gefälschte Nachrichten verschicken.

Und dann der Faktor Mensch. Beim händischen Zuordnen von Nachrichten kann durchaus passieren, daß die Kommunikationswünsche der AfD vor- oder nachrangig behandelt werden. Es war schon ein zentraler Punkt für Strowger (1889)beim Erfinden der Telefon-Selbstwahl, diesen menschlichen Faktor auszuschließen. girl-less Telephone hieß das damals,-)

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JürgenHammerbeck 20.04.2019, 19:00
76.

Zitat von Richtig gut
die Rohrpost immer noch gute und verlaessliche Dienste leistet, wenn Frau Baer laengst per Lufttaxi aus der Regierung geflogen ist - hoffentlich frueher als spaeter.
sie hebt immerhin heute schon ganz gewaltig ab - alles Luft, was von von da kommt

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werner-brösel 20.04.2019, 19:16
77. @3 rainer_daeschler

Genau das ist der Punkt und daher sollte Rohrpost auch in anderen Institutionen und Unternehmen wieder mehr ausgebaut werden.

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vikkru 20.04.2019, 19:24
78. Abhörsicher und funktioniert

Rohrpost ist abhörsicher und funktioniert.
Mich ängstigt mehr die Aussage die drei Büroboten verursachen nur 137.000€ Personalkosten.
Wir bezahlen also Menschen mit Zugang in ein sicheres Gebäude wieder nur ein Butterbrot? Und würden uns wieder wundern wenn jemand Informationen verkauft?

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pterodactylus 20.04.2019, 19:26
79. Die Rohrpost

stellt einen extrem schwer abzufangenden Punkt zu Punkt Versand sicher, den sich kein Hacker von außen einfach aneignen kann. Man muss schon vor Ort sein dazu und persönlich die Post abfangen, mit entsprechendem Risiko. Deswegen ist der Vergleich mit den erheblich teureren Kurieren auch angemessen. Digitalisierung ist für vieles gut. Für Geheimhaltung ist sie jedoch eher ein Schwachpunkt. Da verbietet sich alles Geläster.

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