Forum: Politik
Konflikt mit Russland: Die fatalen Fehler der Regierung in Kiew
AFP

Versöhnung im Land und die Entwaffnung rechtsextremer Milizen - das hat die Übergangsregierung der Ukraine in ihrem Abkommen mit den drei EU-Außenministern versprochen. Doch Kiew setzte wichtige Teile des Vertrags nicht um. Das sorgte maßgeblich für die Eskalation der Lage.

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Ponce 03.03.2014, 17:41
1. optional

Na endlich wird der Einfluss der Rechten auf diese "Revolution" auch mal breit erwähnt. Ich hatte schon das Gefühl in unseren Mainstream-Medien wird das einfach verschwiegen. Das Ganze erklärt auch einen Gutteil der aktuellen Eskalation zwischen der Ukraine und Russland. Da hat unsere Regierung echt ganze Arbeit geleistet. Vor allem wird das Ganze zu einem weiteren Bedeutungsverlust Europas führen. Die USA und China reiben sich schon die Hände.

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rabenkrähe 03.03.2014, 17:42
2. nene

Zitat von sysop
Versöhnung im Land und die Entwaffnung rechtsextremer Milizen - das hat die Übergangsregierung der Ukraine in ihrem Abkommen mit den drei EU-Außenministern versprochen. Doch Kiew setzte wichtige Teile des Vertrags nicht um. Das sorgte maßgeblich für die Eskalation der Lage.
.......

Es ist doch müßig, sich an diesen Nebensächlichkeiten aufzuhalten, die nur lanciert werden, um von den eigentlichen VErantwortlichkeiten der EU abzulenken.
Fakt ist, daß die Ukraine nicht zuletzt durch Stalins Umsiedlungspolitik zum Machterhalt zutiefst gespalten ist. Und über Jahrzehnte wurde nichts unternommen, diese Spaltung zu überwinden. Im Gegenteil, die Vertreter der jeweiligen Gruppen regierten stets nur im Sinne eigener Machtoptimierung.
Und ausgerechnet die EU beteiligt sich an diesem Spielchen, ja intensiviert es noch, indem sie Leute unterstützt, die in der Ukraine gar keine wirkliche Basis haben, und meint, mit dem ach so verheißungsvollen Eu-Mitgliedschaftsgewinke Gräben in Vergessenheit geraten zu lassen.
Das ist zumindest naiv und dumm, wenn bedacht wird, wie tief die Gräben in der Ukraine ist, und wie groß Rußlands Bereitschaft auch per Blutzoll seine Vorherrschaft in der Region zu manifestieren.
rabenkrähe

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Sponposter2 03.03.2014, 17:44
3. Der Beitrag ist sehr Kreml-nah

Herr Klußmann, das ist jetzt aber extrem Kreml-nah, was Sie da schreiben. An einem völkerrechtswidrigen Einmarsch soll ein Land selbst Schuld haben, weil es Politiker ernannt hat, die dem Nachbarland nicht gefallen? Sind Sie sicher? Wo kämen wir da hin, wenn das Schule machen würde? Welche "Fehler" darf dann ein Land machen, welche nicht? In Frankreich steht die rechtsextreme Front National vor einem Wahlsieg bei der Europawahl - sollen andere Staaten da jetzt schon mal die Armee rüsten?

Es sind derzeit keine "Fehler" zu erkennen, die die Besetzung eines souveränen Landes durch Russland rechtfertigen würden. Im Übrigen besteht ein großer Bestandteil der derzeitigen Regierung der Ukraine nicht aus Rechtsextremen - das sollten Sie vielleicht auch noch erwähnen.

Wenn Sie die Proteste in der Ukraine auf die Nationalisten reduzieren, verhöhnen Sie im Übrigen auch all die vielen Menschen in der Westukraine, die tatsächlich für mehr Demokratie und weniger Korruption sind. Diese Menschen sind nämlich in der großen Mehrheit und sind NICHT rechtsextrem. Sie hoffen auf die EU und erwarten Hilfe.

Die Kreml-Propaganda macht seit Tagen im russischen Fernsehen genau das: Sie stellt die Proteste in der Ukraine als faschistisch dar. Neben aktuellen Szenen von der Krim und aus Kiew werden alte Filmszenen eingeblendet, wie die Nazis einst die Ukraine okkupierten.

Putins Einmarsch hilft nicht, die Rechten in der Ukraine einzudämmen. Das Ganze gießt enorm Öl ins Feuer - wie auch Ihr Beitrag hier.

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pedro_macedo 03.03.2014, 17:45
4. Ukraine, Russland und Europa

«Name ist Schall und Raxuh/Umnebelnd Himmelsglut"
(Goethe, Faust I, Marthens Gartens)

Ukraine gegen Russland? Russland über alles? Ich denke das bie beste option für Ukraine und für die Welt ist Ukraine, Russland und Europa zusammen.

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European 03.03.2014, 17:45
5. Sachlicher Artikel

wer so agiert wird kein Problem haben mit der Regierung Russlands eine Lösung zu findend.

Die USA instrumentalisieren und schüren diesen Konflikt zu dessen entstehen sie maßgeblich mit beigetragen haben.

Sie können nicht Teil der Lösung sein, denn sie sind Teil des Problems.

Die EU muss als erstes die Regierung in Kiew in die Pflicht nehmen das diese ihre Verträge einhält, sonst lässt sich kaum sinnvoll weiter verhandeln.

Dies wäre eine große Gelegenheit für die SPD beim Wähler zu punkten denn sie kann und will, in Gegensatz zur "transatlantisch orientierten" CDU, maßgeblich zur Lösung dieses Problems beitragen.

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interessierter_mitbürger 03.03.2014, 17:45
6.

Zitat von sysop
Versöhnung im Land und die Entwaffnung rechtsextremer Milizen - das hat die Übergangsregierung der Ukraine in ihrem Abkommen mit den drei EU-Außenministern versprochen. Doch Kiew setzte wichtige Teile des Vertrags nicht um. .... ....Stattdessen wurden Mitglieder der rechtsextremen Swoboda Minister. Diese Partei, die sich bei ihrer Gründung noch "Sozial-Nationale Partei der Ukraine" nannte, unterhält freundschaftliche Beziehungen zur NPD.
...und hier im Forum haben sich einige gewundert, dass Russland, die ukr. Regionalregierung Krim, möglicherweise auch das dortige Militär/Polizei etc. denen nicht traut.

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marcwilkins 03.03.2014, 17:47
7. Ich kann niemand von der Swoboda in der Übergangsregierung finden!

Ich wundere mich über diesen Artikel der über die "Schlimmen Fehler" der neuen Regierung in Kiev klagt. Wer von Rechts ist Teil der neuen Regierung? Soweit ich das sehe, sind alle wichtigen Posten von moderaten Politkern besetzt: http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/ukraine/10665800/Ukraines-new-government-Whos-who.html

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spon-facebook-10000523851 03.03.2014, 17:47
8. Na also,

endlich ein paar Fakten. Besten Dank. Zeigt wieder wie voreilig sich der Westen bei "Freiheitskaempfern" anbiedert. Ist ja in der Ukraine kein Einzelfall. Ueberall wo wer gegen was protestiert, bemueht man sich als erster in der Reihe der Unterstuetzung zusagenden Politiker zu stehen. Vielleicht gibt's da dann mal einen Friedens Nobel Preis dafuer.

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krasmatthias 03.03.2014, 17:48
9.

Zitat von sysop
Versöhnung im Land und die Entwaffnung rechtsextremer Milizen - das hat die Übergangsregierung der Ukraine in ihrem Abkommen mit den drei EU-Außenministern versprochen. Doch Kiew setzte wichtige Teile des Vertrags nicht um. Das sorgte maßgeblich für die Eskalation der Lage.
DANKE für diesen Artikel in einem deutschen Medium, vielen Dank für diese Ehrlichkeit.

Die Geschichte wird nun ihren Lauf nehmen und höchstwahrscheinlich sind wir Europäer am Ende Russland dankbar, dass sie die einzigen waren, welche Kraft genug hatten, um gegen Rechtsradikale in europäischen Regierungen vorzugehen, welche erst mit Unterstützung der USA und der EU dahin gelangt sind.

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