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Konflikt zwischen Ukraine und Russland: Drei Szenarien für die Krim-Krise
REUTERS

Russland schickt offenbar immer mehr Truppen auf die Krim, die ukrainische Zentralregierung macht mobil. Auf der Halbinsel droht die Lage weiter zu eskalieren. So könnte es weitergehen - drei Krisen-Szenarien.

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drkirsch 03.03.2014, 15:55
160. 3 Szenarien?

Zitat von sysop
Russland schickt offenbar immer mehr Truppen auf die Krim, die ukrainische Zentralregierung macht mobil. Auf der Halbinsel droht die Lage weiter zu eskalieren. So könnte es weitergehen - drei Krisen-Szenarien.
Das sind längst nicht alle Szenarien.

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nickleby 03.03.2014, 15:59
161. Divide et impera

Der Zerfall der Uklraine wäre eine akzeptable Lösung
1. Westukraine zieht in Richtung Europa
2. Die Krim bleibt bei Russland
3. Ostukraine schließt sich Russland an.
Damit ist das Problem gelöst und wir können uns anderen wichtigen Dingen wie G8, Freihandelsabkommen und der Urlaubsplanung zuwenden.

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Crom 03.03.2014, 16:00
162.

Zitat von hdwinkel
Und auch das Timoschenko-Lager ist zu seiner Regierungszeit dadurch aufgefallen, daß sie einen erlärten Faschisten offiziell zum Nationalhelden gemacht hat.
Wenn Sie den Artikel mal richtig lesen würde, wäre Ihnen aufgefallen, dass Bandera auch gegen die Deutschen kämpfte und sogar zwischenzeitig im KZ landete. Bandera wollte einfach eine unabhängige Ukraine, die weder von Deutschen noch von Russen unterjocht wird. Ist das etwa ein Verbrechen? Was ist daran "faschistisch"? Sind jetzt alle Faschisten, die seinerzeit antisowjetisch waren?

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MtSchiara 03.03.2014, 16:06
163. ein viertes Szenario

Die EU sollte als Reaktion die Exklave Kaliningrad besetzen, denn Ostpreußen mit der Kantstadt Königsberg ist urdeutsches und ureuropäisches Gebiet. Die Einwohner dort werden jubeln, weil sie dann an die Fleischtöpfe der EU kommen - und Rußland kann sich nicht wehren, weil es keinen direkten Zugang dorthin hat.

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Hortensius 03.03.2014, 16:12
164. Freie Ukraine ohne Nato

Die Lösung kann m.E. nur so sein, dass die russische Armee komplett aus der Ukraine abzieht, also auch aus der Krim (Russland hat für seine Schwarzmeerflotte mehr als genug Platz an der Ostküste des Schwarzen Meeres) und dass die Ukraine im Gegenzug vereinbart, nicht der NATO beizutreten (meinetwegen stattdessen der EU mitsamt Euro). Die NATO ist ohnehin schon präsent genug, insbesondere in Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Türkei. Ihre Präsenz in der Ukraine wollte die Kiewer US-Botschaft mittels ukrainischer Neo-Nazis in der Nachfolge des Hitler-Kollaborateurs Stepan Bandera unter ihrem Chef Janosch durch paramilitärsche Ausbildung und durch monatliche Bezahlung erreichen, nachdem der Versuch von Juschtschenko und Timoschenko gescheitert war, die Ukraine zum NATO-Mitglied zu machen. Das wäre ohnehin nur eine schlimme Provokation Russlands gewesen, die schnurstracks zum Dritten Weltkrieg führt, wie sich jetzt erweist.

Die mehr als 80 Demonstranten, die vorige Woche durch Scharfschützen auf dem Kiewer Maidan mörderisch erschossen wurden, starben offenbar durch diese Neo-Nazis, die auf die "eigenen" Leute schossen (mit aus der West-Ukraine erbeuteten Waffen), also nicht durch die staatlichen "Berkut"-Soldaten. Die US-Botschaft sollte jetzt sofort aufhören, mit diesem "Rechten Sektor" faschistische Spiele zu veranstalten. Das kann nur zum Krieg führen. Zum Weltkrieg mit Atomnbomben.

Ergänzend zum Verzicht auf NATO-Mitgliedschaft (über die die demagogische Timoschenko sich freilich schlicht ausschwieg) sollte die Ukraine sich föderalistisch und zweisprachig (russisch + ukrainisch) organisieren (am besten als Staatenbund, meinetwegen aber auch als Bundesstaat), so dass die vorwiegend im Osten und Süden wohnenden Russen nicht majorisiert werden können.

Diese Lösung käme allen wohlmeinenden Seiten zugute (freilich nicht den kriegslüsternen USA und deren NATO, die aber ohnedies nicht zuletzt mit (von der deutschen Firma Rheinmetall erfundenen) Uran-Munition auf Jahr-Milliarden den Lebensraum verseucht, so dass insbesondere im Irak schon 40 % der Neugeborenen schlimmstens missgebildet sind.

USA und NATO: Finger weg von der Ukraine ! Vitali Klitschko könnte diesen Kompromiss durchsetzen, wenn er sich nicht zur Marionette der NATO-Strategen macht. Es wäre die Garantie für seinen Wahlsieg.

Und der unfreiwillig gemeingefährliche Zündler und Gerhard-Schröder-Bauchredner Frank-Walter Steinmeier sollte sich heimgeigen.

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troubador 03.03.2014, 16:12
165. Ein Nationalstaat hat immer und überall Minderheiten

Ein Nationalstaat hat immer und überall Minderheiten.
Das was hier einige vorschlagen, jeder Minderheit ein eigenes Staatsgebiet zu geben, ist ein Anachronismus.
Wo soll das beginnen und wo soll das aufhören?
Erst der völlig überzogene Nationalismus machte vor hundert Jahren 1918 den 1. Weltkrieg möglich.
Jeder der heutigen Nationalstaaten hat Minderheiten.
Es geht nur, wenn auch Minderheiten in einem Staat durch gegenseitige Toleranz ein eigenverantwortliches Leben führen können.
So ist es auch in der Ukraine und auf der Krim. Die Russen waren es übrigens, die den Nationalisten in Kiew Auftrieb gaben und jetzt verstärkt dazu beitragen.
Im russichen Staatsfernsehen wird ununterbrochen von Faschisten geredet, die in Kiew die Macht erobert haben und das Leben der Russen auf der Krim bedrohen. Diese Verlogenheit macht erst die Eroberung der Krim durch Russland möglich. Es bewahrheitet sich ein altes Sprichtwort: Bei kriegerischen Auseinandersetzungen bleibt als erstes die Wahrheit auf der Strecke!

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colinchapman 03.03.2014, 16:14
166. Wäre ein Bürgervotum denkbar?

Die Ukraine ist zwar nicht föderalistisch in Länder gegliedert wie die Bundesrepublik, aber wäre es nicht denkbar, unter Aufsicht der UN Wahlen durchzuführen, in denen Regionen per Volksentscheid darüber abstimmen dürfen, ob sie zukünftig zu Rußland oder der Ukraine gehören wollen? Diesem Votum müßten sich doch lupenreine Demokraten zugetan fühlen.....kennt jemand disbezüglich die Möglichkeiten der ukrainischen Verfassung?

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rusigabedra 03.03.2014, 16:15
167. sie haben's erfasst

Zitat von Alex_P
Alle, die dieses unglaubliche Vorgehen auf fremdem Staatsgebiet nicht rechtheißen, haben einen begrenzten Horizont? Oder was wollten Sie ausdrücken?
oder wie fanden Sie das unglaubliche Vorgehen der EU und NATO, in einem souveränen Staat einen gewaltsamen Umsturz gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit herbeizuführen?

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interessierter_mitbürger 03.03.2014, 16:16
168. ...

Zitat von Crom
Wie soll denn eine nächste Wahl demokratisch legitimiert sein, wenn sich zeitgleich ausländische Besatzer im Land befinden? Ach und das stellen Sie wie sicher? Mit Besatzern im eigenen Land ist jedes Referendum hinfällig und kann nicht anerkannt werden.
Es können doch internationale Beobachter hinzugezogen werden. Sollte Russland repressiv vorgehen, die Regierung übernehmen und Wahlen manipulieren, so würde ich sofort zustimmen, dass dagegen vorgegangen werden muss; bisher ist eben das aber nicht absehbar.

Belege/Quellen/Videos führe ich mir gerne zu Gemüte, wenn jemand welche liefern kann.

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hdwinkel 03.03.2014, 16:17
169. Bandera

Zitat von Crom
Wenn Sie den Artikel mal richtig lesen würde, wäre Ihnen aufgefallen, dass Bandera auch gegen die Deutschen kämpfte und sogar zwischenzeitig im KZ landete. Bandera wollte einfach eine unabhängige Ukraine, die weder von Deutschen noch von Russen unterjocht wird. Ist das etwa ein Verbrechen? Was ist daran "faschistisch"? Sind jetzt alle Faschisten, die seinerzeit antisowjetisch waren?
Es ist kein Verbrechen für einen Nationalstaat zu sein, aber es ist ein Verbrechen, dafür tausende Polen, Russen und Juden umzubringen, die in sein Konzept von einem Nationalstaat nicht hineinpassten.
Und exakt DAS ist das Problem der ukrainischen Nationalisten von Svoboda heute auch: die Juden, die Russen usw.
Und exakt DAS begründet die Angst der Russen, daß solche Leute wie Svoboda an die Macht kommen könnten.
Und noch mal zur Erinnerung: Auch für das Timoschenko-Lager ist dieser Herr Bandera ein Nationalheld.

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