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Konflikt: Libanons Armee schießt erstmals auf syrische Kampfjets
AFP

Libanon wehrt sich dagegen, in den syrischen Bürgerkrieg gezogen zu werden. Zum ersten Mal hat seine Armee syrische Kampfflugzeuge beschossen, die mit Raketen auf einen libanesischen Ort gefeuert hatten. Gleichzeitig will das Land mit saudischer Hilfe kräftig aufrüsten.

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abc-xyz 30.12.2013, 19:52
10. Libanon helfen

Der Libanon hat eine sehr schwere Bürde auch ohne den von Assad angezettelten Bürgerkrieg in Syrien. Die Hizballah hat systematisch die Staatsstrukturen ausgehölt und eine islamistischen Parallelstaat auf libanesischen Boden aufgebaut. Dabei geht die Hizballah nicht nur gegen ihre sunnitischen Pendants vor sondern vor allem gegen die säkularen Kräfte des Libanon. Der neuerliche Bombenterror in Beirut beweist dies und entlarvt auch, dass die Assadisten eben nicht gegen Islamismus kämpfen sondern ausschließlich für deren Machterhalt. Die Hilfe für das libanesische Militär ist äußerst notwendig und schon lange überfällig.

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karlomari 30.12.2013, 19:55
11. Haben Sie dafür Quellen

Zitat von Hübitusse
Egal wie schlimm es die Islamistenfraktion innerhalb der Rebellion es treibt, es wird nüauch nicht schlimmer sein können als das was Assad getan hat, tut und noch eine weile weiter machen wird...
.....das man in Syrien vor 2011 Leuten vor laufender Kamera die Köpfe abgeschlagen hat und das Kannibalismus dort verbreitet war?

Das ein Staat versucht, die Sicherheit ihrer Bürger zu gewährleisten und Halsabschneidern, Hochverrätern und sonstigen Verbrechern droht zur Rechenschaft und Verantwortung gezogen zu werden halten sie für schlimm?

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ein anderer 30.12.2013, 19:59
12. ...

Zitat von reuanmuc
Die Hisbollah hat es doch längst getan. Der Widerstand im Land gegen die Hisbollah wächst von Tag zu Tag und mit jedem Terroranschlag. Die Libanesen erkennen, dass die Hisbollah ein verlogener Haufen ist, dem es nur um die eigenen Pfründe geht. Es ist ihr langsames Ende, zumal wenn noch die Unterstützung und das Propagandageschrei aus dem Iran ausbleibt.
Ca. 30% der Libanesen sind Schiiten, die noch Wissen was vor etwas mehr als 30 Jahren passiert ist. Als ein fremder Staat ihre Siedlungsgebiete besetzte und sie unter eine Herrschaft christlicher Maroniten zwingen wollte. So was vergessen die Leute nicht so schnell.

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ein anderer 30.12.2013, 20:08
13. ...

Zitat von jiskoko
30.000 flüchtlinge in arsal. die sind vor den truppen von assad dorthin geflohen? warum vor den truppen? warum nicht vor den islamisten? warum nicht vor dem "bürgerkrieg"? woher weiß man das oder nimmt man das nur an weil es so gut passt?
Wenn Assad die Stadt beschiessen lässt, so kann man davon ausgehen, dass es sich um ein Rückzugs- und Ausgangsort für syrische Rebellen handeln muss.
Desshalb wäre es tatsächlich wünschenswert wenn die libanesische Armee in die Lage versetzt wird nicht nur Assads Truppen vom Libanon fern zu halten sondern auch die Rebellen am ständigen Grenzübertritt zu hindern.

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buntemische 30.12.2013, 20:10
14. Syrien wehrt sich....

Die syrisch-arabische Armee hat heute nach eigenen Angaben in Adra bei Damaskus 5000 Zivilisten aus der Umzingelung durch Rebellen befreit, sie mit Nahrungsmitteln und sonstigen Hilfsgütern versorgt und in sichere Regionen geleitet
Die syrische Armee hatte am 14. Dezember ihre Aktion zur Vertreibung der Rebellen aus dieser Region begonnen. Mit deren Vertreibung erlangte das Militär auch die Kontrolle über eine Hauptstraße nach Damaskus zurück.

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Atheist_Crusader 30.12.2013, 20:23
15.

Zitat von sysop
Libanon wehrt sich dagegen, in den syrischen Bürgerkrieg gezogen zu werden. Zum ersten Mal hat seine Armee syrische Kampfflugzeuge beschossen, die mit Raketen auf einen libanesischen Ort gefeuert hatten. Gleichzeitig will das Land mit saudischer Hilfe kräftig aufrüsten.
Die libanesische Armee ist ein schlechter Witz. Ein Haufen Maroniten die sich nicht eingestehen wollen, dass sie im eigenen Land in der Unterzahl sind und ein paar Sunniten die eingesehen haben, dass sie die Schiiten noch weniger mögen.
Aber die Schiiten sind die Bevölkerungsmehrheit und wenn die Verfassung nicht genau festlegen würde, welche Religion/Ethnie welches Amt stellen darf, wären sie längst an der Macht. Die letzte Volkszählung ist auch ein paar Jahrzehnte her und eine neue gibt es nicht, weil Niemand in Beirut die Ergebnisse wissen will.
Die Hisbollah ist die eigentliche, die legitimere Armee des Landes und hat auch die Bevölkerungsmehrheit unter sich. Das hat sie in der Vergangenheit mehrmals gezeigt - sie waren nur clever genug es nicht zu tun, als die Großen hingesehen haben. Klar, dass die Sunniten ihre Felle davonschwimmen sehen, nachdem sich gezeigt hat, dass man auch mit Hilfe der Saudis nicht so einfach alle Andersgläubigen umbringen kann (wie in Syrien). Kein Wunder, dass die jetzt an Riads Brust nuckeln wollen. Die wissen: wenn Assad sein Haus wieder unter Kontrolle hat und die Hisbollah-Kampfgruppen zurückkommen, dann sind ihre Tage gezählt.
Was wir hier sehen, sind die Todeszuckungen einer überholten Regierung, die merkt, dass die Demographie sie einholen und obsolet machen wird und die als letzte Verzweifelungstat Hilfe bei ausländischen "Freunden" suchen, um ihre Minderheitsdiktatur fortzusetzen.

Eigentlich schon fast komisch: die libanesische Regierung ist als undemokratische Minderheitsregierung kaum legitimer als Assad. Aber während die Saudis letzteren stürzen wollen, beliefern sie erstere mit Waffen. Und warum? Einfach eine Frage der richtigen Religion.

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JDR 30.12.2013, 23:15
16. ...

Zitat von fd53
sollte man sich mal ganz genau anschauen. Die Aufrüstung dieser Armee kann nämlich sehr schnell die komplizierte innenpolitische Situation im Land endgültig und total explodieren lassen.
Diese Situation ist praktisch kaum noch zu retten. Die Rückkehr der Hezballah-Kämpfer aus Syrien wird vergleichbar mit der Umsiedlung der palästinensischen Araber nach dem Schwarzen September sein, so wie der faktische Hezballah-Staat im Süden dem der PLO damals gleicht.

Die Krise um die Präsidentenwahl, die Unfähigkeit eine unabhängige Regierung zu bilden, die Aussetzung der Demokratie wegen der Unvereinbarkeit der Interessen der Sekten. Alle Steine fallen auf die selben Plätze, wie in den siebzigern. Arm und reich, Flüchtlingsnot, religiöse Spannungen und ausländischer Druck in alle Richtungen werden das Land vermutlich sprengen.

Nur ein "Genickschuss" für die Vasallen Teherans könnte wohl jetzt noch die "Partei des Teufels," wie sie auf der Beerdigung eines unbeteiligten jungen Mannes genannt wurde, der bei dem Bombenattentat auf einen Gegner dieser Terrorgruppe starb, so erschüttern, dass sie sich auf interne Konsilidierung bekehren. Aber das ist höchst unwahrscheinlich.

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spon_2294391 30.12.2013, 23:28
17. Mal sehen,

wie lange es dauert, bis ein Teil der Waffen wieder in noch falschere Hände gerät und gegen die Verkäufer eingesetzt wird. Der Mensch lernt nie!

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kölschejung72 30.12.2013, 23:32
18. 3 Mrd Waffenhilfe

Wird kaum etwas an den Machtverhältnissen im Libanon ändern. Der Grund ist einfach: Hisbollah ist eine hochprofessionelle Armee, in der jeder Soldat weiss, dass er sein Land gegen einen viel besser ausgerüsteten Feind Israel nur dann verteidigen kann, wenn er top trainiert ist.

Auch deswegen haben die Israelis eine vernichtende Niederlage beim letzten Libanonkrieg eingesteckt und sind nicht mal in die Grenzdörfer hineingekommen und haben sich dann auf des Zerbomben der Infrastruktur verlegt.

Natürlich wäre es für die Islamisten und Terroristen und ihre Hintermänner kurzfristig praktisch, wenn der Krieg auf den Libanon übergreifen würde.

Langfristig kann es aber nicht im Interesse der USA und Israels liegen, wenn eine Seite im Libanon die alleinige Kontrolle übernimmt - schon gar nicht die sunitischen Jihadisten mit Geld aus islamo-faschistischen Saudi Arabien. Nicht ganz so unangenehm wird es, wenn die Schiiten die alleinige Kontrolle übernehmen.

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erasmus89 30.12.2013, 23:44
19. Wieder mal nur die halbe Wahrheit

Arsal liegt direkt an der Grenze zu den Qualamoun-Bergen. DIe Dschihadisten fliehen nach Arsal über die Grenze und starten dann wieder ihre Angriffe auf syrische Posten. Nach Arsal werden von Tripoli Waffentransporte durchgeführt. In den QUalamoun-Bergen sind fast 20000 Terroristen eingeschlossen.

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