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Kongress in Nürnberg: Jusos stimmen gegen Große Koalition
DPA

Der SPD-Nachwuchs hält nichts von der Großen Koalition. Beim Bundeskongress in Nürnberg haben sich die Jusos mehrheitlich gegen den schwarz-roten Koalitionsvertrag ausgesprochen - obwohl Parteichef Sigmar Gabriel zuvor leidenschaftlich dafür geworben hatte.

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anton014 08.12.2013, 11:05
80. Nachhilfeunterricht in Demokratie gefällig?

Zitat von berviola
Der Wähler hat einen klaren Regierungsauftrag gegeben, die CDU/CSU soll die Geschicke Deutschlands für weitere Jahre leiten. Ob man nun die GroKo gut oder schlecht findet, das soll nicht ausschlaggebend sein. Was ist das für eine Demokratie, das eine kleine Minderheit von max. 470.000 Leuten das politische Geschehen bestimmen dürfen und somit den Wählerauftrag aushebeln kann !? Die SPD mit ihren mickrigen 25 % tut nun so, als wären sie der Nabel der Nation, und müßten sich dankbar schätzen, überhaupt noch mitregieren zu dürfen ! Jeder kleine SPD -Hansling macht sich nun besonders wichtig und denkt dabei, er macht plötzlich Weltpolitik. Die nächste Wahl kommt bestimmt, und da wird die SPD hoffentlich unter die 15 % Grenze anstürzen !!! Ich bin auch kein Freund von der GroKo, aber diesmal lassen wir die SPD mal in zweiter Reihe die Zeit absitzen !!!

Wenn der Wunsch des Wählers so klar wäre, brauchte die CDU/CSU keine andere Partei, um sicherzustellen, dass die Regierung in parlamentarischen Abstimmungen relativ sicher die Mehrheit hat.

Aber ... die CDU/CSU kann das nicht allein sicherstellen. Jederzeit könnte auf der anderen Seite die Abstimmungsmehrheit entstehen, d.h. eine konstante, sinnvolle Regierungsarbeit ist dieser Parteienkombination allein nicht möglich.

Die SPD hat zu entscheiden, ob sie die dritte Partei in dem Bunde sein möchte. Die Vernunft spricht im Hinblick auf die Partei dagegen, weil die SPD in der zweiten Phase letzten großen Koalition drastisch im Schatten der CDU/CSU und deren Kanzlerin Merkel gestanden hat.

Frau Merkel fand die für sich beste Situation vor, die sie Herrn Schröder zu verdanken hatte. Die SPD bekam permanent Prügel dafür, erst recht, als sie nun auch noch Entscheidungen mittragen musste, die sie weiter von ihrer Basis entfernten.

Wie gesagt, aus parteipolitischen Erwägungen müsste die SPD die Mitarbeit in der GroKo ablehnen.

Aber wie sieht das aus Sicht bundespolitischer Erwägungen aus? Wird der Bürger der SPD übelnehmen, wenn sie sich nicht für eine GroKo zur Verfügung stellt? Die JuSos haben eine klare Meinung hierzu und stehen für einen Politikwechsel der SPD.

Gibt die SPD der CDU einen Korb, wird diese im Regen stehen, und wir werden eine Änderung der bundespolitischen Landschaft erleben, die nach meiner Einschätzung nach links gehen wird.

Sind Ihnen diese Zusammenhänge neu? Wahrscheinlich, sonst hätten Sie nicht einen so dumm-stumpfen Beitrag geschrieben.

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RobinSeyin 08.12.2013, 14:18
81.

Zitat von anton014
Wenn der Wunsch des Wählers so klar wäre, brauchte die CDU/CSU keine andere Partei, um sicherzustellen, dass die Regierung in parlamentarischen Abstimmungen relativ sicher die Mehrheit hat. Aber ... die CDU/CSU kann das nicht allein sicherstellen. Jederzeit könnte auf der anderen Seite die Abstimmungsmehrheit entstehen, d.h. eine konstante, sinnvolle Regierungsarbeit ist dieser Parteienkombination allein nicht möglich. Die SPD hat zu entscheiden, ob sie die dritte Partei in dem Bunde sein möchte. Die Vernunft spricht im Hinblick auf die Partei dagegen, weil die SPD in der zweiten Phase letzten großen Koalition drastisch im Schatten der CDU/CSU und deren Kanzlerin Merkel gestanden hat. Frau Merkel fand die für sich beste Situation vor, die sie Herrn Schröder zu verdanken hatte. Die SPD bekam permanent Prügel dafür, erst recht, als sie nun auch noch Entscheidungen mittragen musste, die sie weiter von ihrer Basis entfernten. Wie gesagt, aus parteipolitischen Erwägungen müsste die SPD die Mitarbeit in der GroKo ablehnen. Aber wie sieht das aus Sicht bundespolitischer Erwägungen aus? Wird der Bürger der SPD übelnehmen, wenn sie sich nicht für eine GroKo zur Verfügung stellt? Die JuSos haben eine klare Meinung hierzu und stehen für einen Politikwechsel der SPD. Gibt die SPD der CDU einen Korb, wird diese im Regen stehen, und wir werden eine Änderung der bundespolitischen Landschaft erleben, die nach meiner Einschätzung nach links gehen wird. Sind Ihnen diese Zusammenhänge neu? Wahrscheinlich, sonst hätten Sie nicht einen so dumm-stumpfen Beitrag geschrieben.
Mal davon abgesehen, dass die Leute sich immer über die "Diktatur des Proletariats", also eine vorübergehender Herrschaft von 80% der Bevölkerung zum aufbrechen despotischer Prinzipien verabscheuen, wenn aber eine Partei wie die CDU/CSU keine 30% der Wähler und keine 25% des Volkes vertritt, dann ist das super und total demokratisch und die sollte gefälligst alles bestimmen dürfen...

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RobinSeyin 08.12.2013, 14:34
82.

Zitat von sozialemarktwirtschaft
Das sehen sie leider falsch! Eine linke Regierung würde die Gesellschaft deutlich besser zusammenhalten, als die bisherige konservative Regierung. Arm und reich driften nämlich immer weiter ausseinander. Irgendwann gibt es den großen Knall. Allerdings sind die Deutschen (leider) unendlich leidensfähig! Den Spruch ´das Geld muss erst erwirtschaftet werden, damit es ausgegeben werden kann´, kann ich nicht mehr hören. Denn das Geld ist längst vorhanden, nur herrscht in Deutschland eine Verteilungsungerechtigkeit! Es gibt nicht wenige Unternehmer, die sich für Steuererhöhungen für ihresgleichen ausgesprochen haben, das sind Vorzeigebeispiele für ein gerechteres Deutschland. Diese Leute würden Deutschland nicht den Rücken kehren. Es sind die Raffgierigen und Jaulaffen, die ständig vor Steuererhöhungen warnen, wenn sie selbst ein bisschen mehr abgeben müssen. Fazit: Vermögenssteuereinführung Ja!, Spitzensteuersatzerhöhung Ja! Mindestgrundrente Ja! Mindestlohn flächendeckend Ja!
Den Leuten ist ja nicht einmal klar, was links ist, nämlich u.a. Demokratie, allgemeine Menschenrechte und unsere Verfassung, alles auf dem wichtigen Prinzip der Gleichheit aller Menschen aufbauend, dessen Ablehnung uns Jahrtausende lang immer wieder in den Krieg getrieben hat.

Stattdessen glaubt man, dass rechte Despoten wie Stalin oder Parteidiktaturen wie die der DDR "links" wären. Erklären kann es natürlich keiner, weil die Meisten nicht einmal die Definition der Worte kennen, mit denen Sie wahllos um sich werfen.

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fc-637124 08.12.2013, 15:33
83. postenjäger

erbärmlich, wie sich die Postenjäger für eine große Koalition stark machen.sie wissen, dass sie nie wieder die gelegenheit bekommen werden, ihren lebensabend mit so guten pensionsansprüchen zu versüßen.
mit dem verschwommenen koalitionsvertrag haben sie rein gar nichts von dem durchsetzen können, was sie vor der wahl versprochen haben
und einen kurswechsel haben sie schon gar nicht einleiten können, im gegenteil, sie werden von der cdu über den tisch gezogen und merken dieses nicht einmal, oder es ist ihnen egal.
wenn ich mir frau nahles als bundesministerin vorstellen sollte, würde mir übel,diese sollte auf den weihnachtsmärkten zusammen mit pipi langstrumpf weihnachtslieder singen gehen.

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