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Kompromiss im Kanzleramt: Koalition schont Industrie - Raucher zahlen drauf

Die Konzerne behalten Privilegien, stattdessen werden Konsumenten belastet: Bei ihrem Steuergipfel im Kanzleramt hat die Koalition ihre ehrgeizigen Ökosteuerpläne aufgeweicht, die Abgaben für Tabak aber sollen steigen - über die Höhe der Zusatzbelastung wird noch beraten.

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Kailash 24.10.2010, 21:30
100. Ja und

Zitat von sysop
Die Konzerne behalten Privilegien, stattdessen werden Konsumenten belastet: Bei ihrem Steuergipfel im Kanzleramt hat die Koalition ihre ehrgeizigen Ökosteuerpläne aufgeweicht, die Abgaben für Tabak aber sollen steigen - über die Höhe der Zusatzbelastung wird noch beraten.
Arbeitsplätze sind wichtiger als Raucher zu schonen.

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glaubblosnix 24.10.2010, 21:34
101. Am besten...

Zitat von Alf.Edel
Ich stimme Ihnen zu! Aber wirklich konsequent wäre, Tabak und Alkohol zu verbieten und zu kriminalisieren. Warum? Es sind süchtigmachende, gesundheitsgefährdende Drogen, schlimmer als Cannabis, die enorme volkswirtschaftliche Schäden verursachen! Und genauso sollten extrem fetthaltige, schädliche Lebensmittel verboten werden. Die Folgen der übermäßigen Fressucht sehen wir täglich auf unseren Straßen... Und ja, wir werden uns alle wohler fühlen ohne Tabak, Alkohol und Fettsucht. Und (Fitness-)Sport macht auch Spaß und hält uns fit und gesund bis ins hohe Alter! Ich bin froh, dass es Leute wie Sie gibt, die das genauso sehen!
... wäre wohl ein staatlich verordneter Fitniss- und Ernährungsplan, eine Prokopfverteilung an Fleisch und Butter, ausserdem gehören Kuchen, Sahne, Hamburger, Käse verboten...

Wissen Sie was? Sie können mich mal, vieleicht werden Sie 100 Jahre alt und siechen die letzten 20 Jahre dahin.

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don-carleone 24.10.2010, 21:35
102. auf den punkt!!

Zitat von echter_demokrat
Clever... Die Großen kriegens in den Arsch geschoben und die Raucher und Nichtraucher schlagen verbal aufeinander ein. Wirklich clever...
leider der beste beitrag in diesem strang!!!

ich weiss nicht, wieviel mehreinnahmen über die erhöhung der tabaksteuer in die kassen gespült werden, aber mit einer moderaten erhöhung der "ökosteuer" würde sich sicherlich mehr machen lassen. allerdings wäre das ja dann wieder kontraproduktiv und würde niemanden gegeneinander auspielen!

schönen sonntag

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Kassian 24.10.2010, 21:35
103. .

Höhere Rauchersteuer?

Gut so, das die Krankenkassenbeiträge dadurch nicht sinken werden ist klar, aber es kann ja auch nicht das Ziel sein das möglichst viele Raucher bevor sie ins Rentenalter kommen an Lungenkrebs zugrunde gehen, auch wenn das vielleicht die Rentenkasse entlasten würde.

Das hiermit Raucher + Nichtraucher gegeneinander ausgespielt werden sollten dürfte auf der Hand liegen, während die Konzerne weiter gesponsert werden, da man aber letzteres bei unseren Parteien ohnehin nicht ändern wird bewirkt die Maßnahme hoffentlich das insbesondere die Transferempfänger auf das Rauchen verzichten (müssen), weil es einfach zu teuer kommt. Bzw. das wäre doch eigentlich die beste Gelegenheit zu beweisen das einem die Kinder, welche gerne bei Forderungen nach mehr Hartz IV geltend gemacht werden um diesen auch einmal etwas im Leben bieten zu können (was viele Mittelschichtler auch nicht können), einem wichtiger sind als seine persönliche Sucht.

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gran-granate 24.10.2010, 21:38
104. --

Zitat von Kailash
Arbeitsplätze sind wichtiger als Raucher zu schonen.
Dann verlieren wir aber Arbeitsplätze in der Tabakindustrie!

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Rudolf_56 24.10.2010, 21:40
105. Die Hinterbliebenenrente für Raucherwitwen/Witwer vergessen

Zitat von Krolog
Kein Problem. Alleine die Tatsache, dass Raucher statistisch eine 7 Jahre kürzere Lebenserwartung haben und somit Rentenzahlungen in beträchtlicher Höhe entsagen, dürfte einleuchtend sein. Aber das passt den Antirauchern ja nicht ins Weltbild.
Gehen Sie mal in ein Fachkrankenhaus für Lungenkranke.
Die Kosten, die Leute mit schwarzer Lunge und/oder Lungenkrebs verursachen, ersetzen allemal paar Jahre Rentenzahlung.
Da liegen 40-60-Jährige, die in dieser Zeit bis zum Ableben auch keine Beiträge mehr einzahlen, wohin auch immer.
Sie bekommen wegen Invalitität allerdings schon meistens Rente.
Sie können auch noch die Raser im Straßenverkehr bemühen, die dienen mit tödlichen Unfällen auch der Rentenkasse.
Bleibt allerdings die Hinterbliebenenrente.
Die haben Sie für die Hinterbliebenen der Raucher bei Ihrer Kostenanalyse vergessen.
Warum???

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bauagent 24.10.2010, 21:42
106. Interessant wie das Rauchen auch die Kommentare...

..........entzweit.

Dass hier zum xten Male in dieser Legislaturperiode zu Lasten der Masse von 90 %, für eine kleine Clique von 10 %
umgeschichtet wird, scheint viele nicht zu interessieren.

Deren Gesschrei wäre aber groß, würde man die Praxisgebühr um 15,-- € erhöhen. Dabei ist der Unterschied, bezieht man
die Kosten auf den EINEN TOPF aus dem alles kommt, marginal.

Die Umlage auf die Raucher, die durch das frühere Ableben und der damit verbundenen Rentenersparnis nicht mehr steuerneutral sind sondern drauf zahlen, wirkt genauso wie etwa die Erhöhung der Praxisgebühr. Sie entzieht Binnennachfrage von etwa 600 Mio. auf 3 Jahre.

Dadurch dass man dieses Thema bereits militant in der Presse präsent hat, läßt sich diese Steuererhöhung bei den Deppen, die sich unsolidarisch aufhetzen lassen, am leichtesten durchsetzen.

Viele glauben tatsächlich noch, dass die Raucher mehr kosten
als sie an zusätzlichen Steuern zahlen.

Bei 3,25 € Steuer je Schachtel x 30 Tage ergibt sich eine monatl. Steuer von 97,50 € x 12 = 1.170,-- €.

Wenn dieser fiktive Raucher nur 30 Jahre raucht und laut Statistik 5 Jahre früher stirbt und dadurch ja 5 Jahre weniger Leistung aus Rentenversicherung und Pflegeversicherung in Anspruch nimmt, kann jeder ohne große VWL Kenntnisse nachvollziehen, dass die Raucher qualmen sollen bis die Ohren abfallen. Dieser fiktive Raucher hat dem Staat nämlich rund 100.000,-- € aus Zahlung und Ersparnis eingebracht und geächtet werden kann er auch noch.

Als Nichtraucher habe ich hier 2 Seelen in der Brust.
Die eine sagt, qualmt was das Zeug hält, die andere sagt, wieder so eine entsolidarisierende Geschichte, um planmäßig weiter von unten nach oben umzuschichten. Kommentatoren wie Axel666 merken so etwas offenbar nicht und lassen sich vor diesen Karren spannen.

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wusalio 24.10.2010, 21:43
107. Alkoholsteuern!

Wann zieht die Regierung hier mal nach?
Eine der wenigen Steuern, deren Erhöhung tatsächlich sinnvoll ist, und gerade die ist in Deutschland niedriger als der EU-Durchschnitt..


http://www.fr-online.de/wissenschaft...8/-/index.html

http://www.handelsblatt.com/politik/...steuer;2511850

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goox 24.10.2010, 21:46
108. Michel

Zitat von Kassian
Höhere Rauchersteuer? Das hiermit Raucher + Nichtraucher gegeneinander ausgespielt werden sollten dürfte auf der Hand liegen,
Und schon wird das ganze für unsere Regierung ein Kinderspiel!
Apropos Gesundheit: Für eine Lebensmittelampel zur Kennzeichnung von ungesunden Lebensmittel wurde nichts unternommen - vor der Lebensmittel-Lobby eingeknickt. Wahrscheinlich wird von der Ecke das Geld gekommen sein.
Nun recht habt die Regierung, wenn es so einfach gemacht werden kann.
Als nächstes dann noch eine Mehrwertsteuererhöhung auf 21%. Der eine Michel lacht ja nur wieder den anderen Michel aus.

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eckes1 24.10.2010, 21:48
109. .

Also die Lobbyisten nerven mich schon. Immer die gleiche Leier: "Wenn es gegen unsere Branche geht,dann bauen wir Arbeitsplätze ab."
So hoch bezahlt wie die sind könnten sie sich zumindest mal eine neue Begründung einfallen lassen. So langsam wird es echt langweilig.
Das schlimme ist aber, es wirkt.

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