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Konflikt in Koalition: Seehofer zementiert das Nein zur Homo-Ehe
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Er ist "ganz sicher": Eine umfassende Gleichstellung von Homosexuellen wird es laut CSU-Chef Horst Seehofer so bald nicht geben. In der Schwesterpartei fordert Finanzminister Schäuble ein Umdenken: "Wenn die CDU Volkspartei bleiben will, dann muss sie veränderte Realitäten zur Kenntnis nehmen."

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c_c 02.03.2013, 16:41
30. mir

Zitat von sysop
Er ist "ganz sicher": Eine umfassende Gleichstellung von Homosexuellen wird es laut CSU-Chef Horst Seehofer so bald nicht geben. In der Schwesterpartei fordert Finanzminister Schäuble ein Umdenken: "Wenn die CDU Volkspartei bleiben will, dann muss sie veränderte Realitäten zur Kenntnis nehmen."
geht dieses Thema langsam auf den Sack. Könnt ihr endlich mal aufhören, den Homosexuellen so ein RIESENforum zu bieten? Das ist eine kleine Minderheit!

So. Es geht doch hier nur um eine rechtliche Gleichstellung oder? Also nicht die kirchliche sondern die standesamtliche 'Heirat' und die entsprechenden Rechte. Damit kann man doch gar kein Problem haben!?

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Minette 02.03.2013, 16:45
31.

Zitat von de-fakto
Ihnen ist schon klar,welche Bedeutung das "C" im Parteilogo hat? Richtig christlich. Die Partei ist ebenso wie die Schwesterpartei stark assoziiert mit der katholischen Kirche. Und die katholische Kirche prägt trotz angeblicher Säkularisierug die politische Richtung, auch wenn es offiziell niemand zugibt. Für die ist wie wir alle wissen Homosexualität eine böse Sünde.
Warum darf man nicht mehr christlich denken? Warum werden wir alle verteufelt? Ich bin gegen die Homo Ehe !! Darf ich das nicht mehr sagen? Die Homo Ehe - Ehe gebuehrt einzig den Ehepaaren im christlichen Sinn. Die Ehe ist ein Sakrament. Man darf das nicht auf Lesben und Schwule ausweiten, das geht zu weit. Sollen sie doch ihre Lebenspartnerschaften haben und gut ist. Ich bin kein Seehofer Freund, aber in diesem Falle schon. Was bilden die sich ein, ein Recht auf eine Ehe zu haben, das ist grotesk! Ich will nicht, dass meine Enkelkinder von solchen "Paaren" beeinflusst werden, ich will, dass sie christlich aufwachsen. Und nicht von Herrn Dietmar und Frau Karl-Heinz Schewuehl unterrichtet/ausgebildet werden.

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nabels 02.03.2013, 16:46
32.

Zitat von bschniewind
Es ist richtig sich gegen die Homo-Ehe zu stellen, denn was folgen würde wäre, dass Homo -und Heterosexuelle bald überall gleichgestellt wären, auch was die Förderungen betrifft, sei es steuerlich oder wie auch immer. Wer aber alles fördert, braucht gar nichts fördern. Dass aber die klassische Ehe eine Förderung verdient, kann wohl niemand bestreiten, denn sie ist Vorraussetzung, nicht nur Kindern eine gefestigte Erziehung zu geben, sondern auch, um erstmal Kinder zu haben!
Nun, dass Paarbeziehungen, in denen Kinder aufgezogen werden, eine Förderung verdienen, wird sicherlich niemand bestreiten; ganz im Gegenteil zur Förderung der Ehe an sich, z.B. durch das Ehegattensplitting in den späten 50ern, die nichts weiter war als eine frühe Form der Herdprämie, was auch damals ganz offen nach außen hin vertreten wurde.

Nur ist eben die Familie mit Kindern nicht mehr der Normalfall, weswegen es mehr als vernünftig ist, die christlich-ideologisch begründete Diskriminierung der gleichgeschlechtlichen Ehe gegenüber der gemischtgeschlechtlichen Ehe endgültig und vollständig aufzuheben! Wenn schwule und lesbische Eltern Kinder aufziehen wollen, sei es die eigenen, sei es adoptierte, brauchen sie natürlich jede Förderung durch den Gesetzgeber.

Die Mehrheit der Deutschen hat mit diesen Überlegungen im Gegensatz zur katholischen Kirche und dieser seltsamen bajuwarischen Stammespartei ja nun offensichtlich keine Schwierigkeiten.

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kael 02.03.2013, 16:50
33. Gegen die Mehrheit?

Zitat von auf.ein.wort
Ich hätte nicht gedacht, dass ich der CSU mal zur Seite springen muss; aber wo sie recht hat, hat sie recht. Die absehbare völlig Gleichstellung der Homo-Ehe mit der Hetero-Ehe ist nach meinem Dafürhalten ein falscher Weg.... .
Das ist Ihre höchst individuelle Meinung, die aber keinerlei Anspruch auf Meinungsführerschaft hat. Im Gegenteil, sie wird von einer Mehrheit in der Bevölkerung nicht geteilt.

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roehl 02.03.2013, 16:52
34. Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen...

Es fällt mir sehr schwer von einem Mann, der seine Frau betrogen hat und ein uneheliches Kind gezeugt hat, sagen zu lassen was moralisch Gut ist, bzw. mir etwas was über die traditionelle Werte sagen zu lassen.

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hschmitter 02.03.2013, 16:53
35. Klar...

und niemand zeigt sowohl privat als auch beruflich so viel Konsequenz in christlicher Lebensweise wie der Seehofer - lügt nicht, geht nicht fremd usw....

Wer glaubt so einem Hanswurscht ?

In ein paar Jahren ist dieses alberne Gattensplitting abgeschafft, weil jede Lebensgemeinschaft einen Anspruch darauf haben wird und es dann nicht mehr finanzierbar ist. Da kann Horsti toben, wie er will.

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juliuss 02.03.2013, 16:53
36. Katzen würden Whiskas kaufen ...

... und unsere
Kinder gerne in die Heucheleien unserer christlichen Bayern hineinwachsen. Als akademische Beamtin im Freistaat Bayern, die ihr Leben schon lange Jahre in einer eingetragenen LP teilt, ihre Steuern zahlt, Unsummen Kohle in die Reproduktionsmedizin der Niederlande investiert hat (weil ich als Unverheiratete in Dtl ohne Mann diskriminiert bin), fühle ich mich angesichts dieser entwürdigenden Debatte nicht mehr wohl. Für diesen obersten Dienstherrn schäme ich mich aus tiefstem Herzen.

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nabels 02.03.2013, 16:54
37.

Zitat von Minette
Warum darf man nicht mehr christlich denken? Warum werden wir alle verteufelt?
Wenn das christliche Denken in einer irrationalen Diskriminierung und Verächtlichmachung anderer Menschen führt, dann müssen Sie eben den Gegenwind aushalten, der Ihnen entgegenweht. So ist das Leben.

Wie kommen Sie eigentlich auf das schmale Brett, dass eine ethisch verwerfliche Diskriminierung anderer Menschen keinen Widerspruch ertragen muss, bloß weil sie religiös begründet wird? Das wäre ja noch schöner!

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UHamm 02.03.2013, 16:56
38. Thema der Beliebigkeit

Man muß sich wirklich fragen, warum eine Homolebensgemeinschaft besser gestellt werden soll als z.B. die Tochter, die ihren kranken Vater pflegt oder die alleinstehende Mutter mit ihrem behinderten Sohn. Das sind alles irgendwie Lebensgemeinschaften, aber keine Ehen. Was eine Ehe ist und wer Ehegatte ist, dürfte doch seit tausenden von Jahren unstreitig sein. Wie kommen also Homos dazu, ihre Rollenverteilung als Ehe zu sehen und sogleich das Ehegattensplitting zu wollen? Das sind zwei Kerle, die zusammenleben wollen- das ist schon alles. Aus dieser Beziehung kann kein neues Leben entspringen. Aus einer Ehe können aber die dringend benötigten Kinder hevorgehen, daher muß man sie schützen und fördern.
Ich finde, unsere Gesellschaft muß das fördern, was ihr selbst förderlich ist. Ob Homos zusammenleben oder nicht, ist völlig ohne jede Bedeutung. Wenn es sie morgen nicht gäbe, würde es nicht auffallen. Wenn es Heteros morgen nicht mehr gäbe, stirbt die Menschheit in wenigen Jahren aus. So ist die Ausgangslage.
Unsere Welt ist von Anbeginn bipolar, ohne das jeweils andere Geschlecht gäbe es überhaupt kein Leben aus dieser Welt. Selbst die Pflanzenwelt braucht die Bipolarität. Wer dies als Grundvoraussetzung für das Leben an sich erkannt hat, weiß auch was richtig und was falsch ist.

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shardan 02.03.2013, 16:57
39. Na und?

Herr Seehofer ist das eine um das andere mal als Synonym für die Standhaftigkeit in Sachen Rolle Rückwärts in Erscheinung getreten, der fällt fast so oft um wie die FDP...... Nur die Drehgeschwindigkeit der Freidemokraten hat er noch nicht raus, die drehen so schnell das aus 180° vor der Wahl 360° nach der Wahl werden. Wie auch immer - herr Seehofer stützt sich auf seine Stammtischbrüder, die eher am braunen rand der Gesellschaft zu finden sein dürften - dass selbst seine Partei das nicht ganz so geschlossen sieht wie er das hier verkündet, steht auf einem anderen Blatt.

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