Forum: Politik
Kompromiss im Kanzleramt: Koalition schont Industrie - Raucher zahlen drauf

Die Konzerne behalten Privilegien, stattdessen werden Konsumenten belastet: Bei ihrem Steuergipfel im Kanzleramt hat die Koalition ihre ehrgeizigen Ökosteuerpläne aufgeweicht, die Abgaben für Tabak aber sollen steigen - über die Höhe der Zusatzbelastung wird noch beraten.

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Mirko D. Walter 25.10.2010, 07:52
200. re

Eih suppa, wieder sollen die Raucher (= Süchtigen) herhalten.

Heute morgen im Radio: bei jeder bisherigen Steuererhöhung auf Tabakwaren gab es weniger Raucher. Der "Erhöhungseffekt" ist deutlich geringer als gerechnet wurde (Basis * Quote bei sinkender Basis = geringere Summe).

Ja ich bin Raucher - aber gleichzeitig zahle ich auch erhebliche andere Steuern. Ich habe das Gefühl, dass ich bei jeder Entlastung übergangen werde - aber bei jeder "Mehrbelastung" gut dabei bin. Das ist schlicht unfair und so etwas wie "Steuergerechtigkeit" kenne ich nur aus der Theorie.

Auch das dumme Gerede von wegen "ja die Raucher kosten die Kassen ja mehr" ist schlicht falsch. Es gab vor 15 Jahren oder so eine Studie in der Schweiz, die im Grunde folgendes gesagt hat: Raucher sterben früher und verursachen kurz davor hohe Kosten. Nichtraucher sterben später und verursachen über einen längeren Zeitraum davor höhere Kosten. Die beiden Gruppen tun sich unterm Strich finanziell nichts.

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Holperik 25.10.2010, 07:54
201. Auf Thema antworten

Zitat von grummeln
Rauchen ist eine sehr soziale Angelegenheit.


In der S-Bahn laut furzen auch!

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ruediger32 25.10.2010, 07:59
202. Tabaksteuererhöhung ist eigentlich ein Skandal

Ich bin bestimmt kein Freund des Rauchen und der Raucher. Ich bin überzeugter Nichtraucher und Antialkoholiker. Aber als ich heute morgen hörte, dass man sich wieder bei den Nikotinsüchtigen bedienen will... Die Nikotinsüchtigen können ihr Verhalten nicht anpassen. Mit Sicherheit wird es etwas mehr Schmuggel geben. Wenn Leute dann wirklich mit dem Rauchen aufhören, dann ist es dem Finanzministerium ein Ärgernis. Unter Schröder hatte man die Tabaksteuer stufenweise erhöht, weil man verhindert wollte, dass durch zu viele mit dem Rauchen aufhören, wenn die Tabaksteuererhöhung abrupt erhöht wird.

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elbröwer 25.10.2010, 08:02
203. Rechtsstaat BRD

Noch nie bin ich so bevormundet und gegängelt worden wie in diesem unter EU-Verwaltung stehenden Land. Die Marionetten des Herrn Hundt geben sich nicht mal mehr Mühe eigenständig zu erscheinen.

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kewlo 25.10.2010, 08:04
204. Und was nennet man das Ganze...

..."Gesetz zur Förderung des Zigarettenschmuggels"? Die Zollbeamten an der Grenze zu Polen werden sich bestimmt freuen.

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andrewsaid 25.10.2010, 08:15
205. Vergessen ist des deutschen Fachbereich

Zitat von Koltschak
Den Kleinen rupft man, die Großen lässt mann laufen. Und denkt, der Wähler vergisst, wie all die Jahre zuvor. Aber der Bürger vergisst nicht mehr so schnell, da müsste die Soziologie noch einmal gucken, warum sich das gewandelt hat. Merken diese "Stategen" in Bonn überhaupt nicht mehr, wie weit sind sie von der Realität der Bürger entfernt! Wir haben vergessen zu liefern, könnte man die gesamte bisherige Politik dieser "Koalition" nennen! Den Bürger erreicht man nicht mehr. Und die Sache mit der Erhöhung der Tabaksteuer ging schon einmal schief. Statt mehr wurden im nächsten Jahr 1,2 Milliarden Tabeksteuern weniger eingenommen. Der Bürger, in diesem Fall der Raucher, weiß sich zu wehren! SECHS! Setzen!
Soll das ein Witz sein? Der Bürger in Deutschland hat doch die Betrügereien der CDU/CSU und FDP in der Kohl-Regierung schon nach nur 8 Jahren wieder vergessen.

In Deutschland wird schneller wieder vergessen als in jedem anderen Land der Welt. Der Obrigkeitsgehorsam der Deutschen ist wie immer ungebrochen und wird keinerlei Auswirkungen auf die Entwicklung der nächsten 30 Jahre nehmen, sollte sich nichts ändern.

Sie scheinen zumindest schon nach dem Umzug vergessen zu haben, dass die Hauptstadt heute Berlin ist. Bonn ist nur noch eine Kaserne mit 2 Zuggleisen. Oder gibts da jetzt schon mehr?

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Ylex 25.10.2010, 08:20
206. Zwei Zigaretten eine Mark

Zitat aus dem Artikel: Zitat von
Firmen sollen ihre Ökosteuerlast um 75 Prozent kürzen können. Nach den bisherigen Plänen sollten im nächsten Jahr Kürzungen um höchstens 80 Prozent möglich sein, 2012 um höchstens 60 Prozent. Bisher konnten die Kosten um bis zu 95 Prozent gedrückt werden.
Kann mir das jemand erklären? – mir erscheinen diese Aussagen unlogisch. Überhaupt, warum lässt man angesichts dieser Murkserei die Ökosteuer nicht ganz fallen? Das Herumreiten auf der Ökosteuer ist sowieso ein fatales Signal an den Umweltschutz. Die schwarzgelbe Koalition bietet wieder einmal ein Bild der Entschluss- und Orientierungslosigkeit. Und was die Steuererleichterungen von 500 Millionen Euro anbelangt: Dafür dass man nur noch alle zwei Jahre eine Steuererklärung abgeben muss, kann sich der Bürger nichts kaufen, jedenfalls im Prinzip nicht.

Bestimmt wissen hier einige, wie oft in den letzten Jahrzehnten die Tabaksteuer erhöht wurde. Diese Praxis ist inzwischen eine Art von haushaltspolitischem Automatismus. Ich weiß schon, die Leute sollen mit dem Rauchen aufhören, wenn ihnen die Zigaretten zu teuer werden, sowieso besser für ihre Gesundheit und so. Davon abgesehen: Jetzt kostet eine Zigarette ungefähr 20 Cent. Wenn sie dann, sagen wir mal 25 Cent kostet, wären das 50 Pfennig, also würden zwei Zigaretten eine Mark kosten und eine Schachtel Zigaretten mit 20 Stück drin 10 Mark... da kann man sich doch nur an den Kopf fassen. Man munkelt ja, dass sich das Rauchen zunehmend auf ein Unterschichten-Problem reduziert – was ich bestätigen kann, denn gerade im Moment überkommt mich wieder so ein tief proletarisches Feeling. Aber wie sollen die Proleten in Zukunft ihre Zigaretten bezahlen?

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arkor 25.10.2010, 08:24
207. Tabaksteuer ist nicht gerechtfertigt

Zitat von dirkkill
Wenn man die Ausführungen und Kommentare einiger Foristen hier liest, ist man nur etwas wert, wenn man irgendwie produktiv oder finanziell diese Gesellschaft unterstützt. Sehr schön. Warum dann nicht konsequent weitergedacht und dann einfach die "Todesspritze" mit dem Renteneintrittsalter fordern? Das dauert nicht mehr lange, die Gesellschaft entzweit sich immer mehr. Heute sind es Raucher gegen Nichtraucher, morgen Arm gegen Reich ... Liegt es an dieser Regierung, dass diese Unsolidarität überhand nimmt? Dann gehört sie ganz schnell abgesetzt, der soziale Frieden ist nämlich unser größtes und wertvollstes Gut. Noch was, ich bin Raucher und zahle jeden Tag ca. 5 Euro für Zigaretten. Davon dürfte ich jeden Tag 4,- Euro Steuern für sie alle zahlen. Im Monat ca. 120 Euro - im Jahr also an die 1.400 Euro nur durch mein Rauchverhalten. Höre ich auf zu Rauchen, was von vielen gefordert wird (obwohl diese Personen davon persönlich überhaupt nicht haben, ob ich nun rauche, oder nicht) schädige ich das Steueraufkommen. Und der Staat muss sich eine andere Steuerquelle suchen, die vielleicht dann genau die trifft, die gutmenschlich und selbstlos mich vom Rauchen abbringen wollen. Was mach auch macht, ist verkehrt ...
Ich bin selbst Nichtraucher. Und ich halte die Tabaksteuer für eine Sauerei, die durch nichts, aber auch durch gar nichts gerechtfertigt ist... Absolute Willkür....
Und es sollte sich kein Nichtraucher freuen, denn er wird eben auf andere Weise zur Rechnung gebenten...Der Staatsapperat nimmt schon lange die Interessen der Bürger wahr.......und das müssen wir ändern...
Es wird immer offenbarer, dass die Staatsapperate sind lediglich noch Zwangsvollstrecker der Finanzbänksterindustrie, an die der größte Teil des Steueraufkommens geht....

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vierzig 25.10.2010, 08:28
208. erst informieren, dann posten

Zitat von Rudolf_56
Und die noch lebende Ehefrau wird 100 Jahre alt, mit ihrer Rente und der 2/3 Hinterbliebenenrente des Rauchers lebt es sich prächtig. Ein Nachteil für die Allgemeinheit mehr: Der Tote zahlt nichts mehr in den Staat ein (z.B. MwSt. durch Konsum). Fazit: Raucher bleiben eine Belastung, sogar noch nach dem Tod, im Zweifel sehr lange.

Ich hoffe nur Ihre 993 Beiträge vorher waren nicht so unqualifiziert wie dieser.

1.) welche Frau wird schon 100 Jahre und lebt mehrere Jahrzehnte von der Witwenrente

2.) Wieviel Männer sterben ohne das sie verheiratet sind

3.) Um Ihre Definition auszureizen, verbieten wir jetzt auch Alkohol, fettes Fleisch, Sport mit erhöhten Risiko

4.) sollten Sie erst einmal rechnen....

Beide Partner haben ein Gesamteinkommen bei Erreichen
des Rentenalters in Höhe von 2.400,00 €

Berechnung der Hinterbliebenen Rente für die Frau, wenn der Partner stirbt.
*die Hinterbliebene erhält weiterhin ihre Altersrente netto in Höhe von 750,00 €
*die Witwenrente in Höhe von 55 % der Altersrente des Verstorbenen von 55 % aus 1.400 770,00 €
Hierauf ist allerdings die Einkommensanrechnung anzuwenden, d. h.
*das eigene anrechenbare Einkommen der Witwe von 750,00 €
übersteigt den Freibetrag von 689,83 €
um 60,17 €
davon werden von der Witwenrente abgezogen € 40% -24,07 €
*das Einkommen aus Vermietung beträgt 250,00 € es wird pauschal gekürzt um 25 % -62,50 €
Summe 187,50 €
davon werden von der Witwenrente abgezogen 40 % -75,00 €
*verbleibende Witwenrente netto 670,93 €
*Einkommen aus Vermietung 250,00 €

Das reduzierte Einkommen der Witwe beträgt 1.670,93 €

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elmarfudd 25.10.2010, 08:29
209. Vergessen Sie nicht,...

Zitat von franksterling
Ich hoffe sehr, dass die Tabaksteuer kraeftig angehoben wird.... Eine Steuererhoehung fuer Alkohol waere auch wuenschenswert.
Die Steuern für Nahrungsmittel mit hohem Zuckergehalt(Diabethes), hohem Fettgehalt(Fettsucht, Bluthochdruck,...), mit vielen künstlichen Farbstoffen, zu weinig Balaststoffen und und und zuerhöhen.
Vielleicht sollte man auch gleich über eine Steuer für nicht Sporttreibende einrichten.

Und für den Fall, dass Sie es nicht wissen, mit dem Rauchen hört man in der Regel noicht einfach auf. Hierbei handelt es sich um eine Sucht, die nicht auf die Schnelle kuriert werden kann.

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