Forum: Politik
Konflikt am Persischen Golf: In der Iran-Falle
Saul Loeb/ AFP

Donald Trump hat sich mit seiner harten Linie gegenüber Teheran in eine schwierige Situation gebracht. Es gibt für ihn praktisch keinen einfachen Ausweg mehr.

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uherm_ 15.06.2019, 16:41
1. Gute Analyse

Danke!

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GutenTagZusammen 15.06.2019, 16:44
2. Ein Teil der iranischen Bevölkerung findet Trump gut...

... denn sie gehen davon aus, dass dadurch das Regime bald zusammenbrechen wird. Sie geben auch der Führung in Teheran die Schuld an den steigenden Preisen, nicht Trump. Meine Bekannten, deren Eltern im Iran leben, gehen davon aus, dass es nur noch eine Frage von Monaten ist bis das Regime weg ist. Damit wäre das ein großer Erfolg für Trump, wenn er es ohne Waffen schafft, was alle Präsidenten vor ihm nicht geschafft haben. Deswegen auch die Nervosität in Teheran und die Last-Minute-Versuche in Israel noch schnell einen Krieg vom Zaun zu brechen. Wenn Israel der Feind wegbricht, wird das auch den Druck auf diese erhöhen Frieden zu schließen.

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Hörbört 15.06.2019, 17:00
3. Menschenleere Baustellen

Von einer unvollendeten Baustelle zur nächsten: Der größte Bauherr aller Zeiten reiht einen Baustopp an den anderen. Es begann mit der Gesundheitsreform, setzte sich mit der Mauer zu Mexiko fort, zeitigte den Stillstand der Gespräche mit Nordkorea und geriet bei der Errichtung der Regierung des venezolanischen Gegenpräsidenten zum Fiasko. Nirgendwo hat das stabile Genie seinem Fanclub das verheißene 'tired of winning' geliefert. Er kann es nicht.

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Schöneberg 15.06.2019, 17:01
4. Jemand glaubt aber ganz fest an Trump

"Aber: Glaubt man Trump überhaupt noch, einem Mann, der in seiner Amtszeit einen Rekord an nachweisbaren Lügen aufgestellt hat?" Christoph Sydow hat uns gestern erst im Video erklärt, dass Trump seinen Wählern versprochen hat, alle Soldaten nach Hause zu holen. Bolton arbeitet seit Jahrzenten gegen den Iran, hält offen Reden zum Umsturz und ist bei weitem nicht der einzige Falke an Trumps Seite. Weil Trump es seinen Wählern aber versprochen hat, können wir gleich ausschließen, dass die USA ein Interesse am Krieg hätten. Allen Säbeltänzen zum trotz. Das die Iraner hingegen ein vollbesetztes Boot zum manuellen abmontieren einer scharfen, jedoch nicht explodierten, Haftmine schicken, das glauben wir sofort! Macht weiter so, ich schaue mir derweil Sydows Klassiker an, das Grillvideo aus Mossul.

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neutralfanw 15.06.2019, 17:04
5. Der Boomerang fliegt

Trump sollte aufpassen. Die größte Gefahr besteht, wenn man seinen Gegner unterschätzt. Trump hat Kim NK, México, Kanada, China, die FED und politischen Gegner nicht richtig eingeschätzt bzw. Ihnen gegenüber ungeschickt taktiert. Jetzt kämpft er verzweifelt an allen Fronten und Bereichen. Seine Anhänger haben mittlerweile ein Problem, sie möchten nicht auf der Seite eines Verlierers stehen. Die Zeit drängt, es müssen sichtbare Erfolge her.

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Meckerameise 15.06.2019, 17:06
6.

"dem Irakkrieg, der von der Regierung von George W. Bush mit fadenscheidigen Begründungen begonnen wurde" - nennt es doch bitte, wie es war: gefälschte Beweise. Die USA haben mit eigenen falschen Informationen einen Angriffskrieg gegen den Irak begonnen und haben die NATO dort hineingezogen und dabei zahlreiche Kriegsverbrechen begangen, die bis heute weder verurteilt noch überhaupt zur Anklage gebracht wurden.

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r_saeckler 15.06.2019, 17:13
7. Ach, Herr Nelles, die Lösung liegt doch auf der Hand!

Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen. (Isaak Asimov, Foundation-Trilogioe).
Wollen wir wetten?!

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thomas_linz 15.06.2019, 17:17
8. Die Leute sind weniger

Zitat von GutenTagZusammen
... denn sie gehen davon aus, dass dadurch das Regime bald zusammenbrechen wird. Sie geben auch der Führung in Teheran die Schuld an den steigenden Preisen, nicht Trump. Meine Bekannten, deren Eltern im Iran leben, gehen davon aus, dass es nur noch eine Frage von Monaten ist bis das Regime weg ist. Damit wäre das ein großer Erfolg für Trump, wenn er es ohne Waffen schafft, was alle Präsidenten vor ihm nicht geschafft haben. Deswegen auch die Nervosität in Teheran und die Last-Minute-Versuche in Israel noch schnell einen Krieg vom Zaun zu brechen. Wenn Israel der Feind wegbricht, wird das auch den Druck auf diese erhöhen Frieden zu schließen.
fuer Trump, als gegen die Regierung. Ich kenne aber auch jede Menge Leute, die koennen mit dem Herren nichts anfangen. Und ueber eins sollten Sie sich klar sein, wenn die Regierung nicht gewollt ist, dann wird man zu den Wahlen gehen muessen.

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s.l.bln 15.06.2019, 17:18
9. So läuft das eben...

...wenn man Dinge verspricht, von denen man eigentlich keine Ahnung hat. Der Iran ist keine Bananenrepublik und man hat dort klar signalisiert, daß man Trump nicht ernst nimmt.
Ohne irgendein Politschauspiel mit anschließender großartigster Einigung aller Zeiten, kann er seine Flotte nicht wieder wegfahren und die Iraner haben erklärt, daß sie mit ihm nicht reden. Einen Krieg kann er sich innenpolitisch nicht leisten und einen Rückzug ohne irgendeinen Erfolg auch nicht.
Schon blöd, irgendwie...

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