Forum: Politik
Kompromiss im Kanzleramt: Koalition schont Industrie - Raucher zahlen drauf

Die Konzerne behalten Privilegien, stattdessen werden Konsumenten belastet: Bei ihrem Steuergipfel im Kanzleramt hat die Koalition ihre ehrgeizigen Ökosteuerpläne aufgeweicht, die Abgaben für Tabak aber sollen steigen - über die Höhe der Zusatzbelastung wird noch beraten.

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Peter Werner 25.10.2010, 10:51
280. ...

Zitat von n.holgerson
Die kleinen rupft man? Wer sind denn "die kleinen"? Sind jetzt auf einmal die Raucher die "kleinen"? Also, ich rauche nicht, mich betrifft es also nicht! Bin ich jetzt ein "großer"?
Nein, sind Sie nicht.
Mit der Erhöhung der Tabaksteuer bin ich vollkommen einverstanden (kann auch daran liegen dass ich Nichtraucher bin). Folgerichtiger wäre hier jedoch, die Subventionen für den Tabakanbau zu streichen.

Zitat von n.holgerson
Und bei der Industrie ging es ja um Stellenabbau. Scheint sich ja um Arbeiter zu handeln. Die sollen geschützt werden. Sind die jetzt die "großen"?
Die DAX-Vorstände habe heutzutage ein wirklich leichtes Spiel. Sie brauchen lediglich das Wörchten "Stellenabbau" in den Mund zu nehmen und schon macht sich die Regierung zu ihrem verlängerten Arm.
Glauben Sie doch nicht diesen Unsinn. Zum Produzieren werden Arbeitskräfte benötigt. Der dt. Export brummt wie lange nicht. Die nun gestrichene Mehrbelastung hätte verteilt auf diverse Großkonzerne gerade einmal 500 Mio € ausgemacht. Wegen dieser im Verhältnis lächerlich geringen Summe wäre mit Sicherheit kein einziger Arbeitsplatz gefährdet.

Zitat von n.holgerson
Oder geht es um die Konzerne die es betrifft? Kommen sie jetzt mit "die machen Milliardengewinne"?
Die MACHEN Milliardengewinne.

Zitat von n.holgerson
Wenn ja, wer sind denn diese Firmen,
Zum Anfang empfehle ich einen Blick in den DAX; danach in diverse andere Aktien-Indizes.

Zitat von n.holgerson
wie viel Gewinn machen denn die
Die Bilanzen werden sämtlich veröffentlicht.

Zitat von n.holgerson
und wer bekommt denn den Gewinn?
Die Aktionäre.
Dies sind in der überwiegenden Mehrheit Banken, Versicherungskonzerne, (ausländische) Staatsfonds. Saudi-Arabien beispielsweise ist an zahlreichen dt. AGs beteiligt.

Zitat von n.holgerson
Tabaksteuer? Gegenfinanzieren? Wenn die Erhöhung zur Folge hat, dass x Personen aufhören bzw. weniger rauchen und deshalb weniger Steuern insgesamt eingenommen werden, dann scheint dies auf den ersten Blick ja nicht wünschenswert. Aber wenn man bedenkt, dass dadurch die Gesundheitskosten (langfristig) sinken, dann ist es doch der richtige Weg.
Hier widerrum gebe ich Ihnen Recht.
Als Raucher würde ich vermutlich anders denken.

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acitapple 25.10.2010, 10:56
281. ...

"gut so, betrifft MICH ja nicht"!

immer wieder toll, nicht wahr ? wie war das in den 80ern mit aids ? da waren auch alle der meinung, es beträfe ja nur die schwulen, also wars egal. ok, dann kamen noch die junkies und nutten hinzu, aber man selbst war nicht betroffen, also wars egal. jetzt triffts die raucher, aber egal. die meisten sind nichtraucher und kümmern sich einen feuchten kericht um raucher. ob sie jetzt alle pauschal mehr zahlen müssen, oder vielleicht bald alle lebenslang eingesperrt oder gleich an die wand gestellt werden interessiert die nicht betroffenen nicht. naja, es hat in deutschland schon tradition, sich nicht um sachen zu kümmern die einen nicht direkt betreffen. dass die regierung ihrer linie treu bleibt und die privaten haushalte belastet, während unternehmen entlastet werden, interessiert eben auch nicht, es ist schon zu alltäglich.

übrigens sieht man hier wunderbar die kapitalisierung des gesellschaftlichen gedankenguts und die damit einhergehende akzeptanz einer pervertierung der menschenwürde. raucher und nichtraucher werden bezüglich ihrer kosten fürs gesundheitssystem bilanziell verglichen und als "lebenswürdige" (oder eben auch nicht) rechteinhaber anhand ihres saldos gemessen. ich warte auf den vorschlag, raucher mit nem symbol zu kennzeichnen, damit sie von jedem angespuckt werden dürfen, wofür sie dann aber gefälligst zahlen sollen.

so, wer ist der nächste ? autofahrer ? rentner ? hundebesitzer ?

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gaycuffs 25.10.2010, 10:56
282. Viel Rauch um Nichts

Damit die Schornsteine der Industrie rauchen, müssen eben die Raucher wieder mehr rauchen.

In Großbritannien, Irland oder Norwegen kostet eine Schachtel zwischen 7 und 8 Euro. Das können wir doch noch besser. Warum nicht 10 Euro in Deutschland ?

Dann ist das Rauchen auch nur noch eine Luxusbeschäftigung weniger Reicher und das ewige Gejammer der ach so gebeutelten Raucher versiegt langsam. Diese ganzen verzerrten Kommentare, in denen sich die Raucher als Stütze des Staates, als Stütze der Gastronomie, oder als Stütze der Rentenkasse sehen sind doch grotesk.

Ich habe selbst 22 Jahre geraucht, 50 Stück am Tag und habe mich in der Zeit nie als Stütze von irgendwas gesehen. Bin seit 6 Jahren rauchfrei, huste nicht mehr, habe 300 Euro mehr im Monat für mehr Spaß zur Verfügung durch deren Konsum und indirekte Steuern ich auch wieder den Staat finanziere.

Als Ex-Raucher weiß ich heute, dass Raucher sein nichts besonderes ist. Und wenn das Laster dann dazu beträgt die Allgemeinheit zu stützen, dann gefallt euch wenigstens in dieser Rolle und zahlt !

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fridericus1 25.10.2010, 10:56
283. Immer auf die Raucher...

Eins vorweg: ich bin Nichtraucher seit 15 Jahren und froh darüber, nicht mehr an der Lulle zu hängen.

Ich möchte einfach mal die Frage stellen, ob es nicht an der Zeit wäre, auch andere Risikogruppen mal in den Fokus für Sonderbeiträge zu nehmen:

- Freizeitsportler (hohe Verletzungsgefahr),
- Workaholics (Burn-Out, Herzinfarkt),
- Pendler im Auto (erhöhte Unfallgefahr),
- Rucksacktouristen in exotischen Ländern (Kidnapping und Lebensmittelvergiftungen)

u.ä.

Ich finde die Finanzierung des Staatshaushaltes über Tabaksteuern schlichtweg verlogen. Suchtkranke zur Kasse zu bitten ist perfide, weil diese nur mit sehr hohem Aufwand ausweichen können.

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happy2009 25.10.2010, 10:58
284. erzwungener Titelplatzhalter-unsinnig

Zitat von Currywurst
Ihre Zahlen sagen nur aus, dass alte Menschen wohl häufiger und teurer krank sind als junge. Das wird wohl auch niemand ernsthaft bestreiten. Es lassen sich daraus aber keine Schlüsse dahingehend ziehen, dass diejenigen, die früher sterben (in diese Gruppe fallen sicherlich überdurchschnittlich viele Raucher), billiger gewesen wären. Sie hatten nur eine vorteilhafte Vergleichsgruppe.
Das ist nicht wahr
Da die auftretenden Krankheiten vorwiegend auf Alterungserscheinungen zurückzuführen sind, ist da sehr wohl ein Schluss zu ziehen

Und nicht berücksichtigt sind die Rentenzahlungseinsparungen

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schnurrz@hotmail.com 25.10.2010, 11:00
285. Nichtraucher...

Zitat von franksterling
Es ist doch furchtbar wenn jemand vor einem laeuft und man den ganzen Rauch einatmet.
Wie wäre es mit woanders langlaufen? 5 Meter Abstand halten? Der Spruch mit der "Freiheit des einen" gilt in beide Richtungen!

Furchtbar wie diese allerwichtigsten Gesundheitsapostel ihre faschistoiden Ansichten ausleben, immer in der Gewissheit im Recht zu sein.

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Ottokar 25.10.2010, 11:07
286. Solidargemeinschaft

Da hier mmal wieder die Kosten der Raucher für die Solidargemeinschaft angespochen werden habe ich folgenden Vorschlag.
Jede Zigaretttenpackung enthält einen Krankenkassebeitrag von 5,00 Euro
Jedes Kilo Übergewicht wird mit 5,00 Euro besteuert.
Alle Junkfoodartikel werden mit 5,00 Euro besteuert.
Der Liter Bier wird mit 5,00 Euro besteuert.
Alle Kosten für Sportunfälle werden aus eigener Tasche bezahlt.
Damit müssten sich ALLE die sich über die Kosten der Solidargemeinschaft beklagen zufrieden sein.
Weitere Vorschläge sind willkommen.
Grüsse von einem Raucher

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bikersplace 25.10.2010, 11:12
287. Macht Sie doch

Zitat von Bre-Men
Die liebe FDP wollte doch Steuern senken!?
wo/wann haben die "Fast 3 Prozent" vom gemeinen Volk gesprochen? Manchen geht es jetzt ja besser.

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hook123 25.10.2010, 11:14
288. ...

Zitat von wanderprediger
Moin, geht s noch ? Warum soll ich für Süchtige auf die Barrikaden gehen? Die Franzosen gehen auch nicht für Süchtige auf die Barrikaden.
Vielleicht wurd da etwas mißverstanden. Es geht nicht darum die armen Raucher zu unterstützten. Diese sollen ja wenn möglich kräftig weiterqualmen, damit ordentlich Bares in die Kassen der Industrie gespühlt wird, um günstig Strom zu haben.

Ungachtet dessen geht der Deutsche nie auf die Barrikaden, egal wie schamlos die Regierung agiert.

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Epic Fail 25.10.2010, 11:14
289. .

Zitat von deppvomdienst
Und dabei wird so getan, als hätten wir ohne Rauchen Null Herzinfarkte und Schlaganfälle ... Dagegen die Einnahmen aus der Tabaksteuer: ) Fazit: Raucher "kosten" den Staat nichts Rauchen ist mehr als nur ein lästiges Übel: es ist gefährlich und belastet die Nichtraucher, und nötig ist es auch nicht. Aber wenn wir diesen Maßstab an andere Tätigkeiten des täglichen Lebens anlegen, zeigt sich, wie absurd die Debatte ist. Was ist mit Grillen, was mit in Urlaub fahren, was mit mit Fahrrad auf dem Autodach zum Ausflug fahren? Wollen wir wirklich damit anfangen jeweils zu rechtfertigen, ob das, was ich mache, auch wirklich nur nützlich im Sinne der Volksgesundheit ist? Militante Nichtraucher sollten mal etwas auf dem Teppich bleiben: wenn die Verbieteritis weiter so um sich greift, haben wir uns selbst ruckzuck aller Freiheiten beraubt. Weil Freiheit eben auch bedeutet, nicht alles unter dem Primat der Vernunft sehen zu müssen - ein bisschen Spaß darf auch dabei sein. Aber Politiker, die derartig entscheiden, wie jetzt wieder erlebt, scheinen im Übermaß ihren Spaß daran zu finden die Bevölkerung zu schuriegeln! Und da hört der Spaß auf!
hehehehe, stellt euch doch nur mal vor die Raucher sind alle weg und der Krebs bleibt! ;)

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