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Konkurrenz um CDU-Vorsitz: Die bewegte Partei
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Mehr als 14.000 CDU-Mitglieder waren dabei, über 200.000 schauten im Internet zu - drei Kandidaten für die Nachfolge von Angela Merkel an der Parteispitze bekamen sie bei den acht Regionalkonferenzen zu sehen. Die Bilanz.

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horstenporst 01.12.2018, 11:48
50. Ist das Journalismus oder kann das weg?

Die CDU Mitglieder waren also interessiert an den Themen "Wohnen, Pflege, Soziales, Rente, Steuern, Digitalisierung..." Hätte man da nicht auch die Positionen der Kandidaten zu diesen Themen im Artikel unterbringen können? Für eine detaillierte Beschreibung des Kleidungsstils war ja auch Platz. Aber scheinbar ist für die Medien im Jahr 2018 nur noch wichtig welche Krawatte ein Politiker trägt und was er zum Thema Flüchtlinge zu sagen hat.

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Spiegelkritikus 01.12.2018, 12:35
51. Mit AKK ginge es zügig weiter nach unten

Mit AKK als Vorsitzender bzw. einem Gespann AKK-Merkel wäre der weitere Niedergang der CDU quasi garantiert und die gesamte Gesellschaft bekäme weitere gravierende Probleme aufgrund einer fehlgeleiteten Politik. Merz und Spahn haben verstanden, was die Stunde geschlagen hat und daß es deutliche Kurskorrekturen braucht, insbesondere bei der Migrationspolitik.

Wenn die Delegierten gesamtgesellschaftliche Verantwortung zeigen und die CDU wieder Wahlen gewinnen will, dann müßten sie sich bei dieser Kandidatenauswahl mehrheitlich für Merz entscheiden. Er hat die größte Erfahrung, ist kein Büttel von Merkel und kann die notwendigen Korrekturen daher am besten durchsetzen.

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touri 01.12.2018, 13:41
52.

Zitat von InternetResearchAgency
Ja, den Mindestlohn lasse ich als linkes Thema gelten. Aber den Rest? Energiewende, Migrationspolitik, Homoehe? Progressiv, ich würde sogar sagen einfach nur zeitgemäß. Aber nicht links. Auch wenn das immer wieder von einfachen Gemütern für einfache Gemüter vorgeplappert wird: Es stimmt einfach nicht. Das ist alles nicht links und die CDU ist nicht nach links gerückt.
Doch es stimmt. Die "one world no borders" Befürworter sind alles Linke und auch das Thema der Homoehe ist seit langer Zeit ein linkes Thema. Und daher stimmt es, die CDU ist deutlich nach links gerückt. Linke Themen haben nicht nur mit dem Verteilen von Vermögen zu tun...

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touri 01.12.2018, 13:42
53.

Zitat von schmidt-post
Nö.
Doch.

(Der Beitrag kommt nie durch oder?)

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Gerdd 01.12.2018, 13:49
54. Also, eine Analyse:

Ja, AKK ist dichter an Merkel als die anderen beiden. Aber ...

1. Wenn wir die "Sozialdemokratisierung der Union" rückgängig machen, werden die Sozis etliche der Leihstimmen an Merkel wieder zurückbekommen. Man kann hoffen, daß dafür mehr Stimmen von AfD und FDP zurückkommen - FDP unter 5%? - Koalition? Aber das muß alles auch nicht so passieren.

2. Wenn wir mit Merz eine Koalition zwischen dem Wirtschaftsflügel der Union und der FDP (die ja mittlerweile nur noch aus einem Wirtschaftsflügel besteht) bilden, dann haben die Globaisierungsgewinner endgültig die Oberhand und die Opfer sind quasi gezwungen, sich zu wehren. Friede Freude Eierkuchen? Ade! Dem Land ist damit keineswegs gedient. Der Wirtschaftslobby dagegen schon - das ist dann fast so ähnlich wie mit Halliburton,wo man immer wieder auf republikanische Kriegstreiber hofft, weil das gut für den Umsatz ist - Bush Junior hat das aus den US-Steuern finanziert, Trump will jetzt unsere Steuern hierfür verwenden. In Deutschland geht es dann eher um Möwenpick - aber auch um RWE, E-ON und so weiter.

3. Spahn - ich habe immer noch nicht richtig durchschaut wie man in dem Alter schon so stramm rechtsaußen sein kann. Und das tollste ist, wie er jetzt gegen Homophobie und gegen Migranten sein kann - Homophobie und Xenophobie finden sich traditionell in den selben Köpfen und werden schwer zu trennen sein ...

Zusammenfasung - ich kann ja verstehen, daß die Union sich einen Kurswechsel verordnen will, aber dabei die FDP udn die AfD überholen zu wollen? Nein! Nehmt od lieber einen wie Bosbach - der ist mir schon konservativ genug, aber eben auch eine durch und durch ehrliche Haut und ziemlich intelligent. Ich weiß, er steht aus guten gründen nicht zur Verfügung, aber so einer wäre es für mich. Unwenn ihr AKK nicht 'ranlaßt, dann sehe ich endlich auch wieder Morgenluft für die alte Tante SPD - die haben dann allerdings immer noch genug eigene Probleme.

Gut Holz!

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anboes 02.12.2018, 14:06
55. Ohne die Progressivität der Linken

Zitat von InternetResearchAgency
Ja, den Mindestlohn lasse ich als linkes Thema gelten. Aber den Rest? Energiewende, Migrationspolitik, Homoehe? Progressiv, ich würde sogar sagen einfach nur zeitgemäß. Aber nicht links. Auch wenn das immer wieder von einfachen Gemütern für einfache Gemüter vorgeplappert wird: Es stimmt einfach nicht. Das ist alles nicht links und die CDU ist nicht nach links gerückt.
lebten wir noch in der Konserve des Mittelalters! Feudalismus oder Kapitalismus kann niemand Humanismus nennen. Bestenfalls Pseudohumanismus, Menschenrechte für alle Menschen selbstverständlich gleich. Beispiel Mindestlohn für viele, nein, aber Multimillionen für wenige, ja!

Was meint Merz zu einem menschenwürdigen Arbeitsmarkt mit bezahlten Überstunden? Und Hungerlöhne unserer Wirtschaft in Entwicklungsländern, in denen diese Menschen in keinen progressiven Streik gehen können? AM kannte diesen Begriff Arbeitsmarkt gar nicht. Wann und wo machte sie eine Politik der Würde aller Menschen?

Politischen Unverstand müsste mit Abwahlen sanktioniert werden. Nur, helfen Sanktionen irgendwo überhaupt?

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anboes 03.12.2018, 13:03
56. Auch in der Politik sind Konkurrenzkämpfe

kein Fehler, sondern auch Adrinalin. Aber eine persönliche Heckenschützenpolitik ist doch etwas anderes.

Dabei ist die CSU/CDU immer Trendsetter.
Diese Vorlagen sind den Medien offenbar sehr willkommen. Recherche nicht nötig. spielt sich ja alles öffentlich ab. Und das Saargebiet ist größer als Würselen. Das Menschenbild der Frau KK reicht jedenfalls auch zur Politikverwaltung.

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