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Konkurrenz um CDU-Vorsitz: Die bewegte Partei
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Mehr als 14.000 CDU-Mitglieder waren dabei, über 200.000 schauten im Internet zu - drei Kandidaten für die Nachfolge von Angela Merkel an der Parteispitze bekamen sie bei den acht Regionalkonferenzen zu sehen. Die Bilanz.

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schorri 01.12.2018, 08:52
20. Radikaler Kapitalismus

Wenn die CDU-Delegierten den Weg des radikalen Kapitalismus gehen wollen, dann entscheiden sie ich für Merz.
Sein Netzwerk, bestehend aus der CDU-Vergangenheit des "Anden-Paktes", den rechten Medien und den radikal-kapitalistischen Wirtschaftsverbänden, werkelt hinter den Kulissen fleißig und bearbeitet die Delegierten.
Für den Normalbürger ist das Szenario deshalb recht einfach: Wer für Merz ist, wer für ihn kommentiert, der/die will die Politik der Vergangenheit, die Politik Kohls und Schröders noch steigern.
Eine Politik, der massiven Umverteilung von Unten nach oben.
Auch wenn Merz aktuell das Kreidemehl sichtbar um die Mundpartie hängt, der Mann ist nicht konservativ.
Der Mann ist ein Vertreter des Großkapitals und damit zwangsläufig gegen die Interessen der kleinen Leute.
Für die SPD (und die Grünen) wäre er vermutlich eine Art Lotto-Jackpott.

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scratchpatch 01.12.2018, 08:52
21. Wohin soll das führen?

Merz ist sicher der beste Redner von allen, aber man sieht ihm lustigerweise auch die Missgunst an, wenn andere Beifall bekommen. Spahn hingegen ist da großzügiger, er scheint der Körpersprache nach eher mit Kramp-Karrenbauer zu sympathisieren als mit Merz. Bei ihr merkt man, dass Reden halten nicht ihre größte Stärke ist. Man hat immer das Gefühl, dass ihr irgendein Redenschreiber vorgegeben hat, wo sie noch punkten muss, was sie drei Mal wiederholen soll etc.. Sobald sie frei auf Fragen antwortet, kommen ihre Stärken viel besser zur Geltung: Große Sachkenntnis, kluge Überlegungen, die auf wirklicher Nachdenklichkeit beruhen. Sie scheint als einzige aber auch zu ahnen, worin das Problem dieses Wettkampfes liegt, wie auch im Artikel dargestellt, wenn sie davon spricht, dass das keine Wellness-Veranstaltung sein sollte, die dem Wohlgefühl der Partei dienen soll, dass erst das Land käme und dann die Partei. Diese momentane Nabelschau und Selbstbeschäftigung in der Union und in der SPD hilft ja nur, wenn es einer Neuorientierung dient, die neuen Anforderungen gerecht wird. Solange man sich selbst feiert, wenn wieder zu den angeblichen Ursprüngen der Partei zurückgekehrt wird, wenn auf Abstand zur jeweils anderen Partei gegangen wird, ist das m.E. nicht zukunfttauglich. Jetzt haben die das große Wort, die die große Koalition als Abkehr von den Gründungsvätern/-müttern der jeweiligen Partei sehen und Beifall bekommen für alles, was in die entgegengesetzte Richtung geht. Absehbar wird es aber auch in Zukunft Koalitionen geben müssen und wenn dann die Abgrenzungen zu Gunsten von Kompromissen aufgegeben werden müssen, kommen wieder die, die angeblich die wahren Werte der Partei verraten sehen und beschweren sich lautstark. Koalitionsverhandlungen würden so sicher nicht einfacher. Dann in der Ecke zu sitzen und als ewige Opposition sich selbst als authentischen Wertebewahrer zu feiern kann ja nicht die Zukunft sein.

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Tom77 01.12.2018, 09:19
22. Nur Merz ist eine Alternative

Man muss nicht alles gut heißen, was Merz sagt und fordert und ihn auch nicht mögen. Aber mit AKK ist kein Wandel in der CDU möglich. Mit ihr werden keine Wähler zurückgewonnen und die typische Stammwählerschaft der CDU hat auch keinen Grund, AKK nach etlichen Jahren vermeintlich enttäuschender Merkel-Politik zu wählen. Wenn die CDU wieder eine konservativ-bürgerliche Partei der Mitte sein will und sich klar von SDP und Grünen abgenzen möchte, dann geht nur Merz. Schon jetzt ist der Kern der CDU nicht mehr erkennenbar. Wenn man heute politsiche Thesen hört, weiß man nicht mal mehr, ob die von der SPD, den Grünen, oder gar der CDU stammen. Es hat sich im politischen Parteienspektrum ein linkes sozial-liberales Programm etabliert, wo am Ende nahezu jeder das Gleiche will, mit nur noch leichten Unterschieden. Es muss wieder klar werden, worin sich die CDU von SPD und Grünen unterscheidet. Ansonsten gibt es keinen Grund mehr, CDU zu wählen.

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whschaefer 01.12.2018, 09:21
23. Frau AKK

Sollte sie gewinnen, d.h. den Parteivorsitz übernehmen, wird die Partei weiterhin gegen Süden driften. AKK bedeutet KEINE positive Veränderung in der Politik in Deutschland. Die gibt es nur mit FM!
JS hat vielleicht ab 2026 das richtige politische Kampfgewicht für einen Bundeskanzler.

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schmidt-post 01.12.2018, 09:26
24.

Zitat von reswer
Ginge es nach der Stimmung bei den Regionalkonferenzen, müsste Merz vorne liegen. Der meiste, der lauteste Beifall galt ihm! Die 1001 Delegierten werden mit Merz schon den richtigen wählen. Auf gehts......... CDU
Sie meinen "Zurück...CDU, in die Nuller-Jahre"

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schmidt-post 01.12.2018, 09:27
25.

Zitat von johannes-kh
die Umfragen der ÖR und der Medien sind nicht objektiv, sondern versuchen zu manipulieren. Jeder, der bis drei zählen kann, weiß: Die Medien stützen Merkel auf Teufel komm raus. Wenn sie es schaffen AKK als Merkelklon zu installieren, erlebt die UNION bei den Wahlen im nächsten Jahr ein Desaster.
Belege für die Manipulation?

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karlo1952 01.12.2018, 09:29
26. Meines Wissens sind es 12 oder jetzt sogar 13 Bewerber

um den Posten des CDU-Vorsitzes. Es machen zwar nur die besagten 3 diese Tournee, warum auch immer, aber es sind eben nicht nur 3 Bewerber, wie hier im Artikel und immer wieder beschrieben wird.

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buecker 01.12.2018, 09:34
27. AKK -nein, danke!

Ist es nur mir aufgefallen, dass AKK sich wie jem aus der SPD anhört?

Dass in jedem zweiten Satz das Wort „ehrlich“ fällt - typisch für Personen, die Unwahrheiten zu verstecken versuchen?
Dass nach Merz’ Kritik an dem Umgang mit der Bundeswehr, bei der nächsten Regionalkonferenz in Bremen von der Leyen in der ersten Reihe saß und AKK ersichtlich erleichtert war? Netter Versuch Merz & Spahn zu irritieren!

Mag sein, dass AKK sich von Merkel distanzieren möchte, um nicht als Mini-Merkel zu gelten. Ich kann aber ihre alten Positionen nicht vergessen, und ihren Neuen kein Glauben schenken.

Für mich ist die CDU mit AKK an der Spitze nicht wählbar.

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touri 01.12.2018, 09:39
28.

Zitat von schmidt-post
Sie meinen "Zurück...CDU, in die Nuller-Jahre"
Wäre das das schlechteste? Von der Wählerzustimmung von damals kann die Partei heute nur noch träumen. Und die Wähler haben sich in den 18 Jahren nicht wesentlich verändert, die Parteien schon.

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demokrat2 01.12.2018, 09:53
29. Merz ist ein Großkotz ....

.... und trat auch als solcher auf. Er glaubt tatsächlich, die Zustimmung für die AfD halbieren zu können. Das erscheint zur Zeit als etwas weltfremd. Bei früheren politischen Entscheidungen hat er oftmals auch daneben gelegen. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Politisch bekämpft hat er die AfD noch nie. Das hätte er auch außerhalb eines Amtes für die Partei machen können. Hat er aber nicht und wirkt deshalb unglaubhaft. Merz ist reiner Machtmensch und das strahlt er auch aus. Solche Typen sind schwer kontrollier- und berechenbar. Das wird nicht dazu führen, dass sich die CDU erneuern kann und Wähler zurückgewinnt.

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