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Konkurrenz um CDU-Vorsitz: Die bewegte Partei
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Mehr als 14.000 CDU-Mitglieder waren dabei, über 200.000 schauten im Internet zu - drei Kandidaten für die Nachfolge von Angela Merkel an der Parteispitze bekamen sie bei den acht Regionalkonferenzen zu sehen. Die Bilanz.

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merkel123 01.12.2018, 09:54
30. CDU in Zwickmuehle

In der CDU herrscht der Irrglaube, dass man AfD-Waehler zurueckgewinnen koennte bzw. muesste. Abgesehen davon, dass sich die AfD-Waehlerschaft zu bedeutenden Teilen auch aus ehemaligen Waehlern aller anderen Parteien und Nichtwaehlern speist, wird dieses Zurueckholen keinem der Kandidaten gewinnen - der Glaubwuerdigkeitsverlust der CDU ist einfach zu gross. Was Merz und bedingt auch Spahn gelingen koennte, waere ein Zugewinn durch Aktivierung der vielen Nichtwaehler - mit etwas Geschick ohne allzu grosse Verluste an die Gruenen. Die SPD braucht sich keine Hoffnungen zu machen, ob Merz, AKK oder sonstwer die CDU fuehrt - SPD hat fertig. Die Frage fuer die CDU ist aber dann auch die zukuenftige Machtoption: Mit AKK waere der Merkel-Kurs zementiert, man wuerde wohl die Gruenen als Koalitionspartner nehmen - und dann vielleicht 2025 die Gruenen die weiter verkleinerte CDU:-) Die andere Option waere eine buergerliche Koalition unter Merz mit FDP und gemaessigter AfD - gewissermassen eine Art bundesweiter CSU - rechnerisch und inhaltlich eine realistische Erneuerungsmoeglichkeit.

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bennic 01.12.2018, 10:00
31. Und die Umwelt?

Die Regionalkonferenzen habe ich mit im Detail angeschaut und bin einigermaßen entsetzt. Da wurden meistens nur die populären Themen gesetzt: Soli, AFD, Digitalisierung, Rente, Migration, EU und Trump.
Alle Medien - auch der Spiegel sind voll davon, das alle (auch wir deutschen) die Klimaziele reißen, der Verlust der Biodiversity lebensbedrohliche Ausmaße annimmt und wenn alle so weitermachen, statt 2 bald 5 Grad Erderwärmung drohen. Übrigens wird die Migration durch den Klimawandel nur steigen, das merken die Amerikaner auch schon an ihrer mexikanischen Grenze.
Wir können unsere „deutschen“ Lieblingsthemen vergessen, wenn es die äußeren Umstände nicht mehr zulassen oder uns die Realität des Klimawandels überholt hat. Da muss man sich nur die USA anschauen. Der Westen brennt, der Osten säuft ab und die Mitte verstaubt.
Wenn wir es nicht alle bald kapieren, das die Erde und unsere Unwelt an erster Stelle kommen muss, die Menschen an zweiter und dann die Wirtschaft bzw. die Geldgier, dann haben wir den Ast abgesägt, auf dem wir „noch“ sitzen. Deutschland mit all seiner Innovationskraft könnte sogar führend werden in Klima- und Umweltschutz bzw. Resilience.

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ceroc 01.12.2018, 10:05
32. Zwei Lager

Das Merkel Lager wird AKK wählen, die Kritiker Spahn und Merz.
Man fragt sich nur warum eine chancenloser Spahn bis zum Ende Merz die Stimmen klaut.
Denn Merz wird bestimmt keinen Minister Postern im Kabinett AKK bekommen. Das man einen Spahn wiedersehen wird unter AKK halte ich für sicher.

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sanfernando 01.12.2018, 10:08
33. Hat

... eigentlich eine/r der Kandidaten sich zu ihrem/seinen Plaenen im Fall der Wahlniederlage geaeussert? Wuerde Merz z.B. Ueberhapt in der Politik bleiben wollen?

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schmidt-post 01.12.2018, 10:13
34.

Zitat von touri
Wäre das das schlechteste? Von der Wählerzustimmung von damals kann die Partei heute nur noch träumen. Und die Wähler haben sich in den 18 Jahren nicht wesentlich verändert, die Parteien schon.
... und die Welt. 15 Jahre alte Konzepte taugen da nicht mehr.

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Sandbankdirektor 01.12.2018, 10:32
35. Unverschämter Spiegel

"AKK, die Populistin", titelt Der Spiegel heute. Ich habe alle Regionalkonferenzen auf youtube verfolgt und mich darüber geärgert, dass Merz und Spahn immer wieder mit populistischen Ideen (Bspe: Anpassung des Asylrechts (Merz), weitreichende Steuersenkungen (Spahn)) zu punkten versuchten. AKK war sichtlich bemüht, dem Parteivolk so wenig wie möglich nach dem Mund zu reden. Vor diesem Hintergrund ist der Spiegel-Titel eine grobe Unverschämtheit und informiert den geneigten Leser falsch.

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JürgenHammerbeck 01.12.2018, 10:36
36.

Zitat von ulrich g
Mit AKK ist Deutschlands Weg in die Zustände der Weimarer Republik vorgezeichnet, denn Merkels weiter so Mantra würde mit ihr fortgesetzt werden. Merz ist die letzte Chance der CDU den Karren aus der festgefahrenen Spur Merkels zu reißen.
Wahrscheinlich haben Sie im Geschichtsunterricht gefehlt oder ihn falsch interpretiert. Oder Sie schätzen AKK falsch ein? Sie ist einfach stock-konservativ - hat mit Merkel wenig zu tun. Studieren sie mal ihre Herkunft. Und wo bitte ist Merz eine "letzte Chance". Jetzt sollten Sie Ihr Geschichtskenntnisse anwenden!

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InternetResearchAgency 01.12.2018, 10:38
37. Und wo genau ist jetzt diese 'linke' CDU?

Ich warte seit Wochen darauf, dass mir mal jemand erklärt, wo die CDU so arg nach 'links' gerückt ist. Modern ist sie geworden... naja, sagen wir mal zeitgemäßer. Aber links? Hab ich die Abschaffung der H4-Sanktionen verpasst? Oder die Einführung eines BGE? Steuererhöhungen für Reiche? Irgendwelche Verstaatlichungen? Auch nicht? Ja... wo ist sie denn dann, die böse, schlimme, linke CDU?

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diorder 01.12.2018, 10:38
38. Bewegung allein tuts nicht - Wohin ist wichtiger

Manchmal und in vielen Bereichen wäre angesichts des rapiden Wandels ein Innehalten, Abwarten bis sich die Hypes totgelaufen haben , nützlicher für uns alle. Merkels Pragmatismus wird uns noch einmal als rational und angemessen erscheinen. Die Neuigkeitssucht der Medien sagt nichts über die Qualität der Ware CDU aus. Nur etwas über deren Geschäftsmodell. So als Konsumartikel werden nämlich inzwischen die Parteien angepriesen: B- Note, Performance - ein wenig auch Inhalt. Demokratie aber ist ein sehr sinnvolles, bewahrenswertes Instrument zum Interessenausgleich : Menschenrechte, Schutz von Minderheiten, Gewaltenteilung, Eigentum, Soziales Gleichgewicht, Mitbestimmung... Es geht also um faire Verteilung von Rechten, Privilegien, Finanzen und Arbeit. Da sehe ich kaum Unterschiede in der Grundausrichtung bei den drei Kandidaten. Katholisch bei den Werten, neoliberal in der Wirtschaft, Europa der Reichen, bremsende bei der Klimafrage des Erhalts unseres Planeten für den Menschen und Priorität für deutsche Interessen bei der Migration und ihren Ursachen. Es kann bei der CDU gegenüber Merkel nur schlechter werden - und das war schon nicht immer befriedigend , eher ausrechend, international aber immer noch Spitze.

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anboes 01.12.2018, 10:54
39. Man kann in diesem Debakel der CDU

Zitat von johannes-kh
die Umfragen der ÖR und der Medien sind nicht objektiv, sondern versuchen zu manipulieren. Jeder, der bis drei zählen kann, weiß: Die Medien stützen Merkel auf Teufel komm raus. Wenn sie es schaffen AKK als Merkelklon zu installieren, erlebt die UNION bei den Wahlen im nächsten Jahr ein Desaster.
allerdings auch Merkels Politik erkennbar finden. Die von ihr jahrelang als Vorsitzende geführte CDU hat sie keineswegs nach links gerückt!

Sonst würden sich die ihre Nachfolgebewerber nicht so rechts, rechter, am rechtesten CDU-Rand überbieten. Auch der Verbleib der anderen Bewerber wirft Fragen auf. Selbst Merkels neue schmückende Beiwörter im neu entdeckten politischen Sozialbereich retten dabei nichts. Sie wir im Rest ihrer Zeit nichts neues anstoßen. Ihr biederer Stil ist ihre Haltung.

Das zeigt sie bereits um Umgang mit dem Ruf oder Drohung mit Sanktionen gegen Russland. Nur nichts riskieren, nicht einmal eine eigene Meinung, geschweige Überzeugung.

Konservativ, das war doch immer so.

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