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Kongress in Nürnberg: Jusos stimmen gegen Große Koalition
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Der SPD-Nachwuchs hält nichts von der Großen Koalition. Beim Bundeskongress in Nürnberg haben sich die Jusos mehrheitlich gegen den schwarz-roten Koalitionsvertrag ausgesprochen - obwohl Parteichef Sigmar Gabriel zuvor leidenschaftlich dafür geworben hatte.

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tanmenu 07.12.2013, 16:56
30. Nachdem

Zitat von volksparteiendiktatur
wann die Jusos merken, dass sie in er falschen Partei sind ... Wenn ich mir auf dem Bild die Forderungen der Delegierten anschaue, wären sie besser auf einer Versammlung der Linken aufgehoben. In der SPD sind sie auf jeden Fall falsch.
die CDU schon mehrfortschrittlicher ist, wie die SPD, ist das Bild in der Tat verwirrend. Das Wort links im Zusammenhang mit der SPD würde ich vermeiden.

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Iggy Rock 07.12.2013, 16:56
31. Glückwunsch!

Wenigstens die Jusos haben erkannt, dass es bei diesem Koalitionsvertrag keineswegs um Inhalte, sondern um die Steigbügelhalterfunktion für die CDU-Kanzlerin geht. Ob die SPD diese Funktion noch einmal ausüben soll, muss daher kritisch abgewogen werden, was defacto gar nicht geschieht.

Wer Merkel kennt, der wird den Wert dieses Vertrages auch richtig einzuschätzen wissen. Man hätte so gesehen auch völlig darauf verzichten können, ist es nicht der Wendehals im Kanzleramt, der ihn bedeutungslos macht, ist es die Realität, welche ihn einholt.

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Spiegelkritikus 07.12.2013, 16:58
32. Das berechtigte Unbehagen bei der SPD-Basis

Zitat von sysop
Der SPD-Nachwuchs hält nichts von der Großen Koalition. Beim Bundeskongress in Nürnberg haben sich die Jusos mehrheitlich gegen den schwarz-roten Koalitionsvertrag ausgesprochen - obwohl Parteichef Sigmar Gabriel zuvor leidenschaftlich dafür geworben hatte.
Die Juso-Vorsitzende hat natürlich Recht mit ihrer Kritik: Vor allem der Verzicht auf längst überfällige Steuererhöungen für Topverdiener und reiche Kapitaleigner zementiert die enorme Spaltung in arm und reich nicht nur, sondern forciert sie weiter. Angesichts des SPD-Wahlkampfschwerpunkts "Soziale Gerechtigkeit" ist das ungeheurlich und kann von Gabriel nicht schön geredet werden.

Der Mindestlohn ist gut und recht, aber wenn er flächendeckend erst 2017 kommt (was sind dann 8,50 Euro überhaupt noch wert?), eher eine Luftnummer. nein, bei genauer Betrachtung haben sich Union und SPD auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt, um regieren zu können. Alle grossen, notwenigen Reformen bei der Alterssicherung, im Gesundheitswesen, der Europolitik usw. bleiben aussen vor, das hat unsere Gesellschaft nicht verdient und es wird sich bitter rächen, wenn es zur GroKo kommen sollte.

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wibo2 07.12.2013, 17:03
33. Danke, Jusos ...

Zitat von aw123
Danke, Jusos, ich frage mich wirklich, wo die 50 % der Bevölkerung sein sollen, die diese Große Koalition haben wollen. Ich bitte Euch: Lasst die Frau Merkel da stehen ! Soll sie endlich Politik machen und eine Minderheitsregierung führen oder sich von den Grünen piesacken lassen, aber gründet nicht einen 2. Beamtenbund mit der SPD, das will und braucht kein Mensch außer den 500 Abgeordneten, die davon profitieren.
Eine kluge Entscheidung des linken politischen Nachwuchses der SPD.
Jetzt wird es ernst und schwierig für Gabriel, Steinmeier und Steinbrück!
Die Verwaltungsbeamten haben nun auch Grund zur Sorge.

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Moshi 07.12.2013, 17:03
34. Menschen nicht vier Jahre warten lassen

Lieber Erzengel, Sie brauchen ja nur die entsprechenden Gesetze in den Bundestag einbringen. Mit den Stimmen der Grünen und Linken haben Sie, lieber Gabriel, eine Mehrheit von 320 zu 311. Dann kann das, was Sie in vier Jahren so wie so nicht (mehr) auf die Reihe bekommen, sofort Wirklichkeit werden.
Ein Bravo den Jusos! Das sagt jemand, der 1937 geboren ist. In
Moshi

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mebschmw 07.12.2013, 17:05
35. klar doch

Logisch, seid konsequent. Schaut aus der Opposition zu, wie der Mindestlohn nicht kommt, wie Merkel weiterhin Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert, zahlt als Mieter weiter brav Unsummen an Makler, die für Euch nichts tun als nur die Hand aufhalten. Klar doch, das ist die traditionelle Rolle der SPD. Zugucken und über andere meckern. So fühlt man sich wohl. Wie die Linken. Bravo. Und bei der anstehenden Neuwahl ist die FDP wieder drin und die ach so konsequente SPD erreicht 15%. Ihr Jusos seid echt bekloppt!

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Diskutierender 07.12.2013, 17:07
36. Schlimmer noch

Zitat von Midgard_
Die GroKo hat für de junge und folgenden Generationen zu wenig vor und die Verbesserungen im Rentenbereich sind nur für eine überschaubare Gruppe, belasten aber Rentenkasse und damit die junge Generation auch langfristig Und die zusätzlichen Gelder für Bildung sind keine Wohltaten für die Kinder und Jugendlichen, sondern dienen eher der besseren Verwertbarkeit für die Arbeitgeber ..
Für mich sind die Wohltaten zugunsten der Rentner ein fürchterlicher Schlag ins Gesicht aller Arbeitnehmer unter 55 Jahren. Wieder einmal wird der "Generationenvertrag" zugunsten der Alten gebrochen, bzw. es werden in zweifelhafter Art und Weise sogar Regeln willkürlich verletzt - z.B. das Vorenthalten der Senkung des Rentenbeitrags.

Ich bin es leid, dass die arbeitende Generation den Rentnern Ansprüche bezahlen muss, die sie selbst nicht bekommen wird.

Sicher, die Mütterrente ist ein Schritt der Gerechtigkeit, wenn man den Aspekt (bislang sollten nur Frauen diese Rente bekommen, deren Kinder nach 1992 geboren wurden) isoliert betrachtet. In der Gesamtheit ist dies aber die einzige Ungerechtigkeit, die zulasten der Rentner und zugunsten der jungen Generation ist. Umgekehrt fallen mir dagegen viele Ungerechtigkeiten ein:

- höhere Witwenrenten für ältere Frauen
- Anrechnung von Ausbildungszeiten
- höheres Rentenniveau
- Rente spätestens mit 65 Jahren oder sogar Frühverrentung statt Rente mit 67
- Berufsunfähigkeitsvorsorge für Personen älter als Jahrgang 1960
- Rentengarantie während der Wirtschaftskrise 2009/10

Hinzu kommt noch die Anhebung des Pflegebeitrags um 0.5 Prozentpunkte, der der alten Generation sofort zugute kommt, obwohl sie dann so gut wie keine entsprechenden Beitrage geleistet hat. Dagegen ist es zweifelhaft, ob ein heute junger Mensch, der 40 und mehr Jahre Pflegebeitrag geleistet hat, die entsprechenden Leistungen bekommen wird, wenn er selbst mal alt und pflegebedürftig sein wird.

Willkommen in der Rentnerrepublik Deutschland. Jede Mensch, der aktiv im Arbeitsprozess steht, sollte sich nun überlegen, ob er noch einmal SPD oder CDU wählt.

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biberzahn 07.12.2013, 17:11
37. Was hat er den durchgesetzt: nicht alles verschoben bis zum tag x.

"Dennoch wolle er die Menschen, denen durch den Koalitionsvertrag zu besseren Lebensbedingungen verholfen werden könne, "nicht vier Jahre lang warten lassen"." Dieser Heuschler wenn er das wollte könnte er eine Koalition mit den Grünen und den Linken eingehen und das wars. Was hat er den durchgesetzt: nicht alles verschoben bis zum tag x.

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fuenfringe 07.12.2013, 17:12
38. Ach Kai

Zitat von kaiw03
Da sieht man, dass die Zukünftige SPD keinen Sinn für Verantwortung hat. Ich bin eingefleischter SPD Wähler und bin sehr skeptisch bei der kleinen Opposition, aber auch Realist! Die Jusos scheinen zu verkennen, was es heißt ein Land zu führen und vor allem den Willen der Wähler zu respektieren, nur um eigene Ideologien durchzusetzen. Bei einem solchen Verhalten sollte die Sozialisten vielleicht über einen Wechsel in Die Linke nachdenken!
geh doch rüber...

Ich bin sehr skeptisch bei all denen, die der GroKo das Wort reden. Eventuell verkennen die, dass das nur eine Merkel-Erhaltungs-Maschine ist. Kai - gibt's für Dich einen Posten zu gewinnen bei der GroKo? Dann allerdings kann ich Dich verstehen...

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Kurt2.1 07.12.2013, 17:12
39. #24

Zitat von Kottan
Der tut ja gerade so, als würde bei Ablehnung die Fronherrschaft eingeführt. Nein: Es muss ein viel sozialere Politik gemacht werden als die, die im Vertrag angedeutet (verbindlich beschlossen wurde ja so gut wie gar nix, alles Luftblasen) ist. Man muss die geplante Koalition verhindern, damit es den Menschen in unserem Land besser geht.
Ja, Bravo! Der erste Schritt zu einem sozialeren Vertrag ist sicher die Ablehnung dieses Vertrages! Danach kommen Koalitionsverhandlungen mit den Grünen und danach kommen Neuwahlen. Bei denen kriegt die SPD genau das, was sie dann in der Tat verdient hat, nämlich eine ordentliche Klatsche.

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