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Konfrontation mit Iran: USA kündigen "stärkste Sanktionen der Geschichte" an
REUTERS

In seiner ersten großen Rede als US-Außenminister schickt Mike Pompeo eine deutliche Botschaft an das Regime in Teheran: Die Vereinigten Staaten wollen Iran nach dem Rückzug aus dem Atom-Deal sanktionieren, wie nie zuvor.

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madameping 21.05.2018, 16:18
10. Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde mehr...

Herr Tusk hatte völlig recht.

Prahlen, drohen, unterdrücken, zerstören und vernichten. Das ist die Mentalität der jetzigen US-Administration.

Wann wird das US-Volk endlich begreifen, wem sie da auf den Leim gegangen sind...

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rudy-mehrler 21.05.2018, 16:25
11. @ heindeburk, @ user124816

Im "Fall" Iran ist es ist nicht die Rüstungsindustrie.
Es ist in den USA die mächtigste gesellschaftliche, monitäre, wirtschaftliche und politische Gruppe, die die Außenpolitik der USA im Nahen Osten vorgibt. Diese Gruppe vertritt ausschließlich die Interessen des Staates im Nahen Osten, der bis zum Scheitel hochgerüstet worden ist und über Atomabschußbasen an Land, im Meer und in der Luft verfügt.

Suchen Sie den Artikel "Iran, das Öl und der Dollar" vom 19.05.18, dort wird erklärt, was es mit dem "Petrodollar" wirklich auf sich hat. Ansonsten verweise ich auf den ersten Absatz dieses Beitrages.

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scratchpatch 21.05.2018, 16:30
12. Wie war das noch mit dem Schah?

Ich verstehe nicht, warum Europa so zögerlich ist, seine eigenen Sicherheitsinteressen zu definieren und zu verfolgen. Die USA werden das nicht für uns tun und haben auch eine unrühmliche Geschichte. Wie war das noch mit dem Schah, der auch einmal Deutschland besuchte? Ein vom "Westen" unterstützter Diktator im Iran? Wäre da nicht etwas mehr Demut nötig? Wenn allgemeine Auffassung ist, dass Hardliner im Iran den Ausstieg der USA dazu nutzen könnten, aus dem Abkommen auszusteigen und womöglich eigene Atomwaffen anzustreben, dann würde das doch bedeuten, dass die USA womöglich militärisch eingreifen würden (was trotz verbaler Drohungen ja niemand weiß) oder vielleicht Israel. Das könnte die Sicherheit Europas ganz essentiell berühren. Dann verstehe ich nicht, warum man das alles immer noch in erster Linie als wirtschaftliches Problem sieht und große Firmen meinen, sie hätten die Freiheit, politische Entscheidungen der Europäer zu ignorieren, wenn der Gewinn in den USA auf dem Spiel steht. Eine militärische Eskalation in der Region, die bis nach Europa ausstrahlen würde, wäre auch mit den saftigsten Profiten in den USA nicht zu kompensieren. Also wie wäre es mit etwas mehr Patriotismus bei Total, Siemens oder wie sie alle heißen? Oder einfach Gesetzestreue in dem Land, wo sie groß geworden sind und nicht da, wo die meisten Dollar fließen?

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fackelimohr 21.05.2018, 16:31
13. Die USA glauben vom Konflikt profitieren zu können

Eigentlich war das Iran Abkommen kein Hindernis, um bei anderen Problemen, wie der Eskalation in Syrien und in Yemen auch eine Lösung zu finden. Die Tatsache dass Trump das Abkommen einfach aufgekündigt hat und damit die Eskalation wählt, scheint darauf hinzudeuten, dass die USA glauben bei einem grösserem Konflikt mit Iran einen endgültigen Sieg gegen das Regime in Teheran davon tragen können. Sie werden dafür noch willige Alliierte finden müssen die bereit sind ihre Haut zu Markte zu tragen. Denn den Iran zu zerbomben ohne das Land mit Truppen zu besetzen dürfte ein sinnloses Unterfangen sein - Bolton hat ja die irrsinnige Absicht ein neues den US freundlich geneigtes Regime dort aufbauen. Daher wird man versuchen andere Mächte davon zu überzeugen die Drecksarbeit zu machen. Interessant wird sein ob die Türkei mitmachen wird oder stattdessen die USA zwingen wird ihre Militärbasen dort zu schliessen. Man kann sich schwer vorstellen dass Erdogan etwas daran liegt dass Iran im Chaos versinkt und Hunderttausende über die Grenze in die Türkei fliehen. Und wo immer Bolton seine Finger im Spiel hat kommt danach Chaos.

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Farhad 21.05.2018, 16:32
14. Konfliktserklärung an Europa, China und Russland

Inhaltlich wiederholte Pompeo ähnlich wie sein Boss deselben Unsinn. Die Absicht der USA ist primär keine neue Verhandlung mit dem Iran. Die USA möchten die Gegenparteien, nämlich Europa, China und Russland, durch solche Drohungen unter Druck setzen und deren Interessen den Kontrahenten diktieren. Der Iran wird hierbei nur als die Zwischenmenge zu den tatsächlichen Blöcken benutzt.

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jeg 21.05.2018, 16:36
15. Eisenhower 1961

Zitat von heindeburk
In den 70er und 80er Jahren diskutierten linke Gruppen intensiv über den "militärisch-industriellen Komplex der USA". Schauen wir heute auf das Trump-Regime (so werden wir diese Adminstration wohl nennen müssen), scheinen die Warnungen vor der extremen Verzahnung von kriegstreiberischer Politik und Rüstüngsindustrie berechtigt zu sein. Es ist an der Zeit, dieses Interessen- und Beziehungsgeflecht noch genauer unter die Lupe zu nehmen. Es ist zum Fürchten!
Dwight D. Eisenhower used the term in his Farewell Address to the Nation on January 17, 1961:
... In the councils of government, we must guard against the acquisition of unwarranted influence, whether sought or unsought, by the military–industrial complex. The potential for the disastrous rise of misplaced power exists, and will persist. We must never let the weight of this combination endanger our liberties or democratic processes. ...

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Iraner 21.05.2018, 16:43
16. Europa geht den falschen Weg

Zitat von stadtmusikant123
Nordkorea hat gezeigt, wie man solche Staaten in die Knie zwingt. Natürlich braucht es dafür auch Verbündete, im Fall Nordkorea waren es China und diverse Anrainer. Iran wird schwieriger, aber machbar. Leider spielt Europa da nicht mit. Wird ein ewiges Rätsel sein, warum manche Staaten an einem untauglichen Abkommen festhalten wollen. Zumal die terroristische Rolle des Mullah-Irans eindeutig bewiesen ist. Nun gut, dann machen es eben die Amis alleine! Und die EU wundert sich , warum die transatlantischen Beziehungen "frösteln". Wenn sich alle (Uno) einig wären , könnte man mit Sanktionen wesentlich mehr "Unruheherde" trockenlegen.
Trump ist sicherlich kein lupenreiner Demokrat und USA sind auch nicht berühmt für ihre friedliche Interventionen in anderen Ländern.
Dennoch sehe ich in diesem Fall, wie Sie auch sagen, Europa am falschen Zug. Europa hält an einem Abkommen fest, das von Anfang an nicht geben sollte. Iran braucht auf keinen Fall Kernkraftwerke. Jeder, der anders behauptet, hat nur Atomwaffen im Kopf.
Das Geld, welches nach den Sanktionen iranischen Regierung zur Verfügung stand, hat nicht nur der iranische Bevölkerung nicht geholfen, sondern das Regime bestärkt, gegen Proteste im Iran energetisch agieren zu können und sich mehr in Syrien, Irak, Jemen, etc einmischen zu können.
Unterstützung des iranischen Regimes ist falsch.

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Heinrich52 21.05.2018, 16:48
17.

Zitat von fellow7447
An die Adresse der Europäer gerichtet sagte Pompeo, Firmen, die "verbotene Geschäfte" mit dem Iran machten, würden "zur Verantwortung gezogen". Wer kann den souveränen eropäischen Staaten die Geschäfte verbieten?
Die europäer sind doch nicht einig, jeder Staat möchte nur sein Vorteil. Wenn es Schwierigkeiten gibt dann kehren sich die Staaten von der Verinbarung ab. Man ist sich doch jetzt uneinig. In Italien sind rechtskonservative an der regierung die Überlegen ausder EU auszutreten. Die engländer tundies. Die östlichen Länder sind auch mit Brüssel zerstritten. Natürlich wird die USA diese Transaktionen stören. Der Dollar ist die Leitwährung. Dies zu ändern dauert jahrzehnte. Deshalb bruachen wir ein vereines Europa die mit einer Stimme spricht. Man müsste sich von den USA abnabeln. Dies kann man nicht von heut auf Morgen, das dauert. Auch militärisch ist man von den USA abhängig.

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DerGalluser 21.05.2018, 16:51
18. Irrweg

Wie schafft es eine Weltmacht wie die USA, einen Brandherd nach dem anderen in der Welt zu entzünden und selbst nach schlimmsten Verfehlungen und katastrophalsten Ausgängen, nichts daraus zu lernen?
Nach der gescheiterten diplomatischen Lösung, folgt unweigerlich die militärische. Das kann und darf nicht im Interesse der Weltgemeinschaft liegen. Auch wenn es ein harter Gang wird, man muss die USA irgendwann doch mal in die Schranken weisen. Nur wie, wenn alle zittern vor Herrn Trump und allen seiner Vorgängern und Nachfolgern...

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sven2016 21.05.2018, 16:51
19.

Viel kann man gegen die US-Sanktionen nicht tun.

Den Dollar, wo immer möglich, ignorieren und Euro als Zahlungsbasis die einzusetzen sowie im staatlichen und privaten Bereich US-Waren einschließlich landwirtschaftlicher Produkte nicht zu kaufen, wären zwei Ansätze, die in USA wehtun.

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