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Konflikt mit Russland: Ukrainisches Parlament stimmt für Gesetz zum Nato-Beitritt
DPA

Das ukrainische Parlament hat sich deutlich für eine Annäherung des zerrütteten Landes an den Westen ausgesprochen: Die Abgeordneten haben für ein Gesetz gestimmt, das den Beitritt zur Nato ermöglichen soll.

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kook1979 23.12.2014, 13:32
70.

Zitat von Tostan
Dieses Gesetz wird doch wegen der aktuellen Sorgen, speziell dem Bürgerkrieg mit mittlerweile unbezweifelbarer Russischer Beteiligung beschlossen. Ich glaube, es geht da nicht mal um einen NATO-Beitritt in nächster Zukunft, sondern um ein Signal an Russland. Quasi Verhandlungsmasse bei zukünftigen Gesprächen.
Setzen wir voraus, Ihre Aussagen sind alle korrekt. Macht das Kiews Signal an Russland sinnvoll? Die NATO kann kein Land als Mitglied aufnehmen, wenn es in einen Konflikt verwickelt ist. Insofern würde dieses "Signal an Russland" nichts Anderes bewirken, dass Moskau diesen Konflikt noch beliebig lange köcheln lässt, um die Ukraine an einem NATO-Beitritt zu hindern.

Meiner Meinung nach wäre es hinsichtlich der Verhandlungen sinnvoller, endlich mal konkrete Vorschläge zur Föderalisierung des Landes zu diskutieren.

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kilroy-was-here 23.12.2014, 13:33
71. Lesen bildet

Wenn die Kanzlerin bloß die Kommentare lesen würde, dann wüsste sie mehr...

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hdwinkel 23.12.2014, 13:34
72. Interessen

Zitat von Zaunsfeld
Das hat Putin also nun davon. Vorher hatte er quasi die Ukraine und die Krim. Jetzt hat er nur noch die Krim.
Putin hatte die Ukraine? Da irren Sie sich. Die Ukraine war seit ihrer Gründung in der Hand von Oligarchen.
Diese bestimmen die Geschicke, ob mit oder eben ohne Russland.
Die FR hat das im Juni beschrieben:

"Allen, inzwischen auch für die EU ist offensichtlich, dass der ukrainische Staat im Moment mit das krisenhafteste und korrupteste Gebilde in ganz Europa ist. Die Antwort des „liberalen“ Poroschenko auf diese Herausforderung lautet: Dieser Staat soll durch „uns“ Oligarchen praktisch ersetzt werden. Die neue europäische Ukraine investiert gerade Millionen in die nationale Entourage, riesige blau-gelben Fahnen wehen in den ehemals roten Industriestädten, die sich von ihren Lenindenkmälern schleunigst trennen. Die Schulkinder singen dort auf ihren Abi-Feten die nationale Hymne des Landes, in dem es so gut wie keinen Staat, sondern eine Gruppe umverteilender Oligarchen gibt. Und Millionen verunsicherter Menschen. Das Ganze kann kaum als „liberal“ gelten."
http://www.fr-online.de/ukraine/ukra...,27455646.html
Wollen wir solche Bündnispartner und was hätte das für Konsequenzen?

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Zaunsfeld 23.12.2014, 13:37
73.

Zitat von wollerm
Russland ist halt nicht von Kiew abhängig, umgekehrt schon.
Russland ist also nicht von Kiew abhängig? Wieso muss Russland dann 40% seiner Militärgüter in der Ukraine bauen lassen, wo einige der wichtigsten Rüstungsfirmen sitzen, von denen Russland viele Panzer, Flugzeuge und ähnliches Gerät beschafft, weil vieles davon in Russland nicht produziert wird? ... Naja, nun wid Russland da sicher nichts mehr beziehen können.

Die Ukraine war bisher der wirtschaftlich wichtigste Handespartner und der wichtigste Absatzmarkt Russlands. Die Zeiten neigen sich jetzt aber wahrscheinlich auch dem Ende zu. Hat Putin echt gut gemacht.

Seinen wichtigsten Handels- und Wirtschaftspartner vergraulen, indem man einfach militärisch einen Teil seines Landes besetzt, um ihn zu erpressen.
Die Ukraine ist für Russland verloren. Und jetzt stürzt auch noch die russische Wirtschaft ab. Putin hat's einfach verbockt.

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seneca55 23.12.2014, 13:38
74. Super! Wie sagte unser Ex-Verteidigungsminister

Struck in 2002 in Kabul so schön: "Deutschlands Sicherheit wird nicht in Stalingrad, sondern am Hindukusch verteidigt!" Das liegt aber schon fast 13Jahre zurück und Stalingrad schon 70 Jahre. Jetzt haben wir eine neue Verteidigungsministerin, die uns für die Ukraine bestimmt neue Direktiven herausgibt wie z. B.: "Das Donbass war schon immer das Sehnsuchtland der Deutschen und muss daher verteidigt werden, wenn wir keinen Dienst mehr am Hindukusch versehen!" "Putin! Mach die SS20 klar, unsere BW ist bald da!"! - Wenn Röschen zum Helm ab zum Gebet bittet. Wird Yazenjuk jetzt seine Mauer gegen Russland endlich bauen dürfen, liebe Kanzlerin?

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Zaunsfeld 23.12.2014, 13:41
75.

Zitat von charlybird
Da brauchen sie erneut Milliarden, die wahrscheinlich wieder im Militärhaushalt verschwinden, bekommen auf Grund des Bürgerkriegs ihre Wirtschaft nicht in den Griff
Das ist kein Bürgerkrieg, sondern ein Krieg, den Russland in der Ukraine gegen die Ukraine führt. Ein Bürgerkrieg ist was anderes.

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rawapa 23.12.2014, 13:50
76. Ist doch alternativlos,

sofort in die Nato aufnehmen und dann gebt ihnen auch gleich noch den Euro.
Wer hat eigentlich deren Gasrechnung bezahlt, die waren doch Pleite.

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liborum 23.12.2014, 13:52
77. @7

Zitat von erasmus89
wird jemals sein 'Ja' für den NATO-Beitritt der Ukraine geben. Eher wird Russland vorher Mitglied. Was die Ukraine macht ist ein Kurs ins Abseits. Ohne Russland ist das Land nicht überlebensfähig. Insofern ist es doch unfassbar, dass die EU die Ukrainer soetwas machen lassen. Es muss eben nicht nur einen blockfreien Status geben, sondern ein gemeinsames Projekt "Ukraine" von Russland und der EU. Das geht nur über weitreichende Abkommen und die deutliche Verstärkung der wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit. Russland braucht eine konkrete Perspektive zuer EU, die dem Land jegliche verständlichen Ängste vor der NATO nehmen kann.
Da kennen Sie Frau Merkel und unseren BuPrä aber ganz schlecht.
Sie würde/n - und das wohl mit Freuden.
1. Kriecht man dabei der Hegemoniialmacht USA schön in ein gewisses Körperteil und macht sich beliebt.
2. Geht es gegen Russland - ist immer super.

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Zaunsfeld 23.12.2014, 13:53
78.

Zitat von weltenbummler_64
Gott behüte, dass es dann zu einem bewaffneten Konflikt kommt (was aber dann immer wahrscheinlicher wird), denn ich bin nicht bereit, meine beiden Söhne für Machtspielchen zu opfern. Haben denn diese Politiker aus der Vergangenheit gar nichts gelernt?
Das gleiche haben die Franzosen, Briten, Amerikaner, Skandinavier, Beneluxstaaten usw. auch gedacht, als Hitler in den 30er Jahren eine immer agressivere Politik an den Tag legte ... zuerst Österreich ... naja lassen wir ihm lieber durchgehen, damit's nicht zum Krieg kommt. Dann das Sudentenladn ... naja lassen wir ihm lieber durchgehen, damit's nicht zum Krieg kommt. Dann die Zerschlagung Tschechiens ... naja lassen wir ihm lieber durchgehen, damit's bloß nicht zum Krieg kommt. Was danach kam, wissen Sie sicher selber. Hitler genau wie Putin hat jedes diplomatische Zugeständnis der anderen nur als Ansporn genommen, noch einen Schritt weiter zu gehen, und noch einen und noch einen, bis er schließlich sogar den offenen Krieg mit ganz Europa und dem Rest der Welt begonnen hat.
Hätte man Hitler gleich zu Beginn aufgehalten, dann hätte das vielleicht ein paar Zehntausend oder Hunderttausend Tote gegeben, aber 70 Millionen wären gerettet worden, denn Deutschland war Mitte bis Ende der 30er Jahre absolut noch nicht in der Lage, militärisch irgendetwas gegen die demokratischen Staaten Europas auszurichten. Nur weil man Hilter so lange hat gewähren lassen und weil man solange Appeasement-Politik betrieben hat in der Hoffnung, der würde schon nicht zum Mittel des Krieges greifen, kam er in diese Lage.

Wenn Sie nicht wollen, dass Ihre Söhne eines Tages durch eine russische Atomwaffe verdampft werden, dann sollten Sie lieber dafür plädieren, Putin jetzt aufzuhalten statt später. Und dazu ist noch nicht mal ein Krieg nötig. Die wirtschaftliche und politische Isolierung Russlands reicht schon völlig aus.

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mundusvultdecipi 23.12.2014, 13:55
79. Lustig

Zitat von Zaunsfeld
Russland ist also nicht von Kiew abhängig? Wieso muss Russland dann 40% seiner Militärgüter in der Ukraine bauen lassen, wo einige der wichtigsten Rüstungsfirmen sitzen, von denen Russland viele Panzer, Flugzeuge und ähnliches Gerät beschafft, weil vieles davon in Russland nicht produziert wird? ... Naja, nun wid Russland da sicher nichts mehr beziehen können. Die Ukraine war bisher der wirtschaftlich wichtigste Handespartner und der wichtigste Absatzmarkt Russlands. Die Zeiten neigen sich jetzt aber wahrscheinlich auch dem Ende zu. Hat Putin echt gut gemacht. Seinen wichtigsten Handels- und Wirtschaftspartner vergraulen, indem man einfach militärisch einen Teil seines Landes besetzt, um ihn zu erpressen. Die Ukraine ist für Russland verloren. Und jetzt stürzt auch noch die russische Wirtschaft ab. Putin hat's einfach verbockt.
..und Sie glauben,die Ukraine kann auf die Waffenexporte nach RU verzichten.Von was wollen die leben.Kartoffelexport?

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