Forum: Politik
Konflikt am Persischen Golf: In der Iran-Falle
Saul Loeb/ AFP

Donald Trump hat sich mit seiner harten Linie gegenüber Teheran in eine schwierige Situation gebracht. Es gibt für ihn praktisch keinen einfachen Ausweg mehr.

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glissando 15.06.2019, 17:19
10. Hilfreiche Einordnung

Herr Nelles bringt mit seinem unaufgeregten und klaren Stil Ordnung in das Dickicht aus den vielen Widersprüche n gerade auf Trumps Seite. Dafür vielen Dank. Ich bin mir sicher, dass sich Trump hier wie schon am Nahostkonflikt die Zähne ausbeissen wird. Hoffentlich bewahren alle Beteiligten die Nerven.

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spon_7302413 15.06.2019, 17:19
11. Prognosen sind schwierig, sofern sie sich mit der Zukunft befassen.;-)

Zitat von GutenTagZusammen
Meine Bekannten, deren Eltern im Iran leben, gehen davon aus, dass es nur noch eine Frage von Monaten ist bis das Regime weg ist.
Meine Bekannten hätten Haus und Hof darauf verwettet, dass Trump nie Präsident werden würde. Soviel dazu, wie sehr sich Menschen aus den betroffenen Ländern über die Zukunft einer anstehenden, aber eben nicht absehbaren Entwicklung im Irrtum befinden können.

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yoda56 15.06.2019, 17:22
12. Miserable Analyse...

wie immer, Herr Nelles, reines Wunschdenken.

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senkfuss 15.06.2019, 17:24
13. 2 Gründe gegen den Krieg

1. Das Pentagon ist extrem verschuldet und kann sich einen Krieg gegen Iran mit ungewissem Ausgang (und Kontrolle des iranischen Öls) schlicht nicht leisten.
2. Lt. BIZ gibt es im Ölmarkt Derivate Kontrakte über 500 Billionen Dollar (Marktwert brutto jedoch nur ca. 12 Billionen). Ca. 20% der Öltransporte gehen durch die Strasse von Hormus. Dieser Derivate Handel wird im Falle einer Blockade zusammen brechen und damit eine schwere weltweite Finanzkrise auslösen.

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fottesfott 15.06.2019, 17:25
14. Hoch komplexe Situation

meiner Meinung nach.
Die Analyse ist ausgezeichnet.

Was haben wir?

Fragile Regierungen in Israel und Teheran, denen militärische Handlungen im moderaten Umfang durchaus gelegen kämen, um an der Macht zu bleiben.
Und ein US-Präsident, dem im Falle solcher militärischer Handlungen mit seinen üblichen Drohgebärden nicht weiter kommt, sondern einen Krieg vom Zaun brechen muss. Ich wüsste nicht, wer sich in eine "Koalition der Willigen" mit DT einreihen möchte, vielleicht unsere Brexit-Freunde, aber schon bei Kanada, Australien, allen EU-Staaten, hätte ich meine Bedenken.
Die iranische Führung hat ja schon signalisiert, dass sie kein Interesse an Verhandlungen ohne drastische Vorleistungen der USA hat.
Hier bahnt sich eine Situation an, in der Trumps Kindergarten-Denke von Weltpolitik an ihre Grenzen stößt...

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Atheist_Crusader 15.06.2019, 17:26
15.

Zitat von spon_7302413
Meine Bekannten hätten Haus und Hof darauf verwettet, dass Trump nie Präsident werden würde. Soviel dazu, wie sehr sich Menschen aus den betroffenen Ländern über die Zukunft einer anstehenden, aber eben nicht absehbaren Entwicklung im Irrtum befinden können.
Man könnte fast auf die Idee kommen, dass Prognosen gerne mal mit Wunschvorstellungen vorbelastet werden ;)

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ollifast 15.06.2019, 17:27
16. Richtig erkannt

POTUS Trump hat sich selber in die missliche Lage manövriert. Er könnte jetzt höflich in der EU in Paris und Berlin anfragen, ob man gedenke, den diplomatischen Notdienst zu schicken. Dann wird er aber auch Federn lassen dürfen.

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claus7447 15.06.2019, 17:27
17. Durchaus ... aber..

Zitat von GutenTagZusammen
... denn sie gehen davon aus, dass dadurch das Regime bald zusammenbrechen wird. Sie geben auch der Führung in Teheran die Schuld an den steigenden Preisen, nicht Trump. Meine Bekannten, deren Eltern im Iran leben, gehen davon aus, dass es nur noch eine Frage von Monaten ist bis das Regime weg ist. Damit wäre das ein großer Erfolg für Trump, wenn er es ohne Waffen schafft, was alle Präsidenten vor ihm nicht geschafft haben. Deswegen auch die Nervosität in Teheran und die Last-Minute-Versuche in Israel noch schnell einen Krieg vom Zaun zu brechen. Wenn Israel der Feind wegbricht, wird das auch den Druck auf diese erhöhen Frieden zu schließen.
Ich gehe davon aus, das ein Teil der Iranischen Bevölkerung Donny gut findet - wie auch in den USA und in D.

Wo ich meine massiven Zweifel habe, dass die Ayatollahs sich davon letztlich aus dem land jagen lassen. Die "Religionswächter sind so tief mittlerweile im System integriert, das lässt sich nicht so ohne weiteres wegwischen.

Solche System werden im Regelfall nicht lautlos ins sich zusammenbrechen - sondern in einer blutigen Revolution enden oder siegen. Die Frage wird sein, ist damit den Menschen im Land gedient.

Aber unser Freund Donny hat sich mit Falken umgeben, und die lechzen offensichtlich nach Blut.

Es zeigt sich aber: allein durch die einseitige Aufkündigung des Atomstop-Vertrages hat USA es mal wieder geschafft in ihrer Kurzsichtigkeit eine ohnehin massiv unruhige Region weiter zu destabilisieren. Kriege haben die USA in den letzten 70 Jahren nur einmal gewonnen - und sie werden auch diesen nicht gewinnen.

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Erythronium2 15.06.2019, 17:27
18.

Das antiiranische Gepolter der USA, ihr Ausstieg aus dem Atomdeal und ihre übertriebene Sanktionspolitik sind brandgefährlich. Sollten die Iraner allerdings tatsächlich hinter den terroristischen Anschlägen auf die kommerzielle Schifffahrt im Persischen Golf stecken, dann hat die Welt sowieso ein Riesenproblem. So etwas ist völlig inakzeptabel. Den Leuten, die diese Anschläge begangen oder beauftragt haben, muss rasch das Handwerk gelegt werden. Und wenn das nicht ohne einen Regimewechsel im Iran möglich ist, dann wird es diesen womöglich bald geben müssen.

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In-Golf 15.06.2019, 17:28
19. Wieso Ausweg?

Sie schätzen die Situation als Atlantiker völlig falsch ein.

Die USA wollen Krieg mit dem Iran. Weil der ihre Weltherrschaft und "göttlichen Auftrag" nicht anerkennt und sie so im Nahen Osten -dessen Öl sie brauchen- infrage stellt.

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